17 goldene Regeln für mobile soziale Netzwerke

Rechtzeitig zum heutigen Safer Internet Day hat die EU-„Cyber Security“-Agentur – ENISA (European Network and Information Security Agency) einen Bericht über den Zugang zu sozialen Netzwerken per Mobiltelefon vorgelegt: „Online as soon as it happens“. In dem Bericht werden die Risiken und Gefahren mobiler sozialer Netzwerke dargelegt, z. B. Identitätsdiebstahl, Datenverlust von Unternehmen und Reputationsrisiko. Die Verfasser stellen auch 17 „Goldene Regeln“ auf, wie diese Gefahren zu bekämpfen sind. Hier gibt es die Presseerklärung von ENISA auf Deutsch als PDF.

Instantly Online – 17 Goldene Regeln zur Bekämpfung von Online-Risiken und für sichereres Surfen mobiler sozialer Netzwerke – hier den vollständigen Bericht als PDF auf Englisch. Einige der Regeln sind einfach “common sense” andere eher Allgemeinplätze, bei einigen ist nicht ganz klar, ob das die Realität wirklich abbildet. Wie geht es euch? Benutzt ihr ein Pseudonym auf Facebook? Wie einfach ist es private und öffentliche Identitäten klar von einander zu trennen?

Die 17 Regeln zusammengefasst:

Pay Attention to What You Post and Upload:

  • Consider carefully which images, videos and information you choose to publish
  • Never post sensitive information
  • Use a pseudonym

Choose Your Friends with Care:

  • Do not accept friend requests from people you do not know
  • Verify all your contacts

Protect Your Work Environment and Avoid Reputation Risk:

  • When joining a social networking site use your personal e-mail address (not your company e-maill address)
  • Be careful how you portray your company or organization online
  • Do not mix your business contacts with your friend contacts
  • Do not let anyone see your profile or personal information without your consent
  • Do not leave your mobile phone unattended
  • Do not save your password on your mobile phone
  • Use the security features available on your mobile phone

Protect Your Mobile Phone and the Information Saved on It:

  • Be careful what you publish about someone else

Inform Yourself:

  • Read carefully and in full the privacy policy and the condition and terms of use of the social network you choose

Protect Your Privacy With the Privacy Settings:

  • Use privacy-oriented settings (check who can see your pictures, who can contact you and who can add comments)

Report Stolen Phones Immediately:

  • Be careful when using your mobile phone and pay attention to where you put it

Pay Attention to Location Based Services and Information of Your Mobile Phone:

  • Deactivate location based services when not using them
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10 Kommentare

  1. Anonymus
    Erstellt am 9. Februar 2010 um 22:35 | Permanent-Link

    Nutze grundsätzlich ein Pseudonym und so gut wie nie das gleiche auf anderen Plattformen.
    Fotos von mir stelle ich keine online.
    Geburtsdatum immer +/- 3Tage/3Monate/3Jahre (wenn überhaupt).
    Sehe keinen Grund meine korrekten Daten anzugeben.

    Bin paranoid… XD

  2. Anonymus
    Erstellt am 9. Februar 2010 um 22:37 | Permanent-Link

    Für ganz paranoide empfiehlt sich auch das NoScript Plugin für den FF, gehört zwar nicht hierher, aber irgendwie doch… ;)

  3. Sebastian
    Erstellt am 9. Februar 2010 um 22:43 | Permanent-Link

    Pseudonym auf Facebook: ja. Wobei das natürlich ein bisschen Quark ist, weil das sowieso herauszubekommen ist, wer das ist. Aber für Nurmalkucker eben nicht. Und ja, ein anderes als auf Twitter zum Beispiel.

  4. johannes.mac
    Erstellt am 9. Februar 2010 um 22:57 | Permanent-Link

    Womit eigentlich jeglicher Sinn sozialer Netzwerke entfällt. Oben angegebenen Benutzernamen kann man auch einem Twitter Account und einem Apfeltalk.de Nutzer zuordnen. Es ist meine Identität (im Netz). Natürlich stimmt dieser Name nicht mit meinem Realen vollständig überein. Aber er versucht ihn auch nicht zu verstecken.
    Unabhängig davon sollte man natürlich darauf achten, welche Informationen man preisgibt. Also etwa nicht die vollständige Urlaubsplanung im Netz ausbreiten, etc.

  5. teufel
    Erstellt am 9. Februar 2010 um 23:59 | Permanent-Link

    Allzu paranoid sollte man doch nicht sein. Wenn man sich verstecken möchte, braucht man kein soziales Netzwerk.

    Keine friend requests von Leuts annehmen die man nicht kennt, das wiederspricht wohl auch etwas dem Sinn sozialer Netzwerke. Es können sich durchaus gute Kontakte ergeben.

    Bedenklicher finde ich da eher wie die Anbieter selbst mit ihren Nutzern umgehen. Die neusten Änderungen bei Facebook sind nicht gerade Vorteilhaft.

  6. Mithos
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 02:54 | Permanent-Link

    Rechtzeitig zum safer internet day kündigt also fb an, Millionen von Benutzerprofilen zu Veröffentlichen und Dritten zur Verfügung zu stellen. Und dann geht noch google buzz an den Start und bietet ein Rundum-Sorglos-Paket mit zentralem Kontakte-Register (wie fb es auch gerade aufbaut). Bei buzz kann man übrigens nur mit “öffentlichem” Profil Nachrichten sinnvoll absenden und an öffentlichen Diskussionen teilnehmen, man muss also bei Vorname + Name lügen, wenn man doch unter Nickname posten möchte.

    safer internet day, welch Ironie.

  7. Thomas
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 07:59 | Permanent-Link

    Der Nutzen von Diensten wie Facebook und Twitter erhöht sich extrem wenn man unter echtem Namen aktiv ist – vor allem auch weil man von potentiellen Kontakten viel einfacher gefunden wird.

    Das Trennen von Businesskontaten und Freunden ist wohl auch eher unrealisitisch.

  8. Erstellt am 10. Februar 2010 um 09:43 | Permanent-Link

    Das Trennen von Kontakten nach selbstbestimmten Aspekten, die man von sich preisgeben möchte, halte ich nicht für unrealistisch, sondern für essentiell.

    Die Verwendung von Pseudonymen ist dafür ein erster Schritt. Auch mit Pseudonymen lässt sich Reputation aufbauen, siehe den Ansatz von johannes.mac.

    Wenn man wirklich private Informationen mit definierten Zielgruppen teilen möchte, sind die bestehenden Social Networks wie Facebook und Co dafür aufgrund ihrer Architektur und Datensammelleidenschaft grundsätzlich ungeeignet.

    Wir wollen mit pidder (https://www.pidder.com) eine Alternative hierfür anbieten.

  9. Chuck
    Erstellt am 10. Februar 2010 um 11:08 | Permanent-Link

    Ich würde auch noch eine etwas allgemeinere Regel unbedingt dazusetzen:

    *BENUTZ NICHT AN JEDER ECKE IM NETZ DAS GLEICHE PASSWORT!*

  10. Erstellt am 10. Februar 2010 um 11:23 | Permanent-Link

    Man kann zumindest dafür sorgen, dass andere sich arbeit machen müssen, rauszufinden wer man wirklich ist. damit schliesst man den durchlaufverkehr des lebens aus. man hat mehr möglichkeiten den direkten kontakt zu steuern und wenn ich auf der strasse laufe, checke ich auch nicht bei jedem vorbeigehenden den personalausweis.

    also auch wenn google, facebook & co. aufgrund ihrer eigenen finanziellen interesse unser privatleben am liesten vollkommen abschaffen würden, so ist es mE doch unumgänglich den usern die tools zu geben, einschränkungen auch im details machen zu können .. man sollte zumindest die wahl haben. dann kann jeder nach gutdünken walten.

    mfg
    mh

Ein Trackback

  1. Von Perlen der letzten Tage #1 | Tanidikca am 10. Februar 2010 um 21:11

    [...] 17 goldene Regeln für mobile soziale Netzwerke Netzpolitik, 9. Februar 2010 [...]

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