Die Vorteile eines freien Netzes überwiegen seine Nachteile

Christian Stöcker von Spiegel-Online hat am Montag auf dem “Bitkom Forum Kommunikations- und Medienpolitik” eine 13-Minuten lange Rede gehalten. Carta hat diese dokumentiert:

Christian Stöcker: “Die Vorteile des freien Netzes überwiegen seine Nachteile” from Carta on Vimeo.

Hier sind die 7 Thesen von Stöcker:

1. Das Internet ist dumm und das ist auch gut so.
2. An vielem, was das Netz gefährlich macht, sind die Nutzer selbst schuld.
3. Die Staaten dieser Welt werden sich nicht darüber einigen, wie das Netz sein sollte. Aber ein Minimalkonsens in Sachen Verbrechensbekämpfung läßt sich herstellen.
4. Wir sollten aufhören, vermeintlichen Exhibitionismus anzuprangern, solange wir den Menschen ins Wohnzimmer starren. Wir brauchen eine neue Definition von Öffentlichkeit.
5. Jugendschutz ist wichtig, aber nicht wichtiger als alles andere. Mit Providern als Zensor wäre das Ende des freien Netzes gekommen.
6. Urheberrechte sind wichtig, aber nicht wichtiger als Bürgerrechte.
7. Die Vorteile des freien Internets überwiegen seine Nachteile. Wer das Internet für überwiegend schädlich hält, muß ein Menschenfeind sein.

Die Rede hielt er auf dem Bitkom Forum Kommunikations- und Medienpolitik am 8. Februar 2010 in Berlin.

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4 Kommentare

  1. Kaspar
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 14:34 | Permanent-Link

    Die Kammeraführung und der Redestil ist gewöhnungsbedürftig, inthaltich ist der Vortrag aber durchaus sehenswert.

  2. ninjaturkey
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 14:55 | Permanent-Link

    Das war auch mein Eindruck:
    inhaltlich bemerkenswert,
    formal – äh – ausbaufähig.

  3. A. Rebentisch
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 17:44 | Permanent-Link
  4. wolf
    Erstellt am 11. Februar 2010 um 12:33 | Permanent-Link

    7. … Wer das Internet für überwiegend schädlich hält, muß ein Menschenfeind sein.

    Wenn das Internet tatsächlich die Menschheit pars pro toto abbilden würde, dann wäre dieser verallgemeinernde Schluss auch richtig. Soweit mir bekannt, ist der durchschnittliche Internetnutzer immernoch weiss, männlich und um die 30.
    Dieser Nutzermehrheit ist eben auch so manches Internetphänomen geschuldet (man denke an die Massen an pornographischem Material), was “in Realität” längst nicht das selbe Gewicht hat.

5 Trackbacks

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  2. Von Machines's Soup - may contain nuts and bolts am 10. Februar 2010 um 13:32

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