Wie man als Politiker reich werden kann

Die Ruhrbarone haben ein schönes Beispiel für politische Landschaftspflege in NRW beschrieben: RAG bezahlt Politiker – Zehntausende für’s Kekseessen. Die Ruhrkohle AG zahlt stattliche Summen für eine Mitgliedschaft in einem Regionalbeirat. Der Arbeitsumfang der Tätigkeit ist dabei bescheiden:

Da haben ein paar Leute gutes Geld verdient. Und zwar Politiker. Landtagspräsidentin Regina van Dinther (CDU) beispielsweise bekam für Kekseessen und Haldenspaziergänge zehntausende Euro. Um genau zu sein, für vier Stunden 30 000 Euro. Der Bergbaukonzern Ruhrkohle AG hat der Christdemokratin 2009 dieses passable Jahresgehalt für den Vorsitz im Regionalbeirat gezahlt. Dabei dauerten die Sitzungen am 22. April und 15. Dezember 2009 jeweils nur knapp zwei Stunden. Bei Kaffee und Kuchen wurde über den seit Jahren geplanten Kohleausstieg geplaudert.

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11 Kommentare

  1. ninjaturkey
    Erstellt am 29. Januar 2010 um 14:54 | Permanent-Link

    Wenn ich dran denke, dass ich bis jetzt immer umsonst spazieren gegangen bin und Kekse gegessen habe. Ich wusste ja nicht, dass man von der Ruhrkohkle AG dafür bezahlt wird.

  2. icke
    Erstellt am 29. Januar 2010 um 15:13 | Permanent-Link

    Und alles schön von den Subventionen bezahlt?

  3. methylherd
    Erstellt am 29. Januar 2010 um 16:18 | Permanent-Link

    @ninjaturkey – ich bekomm nicht mal die Kekse umsonst…

    Rechtlich ist das vermutlich alles einwandfrei, moralisch find ichs verwerflich. Früher hab ich, völlig naiv, tatsächlich mal geglaubt Recht & Moral hätten etwas miteinander zu tun. Mittlerweile zeigen sogar Kaffeekränzchen daß das nicht so ist.

  4. picodream
    Erstellt am 29. Januar 2010 um 17:09 | Permanent-Link

    Ich finde die Diäten für Politiker sollten etwas erhöht werden, dafür aber Nebeneinkünfte als Straftat gelten und somit komplett verboten werden.

    Das aufgeführte Beispiel ist einfach exemplarisch für die gesamte Politiklandschaft denn für kurze Reden gibt es ständig Unsummen (welche in der Privatwirtschaft an externe Berater die keine Politiker sind doch oft wesentlich niedriger ausfallen).

    Nebeneinkünfte sind einer der größten Probleme unserer Demokratie, da sie finanzstarken Lobbyvereinigungen den Freischein geben, Politiker legal zu bestechen.

    Haha…. das beste ist der Captcha gerade:
    phloxes lobbyist (der Flammen Lobbyist :)

    • methylherd
      Erstellt am 29. Januar 2010 um 19:00 | Permanent-Link

      Die Diäten sind ja so hoch um Bestechungen zu vermeiden. Leider ist aber selbst ein Kanzlerjahresgehalt lächerlich gering im Vergleich zu dem was aus der freien Wirtschaft an Unterstützung gezahlt werden kann bzw. wird.

      Ich finde es auch ok wenn ein MDB einen Nebenjob hat, z.B. seine eigenen Geschäfte weiterführt. Krass find ich allerdings wenn Politiker mehr Nebenjobs haben als ein Monat Tage hat (vgl. Westerwelle). Natürlich jeder davon sehr gut vergütet. Da ist für mich klar das keinerlei Leistung in diesen Nebenjobs erbracht werden kann die nichts mit der Beinflussung von politischen Tätigkeiten zu tun haben.

  5. HansDampfInAllenGassen
    Erstellt am 29. Januar 2010 um 20:57 | Permanent-Link

    Je öfter ich solche oder ähnliche Meldungen lese, desto wütender werde ich. Leider habe ich es bisher nie geschafft, die Wut in einen (vernünftigen) Brief zu bündeln, der den/die entprechenden Adressaten erreicht. Aber was soll man genau reinschreiben?
    Die einzige mir verbleibende Möglichkeit ist ja meine Stimme bei der nächsten Wahl einer anderen Partei zu geben (die auch oft Dreck am Stecken hat).
    Aber langsam stinkts mir wirklich. Ein großes Lob von mir an alle, die sich in solchen Dingen wie auch immer engagieren. Es kann nicht mehr lange dauern, dann bin ich dabei. Die Lunte brennt…

  6. Erstellt am 30. Januar 2010 um 13:59 | Permanent-Link

    Die Folge aus Ohnmacht ehrlich arbeitender Menschen (vgl. Kommentar 6 und ), die Unfähigkeit von Schuldbewusstsein bei Politikern (vgl. Kommentar 8) und die Korruption von Politikern (vgl. Kommentar 19) kann doch nur noch die standrechtliche Erschießung sein…

    Denn “Spendenaffäre” ist ein Euphemismus oder Neusprech für “Korruption”

    Wie kann man so etwas, das in Deutschland passiert, Demokratie nennen?

  7. baba
    Erstellt am 30. Januar 2010 um 14:47 | Permanent-Link

    @Rico
    Die DDR war eine Demokratie.

  8. Ismael
    Erstellt am 31. Januar 2010 um 16:02 | Permanent-Link

    Wenn man am Ende sagen würde, dies ist in Chile (mein Ursprungsland), Argentina, Costa Rica passier , ürde man sofort an “Bananenrepublik” denken. In Deutschland ist es aber “OK”. Ich hasse diese doppelten Standard!

  9. jeanluc kempfer
    Erstellt am 3. Februar 2010 um 11:27 | Permanent-Link

    Warum darf politiker soviel geld verdient im monat und arbeit fast null ??bekomme aber viel geld dafur nur fur blabla und die kleiner leuten im armut vergessen, wie kann solche leuten noch die mut haben damit zu leben jeden tag un immer verlang das die klein arbeit gehen damit sie die politiker gross gehalt kassieren eine schande ist das fur solche leuten ok eine schande mehr nicht .

  10. Pascal
    Erstellt am 7. März 2010 um 12:55 | Permanent-Link

    Von wegen Arbeit nichts. Wenn ich sehe, wie klein Merkels Augen in den Medien gezeigt immer sind, wenn sie redet. Die Frau wird ganz bestimmt nicht morgens um 8 gemütlich aufstehen und abends um 10 das Bett aufsuchen… Bei so viele Terminen und Gremien… Innerparteilich, Bundestag, die Fachgremien (wobei Merkel sicher alles unter Kontrolle haben muss) und dann noch die Vorbereitungen… Ich möchte mit der Frau nicht tauschen^^

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