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	<title>netzpolitik.org &#187; Freie Netze</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft</description>
	<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 19:34:24 +0000</pubDate>
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		<itunes:summary>Politik in der digitalen Gesellschaft</itunes:summary>
		<itunes:author>Markus Beckedahl</itunes:author>
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		<title>Demo-Aufruf &#8220;Freiheit statt Angst&#8221;, Berlin, 12. September</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 12:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das B&#252;ndnis um den AK Vorratsdatenspeicherung ruft, wie schon angek&#252;ndigt , wieder auf zur Gro&#223;demonstration in Berlin im Herbst. Der Aufruftext ist jetzt fertig:
Aufruf f&#252;r die Demonstration &#34;Freiheit statt Angst 2009&#34;

B&#252;rgerrechtlerinnen und B&#252;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde &#220;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das B&#252;ndnis um den <a href="http://www.Vorratsdatenspeicherung.de">AK Vorratsdatenspeicherung</a> ruft, wie <a href="http://netzpolitik.org/2009/save-the-date/">schon angek&#252;ndigt</a> , <a href="http://netzpolitik.org/2008/groesster-demonstration-fuer-datenschutz-in-deutschland/">wieder</a> auf zur Gro&#223;demonstration in Berlin im Herbst. Der Aufruftext ist jetzt fertig:</p>
<blockquote><p><strong>Aufruf f&#252;r die Demonstration &quot;Freiheit statt Angst 2009&quot;</strong></p>
<p>B&#252;rgerrechtlerinnen und B&#252;rgerrechtler rufen bundesweit zur Teilnahme an einer Demonstration gegen die ausufernde &#220;berwachung durch Wirtschaft und Staat auf. Am Samstag, den 12. September 2009 werden sie unter dem Motto &quot;Freiheit statt Angst - Stoppt den &#220;berwachungswahn!&quot; auf die Stra&#223;e gehen. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin. Die Demonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages &quot;Freedom not Fear - Freiheit statt Angst&quot;, zu dem l&#228;nder&#252;bergreifend Proteste gegen die &#220;berwachung der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger stattfinden.</p>
<p>Der &#220;berwachungswahn greift weiterhin um sich. Insbesondere die &#220;berwachung am Arbeitsplatz hat zugenommen. Besch&#228;ftigte werden in ihrem Arbeitsumfeld, teilweise auch in ihrem Privatleben &#252;berwacht. Zugleich registrieren, &#252;berwachen und kontrollieren uns staatliche Stellen bei immer mehr Gelegenheiten. Egal was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen oder fahren, mit wem wir befreundet sind, wof&#252;r wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir uns engagieren - der &quot;gro&#223;e Bruder&quot; Staat und die &quot;kleinen Br&#252;der und Schwestern&quot; aus der Wirtschaft wissen es immer genauer. Der daraus resultierende Mangel an Privatsph&#228;re und Vertraulichkeit gef&#228;hrdet unsere Gesellschaft. Menschen, die sich st&#228;ndig beobachtet und &#252;berwacht f&#252;hlen, k&#246;nnen sich nicht unbefangen und mutig f&#252;r ihre Rechte und eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!</p>
<p>Der vermeintliche Sicherheitsgewinn, mit dem &#220;berwachung und Kontrolle oft begr&#252;ndet werden, ist mehr als zweifelhaft: Die Anh&#228;ufung von Informationen &#252;ber die Bev&#246;lkerung bietet keinen besseren Schutz vor Kriminalit&#228;t, kostet uns j&#228;hrlich aber Milliarden von Euro. Gezielte und nachhaltige Ma&#223;nahmen zur St&#228;rkung der Sicherheit bleiben dabei genauso auf der Strecke wie die L&#246;sung dr&#228;ngender Probleme, etwa der Arbeitslosigkeit und der ungleichen Lebenschancen in unserem Land. Dar&#252;ber hinaus weicht die verst&#228;rkte Kompetenzvermischung und Zusammenarbeit zwischen Polizei, Geheimdiensten und Milit&#228;r die bisherige Balance staatlicher Gewaltenteilung auf. Das f&#252;hrt nicht nur zur Aufhebung rechtsstaatlicher Grenzen der &#220;berwachung im Inland, sondern auch zur zunehmenden Abschottung unserer Gesellschaft nach Au&#223;en.</p>
<p>Die &#220;berwachung des Alltags betrifft nicht nur Minderheiten, sondern uns alle: Sie beeintr&#228;chtigt die Freiheit unseres Glaubensbekenntnisses, unsere Meinungs- und Informationsfreiheit, die freie Arbeit der Medien, die Koalitionsfreiheit und die Integrit&#228;t von Unternehmen. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen und Berufsgruppen sehen sich in besonderem Ma&#223;e der &#220;berwachung und Kontrolle ausgesetzt, etwa die<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Beratungsdiensten, &#196;rztinnen und &#196;rzte, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, Journalistinnen und Journalisten, Rechts-anw&#228;ltinnen und Rechtsanw&#228;lte.</p>
<p>Der Respekt vor unserer Privatsph&#228;re ist ein wichtiger Teil unserer menschlichen W&#252;rde, beruflich wie privat. Eine freie und offene Gesellschaft kann ohne bedingungslos private R&#228;ume und Kommunikation nicht existieren. Deshalb rufen wir alle B&#252;rgerinnen und B&#252;rger auf, sich an der Demonstration am 12. September 2009 in Berlin zu beteiligen. Wir wollen unsere Sorge um den Zustand des Datenschutzes lautstark zum Ausdruck bringen und ein deutliches Zeichen daf&#252;r setzen, dass viele Menschen f&#252;r ihre Freiheitsrechte wieder auf die Stra&#223;e gehen!</p>
<p>Treffpunkt f&#252;r die Demonstration &quot;Freiheit statt Angst 2009&quot; ist am Samstag, den 12. September 2009 um 15.00 Uhr am Potsdamer Platz. Der Protestmarsch durch die Stadt wird mit einer gro&#223;en Abschlusskundgebung am Roten Rathaus enden. Auf der Webseite http://www.FreiheitStattAngst.de finden sich jeweils die neuesten Informationen zur Demonstration und den M&#246;glichkeiten, bei der Vorbereitung der Demonstration mitzuhelfen</p>
<p>Unsere Forderungen (Entwurf)</p>
<p>1. &#220;berwachung abbauen</p>
<ul>
<li>Abschaffung der fl&#228;chendeckenden Protokollierung der Kommunikation und unserer Standorte (Vorratsdatenspeicherung)</li>
<li>Abschaffung der fl&#228;chendeckenden Erhebung biometrischer Daten, sowie von RFID-Ausweisdokumenten</li>
<li>Schutz vor Bespitzelung am Arbeitsplatz durch ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz</li>
<li>Ber&#252;cksichtigung des Datenschutzes f&#252;r B&#252;rger- und Arbeitnehmer/innen bereits in der Konzeptionsphase aller &#246;ffentlicher eGovernment-Projekte</li>
<li>Keine einheitliche Sch&#252;lernummer (Berliner Sch&#252;lerID)</li>
<li>Keine Weitergabe von Informationen &#252;ber Menschen ohne triftigen Grund; keine europaweite Vereinheitlichung staatlicher Informationssammlungen (Stockholmer Programm)</li>
<li>Keine systematische &#220;berwachung des Zahlungsverkehrs oder sonstige Massendatenanalyse in der EU (Stockholmer Programm)</li>
<li>Kein Informationsaustausch mit den USA und anderen Staaten ohne wirksamen Grundrechtsschutz</li>
<li>Abbau von Video&#252;berwachung und Verbot des Einsatzes von Verhaltenserkennungssystemen</li>
<li>Keine pauschale Registrierung aller Flug- und Schiffsreisenden (PNR-Daten)</li>
<li>Keine geheime Durchsuchung von Privatcomputern, weder online noch offline</li>
<li>Keine Einf&#252;hrung der Elektronischen Gesundheitskarte in der derzeit geplanten Form</li>
</ul>
<p>2. Evaluierung der bestehenden &#220;berwachungsbefugnisse</p>
<p>Wir fordern eine unabh&#228;ngige &#220;berpr&#252;fung aller bestehenden &#220;berwachungsbefugnisse im Hinblick auf ihre Wirksamkeit, Kosten, sch&#228;dliche Nebenwirkungen und Alternativen.</p>
<p>3. Moratorium f&#252;r neue &#220;berwachungsbefugnisse</p>
<p>Nach der inneren Aufr&#252;stung der letzten Jahre fordern wir einen sofortigen Stopp neuer Gesetzesvorhaben auf dem Gebiet der inneren Sicherheit, wenn sie mit weiteren Grundrechtseingriffen verbunden sind.</p>
<p>4. Gew&#228;hrleistung der Meinungsfreiheit und des freien Meinungs- und Informationsaustauschs &#252;ber das Internet</p>
<ul>
<li>keine Beschr&#228;nkung des Internetzugangs durch staatliche Stellen oder Internetanbieter (Sperrlisten)</li>
<li>keine Sperrungen von Internetanschl&#252;ssen.</li>
<li>Verbot der Installation von Filtern in die Infrastruktur des Internet.</li>
<li>Entfernung von Internet-Inhalten nur auf Anordnung unabh&#228;ngiger und unparteiischer Richter.</li>
<li>Einf&#252;hrung eines uneingeschr&#228;nkten Zitierrechts f&#252;r Multimedia-Inhalte, das heute unverzichtbar f&#252;r die &#246;ffentliche Debatte in Demokratien ist.</li>
<li>Schutz von Plattformen zur freien Meinungs&#228;u&#223;erung im Internet (partizipatorische Websites, Foren, Kommentare in Blogs), die heute durch unzureichende Gesetze bedroht sind, welche Selbstzensur beg&#252;nstigen (abschreckende Wirkung).</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Weitere <strong>Unterst&#252;tzerInnen</strong> f&#252;r den Aufruf werden gesucht. Wer mit aufrufen will, schreibt dies bitte an &lt;kontakt(at)vorratsdatenspeicherung.de&gt;.</p>
<p>Das <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freedom_Not_Fear_2009/Berlin_de"><strong>Demo-Wiki</strong> </a> wird jetzt nach und nach gef&#252;llt, in K&#252;rze wird es auch Banner, Flyer, ein angepasstes Pagepeel und mehr geben. Wer Ideen dazu hat: Einfach ins Wiki damit!</p>
<p>Auch <a href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freedom_Not_Fear_2009"><strong>AktivistInnen in anderen L&#228;ndern</strong> </a> werden sich hoffentlich wieder in gro&#223;er Zahl beteiligen. Eine englische Fassung des Aufruftextes wird gerade erstellt.</p>
<p>Ab dem 6. Juli wird es wieder ein <strong>Demo-B&#252;ro in Berlin</strong> geben, das auch als Anlaufstelle f&#252;r AktivistInnen und HelferInnen fungiert: Hessische Stra&#223;e 10, 10115 Berlin, Tel: 030/4882 0640 oder 030/4882 0641.</p>
<p>So eine Demo kostet nat&#252;rlich viel Geld. Dazu steht folgendes <strong>Spendenkonto</strong> zur Verf&#252;gung (steuerabzugsf&#228;hig): Kontoinhaberin: Humanistische Union, Kontonummer: 30 74 250, Bankleitzahl: 100 205 00 (Bank f&#252;r Sozialwirtschaft)</p>
<p><strong>Update:</strong> Weil es schon Nachfragen gab und das bei den Suchmaschinenergebnissen auch etwas verwirrend sein kann: Das breite Demob&#252;ndnis, um das es hier geht (bisher sind u.a. bei der Vorbereitung beteiligt: AK Vorrat, CCC, FoeBuD, FIfF, Humanistische Union, NNM, Piratenpartei, Gr&#252;ne, Linke, Junge Liberale, ver.di, Neue Richtervereinigung, German Privacy Foundation) ist nicht zu verwechseln mit dem umstrittenen &quot;Aktionsb&#252;ndnis Freiheit statt Angst&quot;, &#252;ber das wir leider schon mal <a href="http://netzpolitik.org/2009/aktion-fsa-aktionsbuendnis-freiheit-statt-angst/">berichten</a> mussten.</p>
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		<title>Schnelles Feedback: Union verzichtet vorerst auf &#8220;3-Strikes&#8221;</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/schnelles-feedback-union-verzichtet-vorerst-auf-3-strikes/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2009/schnelles-feedback-union-verzichtet-vorerst-auf-3-strikes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 20:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Lust auf ein kleines Ratespielchen? Ich gebe ein Politikerzitat vor und ihr ratet, von wem es ist?  Ok, bereit? Los geht's:
"Ich halte es f&#252;r falsch und nicht machbar, im Internet unliebsame Inhalte durch Sperren oder das Kappen von Verbindungen zu unterdr&#252;cken."
Und, wer hat's gesagt?

[ ] J&#246;rg-Tauss (PP)

[ ] Martina Krogmann (CDU)

[ ] Claudia Roth (Gr&#252;ne)

[ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lust auf ein kleines Ratespielchen? Ich gebe ein Politikerzitat vor und ihr ratet, von wem es ist?  Ok, bereit? Los geht&#8217;s:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich halte es f&#252;r falsch und nicht machbar, im Internet unliebsame Inhalte durch Sperren oder das Kappen von Verbindungen zu unterdr&#252;cken.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und, wer hat&#8217;s gesagt?</p>
<p>[ ] J&#246;rg-Tauss (PP)</p>
<p>[ ] Martina Krogmann (CDU)</p>
<p>[ ] Claudia Roth (Gr&#252;ne)</p>
<p>[ ] Guido Westerwelle (FDP)</p>
<p>Aufl&#246;sung gibt es nach nach dem Klick.<br />
<span id="more-7787"></span><br />
Genau, es war die <a href="http://www.bildblog.de/8905/ein-wort-sagt-mehr-als-taussend-worte/">&#8220;Zensursula&#8221;-Unterh&#228;ndlerin</a> und <a href="http://netzpolitik.org/2009/liebe-frau-krogmann-das-mit-kasachstan-habe-ich-geklaert/">Kasachstan-Expertin der Union</a>, Dr. Martina Krogmann, die <a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/cdu-mottet-netzguillotine-ein/">gegen&#252;ber der taz</a> die Streichung der umstrittenen 3-Strikes-Regelung aus dem <a href="http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/">&#8220;Regierungsprogramm&#8221; der CDU/CSU</a> f&#252;r die n&#228;chste Spielzeit kommentieren durfte.</p>
<p>Ein Verzicht auf die <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_4967477.html">digitale Todesstrafe</a> bei Urheberrechtsvergehen bedeutet freilich nicht, dass die Union &lt;strike&gt;<a href="http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/#comment=317455">zur Besinnung</a>&lt;/strike&gt; sich in Zukunft von der Piratenpartei beraten l&#228;sst oder gar innovative Konzepte wie die Kulturflatrate favorisieren w&#252;rde. Im Grunde ist es wohl eher wie bei Raider und Twix:</p>
<blockquote><p>Wie Krogmann der taz sagte, soll die Passage im CDU-Programm stattdessen so lauten: &#8220;Rechtsverletzungen werden wir effektiv unterbinden.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>via <a href="http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/#comment-317526">Martin</a></em></p>
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		<title>Wikileaks: Regierungsprogramm der Union online</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2009/wikileaks-regierungsprogramm-der-union-online/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 20:46:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Nur damit nachher niemand sagen kann, er h&#228;tte von nichts gewusst: Wikileaks hat den Entwurfs des "Regierungsprogramms 2009 – 2013 von CDU und CSU" (PDF, 400KB), Stand 20. Juni, &#252;ber den derzeit so angeregt diskutiert wird.

  Der Entwurf f&#252;r das Wahlprogramm der Union ist nicht f&#252;r Menschen geschrieben, die eine Affinit&#228;t zum Internet haben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur damit nachher niemand sagen kann, er h&#228;tte von nichts gewusst: Wikileaks hat den Entwurfs des &#8220;<a href="http://wikileaks.org/wiki/CDU_Wahlprogrammsentwurf_beinhaltet_3-Strike-Out_Internetsperren%2C_20_Jun_2009">Regierungsprogramms 2009 – 2013 von CDU und CSU</a>&#8221; (PDF, 400KB), Stand 20. Juni, &#252;ber den derzeit so <a href="http://twitter.com/ghostdog19/statuses/2285080477">angeregt diskutiert</a> wird.</p>
<blockquote>
<p>Der Entwurf f&#252;r das Wahlprogramm der Union ist nicht f&#252;r Menschen geschrieben, die eine Affinit&#228;t zum Internet haben. Wenn man ihn genau liest, best&#228;tigt er viele Vorurteile von Kritikern, die bereits in dem Aufruft gipfelten: <a href="http://netzpolitik.org/2009/keine-wahlempfehlung-cducsu/">&#8220;Nicht CDU/CSU w&#228;hlen!&#8221;</a><br />
  &#8212; <a href="http://www.zeit.de/online/2009/26/wahlprogramm-cdu-internet">Kai Biermann f&#252;r Zeit Online</a> , 22.06.2009</p>
</blockquote>
<p>Verabschiedet werden soll das Werk n&#228;chsten Dienstag in Berlin.</p>
<p>PS: Alle Teilnehmer des Intern^H^H <a href="http://www.tralla-fitti.de/">Hundef&#252;hrerscheins Juni 2009</a> haben bestanden!</p>
]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Aufruf zur Wiedergewinnung der Gemeing&#252;ter</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/aufruf-zur-wiedergewinnung-der-gemeingueter/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2009/aufruf-zur-wiedergewinnung-der-gemeingueter/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 09:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Goetzke</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Anfang der Woche wurde das im Rahmen des 9. Weltsozialforums in Belém do Para/Brasilien entstandene Manifest zur Wiedergewinnung der Gemeing&#252;ter zur &#246;ffentlichen Unterzeichnung publiziert.

Das Manifest ruft zur Erkenntnis und zum Engagement daf&#252;r auf, dass bestimmte digitale, kulturelle und soziale G&#252;ter aus dem fortschreitenden Prozess der Privatisierung und Vermarktung als Ware herauszunehmen sind. Diese unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang der Woche wurde das im Rahmen des<a href="http://www.forumsocialmundial.org.br/"> 9. Weltsozialforums in Belém do Para/Brasilien</a> entstandene <a href="http://bienscommuns.org/signature/appel/index.php?a=appel">Manifest zur Wiedergewinnung der Gemeing&#252;ter</a> zur &#246;ffentlichen Unterzeichnung publiziert.</p>
<p>Das Manifest ruft zur Erkenntnis und zum Engagement daf&#252;r auf, dass bestimmte digitale, kulturelle und soziale G&#252;ter aus dem fortschreitenden Prozess der Privatisierung und Vermarktung als Ware herauszunehmen sind. Diese unter dem Begriff Gemeing&#252;ter zusammengefassten &#8220;Dinge&#8221; von Biodiversit&#228;t, Luft und Meeren, &#252;ber Wissenschaft, Kommunikation und Freier Software, &#252;ber Musik und Kultur, hin zu Bildung, Gesundheit und Abwasserreinigung sollen zur gemeinschaftlichen Teilhabe verf&#252;gbar sein; sie bilden die Grundlage und das Besondere menschlichen Lebens und sollten der Menschheit nicht in Form von Privateigentum Weniger entrissen werden.</p>
<blockquote><p>Die Privatisierung und warenf&#246;rmige Zurichtung der Dinge, die das Leben der Menschen und den Erhalt des Planeten erm&#246;glichen, ist machtvoller denn je. Nach der Ausbeutung der nat&#252;rlichen Ressourcen und der menschlichen Arbeit, hat sich dieser Prozess auf das Wissen, die Kulturen, Gesundheit, Bildung und Kommunikation, auf das genetische Erbe, das Leben und das, was aus ihm hervor geht ausgeweitet. Das Wohl aller und die Bewahrung der Erde wurden dem kurzfristigen finanziellen Gewinn weniger geopfert.</p></blockquote>
<blockquote><p>Die Unterzeichner dieses auf dem Weltsozialforum 2009 vorgestellten Manifests rufen alle B&#252;rger der Welt und ihre Organisationen dazu auf, sich f&#252;r die R&#252;ckeroberung oder Erlangung der gesellschaftlichen Verf&#252;gung &#252;ber die gegenw&#228;rtigen und k&#252;nftigen Gemeing&#252;ter der Menschheit und der Erde zu engagieren, damit im Umgang mit ihnen all jene Menschen und Gemeinschaften -bis hin zur Weltgemeinschaft- mitwirken und zusammenarbeiten k&#246;nnen, die davon direkt betroffen sind.</p></blockquote>
<p>Das Manifest kann <a href="http://bienscommuns.org/signature/appel/index.php?a=signer">hier unterzeichnet</a> werden. Die <a href="http://bienscommuns.org/signature/appel/index.php?a=voirsig&#038;r=ind">Unterschriften</a> dienen der Unterst&#252;tzung des Konzeptes der Gemeing&#252;ter im weiteren politischen Diskurs. </p>
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		<title>&#8220;Stecker aus der Wand gezogen&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 May 2009 06:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wetter</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am 25. M&#228;rz hat Bundesfrauenministerin Ursula von der Leyen im Bundestag ausgef&#252;hrt, dass sie unter ihrem Vorsto&#223; selbst im Prinzip das zu verstehen scheint, was unsereins unter dem Slogan "L&#246;schen statt Filtern" fordert:

Zur technischen Umsetzbarkeit. Man muss sich das in etwa so vorstellen, als wenn man ein Telefon hat, dessen Stecker aus der Wand gezogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 25. M&#228;rz hat Bundesfrauenministerin Ursula von der Leyen im Bundestag ausgef&#252;hrt, dass sie unter ihrem Vorsto&#223; selbst im Prinzip das zu verstehen scheint, was unsereins unter dem Slogan &#8220;L&#246;schen statt Filtern&#8221; fordert:</p>
<blockquote><p>Zur technischen Umsetzbarkeit. Man muss sich das in etwa so vorstellen, <strong>als wenn man ein Telefon hat, dessen Stecker aus der Wand gezogen ist</strong>: Man kann den H&#246;rer abheben und eine Nummer w&#228;hlen; eine Verbindung wird jedoch nicht aufgebaut. Das ist das Grundprinzip: schon <strong>im Ansatz</strong> zu sperren, um jeglichen Zugang zu diesem Markt unm&#246;glich zu machen. </p></blockquote>
<p><a href="http://dip21.bundestag.de:80/dip21/btp/16/16213.pdf">Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – 213. Sitzung. Berlin, Mittwoch, den 25. M&#228;rz 2009, S. 23063 (PDF-Seite 9/64), Abschnitt (C)</a></p>
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		<title>Doch kein WLAN f&#252;r Berlin</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 10:54:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ein offenes WLAN f&#252;r Berlin ist ein Dauerbrenner in diesem Blog. Nachdem die lokale Politik das Thema jahrelang verschlafen hatte, sprang der Berliner Senat vor ein bis zwei Jahren auf das Thema drauf und wollte modern sein. Seitdem wird es langsam zum Running-Gag. Mal kommt es, mal kommt es nicht. Erst Anfang des Jahres hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein offenes WLAN f&#252;r Berlin ist ein Dauerbrenner in diesem Blog. Nachdem die lokale Politik das Thema jahrelang verschlafen hatte, sprang der Berliner Senat vor ein bis zwei Jahren auf das Thema drauf und wollte modern sein. Seitdem wird es langsam zum Running-Gag. Mal kommt es, mal kommt es nicht. Erst Anfang des Jahres hatte unser Wirtschaftssenator Wolf bei der &#8220;Vorstellung des Berichts &#252;ber die Kreativwirtschaft in der Stadt die Einrichtung eines solchen Netzes angek&#252;ndigt und als wichtigen Baustein f&#252;r die Attraktivit&#228;t Berlins f&#252;r Kulturschaffende bezeichnet.&#8221;, <a href="http://netzpolitik.org/2009/wlan-berlin-bleibt-offline/">so die Berliner Morgenpost im Februar</a>. In dem Artikel wurde von Seiten der Senatsverwaltung auch verk&#252;ndet, dass man seit drei Jahren Kontakte zu einigen interessierten Unternehmen habe. Eine Woche sp&#228;ter wurde es pl&#246;tzlich durch die medial Aufmerksamkeit konkreter: <a href="http://netzpolitik.org/2009/wlan-fuer-berlin/">Gleich zwei Pilotprojekte wurden angek&#252;ndigt</a>.</p>
<p>Seitdem ist nichts mehr zu h&#246;ren gewesen. Daf&#252;r funktioniert der Flurfunk und ich habe die Information bekommen, dass alle Gespr&#228;che gescheitert sind. Um offiziell eine Stellungnahme zu bekommen, hab ich einfach mal ein paar Fragen an die Senatsverwaltung f&#252;r Wirtschaft in Berlin geschickt und auch eine Antwort bekommen. Die gute Nachricht ist, dass zwischen der Senatsverwaltung f&#252;r Wirtschaft und der Senatsverwaltung f&#252;r Stadtentwicklung die Bedingungen zur Nutzung von Lichtsignalanlagen und Lampenmasten soweit vorangeschritten seien, &#8220;dass von Seiten des Landes Berlin die Voraussetzungen f&#252;r einen kurzfristig m&#246;glichen Start des Pilotvorhabens geschaffen&#8221; wurden.</p>
<p>Die schlechte ist allerdings, dass man keinen Partner aus der Wirtschaft f&#252;r das Projekt hat. Die sind alle abgesprungen. Streitpunkt war wohl die Sache, dass die interessierten Firmen nach einer erfolgreichen Pliotphase eine Vergabe der &#246;ffentlichen Standorte ohne Ausschreibungsverfahren haben wollten. Das wurde von Seiten der Stadt abgelehnt. &#220;brigens aus gutem Grund, wie ich finde:</p>
<blockquote><p>Sen WTF und Sen Stadt sind gemeinsam der Auffassung, dass die Bereitstellung von &#246;ffentlichen Ressourcen f&#252;r eine erg&#228;nzende Breitbandversorgung unbedingt ausgeschrieben werden muss, um ein offenes, transparentes, diskriminierungsfreies und wettbewerbsorientiertes Vergabeverfahren zu gew&#228;hrleisten. Dies ergibt sich einerseits aus der Anforderung, dass die Nutzung der Berliner Lichtsignalanlagen und Lampenmasten an nur einen Betreiber vergeben werden soll, um eine nicht zu handhabende Betreibervielfalt zu verhindern und andererseits aus dem europ&#228;ischen Wettbewerbsrecht, das bei der Vergabe von sogenannten Dienstleistungskonzessionen zu beachten ist.</p></blockquote>
<p>Jetzt wird erstmal wieder ein Vergabeverfahren gepr&#252;ft. Und dann ist unklar, ob es interssierte Firmen f&#252;r das Pilotprojekt gibt, die bisher nicht im Spiel waren. Mit anderen Worten: Das wird auf absehbare Zeit immer noch nichts mit WLAN in Berlin und einige Politiker haben den Mund zu voll genommen. </p>
<p>Die Strategie ist meiner Meinung nach auch falsch: Aus den USA kann man lernen, dass alle gro&#223; angek&#252;ndigten Public-Private-Partnership WLAN-Vorhaben mehr oder weniger grandios gescheitert sind. In der Regel stellten die privaten Betreiber nach einer Weile fest, dass ihr geplantes Gesch&#228;ftsmodell nicht funktionierte und zogen sich zur&#252;ck. Kommunales WLAN sollte aber von der Verwaltung als Infrastrukturpolitik begriffen werden. Ebenso wie sich Strassen, Fusswege und B&#252;rgersteige im Besitz der Kommunen befinden und f&#252;r die B&#252;rger (mehr oder weniger gepflegt werden), sollte man im 21. Jahrhundert eine Internet-Grundversorgung bereitstellen. Und sich nicht nur auf den Markt verlassen.</p>
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		<title>&#220;bersicht deutscher Sicherheits- und &#220;berwachungsgesetze</title>
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		<pubDate>Wed, 20 May 2009 00:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Patrick Breyer hat eine umfangreiche &#220;bersicht deutscher Sicherheits- und &#220;berwachungsgesetze in einem Wiki zusammengefasst,, inklusive ihres kritischen Inhalts und des Stimmverhaltens der Fraktionen im Deutschen Bundestag. Sehr interessant und geht weit zur&#252;ck in die Vergangenheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patrick Breyer hat eine <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/ueberwachungsgesetze/">umfangreiche &#220;bersicht deutscher Sicherheits- und &#220;berwachungsgesetze</a> in einem Wiki zusammengefasst,, inklusive ihres kritischen Inhalts und des Stimmverhaltens der Fraktionen im Deutschen Bundestag. Sehr interessant und geht weit zur&#252;ck in die Vergangenheit.</p>
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		<title>Frei nach Martin Niem&#246;ller</title>
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		<pubDate>Wed, 06 May 2009 01:35:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Gefunden bei ZEIT online in den Kommentaren :
Als sie Kinderpornografieseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe diese Inhalte ja nicht konsumiert.
Als sie Raubkopiererseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe ja nicht raubkopiert.
Als sie Blogs mit gesellschaftskritischen Inhalten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht gesellschaftskritisch eingestellt.
Als sie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gefunden bei ZEIT online in den <a href="http://kommentare.zeit.de/commentsection/url/online/2009/19/internetsperre-datenschutz-gesetz#comment-335604">Kommentaren</a> :</p>
<blockquote><p>Als sie Kinderpornografieseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe diese Inhalte ja nicht konsumiert.<br />
Als sie Raubkopiererseiten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich habe ja nicht raubkopiert.<br />
Als sie Blogs mit gesellschaftskritischen Inhalten sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht gesellschaftskritisch eingestellt.<br />
Als sie die Seiten von Oppositionsparteien und Gewerkschaften sperrten habe ich nichts gesagt, denn ich war ja nicht in der Gewerkschaft oder in so einer Partei.<br />
Als sie das Grundgesetz ausser Kraft gesetzt haben, gab es kein Medium mehr &#252;ber das ich h&#228;tte etwas sagen k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p>(Autor: &quot;Lord Helmchen&quot;, Original Niem&#246;ller-Zitat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Niem%C3%B6ller#Zitat">hier</a> .)</p>
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		<title>ISPs als generelle Zensoren?</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Apr 2009 18:05:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Auf dem K&#246;lner Forum Medienrecht wurde gestern offenbar scharf geschossen. Wie um meine Thesen vom Kulturkampf um Freiheit vs Kontrolle des Netzes zu best&#228;tigen, forderte der Vertreter der hessischen Landesregierung, Heinrich Sievers, eine Internet-Zensur von ausl&#228;ndischen Gl&#252;cksspiel-Anbietern, und der B&#246;rsenverein des Deutschen Buchhandels verlangte Access-Blockaden gegen Angebote, &#34;die das Urheberrecht verletzen&#34;. Wie heise berichtet , [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem K&#246;lner Forum Medienrecht wurde gestern offenbar scharf geschossen. Wie um <a href="http://netzpolitik.org/2009/der-kampf-der-kulturen/">meine Thesen vom Kulturkampf um Freiheit vs Kontrolle des Netzes</a> zu best&#228;tigen, forderte der Vertreter der hessischen Landesregierung, Heinrich Sievers, eine Internet-Zensur von ausl&#228;ndischen Gl&#252;cksspiel-Anbietern, und der <a href="http://www.boersenverein.de/de/portal/index.html">B&#246;rsenverein des Deutschen Buchhandels</a> verlangte Access-Blockaden gegen Angebote, &quot;die das Urheberrecht verletzen&quot;. Wie heise <a href="http://www.heise.de/newsticker/Medienrechtsforum-Forderungen-nach-Ausweitung-von-Internetsperren--/meldung/136764">berichtet</a> , mit recht haneb&#252;chenen Argumenten:</p>
<blockquote><p>Dieselben Anbieter, die Kinderpornografie verbreiten und mit Phishing arbeiten w&#252;rden, betrieben auch Server mit urheberrechtswidrigen Inhalten. Diese &quot;Internet-Mafia&quot; finanziere sich unter anderem durch Werbung f&#252;r Flatrate-Angebote der Provider und f&#252;r pornografische Angebote. &quot;Wenn man an solche Angebote herankommen will, die im Ausland sitzen, sehe ich keinen anderen Weg als Access-Sperren&quot;, sagte [der Leiter der Rechtsabteilung des B&#246;rsenvereins, Christian] Sprang. Die Kosten sollten an die Kunden der Provider weitergereicht werden.</p></blockquote>
<p>Die ISPs sehen das nat&#252;rlich nicht so gerne:</p>
<blockquote><p>Stefan Engeln von United Internet wies den Vorwurf der Mitt&#228;terschaft zur&#252;ck. Zwar tauche ab und zu Provider-Werbung bei Download-Angeboten auf, die Provider h&#228;tten aber kein Interesse daran, gezielt Kunden solcher Angebote zu werben: &quot;Solche Kunden sind f&#252;r uns absolut unrentabel.&quot; Dass die Provider k&#252;nftig f&#252;r jeden illegalen Inhalt im Internet in Anspruch genommen werden sollen und das Haftungsprivileg abgeschafft werden soll, gehe mit einer kompletten &#196;nderung des Gesch&#228;ftsmodells einher, meint Engeln. Dann stelle sich ihnen die Frage, ob sie <em>nur noch mit zertifizierten Inhalteanbietern</em> sprechen sollten. [Hervorhebung RB]</p></blockquote>
<p>Soweit sind wir also schon.</p>
<p>Das ist offenbar gerade wie beim Finanzmarkt-Bailout: Man fordert einfach mal das Blaue vom Himmel herunter, und hofft, dass man schon irgendwas bekommen wird. Wer dann die urheberrechtsgesch&#252;tzten Inhalte auf irgendwelchen Listen zusammenstellen soll, blieb nat&#252;rlich v&#246;llig schleierhaft.</p>
<p>Herr Engeln hat heise zufolge dann nur noch mit den Kosten argumentiert und den Buchh&#228;ndlern und Verlegern angedroht, dass sie dann auch zahlen m&#252;ssten. Don Dahlmann hat ebenfalls gestern mal anders herum mit wirtschaftlichen Argumenten gespielt und die ganze Debatte auf den Investitionsstandort Deutschland hin gepr&#252;ft: <a href="http://www.dondahlmann.de/?p=221">&quot;Der Treppenwitz w&#228;re, dass der Kapitalismus daf&#252;r sorgt, dass Filtersysteme nicht durchsetzbar sind.&quot;</a></p>
<p>Leider hat offenbar in K&#246;ln niemand den Mund aufgemacht und gesagt, warum ein freies Internet auch <em>politisch</em> wichtig ist f&#252;r eine freie Gesellschaft. F&#252;r andere L&#228;nder haben das ja sogar CDU/CSU und SPD schon <a href="http://www.cducsu.de/GetMedium.aspx?mid=1245">eingesehen</a> , nur f&#252;r Deutschland offenbar noch nicht.</p>
<p>Justizministerin Brigitte Zypries ist w&#228;hrenddessen auf typischem SPD-Schlingerkurs: An einem Tag etwas <a href="http://netzpolitik.org/2009/bundesregierung-beschliesst-zensurgesetz/">mitbeschlie&#223;en</a> , am n&#228;chsten Tag <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2009/04/23/1132859.html">vor den Folgen warnen</a> :</p>
<blockquote><p>Es sei aber zutreffend, sagte sie, dass man die Provider mittels Gesetz dazu zwinge, eine Technik anzubieten, mit der sich beliebig Seiten sperren lie&#223;en. &quot;Ich gehe davon aus, dass dadurch Begehrlichkeiten geweckt werden, auch Inhalte ausl&#228;ndischer Anbieter zu reglementieren, die keinen Bezug zu Kinderpornografie aufweisen.&quot; Dringend notwendig sei deshalb eine generelle Diskussion &#252;ber die sich &#228;ndernde Bedeutung des Internets: &quot;Wir m&#252;ssen uns in Deutschland zun&#228;chst dar&#252;ber klar werden, wie wir mit dem Internet generell umgehen wollen. Bef&#252;rchtungen, die Liste sperrw&#252;rdiger Inhalte w&#252;rde sehr schnell sehr lang werden, sind in meinen Augen berechtigt.</p></blockquote>
<p>Wie lang die Liste werden kann, l&#228;sst sich in <a href="http://www.heise.de/netze/news/meldung/136656">Australien</a> beobachten. Da geht es schon lange nicht mehr nur um Kindesmissbrauch, sondern auch um Gedankenverbrechen.</p>
<p><strong>Update:</strong> Ein erhellendes Detail kam per Mail von jemandem, der in K&#246;ln dabei war:</p>
<blockquote><p>Am Vormittag hatte Prof. Federrath von der Uni Regensburg die diversen &quot;Sperr&quot;-M&#246;glichkeiten beschrieben, und zum Schluss ironisch gemeint, dass man nat&#252;rlich auch auf die Technik aus China zur&#252;ckgreifen k&#246;nnte. Herr Sievers hat die Ironie wohl nicht ganz verstanden, sondern die Provider in einem Redebeitrag aufgefordert, doch unbedingt mal zu pr&#252;fen, ob man nicht diese chinesische Technik einf&#252;hren k&#246;nne.</p></blockquote>
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		<title>Der Kampf der Kulturen</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 17:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es geht in den aktuellen politischen Debatten um das Internet um mehr als nur unverbundene Einzelthemen. Es geht auch nicht nur um &#34;das Internet&#34; als Ganzes. Es geht auch um die Demokratief&#228;higkeit der kommenden Internet-Gesellschaft.

Auf den ersten Blick scheinen es einzelne Konflikte zu sein. Da diskutiert man momentan im Detail und sehr intensiv die Wirksamkeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht in den aktuellen politischen Debatten um das Internet um mehr als nur unverbundene Einzelthemen. Es geht auch nicht nur um &quot;das Internet&quot; als Ganzes. Es geht auch um die Demokratief&#228;higkeit der kommenden Internet-Gesellschaft.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheinen es einzelne Konflikte zu sein. Da diskutiert man momentan im Detail und sehr intensiv die Wirksamkeit und Verfassungsgem&#228;&#223;heit von <a href="http://netzpolitik.org/tag/zensur/">Kinderporno-Sperren</a> . Die Unterhaltungsindustrie <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/04/22/dieter-gorny-wunscht-sperren-von-torrent-seiten-ich-bin-dann-mal-in-der-piratenpartei/">fordert Sperren</a> von Peer-to-Peer-Tauschb&#246;rsen oder Suchmaschinen wie Pirate Bay, wo das Urteil gerade <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,620697,00.html">Wellen schl&#228;gt</a> . Second Life hat gerade <a href="http://www.heise.de/ct/news/meldung/136652">angek&#252;ndigt</a> , dass man &quot;Sex, Drogen und Gewalt&quot; in ein gesondertes Rotlichtviertel verbannen will, das nur per Altersnachweis betreten werden kann. Die Bildungsministerin Annette Schavan hat sich nach dem Massenmord von Winnenden f&#252;r die Zensur von &quot;Gewaltseiten&quot; <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1503399/">ausgesprochen</a> . Der geneigte Leser und die geneigte Leserin finden sicher noch mehr Vorst&#246;&#223;e daf&#252;r, dass das Internet auf der Ebene der Inhalte kontrolliert und reguliert werden soll.</p>
<p>Wie h&#228;ngen diese Themen und Auseinandersetzungen zusammen? Nur schulterzuckend mit dem beginnenden Wahlkampf zu argumentieren reicht auf jeden Fall nicht aus.</p>
<p><strong>Die Zonierung des offenen Kommunikationsraumes</strong></p>
<p>Worum es hier geht, ist die grundlegende Eigenschaft des Internet als offener Kommunikationsraum. Dieser soll nach den verschiedenen Regulierungs-Vorschl&#228;gen in nationale und regionale Territorien zerst&#252;ckelt werden, daneben sollen Alters-Zonen f&#252;r Erwachsene und Kinder eingerichtet und noch weitere Z&#228;une gebaut und chinesische Mauern errichtet werden. Manche Gegenden d&#252;rfen von manchen Leuten schon <a href="http://www.govtrack.us/congress/bill.xpd?bill=s110-431">gar nicht mehr betreten</a> werden, oder wenn, dann nur nach dem <a href="http://bendrath.blogspot.com/2008/03/pressure-against-online-anonymity-or.html">Vorzeigen</a> eines <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/politik/2009/4/19/news-117474187/detail.html">Ausweises</a> . Auch die zeitliche Zonierung wird vorangetrieben: W&#228;hrend die von den Zuschauern bezahlten Beitr&#228;ge der &#246;ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nur maximal <a href="http://lumma.de/2008/06/12/das-uberregulierte-offentlich-rechtliche-internet/">eine Woche lang bereitgestellt</a> werden d&#252;rfen, wird anderswo schon &#252;ber vorgeschriebene <a href="http://netzpolitik.org/2008/uk-sendezeiten-fuers-internet/">&quot;Sendezeiten&quot; im Internet</a> <a href="http://www.heise.de/newsticker/Sendezeitbegrenzung-fuer-Erotikseiten-im-Internet-greift--/meldung/134467">nachgedacht</a> .</p>
<p>Langsam f&#252;gen sich die St&#252;cke zusammen, und die ersten Vorst&#246;&#223;e zu einer allgemeinen Legitimierung der Inhalte- und Zugangskontrollen f&#252;r das Internet tauchen auf. Susanne Gaschke <a href="http://www.zeit.de/2009/18/pirate-bay-urheberrecht">schreibt</a> heute auf der Titelseite der ZEIT, wie aus ihrer Sicht das Pirate-Bay-Urteil, die Kinderporno-Sperren und der <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=7650">Heidelberger Appell</a> zusammenh&#228;ngen: Es geht gegen &quot;die Ideologen des freien Wissens&quot; (<del>Der Text ist konsequenter Weise nicht online verf&#252;gbar</del> Update: Einen Tag sp&#228;ter doch).</p>
<p>Und Jan Krone spricht sich ebenfalls heute bei Carta <a href="http://carta.info/8427/adieu-sandkasten-internet-wir-werden-erwachsen/">f&#252;r eine umfassende Regulierung des Internet auf EU-Ebene</a> aus:</p>
<blockquote><p>Das Credo „im Internet darf jeder, was er will“ stellt zur regulatorischen Entwicklung anderer Verbreitungskan&#228;le von Informationen wie Fernsehen oder Radio eine vergleichsweise lange Epoche dar; die jetzt ihrem unaufhaltsamen Ende entgegenschreitet.</p></blockquote>
<p>Wie in der EU abschlie&#223;end dar&#252;ber gedacht wird, ist noch umstritten. Bei den Verhandlungen zuim Telekom-Paket scheinen die <a href="http://www.laquadrature.net/en">Netz-Aktivisten</a> bislang erfolgreich daf&#252;r zu sorgen, dass es keine Inhaltekontrollen gibt. Aber der damalige Innenkommissar Franco Frattini hat bereits vor Jahren <a href="http://www.reuters.com/article/internetNews/idUSL1055133420070910">deutlich gemacht</a> , worum es auch gehen kann:</p>
<blockquote><p>I do intend to carry out a clear exploring exercise with the private sector … on how it is possible to use technology to prevent people from using or searching dangerous words like bomb, kill, genocide or terrorism.</p></blockquote>
<p><strong>Die digitale Freiheit und ihre Gegner</strong></p>
<p>Was die Bef&#252;rworter der Forderungen nach einer Kontrolle des Internet nicht verstanden haben, ist die spezielle Eigenschaft digitaler Medieninhalte. Sie k&#246;nnen einfach beliebig und fast ohne Transaktionskosten kopiert, verteilt, verschl&#252;sselt und gespeichert werden. Es w&#228;chst derzeit eine Generation heran, die sich daran gew&#246;hnt hat. Diese Generation wird auch weiterhin von den technischen Eigenschaften Gebrauch machen und sich nicht an k&#252;nstlich eingezogene Grenzen halten wollen. Wenn nach Pirate Bay auch die Torrent-Suche bei <a href="http://www.thepirategoogle.com/">Google</a> verboten werden sollte, dann tauscht man eben wieder auf dem Schulhof per USB-Festplatte oder Handy-Verbindung (das haben wir fr&#252;her mit C-64-Games auch so gemacht). Die harte P&#228;dophilen-Szene hat sich ja offenbar bereits auf diese Offline-Vertriebswege <a href="http://wikileaks.org/wiki/Einblicke_in_die_Kinderpornoszene">zur&#252;ckgezogen</a> . Und wenn die Regierung eine Great Firewall aufbaut um missliebige Feindsender auszusperren, dann gr&#228;bt man eben <a href="http://www.linux-magazin.de/online_artikel/openvpn_gegen_zensur">Tunnel</a> .</p>
<p>Die Versuche, den freien Fluss von Meinungen, Informationen, Kommunikationen und Inhalten technisch zu kontrollieren, k&#246;nnen prinzipiell in drei Richtungen ausgehen:</p>
<p>1) Sie werden ins Leere laufen. Damit hat man dann eine Situation, in der immer weiter  verbreitete Kulturtechniken offiziell kriminalisiert sind, aber dies so gut wie keinerlei Auswirkungen auf das Nutzerverhalten hat. Ein solches Auseinanderklaffen von Recht und Rechtswirklichkeit kann und sollte auf Dauer nicht durchgehalten werden, weil damit die Idee des Rechts als legitimem Selbststeuerungsmechanismus der Gesellschaft insgesamt in Gefahr ger&#228;t.</p>
<p>2) Sie werden Umgehungsstrategien und -technologien provozieren, die die Transaktionskosten (wahrscheinlich nur marginal) erh&#246;hen. Damit erzeugt man eine neue digitale Spaltung - zwischen einer neuen Info-Elite, die weiss, wo sie sich ihre Informationen beschaffen und ungest&#246;rt kommunizieren kann, und denen, die das nicht k&#246;nnen. Ob das f&#252;r eine demokratische Gesellschaft und ihre Ideale von (Chancen-)Gerechtigkeit f&#246;rderlich ist, wage ich zu bezweifeln.</p>
<p>3) Sie verwandeln den ersten vollst&#228;ndig transnationalen offenen Kommunikationsraum in eine kontrollierte Maschine, die nur noch das zul&#228;sst, was vorher technisch erlaubt wurde. Statt Sperrlisten h&#228;tten wir dann vom <a href="http://www.netreaper.net/2009/03/07/das-bmi-ministerium-fuer-wahrheit-ministerium-fuer-liebe/">Ministerium f&#252;r Wahrheit und Liebe</a> herausgegebene Whitelists mit <a href="http://zenzizenzizenzic.de/archives/2009/04/20/jetzt-mit-unbedenklichkeitssiegel-der-geliebten-bundesregierung/">zertifizierten</a> Webseiten, die wir uns zu vorgesehenen Uhrzeiten ansehen d&#252;rfen, und in Chats d&#252;rfte man nur noch <a href="http://bendrath.blogspot.com/2007/11/keysigning-parties-with-barbie-dolls.html">die netten W&#246;rter benutzen</a> , die vorher ins System eingebaut wurden. Dass diese Version eine gesellschaftliche <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2009/04/19/basic-sunday-das-freie-internet-ist-geschichte/">Dystopie</a> darstellt, die mit einer freiheitlichen Gesellschaft nicht vereinbar ist, liegt auf der Hand.</p>
<p>Nat&#252;rlich rede ich hier nicht dem freien Fluss von Dokumenten des Kindesmissbrauchs das Wort. Auch personenbezogene Daten sollten nicht frei im Netz umherschwirren k&#246;nnen, und gesch&#228;ftsm&#228;&#223;ige Urheberrechtsverletzung verst&#246;&#223;t im &#252;brigen auch gegen die in diesem Blog verwendete Creative-Commons-Lizenz. Der Punkt ist aber, wie bei der normalen Kriminalit&#228;tsbek&#228;mpfung auch: Man  muss an echte Menschen und wirkliche T&#228;ter heran, man muss abw&#228;gen nach &#246;ffentlichem Verfolgungsinteresse und Schwere des Vergehens, man muss sich auf fundamental ver&#228;nderte kulturelle Praktiken auch einstellen k&#246;nnen.</p>
<p>Wer dabei mit technischen L&#246;sungen auf soziale Probleme reagiert, hat den Wandel, den wir gerade durchlaufen, nicht verstanden. Er hat vor allem nicht verstanden, dass der freie Fluss von Inhalten, Wissen, Kulturg&#252;tern und auch von <a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?m=20090402">unrasierten und ungewaschenen Meinungen</a> insgesamt ein riesiger Fortschritt ist.</p>
<p>Gl&#252;cklicherweise hat das die ZEIT verstanden, die heute neben Susanne Gaschke auch den Darwin-Biografen J&#252;rgen Neffe &#252;ber das Ende des gedruckten Buches und seine multimediale Zukunft <a href="http://www.zeit.de/2009/18/L-Buch">schreiben l&#228;sst</a> :</p>
<blockquote><p>Wir sehen Venedig im 17. Jahrhundert, lassen uns durch Vatikan oder Pentagon f&#252;hren, verfolgen den Briefroman mit der t&#228;glichen Mail oder erfahren den biografischen Hintergrund einer Schl&#252;sselszene bei Robert Walser. Wir erleben Autoren im Ringen um ihr Lebenswerk, das sie immer weiter verfolgen und ver&#228;ndern. Andere schreiben runde B&#252;cher mit unendlichen Geschichten ohne Anfang und Ende. Zettels Albtraum als Erf&#252;llung der Tr&#228;ume von Walker Percy und David Foster Wallace mit seinen unsterblichen Fu&#223;noten. Und nur ein Augenzwinkern entfernt, s&#228;mtliche Sekund&#228;rliteratur - goldene Zeiten f&#252;r Kundschafter auf den Spuren des K., die mehr verstehen wollen, als sie allein begreifen k&#246;nnen.</p></blockquote>
<p><strong>Der Kampf der Kulturen und die Zukunft der Demokratie</strong></p>
<p>Dieser Kulturkampf, der sich gerade zuspitzt, verl&#228;uft zwischen den Vertretern der freien Informations- , Kommunikations- oder Wissensgesellschaft auf der einen Seite und denjenigen, die vor der neugewonnenen Freiheit Angst haben und sie begrenzen und umz&#228;unen wollen.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist das kein reiner Generationenkonflikt zwischen <a href="http://blogs.law.harvard.edu/digitalnatives/">&quot;Digital Natives&quot;</a> und <a href="http://blog.odem.org/2008/12/antwort-von-info.html">Internet-Ausdruckern und -wiedereinscannern</a> . In jeder Generation (update: und <a href="http://www.heise.de/ct/news/meldung/136683">in jeder Partei</a> ) gibt es Menschen, die sich an der hinzugewonnenen Freiheit erfreuen und solche, die sie f&#252;rchten. Da unterscheidet sich Deutschland nicht prinzipiell von China. Es k&#246;nnte aber sein, dass die mit dem Internet und anderen digitalen Kulturtechniken aufgewachsenen Menschen st&#228;rker darauf dr&#228;ngen werden, diese Freiheiten auch weiterhin leben zu k&#246;nnen. Wir h&#228;tten dann auch auf politischer Ebene einen demografischen Wandel hin zu liberaleren oder libert&#228;reren Positionen zu erwarten.</p>
<p>Falls die klassischen Massenmedien und Unterhaltungskonzerne es nicht schaffen, dieser Entwicklung Ausdruck zu verleihen und sie auch in neue Formen von &#214;ffentlichkeit und neue Gesch&#228;ftsmodelle umzusetzen, dann werden die Kinder der neuen Freiheit ihre eigenen Medien und &#214;ffentlichkeiten schaffen und Musik oder Filme weiterhin als kostenlose Wegwerfware verstehen. Das w&#228;re tragisch, aber kein Untergang. Was noch fehlt, sind dann aber neue &#252;bergreifende politische  &#214;ffentlichkeiten, die die derzeitige Fragementierung der diversen Blogo-, Twitter- und Facebook-Sph&#228;ren in <a href="http://www.slideshare.net/JanSchmidt/persnliche-ffentlichkeiten-hannover-2009-presentation">pers&#246;nliche &#214;ffentlichkeiten</a> und meinungshomogene <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Echo_chamber#As_a_media_metaphor">Echo-Chambers</a> &#252;berwinden k&#246;nnen.</p>
<p>Falls aber die herrschende Politik (damit meine ich alle etablierten Parteien) darauf nicht reagiert und diesen kulturellen Wandel aufgreift, wird dies zu noch mehr Parteienverdrossenheit (nicht <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2101">Politikverdrossenheit</a> ) f&#252;hren, zu mehr au&#223;erparlamentartischen Protesten, oder zum Erstarken von thematisch begrenzten Protestparteien. Diese Entwicklung macht mir mehr Sorgen, denn hier geht es um die Integrationsf&#228;higkeit unserer Demokratie.</p>
<p>Es geht aber auch um die technisch bedingte Nachhaltigkeit unserer Demokratie. Wir m&#252;ssen sehr aufpassen, dass mit all den Kontroll-, Filter- und &#220;berwachungstechnologien nicht mittelfristig eine Infrastruktur entsteht, die unglaubliche Missbrauchsrisiken birgt. Von Karl Popper stammt der Satz</p>
<blockquote><p>&quot;Wie k&#246;nnen wir unsere politischen Einrichtungen so aufbauen, dass auch unf&#228;hige und unredliche Machthaber keinen gro&#223;en Schaden anrichten k&#246;nnen?&quot;</p></blockquote>
<p>Dass Institutionen und Technologien &#228;hnliche Strukturen haben, wusste schon <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Gehlen">Arnold Gehlen</a> . Beide sind mehr oder weniger rational geschaffene Werkzeuge, die Handeln erm&#246;glichen, zu dem man als einzelner nicht in der Lage w&#228;re. Sp&#228;testens heutzutage, in einer Welt, die so durchdrungen ist mit Technologien, muss Popper daher erg&#228;nzt werden durch die Frage:</p>
<blockquote><p>&quot;Wie k&#246;nnen wir unsere technischen Infrastrukturen so aufbauen, dass auch unf&#228;hige und unredliche Machthaber damit keinen gro&#223;en Schaden anrichten k&#246;nnen?&quot;</p></blockquote>
<p>Es geht in den konkreten Auseinandersetzungen um die Regulierung und Kontrolle des Internet im Kern um die Frage: Soll man erst einmal alles zulassen und dann sehen, ob einzelne Gesetze &#252;bertreten? Oder soll man von vornherein versuchen, unerw&#252;nschtes Verhalten zu verhindern und potenzielle &#220;belt&#228;ter (also uns alle) pr&#228;ventiv zu &#252;berwachen und zu kontrollieren?</p>
<p>Was ich an anderer Stelle schon mal dazu <a href="http://fiff.hbxt.de/publikationen/fiff-kommunikation/fk-3-2007/fiff-ko-3-2007-bendrath">geschrieben hatte</a> , gilt heute umso mehr:</p>
<blockquote><p>Die utopischen Visionen des Netzes basieren auf einem demokratischen Misstrauen der B&#252;rger gegen&#252;ber dem Staat, die dystopischen auf einem autorit&#228;ren Misstrauen des Staates gegen&#252;ber den B&#252;rgern. Welche Vision sich am Ende durchsetzen wird, ist noch offen. Der Kampf zwischen ihnen wird allerdings auf beiden Seiten teilweise mit neuen Mitteln gef&#252;hrt, die das Internet erst m&#246;glich gemacht hat.</p></blockquote>
<p>Mal sehen, ob die &quot;Generation Internet&quot; den Kampf gewinnt.</p>
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		<item>
		<title>(Update) Gedanken zur medialen Wahrnehmung &#038; Gesetzentwurf am Mittwoch #Zensursula</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/gesetzentwurf-gedanken-zur-medialen-wahrnehmung/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 00:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wetter</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die Provider sollen "das Stoppschild" nun selber hosten und die Zugriffsdaten dem BKA &#252;bermitteln, berichtet heise online am heutigen Montag Abend. Schon am Mittwoch will die Bundesregierung im Kabinett den ersten Gesetzesentwurf &#252;ber Zensurma&#223;nahme f&#252;r das Internet verabschieden, um das Gesetzgebungsverfahren schnellstm&#246;glich auf den Weg zu bringen.

Felix von Leitner bringt den gr&#246;&#223;ten Missstand an der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Provider sollen &#8220;das Stoppschild&#8221; nun selber hosten und die Zugriffsdaten dem BKA &#252;bermitteln, berichtet heise online am heutigen Montag Abend. Schon am Mittwoch will die Bundesregierung im Kabinett den ersten Gesetzesentwurf &#252;ber Zensurma&#223;nahme f&#252;r das Internet verabschieden, um das Gesetzgebungsverfahren schnellstm&#246;glich auf den Weg zu bringen.</p>
<p>Felix von Leitner <a href="http://blog.fefe.de/index.html?ts=b7120857">bringt</a> den gr&#246;&#223;ten Missstand an der aktuellen Wahrnehmung unserer Kritik wie folgt dar:</p>
<blockquote><p>Leider harken die Medien immer noch auf dem Punkt herum, dass die Sperren nicht funktionieren werden. DAS IST NICHT DER PUNKT. Im GEGENTEIL. Ihr lasst euch da gerade Instrumentalisieren f&#252;r die n&#228;chste Runde. In der ersten Runde etablieren sie Zensur, die nicht funktioniert, aber gerade noch so von den &#252;blichen Mitl&#228;ufern als vertretbar angesehen wird, und in der zweiten Runde werden sie dann richtige Zensur etablieren, und dann ist es zu sp&#228;t, grunds&#228;tzlich dagegen zu sein, weil wir ja schon Zensur haben.</p></blockquote>
<p>Dem kann ich mich nur anschlie&#223;en - nicht zuletzt weil mir diese genauso um Ohren geflogen ist, was dazu f&#252;hrte, dass sie den &#8220;Kritiksatz&#8221; in den Ticker-Meldungen am Morgen Unterzeichnung dominierte und wurde nicht immer l&#228;nger ausgef&#252;hrt (Angebote an den Quellen vom Netz nehmen.). Grade in meiner Rolle als Leiter der <a href="http://tinyurl.com/zensursula">Demo</a> h&#228;tte ich hier sensibler mit der Presse umgehen m&#252;ssen.</p>
<p>Zu dieser Argumentation Felix von Leitner weiter:</p>
<blockquote><p>Also bitte: erw&#228;hnt nicht mehr, dass die Filter nicht funktionieren. Das ist nicht nur ein schlechtes Argument, es ist aktiv kontraproduktiv. Wer das auch nur in den Mund nimmt, ist Teil des Problems, nicht der L&#246;sung.</p></blockquote>
<p>Bitte - auch wenn das Argument an sich auch garnicht falsch sein mag und solche Sperren immer f&#252;r irgendwen umgehbar blieben. Denn was das alles in n&#228;chster Konsequenz hei&#223;t, weiss auch <a href="http://www.heise.de/newsticker/Kinderporno-Sperren-Provider-sollen-Nutzerzugriffe-loggen-duerfen--/meldung/136450">Stefan Krempl auf Heise weiter zu berichten</a>:</p>
<blockquote><p>Zur Verteidigung gegen diese Kritik schreibt das Kabinett klipp und klar, dass &#8220;die Vorschrift auf eine Handlungspflicht ausgerichtet ist, nicht auf einen Erfolg&#8221;. Es sei schlie&#223;lich nach dem gegenw&#228;rtigen Stand der Technik nicht auszuschlie&#223;en, &#8220;dass der Zugang zu kinderpornographischen Inhalten trotz der Sperrma&#223;nahmen der Anbieter nicht vollst&#228;ndig verhindert werden kann&#8221;. Es sei aber &#8220;bereits viel erreicht, wenn solche Angebote nicht ohne Weiteres zug&#228;nglich sind&#8221;.</p></blockquote>
<p>Von Leitners Fazit scheint mir nur plausibel: <em>&#8220;Bemerkenswert offenherzig geben sie zu, dass es in der ersten Runde nicht um Erfolg geht. Im Gegenteil. Das SOLL nicht funktionieren, damit es danach eine zweite Runde geben kann.&#8221;</em></p>
<p>Wikileaks &#038; Verlinkungsketten<br />
Ferner m&#246;chte ich an dieser Stelle noch auf auf den <a href="http://www.gulli.com/news/internetsperren-und-schon-geht-2009-04-20/">Bericht und Kommentar von Annika Kremer auf gulli.com</a> verweisen, der sich insbesondere der nun auch geforderten Strafbarkeit von Verlinkung gesperrter Inhalte widmet:</p>
<blockquote><p>Ebenfalls neu ist, dass man die Idee der &#8220;Verlinkungskette&#8221; weitertreibt: Nach dem neuen Entwurf sollen nicht nur kinderpornographische Websites gesperrt werden k&#246;nnen, sondern auch Angebote, &#8220;deren Zweck darin besteht, auf derartige Telemedienangebote zu verweisen&#8221;. Wie heise schreibt, k&#246;nnten damit bei entsprechender Auslegung &#8220;auch Whistleblower-Plattformen wie Wikileaks.org aufgrund der bereits wiederholt erfolgten Ver&#246;ffentlichung von Sperrvorgaben anderer L&#228;nder von Anfang an auf die schwarze Liste aufgenommen&#8221; werden. Dann, so bef&#252;rchtet man, k&#246;nnten &#8220;auch Nutzer dieser Seiten auf dem Umweg &#252;ber die Provider ins Visier der Strafverfolger geraten.&#8221; </p></blockquote>
<p>Zur der &#252;berst&#252;rzten Anberaumung der ganzen Ma&#223;nahmen und der aktuellen Stimmung meint Kremer weiter:</p>
<blockquote><p>Durch den Termin in bereits wenigen Tagen l&#228;sst man Gegnern der Ma&#223;nahmen zudem kaum Zeit zum reagieren. Auch die sich gerade formierende Protestbewegung wird M&#252;he haben, so etwas wirksames auf die Beine zu stellen. Auch, wenn das Gesetz noch durch den Bundestag muss, was erfahrungsgem&#228;&#223; eine Weile dauert, ist es erschreckend und f&#252;r die Gegner dieser Ma&#223;nahmen problematisch, dass so schnell neue, weitergehende Ideen aufkommen. Das Bild, das einem hierzu einf&#228;llt, ist, wieder einmal, das eines DDoS-Angriffs: Eines DDoS-Angriffs auf die Aufmerkamkeit, die Zeit, die Ressourcen der politischen Gegner. Man kann nur hoffen, dass diese z&#228;her und erfindungsreicher sind, als angenommen, und auch unter diesen Umst&#228;nden noch konstruktiv, konsequent und ohne sich selbst ins Unrecht zu setzen ihre Meinung vertreten.</p></blockquote>
<p><strong>Update:</strong> In einzelnen Rezeptionen dieses Beitrags entgegnet man Felix von Leitners Auffassung damit, dass zum einen keine Zensur vorl&#228;ge und zum anderen, dass man sich ja mit dem Argument der Unwirksam doch nur gegen Phase wendet. Ich hab mich erstmal zur&#252;ckgehalten dies zu kommentieren. Nun <a href="http://blog.fefe.de/index.html?ts=b71337d3">bezieht Felix Stellung</a> zu diesen Entgegnungen, hier die Kernpunkte:</p>
<blockquote><p><em>Punkt 1: &#8220;es ist nicht Zensur, wenn man illegale Inhalte aus dem Netz entfernt&#8221;.</em><br />
Antwort: Das ist ja gerade der Punkt! Netzfilter sind eben NICHT ein Werkzeug, um illegale Inhalte aus dem Netz zu entfernen. Netzfilter sind ein Werkzeug der Zensur. Wollte man illegale Inhalte aus dem Netz entfernen, w&#252;rde man eine Email an den jeweiligen Hoster schreiben und innerhalb von Stunden ist das dann jeweils aus dem Netz. Wenn wir das hier aber auf eine Internet-Zensurliste packen, ist es eben gerade NICHT aus dem Internet entfernt. Die in Deutschland gehosteten Kinderpornos w&#252;rden dann z.B. aus &#214;sterreich oder von Mallorca aus immer noch abrufbar sein, um mal beliebte Ferienorte zu nehmen. Wenn wir das (im &#220;brigen auch falsche) Argument anwenden, dass wir die Kinderpornographieindustrie austrocknen wollen, indem wir ihnen die zahlenden Kunden entziehen, dann braucht man keinen Mathematiker, um da den Widerspruch zu erkennen.</p>
<p><em>Punkt 2: &#8220;ich trete ja gerade gegen die &#8216;erste Stufe&#8217; ein&#8221;.</em><br />
Das stimmt eben nicht. Wenn jemand gegen Stufe 1 argumentiert, weil die vorgeschlagenen Methoden nicht funktionieren, dann ist das erstens ein schwaches Argument (das ist wie wenn man bei der Pr&#252;gel-Polizei-Debatte fordert, dass die Cops mit scharfer Munition ausgestattet werden sollen, dann g&#228;be es weniger Pr&#252;gelopfer) und zweitens wird es uns bei der jetzt schon absehbaren Debatte um Phase 2 wie ein Bumerang treffen. Und ich kann jetzt schon kommen sehen, dass wir Phase 2 auch verlieren. Phase 1 verlieren wir, weil wir mit schwachen Argumenten wie &#8220;aber so filtert man nicht effektiv&#8221; gekommen sind, und Phase 2 verlieren wir, weil wir in Phase 1 gesagt haben, dass die Methode nicht effektiv genug ist.</p></blockquote>
<p>Ich will an dieser Stelle keine Kritik platt machen, bin aber selbst von dieser Auffassung doch leider sehr &#252;berzeugt. Das ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Es f&#252;hlt sich eher nach Granit an.</p>
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		<title>Interview: Kooperation von OpenStreetMap und Wikipedia</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 08:00:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die beiden freien Projekte Wikipedia und OpenStreetMap wollen enger zusammen arbeiten und haben vergangene Woche eine Kooperation vorgestellt. Mit Jochen Topf vom OpenStreetMap-Projekt hab ich ein Interview dazu gemacht.

netzpolitik.org: Was ist das OpenStreetMap-Projekt?

Jochen Topf: OpenStreetMap (OSM) ist ein Community-Projekt, dass es sich zum Ziel gesetzt hat eine freie Weltkarte zu erschaffen. &#196;hnlich wie bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://netzpolitik.org/wp-upload/openstreetmaplogo.gif'><img src="http://netzpolitik.org/wp-upload/openstreetmaplogo.gif" alt="" title="openstreetmaplogo" class="alignnone size-full wp-image-7389" /></a><em>Die beiden freien Projekte <a href="http://de.wikipedia.org">Wikipedia</a> und <a href="http://www.openstreetmap.de">OpenStreetMap</a> wollen enger zusammen arbeiten und haben vergangene Woche eine Kooperation vorgestellt. Mit <a href="http://www.remote.org/jochen/index.html.de">Jochen Topf</a> vom OpenStreetMap-Projekt hab ich ein Interview dazu gemacht.</em></p>
<p><strong>netzpolitik.org: Was ist das OpenStreetMap-Projekt?</strong></p>
<p>Jochen Topf: OpenStreetMap (OSM) ist ein Community-Projekt, dass es sich zum Ziel gesetzt hat eine freie Weltkarte zu erschaffen. &#196;hnlich wie bei der Wikipedia kann jeder mitmachen und das Ergebnis ist unter einer freien Lizenz erh&#228;ltlich. Freiwillige in der ganzen Welt laufen mit GPS-Ger&#228;ten herum und erheben Geodaten. Die werden dann in einer zentralen Datenbank gesammelt. Jeder kann diese Daten nun herunterladen und daraus Karten berechnen. Er kann dabei selbst entscheiden, welche Dinge auf der Karte in welcher Form dargestellt werden sollen. Und nat&#252;rlich stellt auch schon das Projekt einige Beispielkarten zur Verf&#252;gung. Weitere Infos gibts auf <a href="http://www.openstreetmap.de">www.openstreetmap.de</a>.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Was verbindet die beiden Projekte Wikipedia und OpenStreetMap miteinander?</strong></p>
<p>Jochen Topf: Beide sind aus der Idee entstanden, dass Wissen offen und f&#252;r jedermann nutzbar sein soll. Die Wikipedia sammelt enzyklop&#228;disches Wissen, OpenStreetMap alles, was man f&#252;r eine Karte braucht. Sie erg&#228;nzen sich hervorragend, weil man einerseits f&#252;r eine Enzyklop&#228;die auch Karten braucht und weil man andererseits h&#228;ufig zu Objekten auf einer Karte erg&#228;nzende Informationen haben will. Viele Informationen dieser Welt haben einen Ortsbezug; Wikipedia und OpenStreetMap haben jeweils Teile dieser Informationen. Zusammen gibt es mehr und bessere M&#246;glichkeiten, diese Informationen zu finden und darzustellen.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Jetzt wurde eine Kooperation vorgestellt. Wie sieht diese konkret aus?</strong></p>
<p>Jochen Topf: Die Wikipedia will, wie viele andere auch, die OpenStreetMap-Karten und -Daten nutzen. Der Wikimedia e.V. hat Gelder f&#252;r Rechner-Hardware bereitgestellt um erstmal in einer Experimentalphase zu ermitteln, wie man OpenStreetMap-Daten am besten bei der Wikipedia einbinden kann. Schritt f&#252;r Schritt k&#246;nnen dann die Teile, die sich bew&#228;hrt haben, in den Regelbetrieb &#252;bergehen. Als ersten Schritt werden die OpenStreetMap-Daten in eine Datenbank auf einem Wikipedia-Rechner gespiegelt und damit Karten berechnet, die dann in Wikipedia-Artikel als statische und dynamische Karten eingebunden werden. Ein weiterer Rechner ist als Entwickler-Rechner (Map Tool Server) vorgesehen. Mitglieder der Wikipedia und/oder OSM-Community k&#246;nnen einen Zugang bekommen, wenn Sie eine Idee haben, wie sie OSM und Wikipedia weiter zusammen bringen wollen.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Gibt es schon Visionen, die &#252;ber die jetzt vorgestellte Kooperation hinausgehen?</strong></p>
<p>Jochen Topf: Es gibt eine Menge Ideen, wie OpenStreetMap und Wikipedia noch weitergehend gegenseitig voneinander profitieren k&#246;nnen. Konkrete Planung gibt es aber nicht. Was es in Zukunft geben wird h&#228;ngt vorallem davon ab, was die Mitglieder der beiden Communities f&#252;r Ideen haben und was sie draus machen. Ein Anfang ist auf jeden Fall gemacht und der Map Tool Server erlaubt es auch Leuten ohne gro&#223;e eigene Rechnerresourcen dabei mitzumachen.</p>
<p><strong>netzpolitik.org: Wie kann man bei der Kooperation mitmachen? (Auf Seiten von OpenStreetMap oder auf Seiten der Wikipedia-Community)</strong></p>
<p>Jochen Topf: Wir freuen uns &#252;ber alle, die Ideen haben und bei der Entwicklung mithelfen wollen. Vorallem Leute, die Erfahrung mit Datenbanken, dem Rendering von Karten oder der Mediawiki-Software haben, sind gesucht. Auf <a href="http://meta.wikimedia.org/wiki/OpenStreetMap/de">http://meta.wikimedia.org/wiki/OpenStreetMap/de</a> gibt es weitere Infos und den Link zu einer Mailingliste.</p>
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		<title>Letzte entscheidende Runde zum EU-Telekom-Paket steht bevor</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Mar 2009 21:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Am 31.3. (Dienstag n&#228;chste Woche) beginnt die zweite Lesung des Telekom-Pakets im Europ&#228;ischen Parlament. Hier geht es um die Zukunft des Internet in Europa . Leider hat das wegen all der nationalen Diskussionen um Internetzensur und den Bundestrojaner  die &#214;ffentlichkeit noch kaum erreicht.

Es sind in den aktuellen Fassungen der Antr&#228;ge und Ausschussberichte leider wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 31.3. (Dienstag n&#228;chste Woche) beginnt die zweite Lesung des <a href="http://netzpolitik.org/?s=telekom-paket">Telekom-Pakets</a> im Europ&#228;ischen Parlament. Hier geht es um die Zukunft des Internet in Europa</strong> . Leider hat das wegen all der nationalen Diskussionen um Internetzensur und den Bundestrojaner  die &#214;ffentlichkeit noch kaum erreicht.</p>
<p>Es sind in den aktuellen Fassungen der Antr&#228;ge und Ausschussberichte leider wieder ein paar gef&#228;hrliche &#196;nderungsantr&#228;ge drin im Vergleich zu dem <a href="http://netzpolitik.org/2008/europaparlament-stimmt-ueber-telekom-paket-ab/">Erfolg von September</a> .</p>
<p>Aber wir halten dagegen: Dank Patrick Breyer vom AK Vorrat gibt es u.a. einen &#196;nderungsantrag, damit nicht &#228;hnlich wie hier im geplanten BSI-Gesetz eine quasi unbegrenzte Speicherung der Daten von Webseiten-Besuchern erlaubt wird. Dazu haben die Freunde von La Quadrature du Net etc. noch andere &#196;nderungsantr&#228;ge erstellt, die die Netzneutralit&#228;t sichern w&#252;rden und &quot;Three Strikes You&#8217;re Out&quot; verbieten w&#252;rden. Dank einiger netzfreundlicher Abgeordneten sind die nun alle offiziell eingereicht und stehen dann zur Abstimmung.</p>
<p><strong>Damit sich hier wirklich was bewegt, m&#252;sst ihr mithelfen.</strong> Ruft bitte in den n&#228;chsten Tagen eure Europa-Abgeordneten an, die in den Aussch&#252;ssen IMCO (Binnenmarkt und Verbraucherschutz) und ITRE (Industrie) sitzen, und sagt denen, wie sie abstimmen sollen, damit wir in Europa weiterhin ein freies und un&#252;berwachtes Netz haben. In der <a href="http://www.laquadrature.net/fr/eu-citizens-save-internet-from-being-turned-into-a-tv">Presseerkl&#228;rung von La Quadratur du Net</a> von heute stehen die wichtigen &#196;nderungsantr&#228;ge drin, die von unserer NGO-Koalition unterst&#252;tzt werden, ebenso die, die wir ablehnen. Zu allem gibt es jeweils eine knappe Begr&#252;ndung. Die Mitglieder der Aussch&#252;sse findet ihr <a href="http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/membersCom.do?language=DE&amp;body=IMCO">hier (IMCO)</a> und <a href="http://www.europarl.europa.eu/activities/committees/membersCom.do?language=DE&amp;body=ITRE">hier (ITRE)</a> .</p>
<p>Als Hintergrund hier nochmal Verweis auf den <a href="http://www.co-ment.net/text/711/">offenen Brief</a> , der von einer breiten NGO-Koalition bereits im Februar an die EU-Abngeordneten geschickt wurde.</p>
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		<title>Freifunk Image-Video</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 17:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Ein sehr sch&#246;nes Video &#252;ber freie Funknetze hat Freifunk-Potsdam online gestellt:



Gibt es hier auch hochaufl&#246;send als MP4 (250 MB).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vNtxTgzgrwo">sch&#246;nes Video</a> &#252;ber freie Funknetze hat <a href="http://blog.freifunk-potsdam.de/">Freifunk-Potsdam</a> online gestellt:</p>
<p><object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/vNtxTgzgrwo&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/vNtxTgzgrwo&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p>
<p>Gibt es <a href="http://blog.freifunk-potsdam.de/wp-content/uploads/2009/03/Freifunk_Video_960x540.mp4">hier auch hochaufl&#246;send als MP4</a> (250 MB).</p>
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		<title>Das Spektrum &#246;ffnen statt versteigern!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 15:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Die digitale Spaltung findet in Deutschland auch zwischen den Regionen statt, die ans Breitbandnetz angeschlossen sind und denjenigen, die ausgeschlossen sind. Viele D&#246;rfer und Gemeinden haben sich mangels Alternativen und dank freifunk.net oder &#228;hnlicher Initiativen mittlerweile selbst an die Digitale Gesellschaft angeschlossen. Gr&#246;&#223;tes Handycap ist, dass die verwendete WLAN-Funkfrequenz (2,4 und 5 GHz) jedoch eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die digitale Spaltung findet in Deutschland auch zwischen den Regionen statt, die ans Breitbandnetz angeschlossen sind und denjenigen, die ausgeschlossen sind. Viele D&#246;rfer und Gemeinden haben sich mangels Alternativen und dank <a href="http://freifunk.net">freifunk.net</a> oder &#228;hnlicher Initiativen mittlerweile selbst an die Digitale Gesellschaft angeschlossen. Gr&#246;&#223;tes Handycap ist, dass die verwendete WLAN-Funkfrequenz (2,4 und 5 GHz) jedoch eigentlich nicht oder nur schlecht f&#252;r diesen Zweck geeignet ist. Seit Jahren fordern deshalb Netzaktivisten aus der ganzen Welt, dass noch weitere Funkfrequenzen delizensiert und f&#252;r die &#246;ffentliche Nutzung freigegeben werden sollen: &#214;ffnet das Spektrum! Immerhin geh&#246;rt die Luft uns allen und anstatt den Zugang zu den Spektren zu &#246;ffnen, werden diese gerne privatisiert. Eine der wichtigsten Frequenzen ist dabei das 800 MHz Band, also das ehemalige analoge TV.</p>
<p>Nun soll ausgerechnet diese Frequenz auf dem &#252;blichen Weg von der Bundesnetzagentur versteigert werden, statt f&#252;r die &#246;ffentliche und lizenzfreie Nutzung freigegeben zu werden. Damit wird sie aber den selben Firmen und der selben Logik Preis gegeben, die nachweislich nicht taugt, um das eigentliche Problem zu l&#246;sen. Denn gering besiedelte Gebiete sind &#8220;areas of market failure!&#8221;. Das bedeutet, es lohnt sich nicht, sie kommerziell zu erschliessen. Bereits mit WiMAX (ebenfalls Funk) und UMTS wurde uns versprochen, dass dieses Problem nun gel&#246;st werden soll. Jedoch ist das l&#228;ngst keine Frage mehr der Technologie, sondern eines der Marktgesetze. Man kann diese Problem nicht kommerziell l&#246;sen. <a href="http://www.heise.de/newsticker/Der-Breitband-Flop-Bayern-lahmt-beim-schnellen-Internet--/meldung/134770">Das sieht jetzt sogar die CSU ein</a>.</p>
<p>Es ist Zeit zu handeln, damit das 800 MHz Band nicht versteigert, sondern delizensiert und wie WLAN f&#252;r die &#246;ffentliche, lizenzfreie Nuzung freigegeben wird.</p>
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		<title>Neues von OpenStreetMap</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 00:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Vor Kurzem hat die Zahl der registrierten Mitglieder des OpenStreetMap-Projekts die magische Zahl von 100000 &#252;berschritten. Dies bedeutet eine Vervierfachung im Laufe des letzten Jahres. F&#252;r die Zukunft ist ein Wechsel der Benutzerschnittstelle angek&#252;ndigt, zudem wird ein neuer, durch Spenden finanzierter Datenbankserver erworben. Auch die Integration in Wikipedia soll verbessert werden.

Des Weiteren kann das Team [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://netzpolitik.org/wp-upload/osm.png'><img src="http://netzpolitik.org/wp-upload/osm.png" alt="" title="osm" class="alignleft size-medium wp-image-7293" /></a>Vor Kurzem hat die Zahl der registrierten Mitglieder des <a href="http://www.openstreetmap.org/">OpenStreetMap</a>-Projekts die magische Zahl von <a href="http://www.openstreetmap.org/stats/data_stats.html">100000</a> &#252;berschritten. Dies bedeutet eine Vervierfachung im Laufe des letzten Jahres. F&#252;r die Zukunft ist ein Wechsel der Benutzerschnittstelle angek&#252;ndigt, zudem wird ein neuer, durch Spenden finanzierter Datenbankserver erworben. Auch die Integration in Wikipedia soll verbessert werden.</p>
<p>Des Weiteren kann das Team zwei Auszeichnungen verbuchen:</p>
<blockquote><p>OpenStreetMap ist eindeutig aus den Kinderschuhen gewachsen. Das wird auch durch gleich zwei &#8220;Linux New Media Awards&#8221; unterstrichen, die OpenStreetMap k&#252;rzlich in den Kategorien &#8220;innovativstes Open-Source-Projekt&#8221; und &#8220;Outstanding contribution to Linux and Open Source&#8221; verliehen wurden. Die Zukunft geographischer Daten ist &#8220;OPEN&#8221;.</p></blockquote>
<p>Vom 10. bis zum 12. Juli findet, zum ersten Mal 3-t&#228;gig, in Amsterdam die OpenStreetMap-Konferenz &#8220;State of the Map&#8221; statt, auf der man sich ein eigenes Bild vom Projekt und dessen Team machen kann.</p>
<p>Auch wenn OpenStreetMap eher ideologische als optische Vorz&#252;ge hat, gibt es eine interessante Neuerung: Das Forschungsprojekt <a href="http://www.gdi-3d.de/">Geodateninfrastruktur-3D</a> entwickelt eine 3D-Oberfl&#228;che, die mit OpenStreetMap-Daten gespeist wird. Das Programm ist nat&#252;rlich keine Konkurrenz zu GoogleEarth, l&#228;uft aber durch die Java-Basis auf allen Betriebssystemen und war auch beim Test am Alt-Rechner ertr&#228;glich schnell. Das <a href="http://www.geographie.uni-bonn.de/karto/osm-3d/Start.de.htm">OSM-3D</a> genannte Projekt stellt H&#246;henunterschiede grafisch da, kann mit Spielereien wie Sonnenstand-Simulator und Vogelflug-Modus aufwarten und ist auf jeden Fall eine interessante Erg&#228;nzung zur eher kargen Web-Oberfl&#228;che von OpenStreetMap.</p>
<p>Falls das OpenStreetMap-Projekt noch nicht f&#252;r jedem ein Begriff ist: Die Daten werden von Nutzern gesammelt und eingereicht, was im Gegensatz zu GoogleMaps deren freie und kostenlose Verwendung, beispielsweise f&#252;r Wanderkarten oder Routenplaner, erm&#246;glicht. Zudem werden auch kleine Wege eingetragen, da sogar der Waldpfad hinterm Haus beim Gassi gehen mit kartografiert werden kann. Mehr Infos gibts im <a href="http://wiki.openstreetmap.org/wiki/FAQ#Why_OpenStreetMap.3F">OSM-Wiki</a>.</p>
<p>Leser, die bei OpenStreetMap aktiv sind, k&#246;nnen ihre Erfahrungen gerne in den Kommentaren verbreiten.</p>
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		<title>USA: Comcast, Bittorrent und Netzneutralit&#228;t</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/usa-comcast-bittorrent-und-netzneutralitaet/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 19:30:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Etwas Einblick in die US-Debatte rund um Netzneutralit&#228;t bietet dieser Berkman-Podcast: Comcast, BitTorrent, and Network Neutrality.

Chris Riley, Policy Counsel at Free Press, gives a brief history of the Comcast proceeding and other net neutrality legal efforts, and then dives into a substantive policy discussion of present and future Congressional and Commission net neutrality proceedings.

Hier ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas Einblick in die US-Debatte rund um Netzneutralit&#228;t bietet dieser Berkman-Podcast: <a href="http://blogs.law.harvard.edu/mediaberkman/2009/02/13/comcast-bittorrent-and-network-neutrality-audio/">Comcast, BitTorrent, and Network Neutrality.</a></p>
<blockquote><p>Chris Riley, Policy Counsel at Free Press, gives a brief history of the Comcast proceeding and other net neutrality legal efforts, and then dives into a substantive policy discussion of present and future Congressional and Commission net neutrality proceedings.</p></blockquote>
<p><a href="http://wilkins.law.harvard.edu/events/Misc/2009-02-12_chrisriley/2009-02-12_chrisriley.mp3">Hier ist die MP3</a>.</p>


<a href="http://wilkins.law.harvard.edu/events/Misc/2009-02-12_chrisriley/2009-02-12_chrisriley.mp3">Download audio file (2009-02-12_chrisriley.mp3)</a><br />]]></content:encoded>
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		<title>WLAN f&#252;r Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 15:55:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Es geht wohl doch voran: Mit zwei Pilotprojekten soll kostenloses WLAN in Berlin getestet werden. Nach Angaben der Morgenpost soll vorerst im Osten Unter den Linden und an der Friedrichstrasse Netz angeboten werden, dazu im Westen an Kurf&#252;rstendamm und Tauentzienstra&#223;e. Sind zwar nicht gerade die Ecken, wo es mir was bringt, aber aus Sicht der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht <a href="http://netzpolitik.org/2009/wlan-berlin-bleibt-offline/">wohl doch voran</a>: Mit zwei Pilotprojekten soll kostenloses WLAN in Berlin getestet werden. Nach <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1040893/Berlin_macht_das_Internet_kostenlos.html">Angaben der Morgenpost</a> soll vorerst im Osten Unter den Linden und an der Friedrichstrasse Netz angeboten werden, dazu im Westen an Kurf&#252;rstendamm und Tauentzienstra&#223;e. Sind zwar nicht gerade die Ecken, wo es mir was bringt, aber aus Sicht der Tourismusf&#246;rderung auch nicht die schlechtesten.</p>
<p>Anscheinend hat es solange gedauert, weil man erstmal auf Aufstellung der Antennen pr&#252;fen musste. Stra&#223;enlaternen fielen da laut Morgenpost aus, weil darunter das Stadtbild leiden m&#252;sste. Nun w&#228;hlt man Ampeln und musste erstmal kl&#228;ren, ob man deren Strom nutzen kann und ob man die teilweise privatisierten Systeme &#252;berhaupt nutzen kann. Das scheint jetzt aber gekl&#228;rt zu sein. Hat auch nur rund drei Jahre gedauert.</p>
<p>Der Wirtschaftsminister erkl&#228;rte nun, dass die Pilotprojekte &#8220;bald und erfolgreich beginnen&#8221; sollen. Was immer das in der Politik konkret hei&#223;t. Und dann sind das auch nur Pilotprojekte. Interessant wird auch die Zug&#228;nglichkeit sein. Wird es ein neutraler Netzzugang sein oder filtert man vieles heraus? Gibt es nur bestimmte freie Ports oder wird man auch problemlos Mails &#252;ber SMTP verschicken k&#246;nnen? Bis wir mal ausreichend zug&#228;ngliches WLAN jenseits der Touristenecken haben werden, steht damit noch in den Sternen. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben.</p>
<p>Es freut mich zumindest, dass wir mit der Ank&#252;ndigung einen freien Diskussions-Slot auf der <a href="http://www.re-publica.de">re:publica&#8217;09</a> gespart haben. Dort wollten wir eigentlich die Stadtverwaltung und Politik einladen um mal zu fragen, wann denn das versprochene Netz kommt. Den freien Slot k&#246;nnen wir jetzt f&#252;r andere Diskussionen verwenden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>WLAN? Berlin bleibt offline</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/wlan-berlin-bleibt-offline/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2009/wlan-berlin-bleibt-offline/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 14:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Da war ja noch was: Das WLAN f&#252;r Berlin. Wird gerne von der Politik verk&#252;ndet, kommt aber immer noch nicht.  „Wir befinden uns in intensiven Gespr&#228;chen" zitiert die Morgenpost eine Sprecherin des Wirtschaftssenators: Berlin bleibt offline - Kein &#246;ffentliches Wlan. Da muss man sich keine neuen Botschaften &#252;berlegen, sondern kann die alten Konserven wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da war ja noch was: Das WLAN f&#252;r Berlin. Wird gerne von der Politik verk&#252;ndet, kommt aber immer noch nicht.  „Wir befinden uns in intensiven Gespr&#228;chen&#8221; zitiert die Morgenpost eine Sprecherin des Wirtschaftssenators: <a href="http://www.morgenpost.de/berlin/article1035489/Berlin_bleibt_offline_Kein_oeffentliches_Wlan.html">Berlin bleibt offline - Kein &#246;ffentliches Wlan</a>. Da muss man sich keine neuen Botschaften &#252;berlegen, sondern kann die alten Konserven wieder kommunizieren, wie seit Jahren. Das hab ich auch schon 2006 genau so geh&#246;rt.</p>
<blockquote><p> Dabei hatte Wolf zuletzt bei der Vorstellung des Berichts &#252;ber die Kreativwirtschaft in der Stadt die Einrichtung eines solchen Netzes angek&#252;ndigt und als wichtigen Baustein f&#252;r die Attraktivit&#228;t Berlins f&#252;r Kulturschaffende bezeichnet.[...] Doch so weit ist es offenbar noch lange nicht. Selbst die von Wolf vor einem halben Jahr angek&#252;ndigten Pilotprojekte, die einen Wlan-Zugang an ausgew&#228;hlten Orten der Stadt erm&#246;glichen sollen, sind nicht in Sicht. „Seit drei Jahren bestehen Kontakte zu einigen wenigen interessierten Unternehmen“, hie&#223; es zuletzt im Sommer letzten Jahres in der Antwort des Wirtschaftssenators auf eine kleine Anfrage im Parlament. „Bisher haben sich diese Kontakte nicht zu umsetzungsf&#228;higen Vorhaben konkretisiert.“ </p></blockquote>
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		<title>Bundestag: Von Kinderpornografie zum Urheberrecht in 12 Minuten</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 15:57:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Matthias Schindler berichtet gerade per Twitter von der Bundestags-Anh&#246;rung zu den Kinderpornografie-Sperren, f&#252;r die Familienministerin Ursula von der Leyen "an allen Fronten" k&#228;mpfen will. Wie gef&#228;hrlich es ist, einmal mit so einer Zensur-Infrastruktur anzufangen, weil dann alle m&#246;glichen Begehrlichkeiten entstehen, wurde dabei erstaunlich schnell klar:
"Nur 12 Minuten nach dem Beginn der Kinderpornoblockdebatte f&#228;llt das Wort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mathias-schindler.de/">Matthias Schindler</a> <a href="http://twitter.com/presroi/status/1202748035">berichtet gerade per Twitter</a> von der <a href="http://www.bundestag.de/ausschuesse/a22/a22_nm/oeffentliche_Sitzungen/a22_uanm_to24/a22_uanm_to24.pdf">Bundestags-Anh&#246;rung zu den Kinderpornografie-Sperren</a>, f&#252;r die Familienministerin Ursula von der Leyen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/132448">&#8220;an allen Fronten&#8221;</a> k&#228;mpfen will. Wie gef&#228;hrlich es ist, einmal mit so einer <a href="http://www.efa.org.au/Issues/Censor/cens3.html">Zensur-Infrastruktur</a> <a href="http://twitter.com/presroi/status/1202748035">anzufangen</a>, weil dann alle m&#246;glichen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/122423">Begehrlichkeiten</a> entstehen, wurde dabei <a href="http://twitter.com/presroi/status/1202781066">erstaunlich schnell klar</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Nur 12 Minuten nach dem Beginn der Kinderpornoblockdebatte f&#228;llt das Wort Urheberrecht.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Update:</strong> Fefe hat noch ein <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b76af43d">nettes Detail</a>. Der CCC hat Andreas Bogk hingeschickt, und der</p>
<blockquote><p>&#8220;hat da &#246;ffentlich das Detail angesprochen, dass ein Gro&#223;teil der von den Skandinaviern gefilterten Domains in Deutschland liegen. Da war die von der Leyen pl&#246;tzlich ganz klein mit Hut.&#8221;</p></blockquote>
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