Google visualisiert Löschanfragen

Google hat ein Tool veröffentlicht, mit dem man Regierungs-Anfragen zur Löschung von Inhalte nach Ländern sortiert auf einer Karte anzeigen kann. Deutschland liegt mit 188 Löschanfragen mit Platz 2 hinter Brasilien ganz gut im Rennen. Das meiste entfällt dabei auf die 94 Löschungen von Suchergebnissen und 70 Youtube-Videos. Bei den Datenabfragen für Nutzerinformationen ist Deutschland mit 458 aber etwas abgeschlagen auf Platz 7. Nicht einberechnet wurden wohl die Staaten, wo Google und/oder Youtube gleich ganz gesperrt sind.

Ich werde gerade nicht ganz schlau daraus, ob Google auch all diesen Anfragen nachgekommen ist.

[via]

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digital Rights und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

12 Kommentare

  1. Chilling-Effect
    Erstellt am 20. April 2010 um 23:20 | Permanent-Link

    Kann ja sein das ich mich täusche aber auf dem Bild steht doch “94.1% of removal requests fully or partially complied with.” – IMHO sollte das also heißen das 94% der 188 Anfragen nachgekommen wurde, oder?

  2. flshmb
    Erstellt am 21. April 2010 um 00:37 | Permanent-Link

    http://www.google.com/governmentrequests/

    Wenn schon dann bitte auch mit dem Link

  3. Stephan
    Erstellt am 21. April 2010 um 08:29 | Permanent-Link

    Markus, klick mal auf die Zahlen in der Karte. Da gibt es die Details.

  4. Hyperboreas
    Erstellt am 21. April 2010 um 10:04 | Permanent-Link

    Schön wäre es, wenn man nicht nur die Kategorie des gelöschten Angebots erfahren könnte, sondern auch noch Angaben zum Inhalt hätte.

  5. Uwe
    Erstellt am 21. April 2010 um 10:07 | Permanent-Link

    Dass Brasilien so weit Oben ist, wundert mich schon ein bisschen. Die sind überhaupt nicht auf meinem “Radarschirm”. Was ist denn deren größtes Problem?
    Telenovela-Mitschnitte? Oder doch die gute alte Kinderpornografie?

  6. heldt
    Erstellt am 21. April 2010 um 11:12 | Permanent-Link

    Nachdem ich mir einen Teil der FAQ vorgenommen habe, vermute ich mal, dass 458 Anfragen an Google gestellt wurden, 188 mal wurde eine Sperrung o.ä. angeordnet, denen google 177 mal (94,1%) nachgekommen ist.

  7. TCM1003
    Erstellt am 21. April 2010 um 11:14 | Permanent-Link

    Brasiliens Problem ist, soweit ich weiß, Orkut.

    • Erstellt am 21. April 2010 um 11:36 | Permanent-Link

      @TCM1003: Orkut vermute ich auch, dass ist das führende Social Network in Brasilien.

  8. Mockingbird
    Erstellt am 21. April 2010 um 14:39 | Permanent-Link

    Mist, schon wieder nur Vizemeister :D.

  9. KinNeko
    Erstellt am 21. April 2010 um 16:19 | Permanent-Link

    Spiegel.de wird da etwas deutlicher was gesperrt wurde und warum.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,690278,00.html

    in 94 gerichtlichen Forderungen ging es um Ergebnislisten von Web-Suchanfragen,

    Darf ich das so verstehen, dass das solche Anfragen sind, wie sie gerade in China nicht mehr durchgeführt werden?

  10. KinNeko
    Erstellt am 21. April 2010 um 16:29 | Permanent-Link

    Ps.: Laut FAQ handelt es sich bei den Löschanfragen nicht um Kinderpornographie, da diese nicht aufgeführt ist.

    Our policies and systems are set up to identify and remove child pornography whenever we become aware of it, regardless of whether that request comes from the government. As a result, it’s difficult to accurately track which of those removals were requested by governments, and we haven’t included those statistics here.

8 Trackbacks

  1. Von 5 vor 12! : netzpolitik.org am 20. April 2010 um 23:57

    [...] (Google und BILDblog hat mir Markus gerade weggeschnappt …) abgelegt in: Asides [...]

  2. Von Anonymous am 21. April 2010 um 06:01

    [...] [...]

  3. Von provider-stoerung.de am 21. April 2010 um 09:50

    Behördenanfragen bei Google…

    Google Maps sind eine schöne Sache. Das haben sich auch die Jungs bei Google gedacht und eine Landkarte gebaut, die zeigt wie oft Behörden Daten (Data Request) bei Google anfragen oder die Löschung von Inhalten (Removal Request) verlangen. Deutschland …

  4. [...] Google hat mit „Government requests“ ein neues Tool vorgestellt, mit dem die weltweiten Regierungsanfragen zur Löschung von bestimmten Inhalten auf einer Weltkarte visualisiert werden. Hinter Brasilien mit 291 Anfragen im zweiten Halbjahr 2009 liegt Deutschland mit 188 [...]

  5. [...] Google visualisiert Löschanfragen : netzpolitik.org. [...]

  6. Von ZachSeinBlog am 21. April 2010 um 15:59

    Google macht staatliche Löschanfragen sichtbar…

    Google arbeitet stark gegen sein Datenkraken-Image, alle sechs Monate will man nun herausgeben, welcher Staat wie oft um Zensur oder Datensätze gebeten hat. Erstaunlich: Deutschland ist auf Platz 2 mit 188 Löschanfragen, in der Zeit zwischen 1. Juli bi…

  7. [...] Google visualisiert Löschanfragen – Deutschland auf Platz #2 [...]

  8. [...] das Google ein Dokument veröffentlicht, dass zeigt, dass Deutschland am zweithäufigsten weltweit Inhalte von Google sperren lässt. Das hier ist nun ein subtilerer Weg unliebsame Inhalte [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.