75.000.000.000.000$

Eine beachtliche Zahl: 75 Billionen Dollar. Eine 75 mit 12 Nullen und einem Dollarzeichen. So hoch ist der Schaden, den allein (!) die Tauschbörse LimeWire angerichtet haben soll, und auf den sie nun von 13 Firmen aus der Musikindustrie gemeinschaftlich verklagt werden sollte.
Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt und mehr als die Musikindustrie seit Erfindung des Plattenspielers (1877) verdient hat.
Der ökonomische Schaden durch Filesharing scheint also weitaus größer zu sein, als bisher angenommen.

Bitter für die Musikindustrie: Der Richter wies die Forderung als “absurd” ab.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digitalkultur, Urheberrecht. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Linus Neumann, Netzpolitik.org.

54 Kommentare

  1. Anonymous
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:31 | Permanent-Link

    Roflmao! Die haben ja wirklich die letzten bisschen an Würde und klarem Verstand verloren, zum Glück hat sich der Richter da nicht einspannen lassen.

  2. Anonymous
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:34 | Permanent-Link

    Evtl Übersetzungsfehler? 1 billion = 1 Milliarde.

    [ Antwort L.N.: Kein Übersetzungsfehler, im US-Text steht 75 trillion. ]

  3. Stefan
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:34 | Permanent-Link

    sehr krass…
    irgendwann musste die Musikindustrie ja mit solchen Zahlen kommen (hinweis: im original text steht englische Trillion = deutsche Billion).

    gerade erinnert es mich an Austin Powers wo Dr. Evil das ganze Geld der Erde verlangt.

  4. Erstellt am 28. März 2011 um 16:40 | Permanent-Link

    KEIN Übersetzungsfehler. US-Text lautet “$75 trillion” Danke trotzdem für den Hinweis.

  5. Passy
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:41 | Permanent-Link

    Dann prueft doch bitte selbst die Quelle. Die Zahl ist schon korrekt uebersetzt.

  6. Erstellt am 28. März 2011 um 16:41 | Permanent-Link

    Nö – kein Fehler
    “Does $75 trillion even exist? ”
    Trillion sind in D Billion :)

  7. roland
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:41 | Permanent-Link

    Quelle anklicken hilft manchmal: in der steht “$75 Trillion” (also = Billionen) und so wirfts auch Google News US für andere Quellen aus. Übersetzungsfehler also eher unwahrscheinlich.

  8. Stov
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:42 | Permanent-Link

    Quelle klicken, Headline lesen.

    “Manhattan Federal Judge Kimba Wood Calls Record Companies’ Request for __$75 Trillion__ in Damages ‘Absurd’ in Lime Wire Copyright Case.”

  9. Stov
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:43 | Permanent-Link

    Nachtrag: Tatsächlich war mir auch so, als sei die News schon recht ‘alt’. Wird beim Anklicken der Quelle übrigens auch bestätigt ;)

  10. Snofru
    Erstellt am 28. März 2011 um 16:43 | Permanent-Link

    Nein, vermutlich kein Übersetzungsfehler, wenn ihr mal auf den Link zur Quelle klickt. Denn dort ist von “$75 trillion” die Rede.

  11. Sy
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:08 | Permanent-Link

    mhhh…. etwas irreal, über limewire saugt man ja viel mehr als man eigentlich kaufen würde, also ist der sachschaden schon mal nicht realitätsgetreu, dann muss man auch immernoch hinzufügen wie viel leute neue bands über limewire gefunden haben und doch noch CDs gekauft haben oder auf Konzerte gengagen sind. Aber niemals ein Sachenschaden von 75Billionen Dollar… Das sprengt doch jeglichen Rahmen

  12. dot tilde dot
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:11 | Permanent-Link

    die edison-ära ist zu ende.

    dass menschen, die das immer noch nicht bemerkt haben, solche zahlen erfinden um ihr weltbild wieder flott zu kriegen, kann ich nachvollziehen.

    bitter finde ich, wieviel kreativität der moloch dieser industrie bindet und vernichtet. wie viele moderne konzepte könnte man mit den ressourcen der großen schlachtschiffe umsetzen, wenn sie nur akzeptieren würden, dass sie als gigantosauren keine zukunft haben.

    mich erinnert das verhalten der branche teilweise an suchtkranke: veränderung ist ohne die erkenntnis, dass es so nicht weiter gehen kann, nicht möglich.

    .~.

  13. Medienindustrieverächter
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:17 | Permanent-Link

    Bei der Gelegenheit: Wer CDs bei diesen Leuten kauft, macht sich mitschuldig.

  14. The1
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:17 | Permanent-Link

    Auch wenn die Schlagzeile “Musikindustrie fordert XY Billionen” gut aussieht, ist es in Wahrheit so, dass die hohe Schadenersatzforderung allein auf die Kappe der Anwälte geht, die in ihrer Klage nach dem Motto: “Probieren wir’s einfach mal, schadet ja nicht” eine recht neue Theorie zur Schadenersatzbemessung in den USA aus dem Bereich Datenschutz auf’s Urheberrecht angewandt haben.
    Nach dieser Theorie geht es nicht (nur) darum wieviel Schaden dem Kläger konkret entstanden ist.
    Deshalb hier die hohe Forderung.

    • The1
      Erstellt am 28. März 2011 um 17:20 | Permanent-Link

      Um’s also nochmal klar zu sagen: Mit der konkreten Summe, die hier gefordert wird, hat die Musikindustrie gar nichts zu tun.

  15. Milchmädchenrechner
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:19 | Permanent-Link

    @The1: Ahhh ja…

    Auch wenn die Schlagzeile \Gaddafi bombardiert Rebellenhochburg\ gut aussieht, ist es in Wahrheit so, daß die hohen Verluste an Menschenleben allein auf die Kappe der Bomberpiloten geht.

    • The1
      Erstellt am 28. März 2011 um 17:22 | Permanent-Link

      @Milchmädchen:
      Man kann ruhig geteilter Meinung darüber sein, ob derartige Klagen überhaupt zielführend sind, aber in dem Fall von der geforderten Schadenshöhe irgendwelche Schlüsse auf die Musikindustrie zu ziehen, ist falsch.

  16. Erstellt am 28. März 2011 um 17:24 | Permanent-Link

    @ The1: Wäre auch noch schöner, wenn ein Kläger irgendeinen Einfluss auf seine Klage hätte, oder gar dafür verantwortlich wäre.

    • The1
      Erstellt am 28. März 2011 um 18:12 | Permanent-Link

      @Linus:

      Wenn sie nach einem Verkehrsunfall auf Schadenersatz klagen, werden Sie mangels Rechtskenntnis auch nicht sagen: “Ich will 4.232€!”, sondern: “Vertreten Sie mich so gut es geht.”

      Ob man aus moralischer Sicht solche Klagen überhaupt einbringen sollte, ist, wie schon oben gesagt, sicher eine Frage über die sich streiten lässt.

      Der “Musikindustrie” kann ich aber auch dafür keine Schuld geben. Die führenden Mitarbeiter müssen die Interessen ihrer Firmen best möglich vertreten, sonst droht ihnen Dank Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Rauswurf. Sie könnten sich sogar selbst ihren Firmen gegenüber schadenersatzpflichtig machen.

      Unter diesen Umständen zu verlangen, dass man mit derartigen Klagen aufhört, ist nicht realistisch und den handelnden Personen gegenüber nicht fair.

  17. Anonymous
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:29 | Permanent-Link

    Das ist doch eine Scheinsumme. Mit Raubkopien werden auch Leute für ein Produkt geworben/interessiert, die sich sonst nicht für die Band/ den Film/ das Videospiel interessiert hätten, oder die es zumindestens nicht kaufen würden. Nun das tun sie auch nicht, sie laden es illegal runter. Das hat mehrere Folgen: Wenn Ihnen das Produkt gefällt, kaufen sie es entweder selber später nach, sie erzählen Freunden (Die Raubkopien normalerweise meiden würden) von dem Produkt und diese kaufen es vllt. selber oder erzählen es ihrerseits nur weiter. Hier von einem ernsthaften wirtschaftlichen Schaden zu sprechen finde ich überzogen. Entweder der Schaden ist gering, oder die Publicity die durch die Raubkopien entsteht ist so groß, dass der Schaden gegen Null läuft, denn wahre Fans wollen das Produkt legal erwerben um die Macher und Urheber zu unterstützen.

  18. Mischi
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:34 | Permanent-Link

    Na dann kann sich die Musikindustrie ja auf ein glorreiches Jahr einstellen, jetzt wo Limewire vom Netz ist. Oder liegen die rückläufigen Verkaufszahlen vielleicht doch an etwas anderem als Filesharing? Man weiß es nicht so genau…

  19. Tobias H.
    Erstellt am 28. März 2011 um 17:35 | Permanent-Link

    Dr. Evil, 100 Billion Dollars

    http://www.youtube.com/watch?v=jTmXHvGZiSY

    Ich musste es einfach raussuchen :D

  20. Erstellt am 28. März 2011 um 18:00 | Permanent-Link

    Das ist mal eine Summe! Wenn ich Musik haben möchte, kauf ich diese doch lieber selber, oder? man sollte doch die Arbeit der Musiker belohnen. Naja, meine Meinung.

  21. adligennichtmöger
    Erstellt am 28. März 2011 um 18:04 | Permanent-Link

    es war mir schon lange lange klar, dass die yankees nicht alle balken auf dem dachboden haben. naja, so lange sie sich gegenseitig die sche…e aus dem leib klagen und den rest der welt in ruhe lassen…..was solls..

  22. Erstellt am 28. März 2011 um 18:07 | Permanent-Link

    Das ist mal ein echter Witz…wie die wohl darauf kommen, dass Filesharing mehr als das BiP der ganzen Welt an Schaden verursachen kann?
    Wie kann man sowas noch ernst nehmen?
    Wahrscheinlich hoffen die einfach, dass sie irgendwie mit LimeWire einen Vergleich oder sowas aushandeln können…
    Naja, ist auf jeden Fall gute Werbung für LimeWire. Sollte der Schaden sich also nach der Klage noch vergrößern sind sie zumindest teilweise mitschuld…ob man die dann auch deswegen verklagen kann?

  23. sascha
    Erstellt am 28. März 2011 um 18:09 | Permanent-Link

    Diesen Beitrag hier finde ich vorallem:
    => Ohne Zweifel, sehr stark irreführend ..

    Vorallem schon alleine wegen der Zahl in der Überschrift; die wie der Richter doch klargestellt hat, absurd und nicht zutreffend sein konnte, so das die Tauschbörse garnicht erst einen solchen Schaden verursacht haben konnte, deswegen frag ich mich, auf was sich die falsche Zahl in der Überschrift sonst noch beziehen soll, wenn sie nicht auf die Tauschbörse zutreffend war ..

    Und dann auch noch weiter unten im Text, hier genau das selbe, der Satz: “Der ökonomische Schaden durch Filesharing scheint also weitaus größer zu sein, als bisher angenommen.” <= der ja genau so schlichtweg falsch war, da er ja wohl mal eher genau das Gegenteil aussagt, als wie er in diesem Zusammenhang jetzt richtig gewesen wäre, da sich diese Aussage auch genauso auf die vorgetäuschten Phantasiezahlen der Musik- und Filmindustrie bezogen haben, welche eher wohl nur rein vorgelogen und frei erfunden waren, so wie der Richter doch klargestellt hat ..

    Deswegen, irgendwie kommt es mir so vor, als hätte der Autor hier, der der den obigen Text verfasst hat, diesen Sachverhalt irgendwie nicht so ganz richtig verstanden ..

  24. Erstellt am 28. März 2011 um 18:11 | Permanent-Link

    Deswegen, irgendwie kommt es mir so vor, als hätte der Autor hier, der der den obigen Kommentar verfasst hat, diesen Artikel irgendwie nicht so ganz richtig verstanden ..

  25. Erstellt am 28. März 2011 um 18:16 | Permanent-Link

    Sehr cool, endlich finden sich in der Musikindustrie einmal Leute mit Humor!

    Die Meldung hat mir den Feierabend versüsst, danke dafür :)

  26. fn0rd
    Erstellt am 28. März 2011 um 18:41 | Permanent-Link

    Soviel Umsatz hat die Musikindustrie seit ihrem Bestehen noch nicht generiert. Vielleicht sollten wir im Gegenzug deren Verfehlungen (Sony Rootkit, Rausklagen von CC-Werken ohne Verwertungsrechte zu besitzen etc) mal genau so hart vorgehen. Z.B. Sony Rootkit: Gefährdung der nationalen Sicherheit mehrerer Staaten, Datenmanipulation und Computersabotage in 1,5 Mio. Fällen usw. Wie wärs mit 10 Mio Strafe pro Fall? Und wegen ersterem ein one-way Ticket nach Guantanamo für die Sony Bosse? Die MI sollte mal ganz leise sein, sonst machen vielleicht noch mehr Künstler den Eminem und fordern mal ihre Vergütung für die Zweitverwertung ein. Oder ihren Anteil an den Abmahn Einnahmen.

  27. Philipp
    Erstellt am 28. März 2011 um 18:53 | Permanent-Link

    Es gibt sogar Studien die besagen, dass der illegale Download den legalen Umsatz ankurbelt.

    Die Industrie hat nun einmal verschlafen den Kunden ein faires, flächendeckendes und einfaches Angebot im Netz zu machen – selbst schuld.

    Wer einen Anfall von Mitleid für diese Firmen bekommt, sollte sich einfach mal deren Aktienkurse anschauen. Dan verfliegt das Mitleid ganz schnell

    • Gonzo
      Erstellt am 29. März 2011 um 07:27 | Permanent-Link

      @Philipp: Euch allen ist aber schon klar, dass die Summe etwas mit dem amerikanischen juristischen System zu tun hat und nichts mit der Realität, oder?

      Heißt das jetzt, dass das amerikanische juristische System nichts mit der Realität zu tun hat?

  28. Erstellt am 28. März 2011 um 19:10 | Permanent-Link

    Ich muss einigen Kommentatoren zustimmen. Diese hohe Summe basiert auf dem us-ameriaknischen Rechtssystem, in dem die Höhe von Schadensersatz- oder Schmerzensgeldforderungen primär von den Anwälten der Anklage ziemlich willkürlich festgelegt werden kann. Erst wenn das zuständige Gericht ein Hauptsacheverfahren über diesen Streitwert annimmt, gilt die Summe als Verhandlungsgegenstand.
    Und selbst dann wird im Hauptsacheverfahren der tatsächliche Streitwert ermittelt. Die immense Höhe in diesem Fall ist zwar aussergewöhnlich aber gerechnet an den zusammengeschlossenen Klägern und den dahinterstehenden Industrien, multipliziert mit dem Gierfaktor der Anwälte, nun noch im Rahmen der Errechenbarkeit. Alleine eine Zivilklage einer einzelnen Person gegen ein Unternehmen führt in den USA immer wieder zu Millionen an Schadenseratzleistungen. Für europäische Verhältnisse allein schon kaum nachvollziehbar, aber in den Staaten, nicht ganz ungewöhnlich.
    Traurig aber wahr, die Klage wird weiter gehen und der Streitwert lediglich um die ein oder andere Null gekürzt werden.

  29. Oskar Diefenbach
    Erstellt am 28. März 2011 um 19:25 | Permanent-Link

    Auch in den USA gibt es Vergleiche, daher stimme ich marc zu. Mehr als zwei Nullen weniger werden es nicht werden.

    Aber sowas kommt von sowas.

    Von mir aus sollen sie die Raubkopierer ausziehen bis zum Stringtanga. Diesen sollten die Dödel aber behalten dürfen. Der Anblick wäre zu unschön.

    Oskar

  30. hans meiser
    Erstellt am 28. März 2011 um 19:33 | Permanent-Link

    Wenn’s die File-Sharer nicht gäbe, hätten wir heute keine Weltwirtschaftskrise.

  31. uarrga after
    Erstellt am 28. März 2011 um 19:47 | Permanent-Link

    @hans meiser Mrz 28th, 2011 @ 19:33 “Wenn’s die File-Sharer nicht gäbe, hätten wir heute keine Weltwirtschaftskrise.”:
    Ja und noch besser: Die ganzen spendewütigen Stars der großen Labels hätten mit Sicherheit jeden Feldweg in Afrika mit Gold gepflastert!

  32. Erstellt am 28. März 2011 um 19:54 | Permanent-Link

    Wie werden denn aber die 75 Milliarden begründet? Ich habe den Kommentar von Marc gelesen, aber wenn es sich doch um Schadensersatz handelt kann der doch den tatsächlichen Schaden (was auch immer das sein soll) nicht um ein vielfaches übersteigen?!

  33. Anonymous
    Erstellt am 28. März 2011 um 20:25 | Permanent-Link

    Die Filesharer sind allem Schuld! Es ist historisch erwiesen dass Filesharer den zweiten Weltkrieg gestartet haben, mit Kommunisten kooperieren, den Friedensprozess im Nahen Osten behindern und der FDP die Wahlniederlagen beschert haben.

  34. Oskar Diefenbach
    Erstellt am 28. März 2011 um 20:51 | Permanent-Link

    Selbsterkenntnis führt zur Besserung.

    Oskar

  35. Tom
    Erstellt am 28. März 2011 um 20:56 | Permanent-Link

    Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Summe natürlich nur für eine(!) Tauschbörse und die USA gilt. Ich bin mir sicher, dass man mit mehreren Tauschbörsen und mehreren Ländern ein vielfaches des Gesamtwelt-Bruttosozialproduktes der letzten 50 Jahre hinbekommt.

    Liebe Sportsfreunde bei der GEMA, Ihr seid ja auch sonst immer mal wieder für einen Schenkelklopfer gut – wollte Ihr es nicht mal mit so einer Schadensumme versuchen?

  36. Oskar Diefenbach
    Erstellt am 28. März 2011 um 20:59 | Permanent-Link

    OH JA!!!! $$$$$$$$$

    Bis nächste Tage. $$$$$$$$$$

    Oskar ;-)

  37. Philipp
    Erstellt am 28. März 2011 um 21:59 | Permanent-Link

    Euch allen ist aber schon klar, dass die Summe etwas mit dem amerikanischen juristischen System zu tun hat und nichts mit der Realität, oder?

  38. ich
    Erstellt am 28. März 2011 um 22:17 | Permanent-Link

    “Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt”

    Das lässt nur einen Schluss zu: Limewire hat die Weltwirtschaft nachhaltig geschädigt!

  39. Shai Segal
    Erstellt am 28. März 2011 um 22:17 | Permanent-Link

    nööö, das ist doch totaaaal realistisch!

    Da muss man schon ein Raubmord-Kernschmelzkopierer sein um das offensichtliche nicht wahrzunehmen…

  40. Stephan
    Erstellt am 28. März 2011 um 22:26 | Permanent-Link

    Wie groß wohl der Schaden für die Schmuddelbranche ist seit es die Ehe gibt?
    75 Quadrillionen $?

  41. Erstellt am 28. März 2011 um 23:10 | Permanent-Link

    @ Herr Schlafke,

    das ist ja die Crux im us-amerikanischen Rechtssystem. Es gibt einmal den rein faktischen wirtschaftlichen Schaden und dann die wirtschaftliche Regress-Forderung. Kurz und gut sagen die Anwälte: “Ok, rein wirtschaftlich schätzen wir den Schaden auf Summe X, dann ist das Unternehmen noch in seinem Image geschädigt worden, das macht einen immateriellen Schaden von Y und dann fordern wir eine Strafe in Höhe von Z zur Abschreckung.” Also ganz grob gesagt, setzen sich so die Hauptposten zusammen.
    Und des Weiteren, rechnen die Anwälte halt auch gnadenlos zurück. Quasi jedes gesharte Lied, hätte faktisch bezahlt, so und soviel eingebracht ABER theoretisch noch VIIIIEL mehr, weil man ja nicht genau nachvollziehen kann, wie weit sich so ein track de facto dann kopiert hat. Also wird ein Faktor X angenommen, auf jedes jemals gesharte Lied gelegt, plus die faktischen Seeds etc und ratz fatz haben wir die Billion erreicht.

    • Christian Rodler
      Erstellt am 28. März 2011 um 23:15 | Permanent-Link

      @marc
      Die Sache ist sehr viel simpler. Tatsächlicher Schaden, Imageschaden, Strafschadensersatz, “hätte faktisch bezahlt, so und soviel eingebracht”, das ist in den USA alles völlig irrelevant.
      Die verlangen einfach die Höchstsumme, die im Gesetz steht – 150000$ pro Nutzer pro Werk.

  42. Christian Rodler
    Erstellt am 28. März 2011 um 23:10 | Permanent-Link

    Es handelt sich dabei um sog. “statutory damages”, die mit dem tatsächlich entstandenen Schaden schon per defitionem nichts zu tun haben. Der Musikindustrie sind nicht 75 Billionen Dollar Schaden entstanden, das hat nie jemand behauptet, und das ist auch nicht notwendig, um die Summe einzuklagen.

  43. Erstellt am 29. März 2011 um 01:21 | Permanent-Link

    @Christian Rodler und marc
    die hohen Streitwerte in der amerikanischen Justiz sind mir durchaus bekannt.
    Dann sollte man aber wenn man solch einen Artikel in Deutschland schreibt auch darauf achten, dass man das korrekt ausdrückt. Denn im Artikel steht

    So hoch ist der Schaden, den allein (!) die Tauschbörse LimeWire angerichtet haben soll

    Also Schadensersatz, und das ist es ja nicht.
    Abgesehen davon ist die geforderte Summer trotzdem… interessant.

  44. Jackpot
    Erstellt am 29. März 2011 um 08:32 | Permanent-Link

    Ist für die Anwälte doch super gelaufen. Der Fall ist abgeschlossen und jetzt können die ihre Rechnung basierend auf dem Streitwert stellen. Wieviel % bekommen die jetzt?

    Und wieso hat die Welt ein BruttoINLANDSprodukt? ;)

  45. ortherad also
    Erstellt am 29. März 2011 um 10:12 | Permanent-Link

    @Jackpot: Und wieso hat die Welt ein BruttoINLANDSprodukt? ;)

    weil jedes Land ist INLAND irgendwo!

  46. TT
    Erstellt am 29. März 2011 um 10:45 | Permanent-Link

    Philipp:
    > Euch allen ist aber schon klar, dass die
    > Summe etwas mit dem amerikanischen
    > juristischen System zu tun hat und nichts
    > mit der Realität, oder?

    @Philipp: Soso, Unternehmen _müssen_ also solche Forderungen stellen? Unabhängig von juristischen Systemen, gierigen Anwälten, etc., am Ende steht immer noch das klagende Unternehmen. Und ich gehe davon aus, dass selbst in den USA dessen Vorstand noch sagen kann “Nein, so eine Klage wird nicht eingebracht. Das ist lächerlich, realitätsfremd und total bescheuert”. Klar, es handelt sich um die Musikindustrie, da wird das nicht passieren. Aber dennoch: Die Unternehmen, und nicht ein Haufen gieriger Anwälte oder das Rechtssystem, trägt die Verantwortung für diese Forderungen und die Klage an sich. Von allein schreibt die sich nämlich nicht. Die Unternehmen daher in Schutz zu nehmen, finde ich nicht richtig.

  47. Alfred J. Kwaak
    Erstellt am 29. März 2011 um 11:12 | Permanent-Link

    Man muss das auch alles relativieren. Ein 15-Jähriger mit 50 Euro Taschengeld, wäre im Monat 1x ins Kino gegangen und hätte sich die neue Bravo Hits gekauft. So lädt er sich 200 Alben und 50 Filme. Die Industrie geht dann von 200 Albenkäufen und 50 Kinobesuchen aus. Das wäre ein Umsatz von ca. 3.000 Euro.

    Anders könnte ja auch keine Summe entstehen, die größer als das gesamte BIP der Welt ist.

  48. anon
    Erstellt am 29. März 2011 um 16:50 | Permanent-Link

    Diese Summe erbibt sich wenn ganz einfach (oder dumm) die (Schadensersatz-)Sätze für eine mp3-Kopie o.ä. hochgerechnet werden auf die entsprechende Anzahl. Ist doch logisch, dass ein Anwalt in den USA sich denkt: 1000 $ pro Lied als Höchstsatz (angenommener Wert) davon bekomme ich 30%. 30% von 1000$ sind mehr als 30% von 500$.

    soweit kann ein Anwalt ja noch rechnen, wobei er sogar davon ausgeht, dass die 1000$ noch runter gehandelt werden könnten.
    Dass aber 1000$ x Anzahl der einzelnen Verstöße (1000 mal Anzahl der Dateien mal Anzahl der (Teil-)Kopien) zu einer unrealistischen Summe führt interessiert den Anwalt nicht (höchstens zur Abschreckung) oder er versteht die Größenordnung nicht.

    Zum Teil ist das tatsächlich dem Rechtssystem geschuldet. Aber der Richter hat gegengesteuert und vielleicht erkennt die US Justiz bzw. Politik irgendwann, dass man Milliarden-schwere Großkonzerne auf höhere Summen verklagen können muss als Privatleute.

    Dazu muss die Musikindustrie und die Justiz einfach lernen, dass im Netz diese scheinbare einfache 1 zu 1 Beziehung (eine Kopie gleich ein Verstoß) nicht wirklich zutrifft. Nicht im Zeitalter von Torrent und Co., nicht im Zeitalter von endlichen Ressourcen (Taschengeld der Konsumenten), nicht im Zeitalter von Datenpaketen. Nicht jeder angefangene Download führt zu einer vollständigen Datei. P2P und verteile System sind nicht vergleichbar mit Strukturen wie: Ein Produzent, viele Käufer(, einige Diebe).

    Ich kann verstehen wenn Künstler sauer werden weil denen ihr Zeug aus dem Tonstudio geklaut wird. Aber die Verhältnismäßigkeit die die Plattenindustrie (und Filmindustrie) versucht aufzubauen ist wirklich an den Haaren herbei gezogen.

16 Trackbacks

  1. Von Anonymous am 28. März 2011 um 17:19

    [...] [...]

  2. [...] Musikindustrie haben sich zusammengetan und die Plattform auf eben diese Summe verklagt. (Danke an netzpolitik.org für die Info). Ob dies von Erfolg gekrönt sein wird, wage ich zu bezweifeln. Ich selber nutze [...]

  3. [...] nur meint so ein Richter, dass die Forderung der Musikindustrie nach 75 Billionen Dollar Schadenersatz wegen einer einzigen Tauschbörse absurd wäre? [...]

  4. [...] an netzpolitik.de. Originalsmeldung gibt’s [...]

  5. Von Musikbranche verklagt Limewire « Goldständer am 28. März 2011 um 23:42

    [...] Dollar haben 13 Firmen aus der Musikbranche von der Tauschbörse Limewire verklagen wollen. http://www.netzpolitik.org/2011/75-000-000-000-000/ Der Richter wies die Forderung als „absurd“ zurück. Schließlich ist die Forderung so [...]

  6. Von Limewire soll zahlen « stohl.de am 29. März 2011 um 05:37

    [...] [...]

  7. Von Quick & Dirty « monstropolis am 29. März 2011 um 07:35

    [...] Volksentscheid über Stuttgart 21? Özdemir zweifelt! Leicht entrückt fordert die Musikindustrie 75.000.000.000.000$ Warum werden in Fukushima keine Roboter eingesetzt? Seid Ihr vor 1980 geboren? Dann seid Ihr [...]

  8. [...] Netzpolitik vergleicht die Summe mit der Summe der Bruttoinlandsprodukte aller Länder der Welt, sie wäre größer als diese. Das führt noch einmal deutlich vor Augen, wie absurd diese Forderung ist. Dementsprechend bezeichnete auch der zuständige Richter die Klage als “absurd” und wies sie ab. [...]

  9. Von 75.000.000.000.000$ | dª]V[ªX am 29. März 2011 um 14:42

    [...] Die Musikindustrie schätzt den Schaden durch Filesharing höher als das Bruttoinlandsprodukt des Planeten: http://www.netzpolitik.org/2011/75-000-000-000-000/ [...]

  10. [...] Netzpolitik ist das mehr als das Bruttoinlandsprodukt der ganzen Welt und mehr als die Musikindustrie seit [...]

  11. Von Aufgelesen | Guardian of the Blind am 29. März 2011 um 16:48

    [...] (Quelle: netzpolitik.org) [...]

  12. Von » Aufgelesen :: binsenbrenner.de am 30. März 2011 um 10:32

    [...] (Quelle: netzpolitik.org) [...]

  13. Von Anonymous am 3. April 2011 um 03:12

    [...] (permalink) schaden durch illegales filesharing Antworten Mit Zitat [...]

  14. Von Bei Aufruf Sieb #007 - idee42 am 5. April 2011 um 18:31

    [...] ist das Ende der Marktwirtschaft Schatz, diese Bilder habe ich nur, um nicht verdächtigt zu werden 75.000.000.000.000$ Ist denn Twitter auch [...]

  15. [...] Um im Holzmedien Vergleich zu bleiben: Hier wird ein Popanz aufgebaut, als würde der Springer Verlag gegen Kioskbesitzer klagen, weil seine Kunden im Kiosk gar nicht alle die Zeitung kaufen, sondern beim in-der-Schlange-stehen nur kurz gelangweilt drin rumblättern und es wieder zurück legen (Diebstahl!), oder beim Bäcker einen flüchtigen Blick auf die übergroße Headline wirft (Frevel!). Und da der Kioskbesitzer die Inhalte mehr oder weniger nur bereitstellt statt zu verkaufen (Raub!), muss er natürlich für jeden Nicht-Verkauf zahlen. Und die Differenz aus den tatsächlichen Verkäufen und der Gesamtzahl an Augen an der Zeitung ergibt den verlorenen Umsatz (Marketing). Deshalb sind Holzmedien auch gefächert im Regel aufgereiht, das erhöht die Sichtung! So kommt auch die Musikindustrie zu Schadenersatzklagen mit Schadenssummen, die höher sind als die Gesamteinnahmen seit Schellack, mehr noch: Mehr als das Bruttosozialprodukt der ganzen Welt ist einer einzigen Firma an Schaden entstanden, wohlgemerkt durch eine Nischen-"Raubkopie"-Seite. Die ganze Posse. [...]

  16. Von Opinio am 15. Februar 2012 um 07:41

    Wo ist der Schaden der Musikindustrie ?…

    Die klagen, dass der Schaden sehr hoch ist. In deren Augen gibt es nichts schlimmeres. Wenn sich nun aber ein paar hell Köpfe mal Gedanken machen was da wirklich los ist, kommt da aber ein anderes Ergebnis dabei raus. Our findings indicate that, as a…

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