Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken und handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:

Freitag, 27. Juni 2008

Barcamp Nairobi

Am letzten Wochenende fand das Barcamp Nairobi mit 228 Teilnehmern statt. Wer sich für die Themen der kenianischen Web-/IT-/Blogger-Szene interessiert, findet hier eine Übersicht der Themen des Barcamps und hier ein paar Videos und eine Liste anwesender kenianischer Blogger.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Spenden für Creative Commons Deutschland

Die Creative Commons Länderprojekte arbeiten finanziell unabhängig von creativecommons.org und sind daher auf eigenes Spendenaufkommen angewiesen. Das gilt genauso für Creative Commons Deutschland. Alle Arbeit für Creative Commons Deutschland wird ehrenamtlich ausgeführt und das wird sich auch nicht ändern.

Aber trotzdem brauchen viele Ideen und Projekte immer etwas Geld, um sie zu verwirklichen. Wir würden gerne mehr Materialien erstellen, um die CC-Lizenzen in Deutschland bekannter zu machen. Auch fallen bei Reisen zu Vernetzungstreffen mit anderen CC-Projekten oder auf Veranstaltungen, wo CC promotet wird, immer Reisekosten an, die wir derzeit grösstenteils aus der eigenen Tasche bezahlen.

Wir freuen uns über jeden Betrag und stellen selbstverständlich auch Spendenquittungen für Abzüge nach §§ 10b EStG, 9 I Nr. 2 KStG und 9 Nr. 5 GewStG aus. Wer also selber schonmal freie Inhalte verwendet hat oder die ganze Idee gut findet und einfach gerne die Arbeit des Projekts voranbringen will, sollte hin und wieder mal über’s Spenden nachdenken.

Bitte im Verwendungszweck unbedingt “CC-DE” angeben, damit die Zuordnung problemlos verläuft.

Inh.: Europäische EDV-Akademie des Rechts gGmbH
Kto.-Nr.: 82701
bei der Sparkasse Merzig-Wadern
BLZ: 59351040

Die Europäische EDV-Akademie des Rechts betreut den “Legal-Lead” in Deutschland und ist für die juristischen Fragestellungen rund um die Lizenzen zuständig.

Da wir eine kleine Spenden-Kampagne starten wollen, freuen wir uns auch über kreative Banner und Widgets, die diese unterstützen. Und natürlich freuen wir uns auch über jeden Hinweis auf diese Spendenmöglichkeit.

Mittwoch, 25. Juni 2008

München: Internet-PCs sind ein “Gefährlicher Gegenstand”?

Focus Online berichtet über ein Grundsatzurteil des Landgericht München, was wiederum die Absurdität deutscher Rechtsprechung und vor allem der falschen Gesetzgebungen aufzeigt: Eltern haften für ihre Kinder. Eine 16-jährige hat ein Video aus 70 Kinderfotografien erstellt. Das nennt man Mash-Up und ist vergleichbar mit Kollagen, wie sie früher aus Zeitungen zusammen geschnopselt wurden. Soweit so gut. Im Grunde müssten dies doch alle Politiker freuen: Ein Teenager zeigt Medienkompetenz und spielt kreativ mit Computern herum. Aber wehe, man stellt es ins Netz, dann wird der Computer zu einem “gefährlichen Gegenstand”. Zumindest nach Ansicht des Landgericht München. Die Urheberin der Kinderfotos hatte nämlich auf Unterlassung geklagt.

Nach ihrer Auffassung haben die Eltern ihre Belehrungs- und Prüfungspflichten gegenüber der Tochter verletzt. Sie hätten dem jungen Mädchen einen Internetanschluss zur Verfügung gestellt und dieses dort nach Belieben schalten und walten lassen, ohne die Nutzung des Internets im Zuge der elterlichen Aufsichtspflicht weiter zu prüfen. [...] Vielmehr verwies die Kammer auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), wonach Minderjährige grundsätzlich stets der Aufsicht bedürfen.

Nach Ansicht des Landgericht München käme ein mit dem Internet verbundener Computer gewissermaßen einem „gefährlichen Gegenstand“ im Sinne der BGH-Rechtsprechung gleich. Ins Deutsche übersetzt: Eltern sollten ihre Kinder bis zum 18. Lebensjahr ins Netz begleiten, weil sie für alles unbeaufsichtigte haften? Wie weltfremd ist das denn?

Etwas weiter südlich gab es gestern in Österreich eine Entscheidung, die fast diametral zu dieser ist: Österreicher haftet nicht für Filesharing seiner Tochter.

Der österreichische Urheberrechtsverwerter LSG ist mit einer Klage gegen einen Bürger gescheitert, über dessen Computer urheberrechtlich geschützte Musikdateien zum Download bereitgestellt wurden. Die minderjährige Tochter des Mannes hatte ohne Wissen ihres Vaters den P2P-Client LimeWire installiert. Die LSG forderte von dem Vater unter anderem eine Unterlassungserklärung und pauschalierten Schadenersatz. Der Belangte ließ die Software löschen, zahlte aber nicht und unterschrieb auch die Unterlassungserklärung nicht. Daraufhin ging die LSG zu Gericht, um eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Der Oberste Gerichtshof (OGH) hat diesem Verlangen nicht stattgegeben.

Dienstag, 24. Juni 2008

(N)ONLINER Atlas 2008: Zwei Drittel der Deutschen sind online

Eben hab ich noch Zahlen aus dem (N)ONLINER Atlas 2007 herausgesucht und nun lese ich von der Veröffenltichung des (N)ONLINER Atlas 2008. Die Studie wird jedes Jahr von der Initiative D21 herausgegeben und befragt ca. 52.000 Menschen.

Aus der Pressemitteilung: Zwei Drittel der Deutschen sind online.

Mit einem starken Zuwachs um fast fünf Prozentpunkte ist die Bevölkerungsgruppe der Internetnutzer innerhalb eines Jahres um beachtliche drei Millionen Menschen (Anstieg im Vorjahr: 1,4 Millionen) gewachsen und überschreitet somit erstmals die 65-Prozent-Marke. Nach den aktuellen Ergebnissen des (N)ONLINER Atlas 2008 sind demnach ca. 42,2 Millionen Personen über 14 Jahren online. Eine weitere Premiere: Dieses Jahr fällt der Offliner-Anteil der Bevölkerung zum ersten Mal unter die 30-Prozent-Grenze. Während es im Jahr 2007 noch 22,2 Millionen (34,1 Prozent) Deutsche gab, die weder das Internet nutzten, noch planten, dies in Zukunft zu tun, verringerte sich der Anteil der Nicht-nutzer innerhalb der letzten zwölf Monate um 4,2 Prozentpunkte auf 29,9 Prozent. Mehrheitlich sind die Offliner weiterhin eher weiblichen Geschlechts, haben formal eine vergleichbar geringere Bildung sowie ein niedrigeres Einkommen. Bei den männlichen Onlinern ist dagegen ein überdurchschnittlicher Anstieg zu verzeichnen. Im Gegensatz zur Entwicklung in den Vorjahren zeichnet sich in diesem Jahr eine leichte Öffnung der Frauen-Männer-Schere ab. Der Anteil der Nutzungsplaner ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken und setzt somit den rückläufigen Trend zur Nutzungsplanung weiter fort. Nach den vorliegenden Zahlen beabsichtigen in den nächsten zwölf Monaten lediglich 4,9 Prozent der Bundesbürger (5,7 Prozent im Vorjahr) sich der Onliner-Community anzuschließen.

Und hier ist die 7MB grosse Studie als PDF.

Open Music Contest #4 ist gestartet

Zum vierten Mal führt der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Philipps-Universität Marburg den OpenMusicContest durch. Der bundesweite Wettbewerb zur Diskussion um die Freiheit von Kultur gilt als eines der größten Real-Life-Events der Creative Commons Community und findet zum ersten Mal im Sommer statt. Gewinner des Wettbewerbes werden zum OMC-Konzert am 17. Oktober 2008 in Marburg eingeladen. Dazu wird es wieder einen OMC-Sampler geben. Und ich werde mir wieder alle Bewerbungen anhören und mit einigen anderen die besten Lieder aussuchen. Die Bewerbungszeit läuft vom 25.06.–15.07.2008.

Hier ist ein Teil der Pressemitteilung: Für die freie Wissensgesellschaft: OpenMusicContest #4

“Wir verfolgen modellhaft über Musik das Ziel, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein über urheber- und verwertungsrechtliche Konsequenzen der digitalen Informations-Epoche zu schärfen,” sagt M.eik Michalke, der Initiator des OMC. Teilnehmen können noch bis zum 15. Juli 2008 Bands aller musikalischer Genres — stilistische Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht. Zentrale Teilnahmebedingung ist, dass die Bewerbungstitel unter eine Creative Commons-Lizenz gestellt werden: Die Musik wird “frei” und darf je nach gewählter Lizenz kopiert, verändert oder sogar kommerziell genutzt werden. “Diese freien Lizenzen machen die einfache Verbreitung von kulturellen Inhalten wie z.B. Musik möglich und erhöhen so die Aufmerksamkeit für KünstlerInnen und ihr Schaffen,” erklärt Christoph Scheid, Mitglied des Organisations-Teams.

“Wir bieten Musikern attraktive Preise für ihre Teilnahme: Sie können einen großen Auftritt vor einem namhaften Headliner gewinnen, außerdem veröffentlichen wir einen begehrten Sampler mit den besten Einsendungen,” erläutert Marcel Hennes, ebenfalls Mitglied im Organisations-Team. Der kostenlos verteilte Promo-Sampler erschien in den Vorjahren als hochwertiges DigiPak. Er wird zudem zusätzlich auf einer Heft-CD der Zeitschrift LinuxUser veröffentlicht. “Musik ist ein gutes Beispiel, an dem alle verstehen können, wie freie Kultur funktioniert. Das Prinzip ist problemlos auch auf Texte, Filme oder Bilder übertragbar, oder auf wissenschaftliche Veröffentlichungen — dort nennt man das Open Access,” ergänzt Nicole Ebber, die im März zur Botschafterin für den OMC ernannt wurde und zahlreiche Vorträge und Workshops zu Creative Commons abhielt.

Der OpenMusicContest wird seit 2005 jährlich vom AStA Marburg ausgerichtet. Er wird unterstützt von Creative Commons Deutschland, mp3.de, LinuxUser, netzpolitik.org, zeitgeisty.cc und newthinking network.

Montag, 23. Juni 2008

Parteispenden - Datenbank

Eine Datenbank mit den rechenschaftspflichtigen Parteispenden über 20.000 Euro gibt es hier zu sehen. Ich hätte gerne diese Dienstleistung vom Staat, mit offenen Schnittstellen und RSS.

[via]

Interview mit Daniel Molkentin von KDE

Mario Behling hat auf dem LinuxTag ein Interview mit Daniel Molkentin von KDE geführt:


Linuxtag 2008, Interview mit Daniel Molkentin von KDE from Mario Behling on Vimeo.

Daniel Molkentin von der KDE Community spricht mit mir ueber die aktuelle Entwicklung der Desktop-Oberfläche auf dem Linuxtag 2008 in Berlin. Themen sind die Plasmaoberfläche von KDE 4.1, Moeglichkeiten fuer kommerzielle Distributoren den Desktop zu branden, die Zusammenarbeit mit anderen Communities, wie Wikipedia und der Idee von Offlineclients, die Zusammenarbeit mit dem OpenStreetmap-Projekt beim KDE Desktop Globus Marble, die weltweiten Parties zum Release von KDE 4.0, das geplante Camp KDE in Amerika, das Potential der wachsenden Community in Asien und Moeglichkeiten bei KDE mitzumachen.

Freitag, 20. Juni 2008

Kleine Einführung in Online-Journalismus

Bei Telepolis erklärt Burkhard Schröder ausführlich, was Online-Journalismus ist, wie das funktioniert und wie man denn nun richtig Links setzt: Project Xanadu, reloaded.

Theodor Holm Nelson prägte 1965 den Begriff Hypertext. Seine Mission, formuliert im Project Xanadu, ist immer noch aktuell, aber im deutschen Online-Journalismus weitgehend unbekannt: “We have fought for a world of deep electronic documents.” Ein Text, ist er online verfügbar, wird besser und informativer, wenn er Hyperlinks enthält.

Freut mich, dass wir als positives Beispiel genannt werden. Wir geben uns auch alle Mühe.

 

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