Die Türkei sperrt derzeit 3700 Webseiten

Die OSZE hat einen Report zur Internetzensur in der Türkei vorgelegt. Darin wird das sog. “Internet-Gesetz” als unbrauchbar kritisiert, weil es zur Übersperrung führe und gegen tatsächlich unerwünschte Inhalte nicht effektiv sei. Das sagte der OSZE-Beauftragte für Pressefreiheit, Miklos Haraszti:

At present, 3,700 Internet sites are blocked in Turkey, including YouTube, GeoCities, and Google sites. Even as some of the content that is deemed ‘bad’, such as child pornography, must be sanctioned, the law is unfit to achieve this. Instead, by blocking access to entire websites from Turkey, it paralyzes access to numerous modern file sharing or social networks.

(via)

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7 Kommentare

  1. abc
    Erstellt am 18. Januar 2010 um 17:49 | Permanent-Link

    Verstehe ich das falsch oder fordert der OSZE-Beauftragte da gerade (unter anderem) freien Zugang zu file sharing Seiten?

  2. nur so
    Erstellt am 18. Januar 2010 um 18:17 | Permanent-Link

    Geocities gibts doch gar nicht mehr.

  3. J. Doe
    Erstellt am 18. Januar 2010 um 18:26 | Permanent-Link

    “At present, 3,700 Internet sites are blocked in Turkey, including YouTube, GeoCities, and Google sites.”

    Weiß man um welche “Google sites” es sich handelt, oder ist alles von Google gesperrt?

  4. Maestro
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 02:21 | Permanent-Link

    Wie schaut es in der westlichen Welt aus? Welche Seiten werden oder Arten von Beiträgen werden gesperrt?

    Danke für Antworten

  5. Erstellt am 19. Januar 2010 um 10:39 | Permanent-Link

    Die Angaben zur Türkei differieren sehr stark. Bei meinen Recherchen zu http://anonymitaet-im-inter.net/wiki/zensur fand ich Zahlen zwischen 2600 und 6000 Seiten.

  6. RA
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 12:27 | Permanent-Link

    Also mind. 30% der Seiten die ich normalerweise ansurfe gingen bei meinem letzten Aufenthalt nicht.

    Youtube, Netvibes, Googlesuchbegriffe, politische Seiten…

    Nichts ist für nen nationalistischen Vielvölkerstaat gefährlicher als Informationsfreiheit.

    Deswegen geht halt alles in Richtung Regulierung und Zugangsbeschränkung, immer schön unterm nationalistischen Deckmäntelchen (Beleidigung von Atatürk, der Republik etc.)

    Die Machtelite hat (berechtigtermaßen) Schiss um das ideologische und staatliche Gebilde “Türkei”.

  7. Thomas Wiegand
    Erstellt am 19. Januar 2010 um 12:55 | Permanent-Link

    Auf Grund der Tatsache dass die Familie meiner Frau in der Türkei lebt, ist dies ein alt bekanntes Problem. Der Staat geht sogar soweit, dass Personen die sich hierüber beschweren mit Represalien zu rechnen haben…hier ist Handlungsbedarf angesagt aber von Seiten der EU!!

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