Der Open-Source-Media-Player Songbird ist in der Version 0.6 erschienen. Der Player ist eine freie Alternative zu iTunes & Co und und setzt ähnlich wie das Miro-Projekt auf Mozilla-Technologie. Man kann Musik damit käuflich erwerben, aber auch Podcasts verwalten oder auf Songdatenbanken zugreifen, die Musik unter den Creative Commons Lizenzen zur Verfügung stellen.
In New York habe ich die Wissenschaftlerin und Free Networks-Aktivistin Laura Forlano über freie Funknetzwerke und kommunale WLAN-Initiativen in den USA für den Netzpolitik-Podcast interviewt. In dem knapp 40 Minuten langen Interview erzählt sie, was ihre Initiative nycwireless vor Ort macht und wie sie entstanden ist. Sie beschreibt, wie freie Community-basierte Netzwerke funktionieren, welche Unterschiede es in den globalen Initiativen (wie Freifunk.net oder Funkfeuer.at) gibt und was die techno-soziale Bewegung dahinter ausmacht. Gleichzeitig geht es um Betreibermodelle von kommunalen WLAN-Netzen, den Gründen, warum verschiedene Initiativen und damit verbundene Geschäftsmodelle in den USA nicht funktionieren und was die Politik machen kann, um freie Funknetze zu fördern.
Das Interview gibt es als MP3 (27MB) und OGG (40 MB)
Insgesamt ist das Gespräch eine grundlegende Einführung in die Thematik rund um freie Funknetze und kommunales WLAN geworden, die nicht nur für den Einstieg in die Debatte interessant ist. Sie dürfte auch alle interessieren, die sich schon länger mit den Themen auseinandersetzen und viel Netzpolitik ist auch dabei. Viel Spass beim hören.
Die Stadt Wien wird jetzt alle 720 Linux-Rechner in den Kindergärten wieder auf Windows Vista migrieren: Schlag gegen Linux in Wien. Der Grund ist etwas surreal, angesichts der Migrationskosten: Ein Sprachtest funktioniert nur mit dem Internet Explorer und daher migriert man jetzt für teures Geld alle Rechner auf Vista. Denn der Hersteller des Sprachtools hat eine Firefox-Variante erst für 2009 versprochen. Das Geld scheint ja da zu sein, ebenso der Wille, etwas Freiheit auszuprobieren. Wenn man dort sonst keine Probleme hat…
“Mit einem Bruchteil des Geldes, das die Umstellung auf Windows kostet, hätte die Stadt diesen Hersteller wohl dazu bringen können, seine Software schneller für Firefox bereitzustellen”, so Ringler, die der Stadt vorwirft, das Open-Source-Konzept nicht konsequent genug zu verfolgen und keine Anreize zum Umstieg von Windows auf Wienux zu schaffen. Die Stadt habe es auch versäumt, die 1.000 Unternehmen in der Region Wien zu fördern, die selbst Open-Source-Software herstellten.
Linux. - Die offene Software ist in gewisser Weise auch eine Lebenseinstellung. Zu dieser Lebenseinstellung gehört der Wunsch nach der freien Verfügbarkeit von Wissen. Aus diesem Wunsch heraus ist unter anderem die von jedem bearbeitbare Online-Enzyklopädie Wikipedia entstanden. Ganz ähnlich angelegt ist OpenStreetmap, eine Art Wikipedia für Kartendaten.
Die Blender-Foundation hat heute “Big Buck Bunny” (Project Peach) veröffentlicht. Der 3D-Comic ist das zweite grössere Open Movie Projekt nach dem riesigen Erfolg von “Elephants Dream“. Fünf Künstler und zwei Entwickler haben sieben Monate lang im Blender Studio in Amsterdam zusammen den Film entwickelt. Wie “Elephants Dream” setzt Peach auch komplett auf Freier Software, offenen Formaten und Community-Beteiligung.
Für das Blender-Projekt ist der Film zugleich ein grossartiger Showcase, der sehr anschaulich zeigt, was man mit der freien 3D-Software anstellen kann. Der Film und sämtliche Rohdaten stehen selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz. Das Kopieren und Remixen ist ausdrücklich auch zu kommerziellen Zwecken erlaubt und erwünscht.
Teil des offenen Geschäftsmodells rund um Blender ist auch der Verkauf von Mehrwerten, wie z.B. einer DVD. Die wurde im Fall von “Elephants Dreams” sehr häufig verkauft und half mit, das Projekt zu refinanzieren und auszubauen. Von Big Buck Bunny gibt es auch ein DVD-Set. Für 34.00 € erhält man zwei DVDs mit der HD-Version, Kommentaren der Machern, die gesamten Rohdaten (alle Texturen, Modelle, etc), Drehbuch und Storyboard und eine ausführliche Dokumentation und Tutorials. Wenn das mal keine Mehrwerte sind.
Und hier hatte ich mal einen Vortrag über das Blender-Projekt mitgebloggt.
Das nächste Projekt läuft auch schon: Apricot Open Game. Sechs Menschen sollen in sechs Monate als Kernteam mit Support von verschiedenen 3D-Studios und der Community ein “Open Source Industrie quality Game” erstellen. Ich bin gespannt.
Jürgen Neumann, one of the initiators of freifunk.net, and Marek Lindner, openmoko developer and B.A.T.M.A.N. programmer, speak about the Open Hardware Initiative event Open Tech Summit in Taiwan.
Ziel des Polippix-Projekts ist es, auch Usern mit wenig IT-Verständnis die Möglichkeit zu bieten, im Internet ihre Privatsphäre zu wahren. Dazu ist es lediglich nötig, die CD einzulegen und den PC neu zu starten. Polippix bootet daraufhin selbstständig in eine Linux-Umgebung. Eine Installation, Änderungen an der Registrierung oder Festplattendaten ist dazu nicht notwendig. Dadurch kann Polippix auch problemlos auf einem bootfähigen Speichermedium (z.B. USB-Stick) transportiert werden, um es auf fremden PCs, beispielsweise in Internet-Cafés, nutzen zu können.
Alle enthaltenen Tools wie TOR, IP-Telefonie und Media-Player sind mehrsprachig dokumentiert und bieten dem Benutzer konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Beispiel zum anonymen Telefonieren übers Internet. Es handelt sich vereinfacht gesagt um die internationale Version der ““Freiheit statt Angst”-CD“.
Mittlerweile gibt es zwei Versionen: Die auf Kubuntu 8.04 basierende Polippix 2.0 Beta 3 und die auf Knoppix basierende Polippix 1.1 stable. Die Bezugsquellen gibt es hier.
Es gibt jetzt eine Public Software Foundation in den USA, die sich zum Ziel gestezt hat, Freie Software in Bibliotheken und anderen öffentlichen Einrichtungen zu promoten. Aus dem Mission Statement:
The Public Software Foundation has been created with the goal of making quality publicly licensed software available at Public lending institutions, including School and Public Libraries, and non-profit organizations.