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Dienstag, 13. Mai 2008

Neues von Audiolith

Mein Lieblingslabel Audiolith aus Hamburg hat wieder einige sehr nette neue Videos und Alben veröffentlicht. Über das Video “I sexi” von Plemo hatte ich vor wenigen Wochen berichtet, als Playmobil die Veröffentlichung untersagen wollte. Mittlerweile ist es aber im Umlauf, u.a. durch Chaosradio. Oder eben hier. Von “Plemo and Rampue” gibt es seit letzter Woche auch ein neues und sehr empfehlenswertes Album: Live Peace Hate Fuck. Tanzbarer Electro-Pop aus Deutschland. Kann man hier vorhören. Gefällt mir sehr.

Und jetzt mal zu den neuen Videos: Weiterlesen …

Dienstag, 6. Mai 2008

Impossible Mission: Musik im Internet kaufen.

Peter Bihr wollte übers Netz in Deutschland ein Musik-Album kaufen und ist grandios daran gescheitert: How I tried (and failed at) legally buying music in Germany. Das bestätigt meine Erfahrungen, dass man im Jahre 2008 die Musik von vielen Künstlern immer noch nicht legal in Deutschland erwerben kann. Auch wenn die PR-Vertreter der Musikindustrie immer das Gegenteil behaupten.

Montag, 5. Mai 2008

Nine Inch Nails: The Slip

Nine Inch Nails haben wieder zugeschlagen und ein weiteres Album im Netz publiziert: The Slip. Im Gegensatz zum letzten Ghost-Album ist dieses Werk kostenfrei zugänglich. Lediglich eine Mailadresse wird zur Verifizierung gewünscht. Es steht aber ebenso unter einer remixfähigen Creative Commons Lizenz, was sehr erfreulich ist. Beim Download kann man verschiedene Varianten auswählen. Die Auswahl reicht von MP3 über Flac bis hin zu komprimierungsfreien Wav-Files. Sehr schön.

Im Juli soll es wohl auch noch eine CD- und LP-Version zum haptischen kaufen geben.

Mittwoch, 23. April 2008

Das Internet, die Musikindustrie und Sojamilch

Der Kuechenradio-Podcast Nummer 156 dreht sich um “Das Internet, die Musikindustrie und Sojamilch“:

Auf ihrer Suche nach tragfähigen und kundenfreundlichen Geschäftsmodellen für das digitale Zeitalter denkt die Musikindustrie über eine Art Multimedia-Facebook nach: Alle Mitglieder können Filme und Musik tauschen, müssen allerdings eine monatliche Gebühr bezahlen und die Rechteinhaber können entscheiden, wie oft etwa ihre Werke getauscht werden. Das Internet, die Musikindustrie und Sojamilch - Thorsten König, Managing Director Universal Music International, im Küchenradio. Es geht aber auch um Musik.

Hier ist die MP3 dazu,

Plays for sure?

In den letzten Jahren promotete Microsoft die eigene DRM-Infrastruktur mit dem Slogan “Plays for sure” (Spielt zuverlässig / sicher). Wer den WMA-Schrott im Hauseigenen MSN-Musik-Store kaufte, bekam damit das Versprechen, dass die gekauften Stücke natürlich überall abspielbar waren. Also natürlich auf der Windows-Plattform und wenigen autorisierten Rechnern und nicht überall, wo man Musik hört. Aber selbst auf der Windows-Plattform läuft das nicht mehr so wirklich. Erst kam der Zune-Player von Microsoft (Nutzt den eigentlich jemand?) und schon der war nicht mehr abwärts kompatibel.

Nun wird der MSN-Musik-Store zum 31. August 2008 abgeschaltet und an die Kunden wurde eine Mail verschickt, dass man doch bitte für jede darüber gekaufte Musik die Rechteverwaltung ändern soll: DRM sucks redux: Microsoft to nuke MSN Music DRM keys. Sonst funktioniert die Musik nicht mehr. Und wehe, die Mail landet im Spamfilter… Man stelle sich das mal übertragen in die analoge Welt vor:

Man will in einem Laden Musik kaufen und gibt dort erstmal die fünf CD-Player an, auf denen die Musik abläuft. Mehr geht nicht, aber ok. Man ist ja schmerzfrei. Zusätzlich hinerlässt man noch eine Adresse, falls was passiert. Und irgendwann meldet sich der Musikhändler und erklärt, dass man leider eine Scheiss Technologie verkauft hat und nun alles ändern müsste. Bitte geben Sie fünf neue CD-Player für jede CD an. In der Realität ist das noch bizarrer.

Ist DRM damit tot? Nein, sicher nicht. Aber es zeigt, dass man sich auf die Technologie und die Versprechen der Hersteller nicht verlassen sollte. Nur offene Formate sind nachhaltig und garantieren, dass man auch in Zukunft noch zuverlässig auf die gekaufte Musik zugreifen kann. Selbst wenn der Hersteller die Technologie abschaltet, bzw. nicht mehr weiter entwickelt.

[via]

Donnerstag, 10. April 2008

Kommerzielle Musik-Downloads?

Was mir eben beim lesen der Überschrift “Neuer Rekord bei kommerziellen Musik-Downloads” auf Heise einfiel:

Ist das nicht eigentlich falsch, dass man verkaufte Downloads mit “kommerziell” beschreibt? Wenn ein Künstler seine Musik als MP3s zum kostenfreien Download anbietet, um damit Promotion zu machen, ist das doch genauso kommerziell?!

Erinnert mich ein wenig an vergangene Jahre, wo man proprietäre Software immer als “kommerzielle Software” beschrieb und Freie Software damit ökonomischen nutzen absprach.

Dienstag, 11. März 2008

ProMedia lässt CC-Alben bei Rapidshare zensieren

One-Click-Hoster bieten eine Dienstleistung, die viele nützlich finden: Es können grössere Dateien hochgeladen werden, die dann wiederum von anderen heruntergeladen werden können. Vor allem, wenn man nicht über einen eigenen grösseren Server mit ausreichend Traffic verfügt, sind sie eine praktische Sache: Um mal eben den Arbeitskollegen oder Kunden Rohdaten zur Verfügung zu stellen oder um Musik zum Download anzubieten.

Das kleine deutsche Netlabel Zellophon-Records nutzt die schweizer Plattform Rapidshare, um Creative Commons lizenzierte Musik ihrer Bands anzubieten. Vor wenigen Tagen wunderte man sich über eine Mail von Rapidshare, dass ein Album der Band “Das Kreft” im Auftrag der ProMedia GmbH gelöscht wurde:

Die genannte Datei wurde im auftrag der proMedia GmbH (luengen@antipiracy.de)gelöscht. Um die genaue Begründung zu erfahren bitten wir sie diese zu Kontaktieren.

ProMedia beantwortete die Anfrage von Zellophon-Records:

es tut uns sehr leid, dass wir ihren Titel aus versehen gelöscht haben. Ihr Link wurde auf dem Gulli-Board mit vielen anderen urheberrechtlich geschützten Dateien (NOFX-Alben) gefunden und ist aus versehen mitgelöscht worden.

Die Firma ProMedia agiert als verlängerter Arm der “Musikindustrie” bei der Verfolgung von Urheberrechtsdelikten. Und wie es ausschaut, schlägt sie dabei gerne über die Stränge und lässt Musik aus dem Internet zensieren, wo sie keine Urheberrechte vertreten. Das nennt man bei denen wohl “Kollateralschaden”. Schade, dass die Anbieter oftmals aus Angst vor juristischen Konsequenzen vorausschauenden Gehorsam leisten und den Löschbegehren der ProMedia GmbH nachkommen der ProMusic dirketen Löchzugriff geben. Nicht jede MP3 ist illegal.

Update: Ich hab einen Fehler gemacht: ProMusic hat selbst die Dateien gelöscht. Ich wollte es zuerst nicht glauben, aber anscheinend haben die von Rapidshare Schreib- und Löschzugriff bekommen. Schafft nicht gerade Vertrauen in Rapidshare, dass einfach mal einer dritten Partei diese Rechte gewährt werden und diese dann wahllos Kundendaten zerstören. Danke für den Kommentar.

Montag, 10. März 2008

Best Of Netlabels: “Their Finest Hour Vol. 2″

Vom Phlow-Magazine gibt es eine neue “Best Of Netlabels: “Their Finest Hour Vol. 2″”-Compilation zum Download.

their_finest_hour_2_front.jpg

Hier ist die komplette Compilation als Download und hier ein Stream. Einzelne Songs können auf der Webseite heruntergeladen werden.

Wie immer stehen alls Songs unter einer Creative Commons Lizenz.

 

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