Reaktionen auf Google vs. China

Einen Tag später gibt es zahlreiche Kommentare und Analysen zur Ankündigung von Google, in China eventuell/wahrscheinlich nicht mehr ihre Services zensieren zu wollen.

Jens Ohlig war gestern für den Chaos Computer Club live bei Phoenix zu sehen:

Spannend sind die “Four possible explanations for Google’s big China move” von Ethan Zuckerman.

Skeptisch bleibt Evgeny Morozov: Doubting the sincerity of Google’s threat.

Jonathan Zittrain hofft auf mehr Unterstützung von Google bei der Umgehung von Zensur: Google takes on China.

Computerworld vertieft die Frage, was eigentlich im Hintergrund bei den Attacken passiert ist: Google attack part of widespread spying effort.

Die richtigen Fragen stellt Rebecca MacKinnon: Will Google stand up to France and Italy, too?

Und Johnny Haeusler schreibt über Vertrauen: Google, Google über alles?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digital Rights, Zensur und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

5 Kommentare

  1. Ich
    Erstellt am 14. Januar 2010 um 20:17 | Permanent-Link

    Also, obwohl Google sicherlich auch aus Image-Gründen diese Strategie eingeschlagen hat, finde ich das finanzielle Argument, dass Google sowieso schwach in China vertreten war angesichts eines Marktanteils von ca. 30% schon recht schwach. Wenn es nur um Geld ginge wäre es vermutlich klüger gewesen im Land zu bleiben, zumal der spätere Wiedereinstieg wohl wesentlich schwieriger sein wird.

    Das soll überhaupt nicht heißen, dass Google selbstlos ist, bloß scheinen hier finanzielle Gründe nicht im Vordergrund gestanden zu haben. Auch die Hackerangriffe und eventuelle Industriespionage werden wohl Google zu denken gegeben haben. Die Mischung hat’s gemacht.

    Für Google bleibt ja sowieso noch Indien, gibt’s ja eh bald mehr Leute da.

  2. Mathias
    Erstellt am 15. Januar 2010 um 02:39 | Permanent-Link

    Wie kann man denn bitte in so vielen Sätzen genau nichts sagen? Herr “Äh, Ähm” Johlig ist ein Fail auf ganzer Linie.

  3. Ronald
    Erstellt am 15. Januar 2010 um 16:51 | Permanent-Link

    @Mathias, kann mich deiner Meinung nur anschließen. Ich habe nur unter Qualen bis zum Ende durchgehalten.

  4. Erstellt am 17. Januar 2010 um 07:35 | Permanent-Link

    Evgeny Morozov hat übrigens gestern nachgelegt. Er macht “computational arrogance” bei Google verantwortlich für deren Fehleinschätzung des Regimes. Da ist was dran: Wir Techies neigen schon dazu, die Welt durch eine ganz besondere Brille zu sehen. Siehe dazu meinen Blogeintrag “Eric Schmid und die Arroganz des Computers” (http://tinyurl.com/ydvn46x)

  5. Erstellt am 20. Januar 2010 um 15:56 | Permanent-Link

    Google als Retter der Meinungsfreiheit in China. Wenn ich da mal nicht lache.

    Ich arbeite bei einem von Usern gemeinsam geschriebenen Online-Magazin namens netzpublik (http://www.netzpublik.de). User schreiben und diskutieren dort gemeinsam an Beiträgen bevor diese veröffentlicht werden.

    Im Redkationsbereich haben wir gerade einen sehr interessanten Beiragsentwurf hierzu, zum Thema Google in China. Der Arbeitstitel heisst: “Google’s Rückzug aus China – Gut für das Unternehmens-Image aber bedeutungslos für die Meinungsfreiheit” und bringt es auf den Punkt. Google droht mit einem Rückzug aus China, aber sicherlich nicht um gegen die Zensur und Meinungsfreiheit dort zu protestieren, auch wenn es das Unternehen nach außen gerne anders darstellt.

8 Trackbacks

  1. [...] Eine Zusammenstellung von Beiträgen zu dem Thema findet sich noch bei Netzpolitik. Written by Heiko C. in: Gesellschaftliches, Gruseliges, Politisches | Tags:Überwachung, [...]

  2. [...] Netzpolitik.org findet man eine Sammlung von Links zu Beiträgen, die die richtigen Fragen stellen. Keine [...]

  3. [...] hat dazu mal ein paar differenzierte Meinungen gesammelt und verlinkt–Meinungsfreiheit gehört nicht zu den Menschenrechten. Sie ist ein Bürgerrecht. Nichtsdestotrotz [...]

  4. Von Google vs. China « a p f e l k r a u t . o r g am 14. Januar 2010 um 23:19

    [...] Morozov puts it in his post “Doubting the sincerity of Google’s threat” [via netzpolitik.org]: “Google was in need of some positive PR to correct its worsening image (especially in [...]

  5. Von Blog of Ingo Jürgensmann am 15. Januar 2010 um 07:45

    Google vs. China – The Good vs the Evil?…

    Nun sind schon ein paar Tage nach der Ankündigung Googles vergangen, nicht mehr in China zensieren zu wollen. Zeit
    genug mal etwas reflektiert darüber nachzudenken. Netzpolitik.org hat bereits ein paar Reaktionen aus
    diversen Medien gesammelt. Der Teno…

  6. Von Bits und so #181 (C is for Cookie) | Bits und so am 16. Januar 2010 um 10:58

    [...] Google/China [...]

  7. Von News-Recycling am Wochenende | TechBanger.de am 17. Januar 2010 um 09:42

    [...] im Hause Google zum Überlaufen gebracht: Google möchte seine Suchergebnisse in China nicht mehr zensieren und droht deshalb mit Rückzuck. Die chinesische Regierung scheint jedoch nicht einlenken zu [...]

  8. [...] das Thema (worum es eigentlich geht, weiss aber nur Google) schon zur Brust genommen. Marek, die Netzpolitiker und viele, viele andere [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.