Verhandlungsmasse Futurezone

Auch in Österreich gibt es Streit zwischen dem Öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den privaten Verlegern. Und wie das immer so ist, ist im Zweifelsfall die Netzpolitik Verhandlungsmasse. In diesem Fall soll die Futurezone bedroht sein, die quasi ein Öffentlich-Rechtliches Heise-Angebot ist. Das sei ein “Special Interest-Angebot”, so wird der ORF-Finanzdirektor Richard Grasl im Standard zitiert. Er will den privaten Verlegern einen Deal über Online-Inhalte anbieten, so dass der ORF “sich auf Bewegtbild im Netz konzentrieren” könnte, und dabei “Textinhalte auf “Überblicksberichterstattung” und Inhalte mit Radio- und TV-Bezug” beschränkt.

Das wäre echt schade aus Sicht der Netzpolitik, bietet doch die Futurezone zuverlässige und oft sehr ausführlich recherchierte Beiträge – nicht nur über österreichische Themen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digital Rights, Netzpolitik, Österreich und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

7 Kommentare

  1. Torsten
    Erstellt am 12. März 2010 um 16:13 | Permanent-Link

    Sagen wir es mal so: die Qualität von Futurezone ist doch sehr gemischt.

  2. Erstellt am 12. März 2010 um 17:10 | Permanent-Link

    sollte eine rettungsaktion notwendig werden, ich bin dabei.

  3. thinker
    Erstellt am 12. März 2010 um 17:27 | Permanent-Link

    Futurezone und die qdepesche sind wirklich wichtig. Erich Moechl hat die Sache mit den ETSI-Papers etc. rausgebracht. Klar, wenn die Privaten für solch aufwendige Recherchen selbst keine Ressourcen haben, dann muss man eben auf anderen Wegen die Konkurrenz plattmachen…

  4. Bender
    Erstellt am 12. März 2010 um 18:55 | Permanent-Link

    Interessant ist auch, dass in diesem Zusammenhang oe3.at als “Ersatz” für Futurezone genannt wird und von FM4 gar nichts zu lesen ist. Da muss man ja gleich um das nächste Special Interest-Angebot des ORF Angst haben.

  5. Moe
    Erstellt am 12. März 2010 um 21:29 | Permanent-Link

    Stimmt, die Qualität der Beiträge ist oft stark unterschiedlich.
    Doch die meisten News sind wirklich gut recherchiert, schnell und vor allem sehr objektiv gehalten. Vor allem für mich als Österreicher wäre es sehr schade, wenn dieses Angebot wegfallen würde.

  6. Erstellt am 12. März 2010 um 21:59 | Permanent-Link

    Remember: “innocence in danger” waren die “Berater” für Zensursula vdL.

  7. Robert
    Erstellt am 14. März 2010 um 04:48 | Permanent-Link

    futurezone trägt mit seinem Angebot nicht nur zur Netzpolitik bei sondern schafft auch Öffentlichkeit und wäre auf jeden Fall ein Verlust für Netzaktivisten, Datenschützer und Bürgerrechtlern in Österreich.

4 Trackbacks

  1. Von Lesenswerte Artikel – 13. March 2010 am 13. März 2010 um 09:00

    [...] Verhandlungsmasse Futurezone [...]

  2. [...] netzpolitik.org [...]

  3. [...] Verhandlungsmasse Futurezone: Auch in Österreich gibt es Streit zwischen dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den privaten Verlegern. Und wie das immer so ist, ist im Zweifelsfall die Netzpolitik Verhandlungsmasse. In diesem Fall soll die Futurezone bedroht sein, quasi ein öffentlich-rechtlicher Heise-Newsticker und eine meiner wichtigsten Informationsquellen. Das sei ein »Special Interest-Angebot«, so wird der ORF-Finanzdirektor Richard Grasl im Standard zitiert. Er will den privaten Verlegern einen Deal über Online-Inhalte anbieten, so daß der ORF »sich auf Bewegtbild im Netz konzentrieren« könnte, und dabei »Textinhalte auf »Überblicksberichterstattung« und Inhalte mit Radio- und TV-Bezug« beschränkt. [netzpolitik.org] [...]

  4. Von Bye Bye Futurezone? : netzpolitik.org am 15. Juni 2010 um 17:17

    [...] Im März hatten wir darüber berichtet, dass das ORF-Angebot Futurezone.orf.at als Verhandlungsmasse in der Debatte über den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk in Österreich im Netz vor dem Aus stehen könnte. Die Befürchtung ist nun Realität geworden. [...]

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