Fettes Brot – Kontrolle

Fettes Brot hat ein neues Lied vorab auf Youtube veröffentlicht, was ab dem 12.2. nur als Download zu kaufen ist. Das wäre normalerweise kein Thema für dieses Blog, aber da der Titel “Kontrolle” ist und es um Datenschutz und Überwachung geht, blog ich es trotzdem.

Wolfgang Schäuble ist nicht mehr Innenminister. Die Stasi hat 1989 den Geheimdienst eingestellt. Am Hindukusch werden unsere Grenzen wahlweise verteidigt oder aufgezeigt. Und doch fürchten wir uns. Gläserne Menschen twittern freiwillig ihre paar läppischen Geheimnisse durch die Blog-o-Sphäre, unverblümter als Sex-Kontaktanzeigen. Und fürchten sich nicht. Geändert hat sich alles oder nichts, außer dem Klima, denken wir, während wir in der Frühe gemütlich den Dauer-Schnee aus der Garageneinfahrt schippen, und im TV das ARD-Morgenmagazin verkrampft in die Townships von Johannesburg schaltet, um zukünftige Besucher der Fussball-WM in Sicherheit zu wiegen. Afrika still shocks. Ein extremer Wackelkontakt zwischen Sorglosigkeit und Verfolgungswahn hält uns unter Spannung.

[via]

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Datenschutz, Deutschland, Musik im Netz und getagged , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

15 Kommentare

  1. Erstellt am 10. Februar 2010 um 17:16 | Permanent-Link

    Danke fürs Trotzdem-Gebloggt-Haben!
    Gleich mal angehört und für gut befunden. Ob es was bewirkt? Wer weiß das schon, jedenfalls wird es die Hörer und Fans etwas für das Thema sensibilisieren, auch wenn diese sich damit vorher nicht befassten.

  2. Erstellt am 10. Februar 2010 um 17:53 | Permanent-Link

    gut dass mal jemand so ein thema bearbeitet, aber autotune geht gar nicht, ohrenkrebs!

    http://www.youtube.com/watch?v=8z13AjI8n4I

  3. Erstellt am 10. Februar 2010 um 18:04 | Permanent-Link

    Schön, vielleicht rückt dadurch das Thema noch ein wenig weiter in die Öffentlichkeit.

  4. Erstellt am 10. Februar 2010 um 18:57 | Permanent-Link

    Ich bezweifle das, dass die Generation Sorglos / Kopflos / Unpolitisch für das Thema Repression & Überwachung sensibilisiert.

    Ich hoffe ich irre mich!

  5. Erstellt am 10. Februar 2010 um 18:59 | Permanent-Link

    leider wird die Überwachung immer weiter zunehmen – ich frage mich nur wieweit das noch gehen soll.

  6. nb
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 19:01 | Permanent-Link

    Muss man heutzutage nur noch in ein Mikro rülpsen und die Technik besorgt den Rest? Klingt für mich so. Schade, bei dem Text scheinen die Jungs sich ja Mühe gegeben zu haben, davon kommt leider nichts rüber :(

  7. Erstellt am 10. Februar 2010 um 19:09 | Permanent-Link

    Danke @nb! Den Gedanken hatte ich auch. Dieses Thema ist einfach zu Ernst, ich denke künstlerisch lässt sich Überwachung resp. der Überwachungsstaat schon gut darstellen, dennoch fehlt bei den Hamburger Jungs einfach die nötige Portion Ernsthaftigkeit in dem Video sowie den Lyrics.

  8. Stefan
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 19:24 | Permanent-Link

    Ich muss sagen, den Effekt bei 2:15 finde ich gut :) Wäre nicht darauf gekommen, dass man RFID-Chip-Problematiken so einfach darstellen kann. Aber deshalb bin ich ja auch kein Designer, sondern Programmierer ;)

  9. esox
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 20:09 | Permanent-Link

    kontrolle ist gut- vocoder ist schlechter.
    fettes cher brot.

  10. Drizzt
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 20:18 | Permanent-Link

    Wer es lieber elektronisch mag, der guckt mal bei [:SITD:] vorbei, die schon mehrfach Überwachung und ausufernde Staatsgewalt zum Thema in ihren Songs hatten. Zuletzt ganz konkret in „Frontal“ (Lyrics) auf dem aktuellen Album „Rot“.

    Grüße,
    Drizzt

  11. the g
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 21:47 | Permanent-Link

    Ich denke, dass muss als Musikvideo vröffentlicht werden, nur als vid, weil der Song an sich (fast) nichts aussagt. Mich regt jetzt schon der Refrain auf, wie die kleinen Kinder im Bus den vor sich hersingen als wär damit nichts gemeint

  12. Erstellt am 10. Februar 2010 um 22:18 | Permanent-Link

    @the g: in die Bedeutungslosigkeit gesungen ;)

  13. Mithos
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 23:17 | Permanent-Link

    Gepitchte Brote, war es anders nicht möglich, die eigene Stimme unter Kontrolle zu behalten? Eigentlich eine gute Idee, das Thema Überwachung mehr ins Licht zu bringen – aber dann bitte doch nicht so. Wenn ihr eure Stimme gegen Überwachung und Kontrolle erhebt, dann bitte unverfälscht und echt statt manipuliert und falsch. So sieht es eher nach Mainstream-Geldmacherei mit Mainstream-Pop aus der Industrie-Konserve aus.

    http://www.youtube.com/watch?v=fYzv-AVi78E

    Ist eigentlich schon bekannt, ob der Download unter DRM- Kontrolle stehen wird?

  14. Erstellt am 21. Februar 2010 um 22:31 | Permanent-Link

    Hm. Mir fehlt die Ernsthaftigkeit auch, offenbar. http://www.youtube.com/watch?v=Cy-AQ98dvWA

    Regt euch doch nicht darüber auf, ist doch gut, wenn so etwas thematisiert wird, ohne Unterhaltung erreicht man dann eben keinen.

5 Trackbacks

  1. [...] Vielleicht möchten Sie den RSS-Feed abonnieren, um alle Neuigkeiten sofort zu sehen.Gerade bei netzpolitik.org gefunden: Fettes Brot hat auf Youtube das Lied „Kontrolle“ vorab veröffentlicht. Erst ab [...]

  2. [...] NetzPolitik Der Beitrag wurde veröffentlicht unter Kategorie Entspannung. Der Artikel wurde 2 mal [...]

  3. Von Fettes Brot – Kontrolle at Robin Haseler am 11. Februar 2010 um 01:17

    [...] (via netzpolitik.org) [...]

  4. [...] Pop: Fettes Brot…Netzpolitik [...]

  5. Von Kontrolle – Der Schockwellenreiter am 11. Februar 2010 um 12:43

    [...] Fettes Brot hat alles unter Kontrolle. [netzpolitik.org] [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.