Video: Der etwas andere Verbraucheralltag

Die Plattform Surfer haben Rechte vom Verbraucherzentrale Bundesverband hat ein sehr nettes Video veröffentlicht, was das Bewusstsein für Datenschutzfragen anschaulich steigern soll: Der etwas andere Verbraucheralltag.

Tolles Video. Und das ist der Begleittext zum Video:

Soll Ihr Onlinebuchhändler aus einem Sozialen Netzwerk erfahren, wofür Sie sich gerade interessieren könnten? Beispielsweise für „Unser Baby – Das erste Lebensjahr“, wenn Sie Ihren Beziehungsstatus auf „Verheiratet“ geändert haben? Im Internet werden Nutzer oft vom mündigen zum gläsernen Verbraucher gemacht. Sie verlassen sich dabei manchmal auch auf Anbieter, die dieses Vertrauen nicht rechtfertigen. Der Spot des Projekts „Verbraucherrechte in der digitalen Welt“ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes soll Internetnutzer darauf aufmerksam machen, dass sie viel häufiger „nackt“ dastehen, als es ihnen bewusst ist. Dabei ist klar, dass hierdurch nicht die Anbieter aus der Pflicht entlassen werden können. Dazu bedarf es aber auch der Hilfe der Verbraucher: Wer seine Rechte kennt und sie gegenüber den Anbietern gegebenenfalls geltend macht, hilft allen Internetnutzern, künftig vielleicht doch häufiger zu Recht vertrauen zu können. Was Verbraucher für den bewussten und selbstbewussten Umgang mit dem Internet wissen sollten, fasst der Verbraucherzentrale Bundesverband auf der Webseite www.surfer-haben-rechte.de kompakt und leicht verständlich zusammen.

Mehr Informationen bietet die Webseite “Surfer haben Rechte”.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Datenschutz, Deutschland, Digital Rights und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

23 Kommentare

  1. Erstellt am 3. August 2010 um 16:19 | Permanent-Link

    muhahaha wie geil ist das denn ;).

  2. Prometheus
    Erstellt am 3. August 2010 um 16:54 | Permanent-Link

    Leider finde ich die bildliche Analogie mit den herunter gelassenen Hosen etwas als Fehlgriff. Die Beziehung zwischen dem \Hosen runter lassen\ als synonym für alles offen legen und dem Datenschutz/Rechten der Surfer erschließt sich nur wenn man den Kontext schon kennt.

    Habe hier im Büro gerade mal den Test gemacht und allen (ca. 10 Personen) das Video gezeigt. Danach habe ich gefragt was sie glauben wo für/gegen das Video ist. Und was soll ich sagen. Hier herrschte munteres drauf los raten. Von freiheit für FKK, bis hin zu Online-Sex-Sucht war alles dabei. Erst als ich den Kontext auf gedeckt habe wurde die \Message\ verstanden.

    Ergo, das Video ist gut aber kaum als allein stehendes Mittel zur Aufklärung geeignet.

  3. abc
    Erstellt am 3. August 2010 um 17:37 | Permanent-Link

    Ich finde das Video eher… mäßig. Für die Pointe ist es zu lang und dann ist es auch noch ohne zusätzliche Erklärung unverständlich.

  4. stger
    Erstellt am 3. August 2010 um 17:43 | Permanent-Link

    @ Beitrag 2, Prometheus.

    Ich kann mich Ihnen fast vollständig anschließen, bis auf den letzten Absatz.

    Nachdem, was Sie beschrieben haben, ist das Video leider Sch#|$e.

    Es klärt in keiner Weise auf, warum man im Internet die Hose runterlässt, was man dagegen tun kann, oder worüber man wenigstens mal nachdenken und gesellschaftlich diskutieren sollte.

    Es bestätigt nur Vorurteile: www = alles Lug und Betrug

    Ich finde es schade, so eine Chance (Fördermittel) einfach verstreichen zu lassen.

    Über ‘nen nackten Mann haben wir bei Klimbim schon gelacht. Das bringt uns hier aber nicht weiter.

  5. Geralt
    Erstellt am 3. August 2010 um 18:11 | Permanent-Link

    Hier noch der Direktlink für Flash-Verweigerer:

    http://videos.verbraucherfuersklima.de/Spot_surfer-haben-rechte.flv

  6. kyr
    Erstellt am 3. August 2010 um 20:32 | Permanent-Link

    Ich fand der wirkte vor allem paranoid. Datenschutz wird nie durchgesetzt werden können, wenn Datenschützer als einfach nur paranoid wahrgenommen werden.

  7. Erstellt am 4. August 2010 um 02:28 | Permanent-Link

    Hilfe, ein Exhibitionist…Mehr konnte ich dem Video auch nicht entnehmen..Schlecht gemacht…

  8. Jan
    Erstellt am 4. August 2010 um 08:31 | Permanent-Link

    @7: Ja, genau das dachte ich mir auch…. Hab erwartet das die Pointe nun wäre, das ihn alle aus dem Internet kennen oder sonst was….

  9. Erstellt am 4. August 2010 um 09:33 | Permanent-Link

    Ist ja wirklich FURCHTBAR, wenn mein Online-Buchhändler mir ein zum aktuell vermutbaren Interesse passendes Buch anbietet! Schröcklich…

    Ein ziemlich blödes Video – und der Text macht es nicht besser!

  10. anita
    Erstellt am 4. August 2010 um 13:15 | Permanent-Link

    frage @ prometheus:

    “Danach habe ich gefragt was sie glauben wo für/gegen das Video ist. Und was soll ich sagen. Hier herrschte munteres drauf los raten.”

    sind die leute dann dem link gefolgt? der spot soll ja als teaser dienen, um die leute auf die site zu bringen damit sie sich dort informieren können worum es geht.

    ist die frage, tun die leute das? oder sind sie zu faul/ fehlt ihnen die zeit/ kriegen sie es gar nicht mit etc.

  11. Erstellt am 4. August 2010 um 15:03 | Permanent-Link

    Von der Idee und Machart her daneben.

    Im dargestellten Fall überschreitet doch der “Surfer” die Regeln und wird dementsprechend zurecht schief angeschaut. Ist das jetzt seine Verantwortung oder die der bösen Beobachter?
    Was für eine schwammige Botschaft.

    Und selbst wenn: Solche emotionale Panikmache, die mit der Urangst vor Entblößung, Nackthei tund öffentlicher Demütigung spielt, hat in einem politischen Diskurs nichts zu suchen, schon gar nicht, wenn die Thematik so umstritten ist. Mies.

  12. Prometheus
    Erstellt am 4. August 2010 um 16:01 | Permanent-Link

    @ anita 14:

    Natürlich sind die Leute dem Link nicht gefolgt. Schon allein die Idee, das Menschen wie wild Links folgen wenn die in einem Video auftauchen ist absurd. Da hinter steht ja die Annahme das Bürger sich aktive informieren (ein Wunschtraum), wenn sie etwas nicht verstehen. Das ist aber falsch. In der Regel läuft das anders, wenn eine Person eine Information erhält die sie nicht komplett deuten kann fängt sie an zu spekulieren (so gesehen bei meinen Kollegen). Ist das Ergebnis der Spekulation auch nur hinreichend plausible begnügt sich die Person mit dieser Erklärung und holt folglich keine neuen Informationen ein. Erst wenn es aus subjektiver Sicht keine glaubwürdige Erklärung gibt und ein gewisser Druck zur Klärung besteht, wird aktive nach neuen Informationen gesucht.

    Wie gesagt, meine Kollegen dachten an alles nur nicht an den eigentlichen Kontext. Und für sie war das somit geklärt. Das war zwar falsch aber aus deren Subjektivität bestand somit auch nicht der dringende bedarf eine Frage zu klären. Also denken die Leute bei so einem “Film” auch nicht daran einem Link zu folgen oder sich extern zu informieren.

    Ergo ist die Idee einen “teaser” zu generieren verfehlt worden und ich frage mich ob die Werbeagentur (gehe mal davon aus das hier eine genutzt wurde) überhaupt getestet hat wie ihr “teaser” wirkt.

    • Erstellt am 5. August 2010 um 13:01 | Permanent-Link

      Will mich weder hier noch anderweitig in die Diskussion einmischen, mache sich ein jeder sein eigenes Bild. Daher nur ein kleiner Fakt dazu, lieber Prometheus: die Statistik gibt Dir nicht recht (Korrelation Zugriffe/Video).

  13. ich, wer sonst
    Erstellt am 4. August 2010 um 19:39 | Permanent-Link

    Dieses Video ist genauso klischeebehaftet wie die Clips über “Raubkopierer” und ihre “Verbrechen”. Insofern völlig berechtigt, andererseits sollten natürlich im weiteren Kontext Informationen stehen, wie diese, die auf der genannten Website unschwerlich abgerufen werden können.
    Zuweilen muss ma(n)/ frau auch ein bisschen Populismus (er)tragen können.

  14. Prometheus
    Erstellt am 4. August 2010 um 19:46 | Permanent-Link

    @ ich, wer sonst 21:

    Verstehe ich das richtig, Nur weil da draußen viel schlecht und falsch dargestellt wird muss eine für meine Meinung nach (das Aufklären über Datenschutz und Rechte) richtige Idee sich solch schlechter Mittel bedienen? Auch wenn sie missverstanden werden und stellen weise schon kontraproduktiv sind?

  15. Erstellt am 4. August 2010 um 19:48 | Permanent-Link

    Provokant und gut. Die hier genannte Kritik muss ich ja nicht wiederholen, vor allem aber mit der Kritik an der Länge stimme ich überein. Ein gutes, ausbaufähiges Werk! :)

  16. ich, wer sonst
    Erstellt am 4. August 2010 um 21:36 | Permanent-Link

    @Prometheus
    Gut und schlecht sind zwei sehr relative Begriffe, die meiner Vorstellung entsprechend, in diesem Prozess nicht passen. Mir geht es darum, dass man(!) auch mit Provokationen arbeiten darf/ soll, um eine Thematik/ einen Standpunkt deutlich zu machen; nicht mehr, nicht weniger.

  17. Jens Best
    Erstellt am 5. August 2010 um 02:12 | Permanent-Link

    Tja, den Bundesverband Verbraucherschutz kann man langsam völlig abschreiben. Dieses Video hat Zero Informationsgehalt für die Förderung einer aufgeklärten grundlegenden Medienkompetenz.

    Es bedient in Aigner-Manier (die es ja auch bezahlt über die Förderung der Kampagne “Surfer haben Rechte”) die Vorurteile, die Unsicherheiten, stellt einen billigen Vergleich auf, der vorne und hinten nicht passt.

    Schade, dass die doch einigermaßen kompetenten digital-progressiven Menschen beim VZBV für so einen Schund hergeben.

  18. Gunnar
    Erstellt am 5. August 2010 um 11:55 | Permanent-Link

    Wie sieht denn gute Medienkompetenz aus und gibt es gute Webseiten zu diesem Thema?

  19. Prometheus
    Erstellt am 5. August 2010 um 14:00 | Permanent-Link

    @ Falk Lüke 28: Danke für den Hinweis (meine ich ernst). Kann ich dazu irgendwo belege finden?
    D
    thx

    • Erstellt am 5. August 2010 um 15:47 | Permanent-Link

      @Prometheus: unsere serverstatistik veröffentlichen wir nicht. also nein, das muss du mir leider schon so glauben.

  20. tom
    Erstellt am 5. August 2010 um 21:59 | Permanent-Link

    Ich suche noch einen Kameramann, wenn ich das im hiesigen Supermarkt nachmache!

    • Erstellt am 5. August 2010 um 22:04 | Permanent-Link

      @tom: Das geht auch mit einem Handy. Handybesitzer mit Kamera gibts viele – zur Not auch vor Ort!

10 Trackbacks

  1. Von Preisgegeben « Publique am 3. August 2010 um 18:32

    [...] via Posted by Doktor Duktus Filed in Entertainment, Lehrreich Tags: Internet, Sicherheit, Surfer haben Rechte, Verbraucherzentrale, Video Leave a Comment » [...]

  2. Von alltag im netz « blubberfisch am 4. August 2010 um 09:11

    [...] sehr anschauliches video zum thema umgang mit persönlichen daten im netz (youtube via verbraucherzentrale bundesverband via netzpolitik). [...]

  3. Von Surfer haben Rechte – Der Schockwellenreiter am 4. August 2010 um 09:54

    [...] Der Spot des Projekts »Verbraucherrechte in der digitalen Welt« des Verbraucherzentrale Bundesverbandes soll Internetnutzer darauf aufmerksam machen, daß sie viel häufiger »nackt« dastehen, als es ihnen bewußt ist. [netzpolitik.org] [...]

  4. [...] Beckedahl von netzpolitik.org findet den Clip toll. Ich halte ihn für absolut destruktiv. Denn während es in der Tat notwendig ist, Konsumenten [...]

  5. Von Privacy paranoia dramatized « BuzzMachine am 4. August 2010 um 14:48

    [...] German blog Netzpolitik thinks it’s a nice video. But Martin Weigert at Netzwertig has real concerns. The video [...]

  6. [...] German blog Netzpolitik thinks it’s a nice video. But Martin Weigert at Netzwertig has real concerns. The video [...]

  7. [...] im Internet darstellen soll. Die Reaktionen darauf sind höchst unterschiedlich und liegen zwischen toller Aufklärung und [...]

  8. [...] Video: Der etwas andere Verbraucheralltag (via rivva) [...]

  9. Von wildcat-ink's wildcat.de blog am 5. August 2010 um 09:40

    [...] … schönes Ding! Ach, und dann war da noch ein kleines Fundstück … Der etwas andere Verbraucheralltag: Haut mich nich um … aber wenns hilft das ein jeder ein bissl mehr seine Daten im Blick [...]

  10. [...] via Netzpolitik ] Share and [...]

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