OpenNet-Report über Export von Netzzensur-Technologien

Die OpenNet Initiative hat einen neuen Report veröffentlicht, welche US- und kanadischen Unternehmen Netzzensur-Technologien herstellen und in repressive Regime exportieren: West Censoring East: The Use of Western Technologies by Middle East Censors, 2010-2011. Hier ist das PDF.

The OpenNet Initiative has documented network filtering of the Internet by national governments in over forty countries worldwide. Countries use this network filtering as one of many methods to control the flow of online content that is objectionable to the filtering governments for social, political, and security reasons. Filtering is particularly appealing to governments as it allows them to control content not published within their national borders. National governments use a variety of technical means to filter the Internet; in this paper, we analyze the use of American- and Canadian-made software for the purpose of government-level filtering in the Middle East and North Africa. In this report, the authors find that nine countries in the region utilize Western-made tools for the purpose of blocking social and political content, effectively blocking a total of over 20 million Internet users from accessing such websites.1 The authors analyze as well the increasing opacity of the usage of Western-made tools for filtering at the national level.

Jillian C. York, eine der beiden Co-Autorinnen, wird auch auf der kommenden re:publica’11 zu Gast sein. Die Washington Post berichtet über den Report: U.S. Products Help Block Mideast Web.

Passend dazu berichtet Erich Moechl auf FM4: Export von Überwachungstechnik an Diktaturen legal.

Deutsche Firmen können weiterhin Überwachungssysteme für Telefonie und Internet für “Strafverfolger” in Syrien, Bahrain und dem Jemen liefern. Das bestätigte das deutsche Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auf Anfrage von ORF.at.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digital Rights, Zensur und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

Ein Kommentar

  1. Oskar Diefenbach
    Erstellt am 28. März 2011 um 19:09 | Permanent-Link

    …und mit Freuden auch selber nutzen. Die kleinen Amis sind da ganz findig. Es wird nicht exportiert, was im Inland nicht genutzt wird und für gut befunden wurde.

    Oskar

4 Trackbacks

  1. Von vasistas? am 28. März 2011 um 20:32

    Studie: Wie der Westen den Osten zensiert: Die Nutzung westlicher Technologien im Mittleren Osten 2010-2011…

    Die Open Net Initiative (ONI) hat heute einen Bericht über die Nutzung von westlicher Filtertechnologie in Ländern des Mittleren und Nahen Osten herausgebracht. Die Open Net Initiative ist ein Zusammenschluss der Universtität von Toronto, des Berkman C…

  2. Von Blogwarte.de am 28. März 2011 um 22:13

    OpenNet-Report über Export von Netzzensur-Technologien…

    Die OpenNet Initiative hat einen neuen Report veröffentlicht, welche US- und kanadischen Unternehmen Netzzensur-Technologien herstellen und in repressive Regime exportieren. Auch Deutschland ist in diesen Märkten erfolgreich….

  3. Von Protokoll vom 02. April 2011beiTrackback am 2. April 2011 um 17:52

    [...] Internetzensur made in 1. Welt (via) Zukünftig: Exportkontrollen für Überwachungstechnologien? [...]

  4. [...] im Netz präsentieren sollten 45:00 OpenNet-Report: Internetzensur made in 1. Welt (via) Zukünftig: Exportkontrollen für Überwachungstechnologien? (via) 48:35 Blogger privat: Nora [...]

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