Junge Union Bayern ist jetzt auch gegen Netzzensur

Huch: Die Junge Union Bayern ist jetzt auch gegen Netzzensur.

Das Löschen strafrechtlich relevanter Inhalte sei «die bessere Lösung», sagte der stellvertretende JU-Landesvorsitzende Thomas Dopfer am Dienstag der Nachrichtenagentur ddp in München. Dabei solle «die Rolle der Gerichte und Staatsanwälte stärker betont werden».[...] Dopfer sagte: «134 000 Bürger haben sich in der größten E-Petition der Bundesrepublik gegen das Gesetz ausgesprochen. Das ist ein Signal, das wir respektieren müssen.» Auch der CSU «sollte die breite Ablehnung des Gesetzes die Bedeutung des Themas Netzsperren klarmachen». Dopfer fügte hinzu, das Bundeskriminalamt (BKA) brauche «keine zusätzlichen Rechte im Internet».

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14 Kommentare

  1. Manuel
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 15:36 | Permanent-Link

    Tja, wenn denn mal auf die Jungen in der Union gehört werden würde, hätte man ein Problem weniger ;)

  2. Manuel
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 15:38 | Permanent-Link

    ich weiss der satz ist grammatikalisch nicht korrekt, leider gibts hier keine korrektur funktion.

  3. Thomas
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 16:11 | Permanent-Link

    Also ich lebe ja in Bayern und ja, noch ist die CSU in der gewählten Mehrheit. Ich bin mir aber sicher, dass diese Mehrheit durch Rentner gestützt ist..
    Bedeutet, es ist eine Mehrheit auf Zeit.
    Ich kann nicht sagen, ob die CSU es bis heute nicht gecheckt oder einfach nur ignoriert hat, aber es sterben ihnen die Wähler weg..

    Es ist also total stimmig, dass die sich jetzt mit der Jugend gutstellen wollen.

  4. Olaf
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 16:16 | Permanent-Link

    Thomas,
    dabei soll unsere Gesellschaft doch veralternm oder gibt es in Bayern einen bayrischen Jungbrunnen? :)
    Falls nicht wachsen die Wähler doch schneller nach als das “depperte Kinder” nachkommen und rebellieren können.

  5. Numbercruncher
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 16:43 | Permanent-Link

    Das hängt alles davon ab, ob man mit fortschreitendem Alter zunehmend zum CDU/CSU-Wähler mutiert :-)

  6. Thomas
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 16:47 | Permanent-Link

    Olaf, tatsache ist doch, dass wir alle sterben werden; das ist unumstritten…

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1495/umfrage/altersstruktur-der-waehler-der-csu-bundestagswahl-2005/

    Diese Statistik der Bundestagswahl 2005 stützt meine oben genannte These..
    Warum sollte die nachwachsende Generation ihr Wahlverhalten im Alter plötzlich ändern wollen???

    Ich bleibe dabei, CSU-Mehrheit ist eine Mehrheit auf Zeit

  7. lacher
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 17:10 | Permanent-Link

    Wusste gar nicht, dass die Junge Union Bayern weiß, dass es das Internet gibt?!

    Nur gut, dass Dummheit vergänglich ist.

  8. Robert
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 17:29 | Permanent-Link

    lacher:

    Doch…..das wissen die seit dem letzten Oktoberfest, als ein paar vollgesoffene Amis ihren Lieben daheim per Wäbcäm die Vorzüge eines promillevollseognenen Kopfes präsentierten.

    “Du Sepp, wos hot`n dea Sauami do füa`n knachtiges Gered”?

    “Jo mei, Alois, i woas fai au nett….loss uns amoi frogn….den Saupreiss den Depperten”

  9. RPG7
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 17:29 | Permanent-Link

    Huch, die CDU nimmt Kurs auf einen Schwarm junger Wähler. Sollen sie blos aufpassen, dass sie dort nicht auf PIRATEN stoßen.

  10. d83
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 17:43 | Permanent-Link

    lol.. erst machen die Parteien Werbung für sich mit einem völlig unnötigen Gesetz und danach alles nochmal von vorne mit der Aufhebung selbiges.

  11. Christoph
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 20:22 | Permanent-Link

    Eben ist ein Beitrag wohl verloren gegangen, daher hier noch einmal:
    Offline nehmen und für die Strafverfolgung sichern sollte die Devise sein. Ich gehe davon aus, das so ziemliche alle Netzaktivisten das auch so meinen, aber bei den Mitgliedern der JU bezweifle ich das doch stark. Frei nach dem Motto: Das scheinen im Moment ziemlich viele gut zu finden. Fordern wir es halt dann auch einfach mal..

  12. Georg
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 20:39 | Permanent-Link

    Als ob es der jungen Union um Freiheit ginge…
    Diese Partei ist korrupt, verlogen und will nur den Besitzstand weniger sichern.

  13. Name (pflicht)
    Erstellt am 23. Februar 2010 um 21:13 | Permanent-Link

    @6 Thomas: Der Bundeswahlleiter hat die Zahlen zur Wahl 2009 unlängst veröffentlicht; sie lassen sich im Gegensatz zu denen auf statista.com auch ohne Registrierung abrufen:
    PDF-Dokument zur Struktur der Wähler zur BTW 2009 (3 MB)

    Dort findet man erst ab Seite 100 leichter verdauliche Diagramme, darunter auch die Altersverteilung. Demnach ist der Sprung für die CSU – bei Wählern über 60 Jahren etwa 25% stärker als bei Jüngeren – deutlich unterhalb dem der CDU (40% stärker) und etwa gleichauf mit der SPD (25% stärker).

    Hinweis: Meine Bewertung der Daten ist nur über den Daumen gepeilt.

  14. Wuzzy
    Erstellt am 25. Februar 2010 um 06:28 | Permanent-Link

    Jetzt hat euch die Junge Union aber ganz schön auf Glatteis geführt.
    Die Junge Union ist nicht gegen Zensur, sondern dafür! Es sieht nur auf dem erstem Blick so aus, als wären sie gegen Zensur.

    Wenn man Webseiten sperrt ist das Zensur, wenn man sie löscht, nicht? Quatsch mit Soße! Bitte nicht auf diesen »Löschen statt Sperren«-Unsinn hereinfallen.
    Zur Klarstellung:
    Zensur ist, wenn ich Informationen aus moralischen oder gesetzlichen oder aus weißderteufelwelchen Gründen unterdrücke, verstecke, geheimhalte, und was auch immer tue, damit es sich nicht rumspricht. Zensur ist die Kontrolle von Informationsfluss. Ob ich sperre oder lösche, es ist beides Zensur.

    Und ja, Dopfner lehnt das Gesetz und die berüchtigten Sperren ab, aber fordert gleichzeitig das Löschen von Webseiten, wenn sie »strafrechtlich relevant« sind. Was auch immer »strafrechtlich relevant« schon wieder bedeuten soll. Das ist doch wieder eine dieser Wischiwaschiformulierungen, die nebenbei deutlich über KiPo hinausgeht.

    Und es gibt Fragen über Fragen:
    Was ist strafrechtlich relevant? Ist es strafrechtlich relevant, wenn ich irgendwas über eine begangene Straftat schreibe? Oder wenn ich Dateien verbreite, die unter irgendeinem Urheber/Copyright-Dingsbums-Schutz stehen? Oder wenn ich Anleitungen schreibe, wie man eine Bombe baut? Dies bleibt völlig unklar.
    Und wer sagt denn, was strafrechtlich relevant ist und was nicht? Sollen das nur Auserwählte dürfen oder kann das jeder Polizist für sich entscheiden?
    Fragen über Fragen.

    Und was soll diese Bemerkung, dass das BKA keine Extra-Rechte fürs Internet brauche? Das bräuchte es aber, bei einem solchen Eingriff in das Grundgesetz. Das kann doch nur bedeuten, das BKA soll im Zweifelsfall auch ohne Rechtsgrundlage beim Webseitenbetreiber vorbeigucken, oder wie jetzt?
    Würde mich jedenfalls nicht wundern, schließlich ließ die Polizei sich auch die Webseite vom Amokläufer ResistantX samt Abschiedsbrief einfach so löschen. Zensur ist in Deutschland schon lange Praxis, ob mit oder ohne Rechtsgrundlage.

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