WLAN ist gut gegen Jugendgewalt

Die New York Times berichtet über eine sehr coole Idee aus Arizona, wie man hibbelige Teenager, die stundenlag in Schulbussen sitzen und sich dabei regelmäßig in die Wolle kriegen, ruhig bekommt und sogar dafür sorgt, dass sie mehr Hausaufgaben machen: Man installiert WLAN im Schulbus.

[S]chool officials mounted a mobile Internet router to bus No. 92’s sheet-metal frame, enabling students to surf the Web. The students call it the Internet Bus, and what began as a high-tech experiment has had an old-fashioned — and unexpected — result. Wi-Fi access has transformed what was often a boisterous bus ride into a rolling study hall, and behavioral problems have virtually disappeared.

“It’s made a big difference,” said J. J. Johnson, the bus’s driver. “Boys aren’t hitting each other, girls are busy, and there’s not so much jumping around.”

Die Idee wird wohl inzwischen auch in Floria, Washington DC und Missouri aufgegriffen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Aus der Reihe, Digitalkultur, Freie Netze, Informationstechnologie, Jugendschutz? und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Ralf Bendrath, Netzpolitik.org.

16 Kommentare

  1. Erstellt am 12. Februar 2010 um 18:20 | Permanent-Link

    [ironie]super![/ironie] anstatt sich um die kids zu kümmern, stellen wir sie ruhig. pädagogik sah früher mal anders aus.

  2. Jugendschutz vor
    Erstellt am 12. Februar 2010 um 18:33 | Permanent-Link

    Es ist ja ganz logisch das die Jugendlichen im Buss ruhe geben wenn man Wlan installiert. Denn dann können sie sich ungestört illegale Tauschbörsenprogramme wie Piratebay installieren und Ponos laden.

    Aber wollen wir das ?

    Ich denke solch eine Initiative könnte sehr sinvoll sein. vorrausgesetzt das alle illegalen Inhalte gefiltert werden. So das nur noch Websiten die für die Bildung relevant sind aufgerufen werden können.

  3. tom
    Erstellt am 12. Februar 2010 um 18:50 | Permanent-Link

    als ob die Kinder dann lernen.. aber auf eine LAN-Party auf dem Weg zur Schule hätt ich auch Lust gehabt ;)

  4. Erstellt am 12. Februar 2010 um 18:51 | Permanent-Link

    Also, vielleicht macht der eine oder andere tatsächlich Hausaufgaben. (Braucht man dazu wirklich Internet? Okay, für manche Recherchen. Aber Rechenaufgaben und viele andere Dinge sollte man auch ohne Internet hinbekommen.)

    Aber ich würde einfach mal davon ausgehen, dass die Kids dann eher sich auf Facebook rumtreiben oder was bei den heutigen Jugendlichen gerade so an sozialen Netzwerken angesagt ist.

  5. jay
    Erstellt am 12. Februar 2010 um 18:59 | Permanent-Link

    Denn dann können sie sich ungestört illegale Tauschbörsenprogramme wie Piratebay installieren und Ponos laden.

    piratbay installieren .. lol wenn man keine ahnung hat dann du weisst schon was ^^

  6. Erstellt am 12. Februar 2010 um 19:05 | Permanent-Link

    Finde ich prinzipiell eine sinnvolle Massnahme. Auch wenn ich ansonsten nicht für Zensur bin, wäre dort eine Blockade offensichtlicher Sachen da wohl auch angebracht. Auf jeden Fall besser, als dass die sich die Köppe einhauen.

    Früher wäre das wohl ein Feldversuch mit 30 GameBoys gewesen *SCNR*

  7. Chrstoph Englich
    Erstellt am 12. Februar 2010 um 19:25 | Permanent-Link

    Ich finde die Idee sehr gut, und ob man filtert.. naja wird man dann wohl im Log des Bus-Internets sehen müssen.
    Allerdings fände ich es viel sinnvoller Schulbusse mit Tischen auszustatten, und genug Platz für Ranzen etc. zu schaffen. Dann macht nutzt man die Zeit gerne.. hat man nämlich später mehr zum Spielen etc über..

  8. Erstellt am 12. Februar 2010 um 19:41 | Permanent-Link

    keine schlechte Idee eigentlich . Ich denke, die Kids sind da noch um einiges länger im Bus, als das bei uns der Fall war (30 Minuten)…
    Muss sagen. Da hätten sogar wir Hausaufgaben gemacht und dann den Rest des Tages lockerer angehen können. Find das wirklich gut. KLar, die Frage is, ob sie illegalen Scheiss machen, aber naja… da gibt’s Mittel und Wege :)

  9. Erstellt am 12. Februar 2010 um 19:44 | Permanent-Link

    Hm, ich tippe mal darauf, dass Nr.2′s Beitrag Feinfühlige Ironie war…

    Die Idee an sich ist ganz nett, aber wer sitzt stundenlang im Schulbus?

  10. Ranjit
    Erstellt am 12. Februar 2010 um 20:30 | Permanent-Link

    “Ich denke solch eine Initiative könnte sehr sinvoll sein. vorrausgesetzt das alle illegalen Inhalte gefiltert werden. So das nur noch Websiten die für die Bildung relevant sind aufgerufen werden können.”

    Genau! Denn wenn wir Schüler nur brutal genug in den Lernstoff drücken, dann werden selbstständige, interessierte und produktive Personen aus ihnen.

    Das Problem sind weniger die Kinder als eine feindselige Erwachsenenwelt, die in Kindern nur Delinquenten sieht. Wie soll denn Demokratie funktionieren, wenn wir unseren Kindern nur Diktatur lehren?

  11. meow
    Erstellt am 12. Februar 2010 um 20:32 | Permanent-Link

    Hm, WLAN gibts ja auch in der Deutschen Bahn.
    Allerdings kann man nur die Webseite der DB besuchen *drop*

  12. mbssdr
    Erstellt am 12. Februar 2010 um 21:31 | Permanent-Link

    Super, nun können sie die Handyvideos ihrer letzten Schlägerei mit 100mbit verschicken, statt der läppischen Bluetoothgeschwindigkeit!

  13. Erstellt am 12. Februar 2010 um 23:32 | Permanent-Link

    Vielleicht würden Sex oder alternativ Propofol die Spannung rausnehmen. Die haben echt einen an der Waffel.

  14. Robert
    Erstellt am 13. Februar 2010 um 09:59 | Permanent-Link

    @ Krischan:
    Ich saß zum Teil zwei Stunden im Bus/ Zug usw. (für eine Strecke), da kannst du dir vorstellen, auf was für dumme Gedanken man kommt, weil man einfach nichts zu tun hat. Klar kann man ein Buch lesen, aber überlegt mal, wie viele Bücher ihr in einem Jahr schafft^^ Irgendwann hat man auch keine Lust mehr auf lesen und in der heutigen Generation von Schüler, wo viele eine Wlan-fähiges Handy bzw. einen iTouch oder vergleichbares besitzen kann ich mir gut vorstellen, dass das genutzt wird.

    @ L337hium
    Keine Ahnung wie das bei dir in deiner Kindheit war, aber ich kann mich nicht erinnern, dass jemals bei mir eine Aufpasser im Bus mitgefahren ist (also regelmäßig).

    Allgemein glaube ich aber nicht, dass damit wirklich Jugendgewalt eingedämmt werden kann, dass sich die Kinder/ Schüler weniger streiten kann schon möglich sein, aber die wirkliche Gewalt kommt ja nicht nur von Langweile, sondern weil die Kinder es irgendwo gelernt haben (sei es Elternhaus, Freunde, Fernsehen, oder was auch immer).

  15. Erstellt am 14. Februar 2010 um 12:59 | Permanent-Link

    Die Idee ist ja mal richtig gut. Ich hätte hier auch gerne soetwas. Aber es nervt sicherlich, wenn man da gerade einen Download bei 99% hat und dann hält der Bus an und man muss aussteigen. Und das die Kinder schonim Schulbus vor dem Netbook bzw. Smartphone hocken, ist eigentlich traurig. Denn dann kriegen die ja noch weniger Bewegung, wenn sie sich nicht gegenseitig im RL-Bus jagen und schlagen.

  16. karotte
    Erstellt am 14. Februar 2010 um 16:56 | Permanent-Link

    hm. Netter versuch, wird aber scheitern weils dann ne LAN-party gibt. Zudem wird das WiFi für rapidshare genutz. (ganz ehrlich, ich würd mir zwar keinen porno neben meinem sitztnachbar laden, aber spiele…). Ausserdem, wer trägt die kosten für installation und betrieb dieses netzes? Folglich teuere fahrpreise :O! Zudem, wer hat den alles ein medium das internetfähig ist? Dadurch werden die finanziell schwächeren benachteiligt und die diebstahlrate steigt weil die schüler ihr notebook oder iphone mitnehmen. :-/. Nette idee, aber realistisch gesehen: scheise!

3 Trackbacks

  1. [...] WLAN ist gut gegen Jugendgewalt : netzpolitik.org. [...]

  2. Von My soup am 14. Februar 2010 um 19:45

    “Denn dann können sie sich ungestört illegale Tauschbörsenprogramme wie Pirate…”…

    Denn dann können sie sich ungestört illegale Tauschbörsenprogramme wie Piratebay installieren und Ponos laden….

  3. Von SeniorChuck » WLAN hilft gegen Gewalt? am 7. März 2010 um 16:09

    [...] bei Netzpolitik.org und der New York Times. Hier klicken, um die Antwort [...]

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