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	<title>netzpolitik.org &#187; Blogs</title>
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	<description>Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft.</description>
	<pubDate>Fri, 09 May 2008 11:05:12 +0000</pubDate>
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		<title>EU-Parlament will Community-Medien f&#246;rdern</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 13:53:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Das ist doch mal eine spannende Sache, die wir auch schon in verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen der re:publica'08 diskutiert haben: EU-Parlament will Blogosph&#228;re f&#246;rdern. Konkret geht es um die F&#246;rderung von "Community-Medien". 

Der Entwurf des Berichts des Kulturausschusses enth&#228;lt genaue Vorstellungen davon, wie "Community-Medien" auszusehen haben. Demnach arbeiten Community-Medien ohne die Absicht, Profite zu erzielen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist doch mal eine spannende Sache, die wir auch schon in <a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/236.de.html">verschiedenen</a> <a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/234.de.html">Veranstaltungen</a> im Rahmen der <a href="http://www.re-publica.de">re:publica&#8217;08</a> diskutiert haben:<a href="http://www.golem.de/0805/59468.html"> EU-Parlament will Blogosph&#228;re f&#246;rdern</a>. Konkret geht es um die F&#246;rderung von &#8220;Community-Medien&#8221;. </p>
<blockquote><p>Der<a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML%20COMPARL%20PE-402.919%2001%20DOC%20PDF%20V0//EN&#038;language=EN"> Entwurf des Berichts</a> des Kulturausschusses enth&#228;lt genaue Vorstellungen davon, wie &#8220;Community-Medien&#8221; auszusehen haben. Demnach arbeiten Community-Medien ohne die Absicht, Profite zu erzielen, &#252;berwiegend im &#246;ffentlichen oder privaten Interesse, ohne kommerziellen oder monet&#228;ren Profit und verantworten sich gegen&#252;ber der Community, deren Interesse sie bedienen. Dies bedeute auch, &#8220;dass sie die Community &#252;ber ihre Handlungen und Entscheidungen informieren, diese rechtfertigen, und im Falle eines Fehlverhaltens bestraft werden&#8221;. Zudem sollen Community-Medien offen sein f&#252;r die Teilnahme der Community-Mitglieder bei der Schaffung von Inhalten.</p>
<p>Solche Medien &#8220;sind ein effektives Mittel, um die kulturelle und sprachliche Vielfalt zu st&#228;rken, die soziale Einbeziehung und die lokale Identit&#228;t, was die Vielfalt des Sektors erkl&#228;rt&#8221;, hei&#223;t es im Bericht.</p></blockquote>
<p>Im tradionellen Sinne fielen unter die Definition eines Community-Mediums Freie Radios und offene Kan&#228;le. Mittlerweile k&#246;nnen unter dieser Definition sowohl freie Communities wie Freifunk oder Wikipedia, als auch lokale Stadt-Blogs und -Wikis fallen. Also genau das, was ich mir in den &#8220;<a href="http://netzpolitik.org/2008/forderungen-fuer-eine-zeitgemaesse-netzpolitik/">Forderungen f&#252;r eine zeitgem&#228;sse Netzpolitik</a>&#8221; gew&#252;nscht habe. Ich bin mal gespannt, was aus diesem Entwurf wird und wie sich letztendlich die Umsetzung gestaltet.</p>
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		<title>Netzpolitik-Podcast 055: Mapping the global blogosphere</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2008/netzpolitik-podcast-055-mapping-the-global-blogosphere/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 11:28:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der Netzpolitik-Podcast Folge 055 ist ein Interview mit John Kelly zum Thema "Mapping the global blogosphere". John Kelly ist Gr&#252;nder von Morningside Analytics und Partner des "Internet &#038; Democracy"-Projektes am Berkman Center for Internet and Society an der Harvard Law School. Er war k&#252;rzlich zu einem Workshop in Berlin und ich hab ein ca. 15 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Netzpolitik-Podcast Folge 055 ist ein Interview mit <a href="http://cyber.law.harvard.edu/people/jkelly">John Kelly</a> zum Thema &#8220;Mapping the global blogosphere&#8221;. John Kelly ist Gr&#252;nder von <a href="http://www.morningside-analytics.com/aboutus.php">Morningside Analytics</a> und Partner des &#8220;<a href="http://cyber.law.harvard.edu/research/internetdemocracy">Internet &#038; Democracy</a>&#8220;-Projektes am Berkman Center for Internet and Society an der Harvard Law School. Er war k&#252;rzlich zu einem Workshop in Berlin und ich hab ein ca. 15 Minuten langes Interview mit ihm gemacht. Darin geht es um seine Projekte, verschiedene Blogosph&#228;ren zu kartieren und zu visualisieren. Bisher hat er schon die USA und den<a href="http://cyber.law.harvard.edu/newsroom/Mapping_Irans_Online_Public"> Iran</a> analysiert und da sind einige sehr interessante Ergebnisse bei entstanden. Am h&#228;ufigsten werden Blogs dort f&#252;r Poesie verwendet. Ausserdem geht es um politische Blogs in den USA. &#220;ber die Ergebnisse im Iran hatte ich erst k&#252;rzlich berichtet. Die n&#228;chsten Blogosph&#228;ren sollen u.a. Russland und China werden. </p>
<p>Das Interview liegt als <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/netzpolitik-podcast_mapping_global_blogosphere.mp3 ">MP3</a> und <a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/netzpolitik_podcast_mapping_the_global_blogosphere.ogg">OGG Vorbis</a> vor.</p>
<p>Bei der Kartierung und Visualisierung arbeiten sie teilweise technisch, aber sie brauchen immer Partner in den jeweiligen Kulturkreisen, die in der Lage sind, die angesammelten Ergebnisse manuell zu analysieren und zu bewerten. F&#252;r Deutschland suchen sie noch universit&#228;re Partner. Das d&#252;rfte was f&#252;r unsere Soziologen-Fraktion sein. Bei Interesse einfach Kontakt mit John aufnehmen. Ich h&#228;tte auch gerne so tolle Visualisierungen f&#252;r die deutsche Blogosph&#228;re.</p>
<p>Das Interview ist etwas leise, was an einem geliehenen MP3-Rekorder lag, der nicht ganz das tat, was ich wollte. Also ggf. etwas lauter drehen. Vielleicht mache ich auf meinem kommenden US-Trip auch einfach nochmal ein neues Interview mit besserer Qualit&#228;t.</p>
<p>Verglichen mit dem Iran kommt Deutschland &#252;brigens prima weg. In den &#252;blichen Aufz&#228;hlungen heisst es ja immer, dass es zwischen 800.000 - 1 Millionen Blogs im Iran gibt und hier h&#246;chstens die H&#228;lfte. Bei der konkreten Untersuchung wurden im Iran aber nur ca. 65.000 aktive gefunden. In Deutschland hat das <a href="http://blogcensus.de/">Blogcensus-Projekt</a> schon deutlich mehr aktive gefunden.</p>
<p>Update: Link zur MP3 korrigiert.</p>


<a href="http://www.netzpolitik.org/wo-upload/netzpolitik-podcast_mapping_global_blogosphere.mp3">Download audio file (netzpolitik-podcast_mapping_global_blogosphere.mp3)</a><br />

<a href="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/netzpolitik-podcast_mapping_global_blogosphere.mp3">Download audio file (netzpolitik-podcast_mapping_global_blogosphere.mp3)</a><br />]]></content:encoded>
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		<title>DRadio: Kriegstageb&#252;cher im Internet</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 10:08:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>

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		<category><![CDATA[warblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag Abend berichtet das Deutschlandradio Kultur um 19:30 Uhr &#252;ber Warblogs: "Seit Tagen leben wir von nichts" - Kriegstageb&#252;cher im Internet.

Kriege unterscheiden sich inzwischen auch darin, ob die von Kriegsgewalt Betroffenen einen Internetzugang haben oder nicht. In Belgrad, im Kosovo, in Bagdad und in Beirut gingen die Menschen ins Netz und meldeten sich, w&#228;hrend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag Abend berichtet das Deutschlandradio Kultur um 19:30 Uhr &#252;ber Warblogs: <a href="http://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/literatur/757526/">&#8220;Seit Tagen leben wir von nichts&#8221; - Kriegstageb&#252;cher im Internet.</a></p>
<blockquote><p>Kriege unterscheiden sich inzwischen auch darin, ob die von Kriegsgewalt Betroffenen einen Internetzugang haben oder nicht. In Belgrad, im Kosovo, in Bagdad und in Beirut gingen die Menschen ins Netz und meldeten sich, w&#228;hrend die Bomben fielen, zu Wort. Kriegstageb&#252;cher im Internet - Warblogs genannt - halten allt&#228;gliches Leben im Krieg fest, geben dem Individuum eine Stimme und sind deshalb geeignet, das vom Milit&#228;r gern gezeichnete Bild eines sauberen Krieges zu konterkarieren.</p>
<p>Sie k&#246;nnen die Berichterstattung korrigieren, L&#252;gen aufdecken, politische Filter au&#223;er Kraft setzen, Propaganda aushebeln. Aber halten sich alle Blogger aus Kriegsgebieten immer an die Wahrheit, fragt man sich angesichts einer inzwischen wahrhaften Flut &#252;berwiegend anonymer Kriegstagebuchschreiber. Zusammen mit dem Pionier der Warblogs, dem Niederl&#228;nder Wam Kat, Begr&#252;nder einer Hilfsorganisation und Blogger in den Jugoslawienkriegen, geht die Sendung zum Ursprung des Internet-Tagebuchs im Krieg zur&#252;ck und macht den Versuch, sich seiner spezifischen Qualit&#228;t, Relevanz und Bedeutung anzun&#228;hern.</p></blockquote>
<p>Hoffe mal, dass dieser Beitrag anschliessend auch als On-Demand-L&#246;sung ver&#246;ffentlicht wird.</p>
<p>[Danke an Sandra]</p>
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		<title>Case Study: Blogs im Iran</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2008/case-study-blogs-im-iran/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 11:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>

		<category><![CDATA[General]]></category>

		<category><![CDATA[Iran]]></category>

		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das "Internet and Democracy"-Projekt am Berkman-Center hat eine spannende Case-Study zur Iranischen Blogosph&#228;re ver&#246;ffentlicht: Mapping Iran’s Online Public: Politics and Culture in the Persian Blogosphere.


(Bild in gross)

Aus dem Abstract:

We used computational social network mapping in combination with human and automated content analysis to analyze the Iranian blogosphere. In contrast to the conventional wisdom that Iranian [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das &#8220;Internet and Democracy&#8221;-Projekt am Berkman-Center hat eine spannende Case-Study zur Iranischen Blogosph&#228;re ver&#246;ffentlicht: <a href="http://cyber.law.harvard.edu/publications/2008/Mapping_Irans_Online_Public">Mapping Iran’s Online Public: Politics and Culture in the Persian Blogosphere.</a></p>
<p><img src="http://www.netzpolitik.org/wp-upload/Iran_blogosphere_map.jpg" alt="" /><br />
(<a href="http://cyber.law.harvard.edu/sites/cyber.law.harvard.edu/files/Iran_blogosphere_map.jpg">Bild in gross</a>)</p>
<p>Aus dem Abstract:</p>
<blockquote><p>We used computational social network mapping in combination with human and automated content analysis to analyze the Iranian blogosphere. In contrast to the conventional wisdom that Iranian bloggers are mainly young democrats critical of the regime, we found a wide range of opinions representing religious conservative points of view as well as secular and reform-minded ones, and topics ranging from politics and human rights to poetry, religion, and pop culture. Our research indicates that the Persian blogosphere is indeed a large discussion space of approximately 60,000 routinely updated blogs featuring a rich and varied mix of bloggers. Social network analysis reveals the Iranian blogosphere to be dominated by four major network formations, or poles, with identifiable sub-clusters of bloggers within those poles. We label the poles as 1) Secular/Reformist, 2) Conservative/Religious, 3) Persian Poetry and Literature, and 4) Mixed Networks. </p></blockquote>
<p>Hier das <a href="http://cyber.law.harvard.edu/sites/cyber.law.harvard.edu/files/Kelly&#038;Etling_Mapping_Irans_Online_Public_2008.pdf">68-Seiten lange Papier</a> dazu.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Spam-Attacke</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2008/spam-attacke/</link>
		<comments>http://netzpolitik.org/2008/spam-attacke/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 11:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aus der Reihe]]></category>

		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

		<category><![CDATA[spam]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern wurde eine meiner Mailadressen dazu verwendet, an andere Menschen Spam zu versenden. In der Regel passiert dies dadurch, dass fremde Rechner z.B. durch einen Virus/Trojaner &#252;bernommen werden und wahllos alle Mailadressen in einem Addressbuch zum Umgehen von Blacklisten verwendet werden. (Beliebt ist ja die Kombination Windows / Outlook wegen ihrer Scheunentore) Mir fiel es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern wurde eine meiner Mailadressen dazu verwendet, an andere Menschen Spam zu versenden. In der Regel passiert dies dadurch, dass fremde Rechner z.B. durch einen Virus/Trojaner &#252;bernommen werden und wahllos alle Mailadressen in einem Addressbuch zum Umgehen von Blacklisten verwendet werden. (Beliebt ist ja die Kombination Windows / Outlook wegen ihrer Scheunentore) Mir fiel es auf, weil innerhalb einer Stunde hunderte an &#8220;failure notices&#8221; an diese Mailadresse versendet wurden. Anscheinend sind davon einige aus dem Blog-Umfeld betroffen, wie man bei Twitter feststellen konnte. Eine erste Welle gab es gestern Nachmittag. Heute morgen klagten weitere &#252;ber pl&#246;tzliche Spamwellen. Da bei einer Person nur die &#252;bliche Mailadresse f&#252;r Blog-Kommentare verwendet wurde, dr&#228;ngt sich der Verdacht auf, dass vielleicht ein Blog gehackt wurde und die Mailadressen zum Spammen verwendet wurde. Nur welches? Bei mir ist die Spam-Welle zum Gl&#252;ck wieder vorbei und es wurde nur eine eher unwichtige Mailadresse verwendet. Trotzdem nervig.</p>
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		<title>Politiker-Blogs in Deutschland und Malaysia</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2008/politiker-blogs-in-deutschland-und-malaysia/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 09:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

		<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>

		<category><![CDATA[General]]></category>

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		<category><![CDATA[Politiker]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt hat sich die bloggenden Politker, ihr Verhalten bei Abgeordnetenwatch und die Social-Networking-Plattformen der Parteien in Deutschland mal etwas genauer angesehen und auch Markus dazu befragt:
Alle Parteien haben erkannt, dass der Auftritt im Internet sie ins    Bewusstsein von W&#228;hlern zur&#252;ckholt, die mit traditionellem Wahlkampf nicht erreicht werden. Die meisten Politiker experimentieren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt hat sich die bloggenden Politker, ihr Verhalten bei Abgeordnetenwatch und die Social-Networking-Plattformen der Parteien in Deutschland mal etwas genauer <a href="http://www.welt.de/webwelt/article1863195/Wie_sich_Politiker_um_Kopf_und_Kragen_bloggen.html">angesehen</a> und auch Markus dazu befragt:</p>
<blockquote><p>Alle Parteien haben erkannt, dass der Auftritt im Internet sie ins    Bewusstsein von W&#228;hlern zur&#252;ckholt, die mit traditionellem Wahlkampf nicht erreicht werden. Die meisten Politiker experimentieren aber noch. Die Blogs von Ulrich Kelber (SPD), Dirk Niebel oder Hans-Joachim Otto (beide FDP) kranken daran, dass die Politiker sie nicht aktuell halten. &#8220;Wie ein    Politikerblog funktionieren muss, das beweist nur Julia Seeliger aus dem Parteirat der Gr&#252;nen&#8221;, sagt Markus Beckedahl. Auf <a href="http://julia-seeliger.de/">julia-seeliger.de</a> verbreitet die 28-J&#228;hrige gr&#252;ne Ideologie, gr&#252;nen Klatsch, aber auch Kritik an den Gr&#252;nen - t&#228;glich. &#8220;Nur so kann ein Blog funktionieren&#8221;, sagt Beckedahl. Der Tonfall ist salopp bis schroff. Genau an diesem typischen Blogger-Ton sto&#223;en sich viele. &#8220;Eine Anfrage ohne Anrede finde ich nicht akzeptabel&#8221;, sagt Dieter Wiefelsp&#252;tz.</p></blockquote>
<p>Was oft auf den Generationenunterschied geschoben wird, hat also offenbar auch kulturelle Ursachen: Wenn Blogger ein wenig h&#246;flicher w&#228;ren, h&#228;tten sie unter Umst&#228;nden auch ein besseres Image bei Politikern und auch Journalisten, w&#228;re hier die Message.</p>
<p>Wie man davon unabh&#228;ngig die Vorbehalte gegen&#252;ber Bloggern bei Politikern sehr schnell abbauen kann, hat auf der anderen Seite Malaysia bewiesen, wie Techdirt <a href="http://techdirt.com/articles/20080411/115829825.shtml">berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>Almost exactly one year ago, some Malaysian politicians got into a bit of an argument with some bloggers and started trashing the entire concept of blogging &#8212; leading to some politicians there declaring that all bloggers needed to <a href="http://www.techdirt.com/articles/20070405/161748.shtml">register themselves</a> with the government if they wanted to keep blogging.  That resulted in an uproar, and the politicians <a href="http://www.techdirt.com/articles/20070410/214335.shtml">backed down</a> on the registration requirement.  In fact, they started to check out blogs a little more carefully, and even <a href="http://www.techdirt.com/articles/20070419/011722.shtml">liked</a> what they saw.  By the end of that same month, the government agreed to set up a special <a href="http://www.techdirt.com/articles/20070426/011631.shtml">government agency</a> to follow blogs and interact with bloggers to respond to any concerns they might have. Fast forward a year and not only do some of the original leading critics of blogging have their own blogs, but the ruling political party is now <a href="http://ap.google.com/article/ALeqM5iWk-40AFjKXBGzwZClYwhZpbsDvgD8VVPD683"><em>requiring</em> many of its political candidates to blog</a>. Anyone who wants a &#8220;youth post&#8221; needs to have a blog. The guy in charge of the party&#8217;s youth wing explained: &#8220;All candidates must have blogs. If not, they are not qualified to be leaders.&#8221; So they&#8217;ve gone from hating blogs to requiring them in about a year.</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutsche Blogger sind unpolitisch und unreif?</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2008/deutsche-blogger-sind-unpolitisch-und-unreif/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Apr 2008 10:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

		<category><![CDATA[Digitalkultur]]></category>

		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich &#228;rgere mich gerade ein wenig, meine beiden Rezensionsexemplare der neuen B&#228;nde der "Deutschen Gesellschaft f&#252;r Online-Forschung" zwecks Abschlussarbeit verliehen habe. Sonst k&#246;nnte ich mal genauer nachlesen, was die Netzeitung unter "Deutsche Blogger sind unpolitisch und unreif" titelt und ob die wissenschaftlichen Ergebnisse mit meiner praktischen Wahrnehmung &#252;bereinstimmen. So bleibt mir nur der Text aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich &#228;rgere mich gerade ein wenig, meine beiden Rezensionsexemplare der neuen B&#228;nde der &#8220;Deutschen Gesellschaft f&#252;r Online-Forschung&#8221; zwecks Abschlussarbeit verliehen habe. Sonst k&#246;nnte ich mal genauer nachlesen, was die Netzeitung unter &#8220;<a href="http://www.netzeitung.de/internet/969917.html">Deutsche Blogger sind unpolitisch und unreif</a>&#8221; titelt und ob die wissenschaftlichen Ergebnisse mit meiner praktischen Wahrnehmung &#252;bereinstimmen. So bleibt mir nur der Text aus der Netzeitung, wo mir aber einige Kleinigkeiten auffallen, die man mal kommentieren m&#252;sste.</p>
<p>Wenn man ein politisches Blog betreibt, bzw. sich mit Politik im Netz besch&#228;ftigt, wird man seit f&#252;nf Jahren gefragt, wieso das alles nicht so politisch wie in den USA ist. Die Antworten fallen mittlerweile etwas routinierter aus, weil einige Gr&#252;nde relativ logisch sind:</p>
<p>* Erstmal haben die USA dreimal soviele Einwohner. Und viele Deutsche k&#246;nnen US-Blogs lesen, umgekehrt ist das aufgrund der Sprachbarriere nicht so einfach. Mit anderen Worten: Deutsche Blogs erreichen theoretisch h&#246;chstens 100 Millionen, w&#228;hrend US-Blogs theoretisch 1-2 Milliarden Leser erreichen k&#246;nnen.<br />
* Digitale Technologien werden in der Regel gerne fr&#252;her in das Leben der US-Amerikaner integriert, Deutsche gelten als etwas konservativer.<br />
* Die Medienkonzentration in den USA ist schon viel gr&#246;sser und nach dem 11. September und dem Irak-Krieg gab es ein Vakuum an kritischen Positionen im Medienbetrieb. Dies f&#252;hrte dazu, dass Nischen von Blogs gef&#252;llt wurden. In Deutschland kann man sich immer noch von linksradikal bis rechtsradikal die eigene Tageszeitung f&#252;s Weltbild kaufen.<br />
* In den USA ist es gesellschaftlich normal, dass man sich zu einer Partei / einem politischen Kandidaten bekennt. In Deutschland ist das leider nicht so. </p>
<p>Aber kommen wir mal zu dem Netzeitungs-Artikel:</p>
<blockquote><p>Der Grad der Politisierung dokumentiert insofern die Professionalisierung, als Themen au&#223;erhalb des ganz privaten Wahrnehmungsbereichs ein weitaus gr&#246;&#223;eres Publikum ansprechen sollen und auf Wirkung au&#223;erhalb der Privatsph&#228;re angelegt sind. &#220;berpr&#252;ft wurde durch eine differenzierte Stichwortanalyse, bei der z.B. die H&#228;ufigkeit von Begriffen wie «Irak», «George Bush», «Angela Merkel» oder «Terror» und «Saddam Hussein». Das Ergebnis ist pr&#228;gnant: Keines der zahlreichen abgepr&#252;ften politischen Themen findet in mehr als einem halben Prozent der deutschsprachigen Blog-Eintr&#228;ge Verwendung, bei den US-amerikanischen in mehr als zehnmal soviel.</p></blockquote>
<p>Wundert sich jemand &#252;ber die untersuchten Stichw&#246;rter? Ich denke, dass es ein signifikanter Unterschied ist, ob man US-Blogs und DE-Blogs nach Stichw&#246;rtern wie «Saddam Hussein» und «Irak» durchsucht. Das ist das grosse Problem und politische Thema der USA. Da hat ihre Regierung grossen Mist angerichtet und die eigenen Soldaten sind vor Ort. Es wundert mich nicht, dass diese Themen in den US-Blogs zehnmal soviel vorkommen. Zumal die USA dreimal mehr EInwohner haben. Eher wundert es mich, dass die Zahl nicht viel h&#246;her ist.</p>
<p>W&#252;rde man andere Begriffe wie Datenschutz, Vorratsdatenspeicherung oder Online-Durchsuchung verwenden, k&#228;me man definitiv zu einem anderen Ergebnis. Das sind seit einiger Zeit die politischen Themen der deutschen Blogosph&#228;re und die Themen sind nicht so stark in den US-Politik-Blogs. Aber hier w&#252;rde ich gerne mal die Original-Studie lesen, vielleicht sind ja noch andere W&#246;rter verwendet worden als in dem Artikel zitiert. Und irgendwie muss man ja wissenschaftlich-methodisch da ran gehen.</p>
<p>Der n&#228;chste Punkt wundert mich auch etwas:</p>
<blockquote><p>Deutsche A-List-Blogs verlinkten vorwiegend zu «Spiegel-Online», «Heise.de», «Netzeitung», ARD und BBC. Die an zweiter Stelle der Nennungen rangierende Bild-Zeitung verdankt ihre Position vorwiegend der h&#228;ufigen Verlinkung durch das Bildblog, was laut Studie ihre Rolle relativiert. Ohne diese Links l&#228;ge die «Bild»-Zeitung nur auf Rang 10 hinter der «FAZ», so der Studienbeitrag.</p></blockquote>
<p>Viele Links zu Heise und Spiegel - geschenkt. Mach ich auch. Schaut man sich aber die <a href="http://rivva.de/leitmedien">&#8220;Leitmedien-Sektion&#8221; von Rivva.de </a>an, wo mit Algorithmen in Blogs geschaut wird &#8220;Welche Quellen lieferten in den vergangenen 100 Tagen die meisten Titel-Stories?&#8221;, erh&#228;lt man andere Ergebnisse. Hier stehen hinter Spiegel und Heise einige Blogs und viele Medien stehen erst dahinter. Gleiches gilt f&#252;r die &#8220;<a href="http://deutscheblogcharts.de/top40-index.html">Top 40 Medien: die in Blogs meistverlinkten deutschsprachigen, publizistischen Websites</a>&#8220;. Hier werden die letzten sechs Monate Links nach Technorati gelistet. In den Top30 sind viele bekannte Medien, aber dahinter kommen einige Blogs. Und dann erst wieder bekannte Medienmarken. </p>
<p>Aber vermutlich sind die Wissenschaftler hier methodisch vorgegangen und haben in einem bestimmten Zeitraum einfach ausgehende Links von einigen definierten Blogs gez&#228;hlt. US-Blogs verlinken auch gerne zur NYT und anderen Medien. Aber um so mehr werden Links innerhalb der eigenen politischen Netzwerke zu gleichgesinnten Blogs gesetzt. Das kennt man hier in Deutschland eher von der rechten Anti-Islam-Front.</p>
<p>Die Schlussfolgerungen des Artikels sind offen:</p>
<blockquote><p>Die deutschsprachige Blogosph&#228;re ist in dieser Hinsicht deutlich unreifer und auch weitaus undurchl&#228;ssiger als die US-amerikanische. Wesentliche Fragen konnten die Forscher mit diesen Feststellungen jedoch noch nicht beantworten. Sind die gravierenden Unterschiede allein auf den unterschiedlichen Reifegrad zur&#252;ckzuf&#252;hren? Ist die Politiklastigkeit der popul&#228;ren US-Blogs &#252;berhaupt Ausdruck der h&#246;heren Reife? Oder gibt es gravierende gesellschaftliche Unterschiede bei der Beurteilung der Relevanz politischer Diskurse?</p></blockquote>
<p>Ein Unterschied k&#246;nnte auch sein, dass US-Politik-Blogs von Journalisten als Quellen genannt und verwendet werden. Peter Bihr hat sich in seiner Magisterarbeit &#252;ber “<a href="http://www.thewavingcat.com/weblogs-und-politikjournalisten/">Die Bedeutung von Weblogs f&#252;r die Arbeit von Politikjournalisten</a>” damit besch&#228;ftigt. Ergebnis war, dass Blogs f&#252;r Politik-Journalisten in Deutschland (noch) keine Rolle spielen. Ausnahmen best&#228;tigen die Regel. Peter Bihr <a href="http://netzpolitik.org/2008/deutsche-blogger-sind-unpolitisch-und-unreif/#comment-220335">geht hier in den Kommentaren</a> nochmal genauer auf die Ergebnisse seiner Arbeit ein.</p>
<p>Weiterer Punkt: In den USA gibt es auch viel mehr Blogs in s&#228;mtlichen Bev&#246;lkerungsteilen. Dort bloggen Professoren ebenso wie Prominente. In Deutschland ist jeder einzelne aus diesen Gruppen noch ein Exot. Am Wochenende hatte ich mir eine Forrester-Studie zu Blogs in Europa angeschaut. Im Durchschnitt sollen  im Sommer 2007 9% aller Europ&#228;er ein Blog geschrieben haben (Jaja, was ist ein Blog?). Die Zahlen kamen dadurch zustande, dass in den Niederlanden 15% der B&#252;rger ein Blog haben und in Deutschland nur 1%. Warum soll es dann &#252;berdurchschnittlich viele politische Blogger geben, wenn so wenig Deutsche &#252;berhaupt bloggen und die eigenen Politiker diese Werkzeuge nicht einmal nutzen?</p>
<p>&#220;brigens verwundert mich an dem Artikel vor allem die folgende Unterstellung zum Schluss:</p>
<blockquote><p>Bei den deutschen Bloggern kann man gelegentlich den Eindruck gewinnen, so eine Studie w&#228;re Geldverschwendung. Auf der Konferenz Re:publica wurde einmal mehr die These vorgebracht, der Journalismus werde in n&#228;chster Zeit verschwinden. </p></blockquote>
<p>Wahrscheinlich war die Autorin auf einer anderen Konferenz. Mir ist nicht bekannt, dass auf der B&#252;hne die These vertreten wurde, dass der Journalismus in n&#228;chster Zeit verschwinden w&#252;rde. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil &#252;berzeugen. Das Videomaterial steht ja online.</p>
<p>Sind deutsche Blogger jetzt unpolitisch und unreif? Ich glaube eher, dass ein Vergleich mit den USA aus den oben genannten Gr&#252;nden etwas hinkt. Ansonsten freue ich mich nat&#252;rlich &#252;ber mehr politische Blogs oder politische Postings von Bloggern. Da k&#246;nnte echt mehr passieren.  Nicht nachvollziehen kann ich den letzten Satz: </p>
<blockquote><p>&#8220;Angesichts des dokumentierten Status Quo ergibt sich daraus eine erschreckende Aussicht: Ein Leben in Deutschland ohne politische Meinungsbildung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wer sich n&#228;her mit US-Blogs auseinandersetzen m&#246;chte, dem sei das Buch &#8220;<a href="http://www.amazon.com/Blogwars-Political-Battleground-David-Perlmutter/dp/0195305574">Blogwars: The New Political Battleground</a>&#8221; von David D. Perlmutter empfohlen. Vor drei Wochen erschienen und superspannend. Bisher das beste Buch, was ich zu dem Thema gelesen habe. </p>
<p>Update: Lesenswertes zu dem Artikel gibt es auch noch hier:</p>
<p>Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/11/verstaendnisschwierigkeiten-und-kontraproduktive-schlagzeilen-wie-man-den-wissenschaftlichen-forschungsstand-zum-social-web-einseitig-darstellt-werkstattnotiz-lxxviii/">Verst&#228;ndnisschwierigkeiten und kontraproduktive Schlagzeilen » Wie man den wissenschaftlichen Forschungsstand zum “Social Web” einseitig darstellt.</a><br />
Media-Ocean: <a href="http://www.media-ocean.de/2008/04/11/wissenschaft-meets-journalismus-meets-blogs/">Wissenschaft meets Journalismus meets Blogs meets Netzeitung.</a></p>
<p>Update: Man h&#228;tte in dem Artikel ruhig noch darauf hinweisen k&#246;nnen, dass die Untersuchung deutscher Blogs zwei Jahre alt ist und im Mai 2006 passierte. </p>
<p>Update: Was mir noch am Wochenende auffiel, als ich das Buch mit den Studien &#252;berflogen habe: Im Jahre 2006 haben die Wissenschaftler die Top100 der Deutschen Blog Charts mit den US-Top-Blogs nach Stichw&#246;rtern verglichen. Daran gibt es nichts zu kritieren, irgendwie muss man da ja methodisch rangehen. Aber bei einer Analyse der Daten solte man beachten, dass viele Top US-Blogs anders sind als deutsche Top-Blogs. Letzteres werden in der Regel von Einzelpersonen geschrieben, manchmal von kleinen Teams. Bei US-Blogs wie der Huffington Post und DailyKos handelt es sich aber um Communities. Alleine bei der Huffington Post arbeiten inklusive Redaktion vermutlich um die 200 Personen mit. Bei DailyKos kann jeder mitschreiben und da kommen noch viel mehr Beteiligte zusammen. Die Plattform erf&#252;llt auch eine &#228;hnliche Funktion, wie sie in Deutschland Parteien mit ihren lokalen Strukturen ausf&#252;llen. Die Blogs aus den Deutschen Blogs Charts werden insgesamt also von weniger Menschen geschrieben als die gerade beschriebenen politischen US-Blogs einzeln. Daher wundert es mich eigentlich noch mehr, warum bestimmte Stichw&#246;rter nur zehnmal &#246;fters in USA vorkamen.</p>
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		<title>Beppe Grillo &#252;ber Politik in Italien und sein Blog</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 14:34:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

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		<category><![CDATA[Italien]]></category>

		<category><![CDATA[medienkonzentration]]></category>

		<category><![CDATA[politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frankfurter Rundschau hat ein Interview mit dem italienischen Komiker Beppe Grillo &#252;ber die politische Situation in Italien, die Folgen der Medienkonzentration und sein bekanntes Blog: "Nur Arme m&#252;ssen Gesetze einhalten".

FR: Deshalb betreiben Sie seit Jahren einen Blog, der zum bekanntesten Gegeninformations-Medium Italiens geworden ist. Glauben Sie an das Netz als Mittel, das Informationssystem zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Frankfurter Rundschau hat ein Interview mit dem italienischen Komiker Beppe Grillo &#252;ber die politische Situation in Italien, die Folgen der Medienkonzentration und sein bekanntes Blog: <a href="http://www.fr-online.de/top_news/?sid=6d3525e9a63b95b6ba167ba1640330d4&#038;em_cnt=1315333">&#8220;Nur Arme m&#252;ssen Gesetze einhalten&#8221;.</a></p>
<blockquote><p>FR: Deshalb betreiben Sie seit Jahren einen Blog, der zum bekanntesten Gegeninformations-Medium Italiens geworden ist. Glauben Sie an das Netz als Mittel, das Informationssystem zu ver&#228;ndern und dadurch die Politik?</p>
<p>BG: Aber sicher. Das Netz ver&#228;ndert die Art, &#252;ber Politik zu denken. Es ver&#228;ndert die Verh&#228;ltnisse zwischen den Menschen, also auch die politischen Verh&#228;ltnisse. Wir sind schon dabei, uns zu ver&#228;ndern. Das geschieht in diesem Land sehr langsam, weil hier die Autobahnen, durch die die Informationen sausen sollten, aus Eselspfaden bestehen. 3000 von 8000 Gemeinden verf&#252;gen &#252;ber keine DSL-Leitung, die italienische Telecom l&#228;sst jedermann Schutzgeld zahlen, es gibt keine Konkurrenz in der Telekommunikation. Aber das Netz ist trotzdem dabei, das Informationssystem Italiens zu ver&#228;ndern. Der Journalismus im Internet ist anders als in der Zeitung. Im Internet setzt sich jeder, der schreibt, dem Widerspruch seiner Leser aus. Im Netz muss man sich die Achtung seiner Leser, die Glaubw&#252;rdigkeit verdienen. Einem Zeitungsartikel kann niemand widersprechen.</p></blockquote>
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		<title>&#220;berwachung und Individualismus in Unternehmen und Blogs</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 18:07:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

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		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Lidl-Skandal hat einiges an Diskussion und Recherchen inspiriert, wie weit die &#220;berwachung am Arbeitsplatz schon geht, wie weit sie gehen darf, und wie das alles in "the big picture" einzuordnen ist. Spiegel Online hat aktuell eine lesenswerte Zusammenstellung von g&#228;ngigen Praktiken, verf&#252;gbaren Technologien und der Rechtslage dazu:
Laut einer Studie der Unternehmensberatung Mummert Consulting &#252;berwacht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://netzpolitik.org/2008/das-neue-lidl-logo/">Lidl-Skandal</a> hat einiges an Diskussion und Recherchen inspiriert, wie weit die &#220;berwachung am Arbeitsplatz schon geht, wie weit sie gehen darf, und wie das alles in &#8220;the big picture&#8221; einzuordnen ist. <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,545862,00.html">Spiegel Online</a> hat aktuell eine lesenswerte Zusammenstellung von g&#228;ngigen Praktiken, verf&#252;gbaren Technologien und der Rechtslage dazu:</p>
<blockquote><p>Laut einer Studie der Unternehmensberatung Mummert Consulting &#252;berwacht der Chef bereits bei mehr als jedem dritten Mitarbeiter heimlich den PC-Arbeitsplatz. Es gibt sogar Programme, die jeden Tastendruck des Angestellten aufzeichnen. &#8220;Entscheidend f&#252;r die juristische Bewertung der E-Mail-&#220;berwachung ist vor allem, ob diese mit Wissen der Mitarbeiter geschieht und es eine entsprechende Vereinbarung im Betrieb gibt&#8221;, sagt der Arbeitsrechtsexperte R&#252;diger Helm. Denn generell gilt: Wenn die private Nutzung des Internets in einem Unternehmen verboten ist, darf der Chef auf eingehende Mails zugreifen. Ist diese gestattet, verst&#246;&#223;t das Lesen der E-Mails gegen das Fernmeldegeheimnis. (&#8230;)</p>
<p>Die verdeckte Kamera&#252;berwachung dagegen ist selbst bei der Aufkl&#228;rung von schweren Straftaten nur mit Genehmigung des Betriebsrats erlaubt. &#8220;Und wenn es keinen Betriebsrat gibt, ist eine heimliche &#220;berwachung fast immer rechtswidrig&#8221;, sagt (&#8230;) Helm. (&#8230;) Um hier Klarheit zu schaffen, ist nach Ansicht von vielen Juristen allerdings ein Arbeitnehmerdatenschutzgesetz l&#228;ngst &#252;berf&#228;llig.</p></blockquote>
<p>Letzteres fordern auch die Gewerkschaften seit Jahren, <a href="http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=dcc7df90-047b-11dd-6733-0019b9e321cd">aktuell nat&#252;rlich wieder verst&#228;rkt</a>.</p>
<p>Neben der rechtlichen Problematik ist die &#220;berwachung am Arbeitsplatz sogar <a href="http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=204614&amp;_t=ft&amp;_b=1084752">&#246;konomisch unsinnig</a>, wie das Handelsblatt seinen Lesern schon vor zwei Jahren zu erkl&#228;ren versuchte:</p>
<blockquote><p>Ein vern&#252;nftiger Arbeitgeber wird seinen Arbeitnehmern schon allein deshalb den erforderlichen Freiraum zur Entfaltung ihrer Pers&#246;nlichkeit am Arbeitsplatz lassen, weil nur so optimale Arbeitsergebnisse zu Stande kommen.</p></blockquote>
<p>Dieser &#8220;Freiraum&#8221; soll allerdings aus Sicht der Chefetagen nur so weit reichen, wie er zum Wohle der Firma und ihrer Kapitaleigner eingesetzt wird. Ansonsten k&#246;nnten die <a href="http://netzpolitik.org/2008/lesestoff-zu-ueberwachung-und-kapitalismus/">flexiblen Angestellten</a> ja auf die Idee kommen, w&#228;hrend der Arbeit z.B. eine Betriebsratsgr&#252;ndung zu planen. &#220;berwachung und Kontrolle sind daher offenbar aus Unternehmersicht immer n&#246;tig. Wie weit das gehen kann und soll, wird gerade mal wieder in der &#214;ffentlichkeit verhandelt. Die <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/69/165597/">S&#252;ddeutsche Zeitung</a> findet es vor allem &#8220;l&#228;cherlich&#8221;, wie bei Lidl vorgegangen wurde, sieht aber bei aller Ironie dann doch recht affirmativ die Logik der Unternehmensberater am Werke. Und in dieser ist es offenbar nur zuviel, wenn die Schn&#252;ffelei ins Private reicht:</p>
<blockquote><p>Dass der Staatssozialismus die Bettgeschichten seiner B&#252;rger ausspionieren musste, war ein Zeichen seiner Schw&#228;che. Wenn der Kapitalismus auf dieselben Methoden zur&#252;ckgreift, kann es mit seiner &#220;berlegenheit nicht weit her sein.</p></blockquote>
<p>Aber der Individualismus siegt, so die etwas krude Schlussfolgerung:</p>
<blockquote><p>Man kann darin aber auch eine Rehabilitierung des Individuums sehen. Bisher dachten wir, dass die Systemlogik moderner Gesellschaften so m&#228;chtig ist, dass das Innenleben ihrer Individuen dagegen nichts vermag und also vernachl&#228;ssigt werden kann. Lidl sieht das anders.</p></blockquote>
<p>Was denn nun? Macht der Strukturen oder Macht der Individuen? Vielleicht steckt hinter der &#220;berwachung am Arbeitsplatz ja vor allem der Glaube, dass die Individuen die Unternehmenslogik noch nicht vollst&#228;ndig verinnerlicht (und sich dabei vollst&#228;ndig <a href="http://www.keimform.de/2008/04/07/commonismus-kommt-als-slidecast/">entfremdet</a>) haben, und dass man hier mittels Kontrolle etwas erreichen k&#246;nnte. So derma&#223;en krude die Systemlogik in die abh&#228;ngig besch&#228;ftigten Individuen zu pressen - das geht aber offenbar nach hinten los, wenn die Identifikation mit der Firma nicht schon irgendwie vorhanden ist.</p>
<p>Auch Spreeblick hat das Thema &#8220;Lidl, Kapitalismus und Krise&#8221; mal wieder zum Anlass <a href="http://www.spreeblick.com/2008/04/08/wenn-geld-zittert/">lesenswerter &#220;berlegungen</a> genommen:</p>
<blockquote><p>Die Stasi wusste recht genau, wann ihre Sportler gegessen haben und wann sie mit wem geschlechtlich verkehrten. Sie bekam nicht so recht mit, dass ihrem Staat die Legitimation wegbrach und das Volk sich scharte, um sie fortzusp&#252;len. Ihre Sammelwut war, wie im Ausgangszitat gesagt, Zeichen von Schw&#228;che. Gewalt - und nichts anderes ist der Zugriff auf die Privatsph&#228;re, sei es von Lidl-Mitarbeitern oder von Computernutzern - ist immer ein Zeichen von Schw&#228;che. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, fri&#223;t sich selber auf. Ihm ist die Legitimation abhanden gekommen.</p></blockquote>
<p>Ob das so stimmt? Wenn die These von <a href="http://www.insna.org/Connections-Web/Volume24-3/T&amp;B.web.pdf">Barry Wellmann</a> und <a href="http://books.google.de/books?id=Y3jl9bmFpk8C&amp;printsec=frontcover">Manuel Castells</a> richtig ist, dass wir uns alle in Richtung &#8220;vernetzter Individualismus&#8221; bewegen, dann deutet das eher auf eine Transformation als auf eine Krise des Kapitalismus hin. Die Lidl-Angestellten sind davor sogar noch recht robust gesch&#252;tzt, weil man Kassiererinnen im Supermarkt schlecht in eine Ich-AG umwandeln oder als Profit-Center betreiben kann.</p>
<p>Die Avantgarde, n&#228;mlich die Netzbewohner, trifft es hier mal wieder als erstes: Der Laptop des Profibloggers wird zum <a href="http://www.nytimes.com/2008/04/06/technology/06sweat.html?_r=2&amp;ei=5088&amp;en=b9031b1ab51405e4&amp;ex=1365134400">neuen Sweatshop</a>. Die Diskussion dazu (u.a. <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/04/07/blog-hamster-ii/">hier</a> und <a href="http://arstechnica.com/news.ars/post/20080406-nytimes-on-bloggers-gee-whiz-its-hard-being-matt-drudge.html">hier</a>) steckt noch sehr in der Situation der Individuen fest und l&#228;sst sich noch nicht auf die strukturellen Ver&#228;nderungen ein. Gerade die sind aber viel spannender, das schreiben wir hier ja seit Jahren. Kriegen wir dadurch, dass wir die <a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/202.de.html">medialen Produktionsmittel jetzt in der Hand haben</a>, lauter Ich-AGs, oder kriegen wir eine &#214;konomie des Tausches?</p>
<p>Die Frage der &#220;berwachung h&#228;ngt nat&#252;rlich damit zusammen: Wer nicht aus Geldinteresse bloggt, sondern als Diskursangebot und aus Spa&#223;, der braucht auch keine genauen Zahlen und Daten &#252;ber die Leserschaft und ihre sozio&#246;konomischen Profile. Letzteres scheint aber genau das zu sein, was den unabh&#228;ngigen Blogvermarktern massiv fehlt, um mehr Kunden zu gewinnen, so <a href="http://programm.re-publica.de/2008/events/188.de.html">berichtete</a> adical-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Sascha Lobo. Wer diese User-Daten haben will, landet aber meistens bei der &#220;berwachung per Cookies, IP-Speicherung und anderen &#252;blen Sachen. Das muss nicht so sein, aber wer mal auf einem Webmontag den Web-Agenturknechten etwas von Datenschutz erz&#228;hlt hat, wird wissen, dass die benutzbaren und verbreiteten Statistik-Tools derzeit darauf hinauslaufen.</p>
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		<title>Stefan Niggemeier, Blogger des Massenblatts Bild</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 21:15:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>

		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>

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		<description><![CDATA[Der S&#252;dkurier hat einen netten Artikel zur re:publica´08 geschrieben: Sind Blogs wirklich Journalismus? Ein kleiner Fehler ist nur passiert, wo man sich fragen muss, wer das lustiger findet: Stefan Niggemeier oder die Bild-Zeitung:

So berichtete Stefan Niggemeier, Blogger des Massenblatts Bild, von seinen Erfahrungen nach einem Beitrag: Das kritisierte Unternehmen schaffte es, ihn k&#252;nftig zu einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der S&#252;dkurier hat einen netten Artikel zur re:publica´08 geschrieben: <a href="http://www.suedkurier.de/nachrichten/topthema/art35862,3144269">Sind Blogs wirklich Journalismus?</a> Ein kleiner Fehler ist nur passiert, wo man sich fragen muss, wer das lustiger findet: Stefan Niggemeier oder die Bild-Zeitung:</p>
<blockquote><p>So berichtete Stefan Niggemeier, Blogger des Massenblatts Bild, von seinen Erfahrungen nach einem Beitrag: Das kritisierte Unternehmen schaffte es, ihn k&#252;nftig zu einer umfassenden Vorabkontrolle seiner jeweiligen Eintr&#228;ge zu zwingen.</p></blockquote>
<p>Eine Verbesserung k&#246;nnte &#8220;Kritiker der Bild-Zeitung beim Bild-Blog&#8221; lauten. Wo man schonmal beim verbessern ist, k&#246;nnte man gleich das ausbessern: Der S&#252;dkurier hatte auch eine <a href="http://www.suedkurier.de/nachrichten/click/computer_multimedia/art472,3137936">dpa-Meldung &#252;bernommen</a>, wo ich als &#8220;Markus Bleckebach&#8221; zitiert wurde. Ich bin ja verchiedene Varianten meines Namens gew&#246;hnt, die war allerdings neu.</p>
<p>Wobei ich hier nicht Journalismus-Bashing betreiben will: Bis auf diesen klitzekleinen Fehler z&#228;hlt der Artikel schon zu den interessantesten &#252;ber die re:publica ausserhalb von Blogs und Radio.</p>
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