Die seit Juli bestehende Regierung von Premierministerin Iveta Radičová legte in einem ihrer ersten Beschlüsse fest, dass ohne Ausnahme alle Geschäftsverträge der Ministerien und anderer öffentlicher Einrichtungen offengelegt würden – auch rückwirkend bis zum Juli 2006. Verträge, die nicht im Internet veröffentlich werden, dürfen gar nicht erst in Kraft treten. Wie ging es seitdem weiter? Bereits im September wurden an entsprechender Stelle über 4.000 veröffentlichte Verträge gezählt – bis Anfang 2011 muss alles ausnahmslos online sein. Transparency International Slovensko freut sich über die schnellen Fortschritte, bemängelt aber technische Unzulänglichkeiten wegen lückenhafter Dateneingabe in den Index, was bestimmte systematische Suchen erschwert. Vor allem würde sich gegen eine maschinelle Verarbeitung der Daten gesperrt, die Medien und interessierten Bürgern eine gezielte Auswertung ermöglichen würde.
Trotz dieser Widrigkeiten, die sicherlich bald in den Griff bekommen werden – warum sollte eine Regierung, die diesen großen Schritt überhaupt geht auf den letzten Metern Steine verteilen? – kann sich Deutschland an der Slowakei ein Beispiel nehmen.