Wikileaks – das demokratischste Medium des Internet?

Die Deutschlandradio Kultur – Sendung “Breitband” hat heute über “Wikileaks – das demokratischste Medium des Internet?” berichtet.

Selbstbewusst sind sie, die Macher der Whistleblower-Plattform Wikileaks.org, die behaupten, Wikileaks sei das “demokratischste Medium, das sich seit der Gründung des Internet gebildet hat.” Wir hatten das Portal bereits im Juli 2008 portraitiert, dieser Tage dürfte es seinen dritten Geburtstag feiern und präsentiert der Netzöffentlichkeit besonders durchschlagkräftigen, eigentlich nicht für die Öffentlichkeit vorgesehene Informationen.[....] Nach einer Kurzeinführung von Philip Banse fragen wir Markus Beckedahl vom Weblog Netzpolitik.org ob Portale wie Wikileaks die Transparenz in der politischen Kommunikation erhöhen, wo die Grenzen von Mißbrauchsgefahr liegen – und in wie weit geschlossene Kommunikationsräume (z.B. zwischen Politikern und Lobbyisten) in der digitalen Welt überhaupt weiterbestehen werden.

Hier ist die MP3.

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13 Kommentare

  1. Simon
    Erstellt am 28. November 2009 um 23:47 | Permanent-Link

    Gerade in Zeiten von geschlossenen Kommunikationsräumen von Politikern und Lobbys sind Plattformen wie Wikileaks unerlässlich.

    Haben wir nicht als Kinder gelernt das das Böse und das Verbrechen nie siegen? Das werden die Politiker und Lobbys auch noch lernen.

  2. desperado
    Erstellt am 29. November 2009 um 00:27 | Permanent-Link

    wäre doch mal was anderes, wenn es hier nicht um markus beckedahl ginge… oder warum lese ich hier in letzter zeit immer nur artikel, die auf eine bestimmte person verweisen?
    don’t fuck with us…

  3. Erstellt am 29. November 2009 um 02:03 | Permanent-Link

    Danke für den Artikel. Wikileaks kann im Grunde nicht genug Aufmerksamkeit kriegen (: …was natürlich auch einiges aussagt über den Zustand unserer Gesellschaft.

  4. Anonym
    Erstellt am 29. November 2009 um 12:54 | Permanent-Link

    Danke, dass du auch noch mal in einem Nebensatz erwähnt hast, dass (fast) die ganzen doofen KiPo-Server dort stehen, wo sie eigentlich sofort vom Netz genommen werden können! Vielleicht kriegt es der Rest der Welt doch mal mit.

    -”spiffier WALTER”-

  5. Torsten
    Erstellt am 29. November 2009 um 13:06 | Permanent-Link

    Was bitteschön soll an Wikileaks “demokratisch” sein? Die Struktur des Ganzen liegt im Dunkeln, der Projektleiter wird nicht gewählt und es gibt keine abstimmungen darüber welche Stories lanciert werden.

  6. Erstellt am 29. November 2009 um 13:18 | Permanent-Link

    Die Platform sollte möglichst viel Aufmerksamkeit in den medien erfahren. Je bekannter Wikileaks ist desto mehr wiederstand werden eventuelle Sperrungen oder juristisches vorgehen gegen die Seite erzeugen.

  7. Erstellt am 29. November 2009 um 18:33 | Permanent-Link

    Wie alles kann sicherlich auch Wikileaks für bewusste Fehlinformationen genutzt werden. Ist halt immer die Abwägung zwischen Kontrolle und Freiheit.
    Die Kontrolle kann missbraucht werden, aber sicherlich genauso die Freiheit.

    Aber durch den demokratischen Aspekt würde ich sicherlich die Freiheit immer mehr beimessen, als eine möglichen willkürlichen Restriktion von egal welch einer Autorität (Staat, Person, etc.)

  8. Florian
    Erstellt am 29. November 2009 um 19:06 | Permanent-Link

    DANKE für den Beitrag,
    Wikileaks wird immer wichtiger – zurecht!

  9. DMS
    Erstellt am 29. November 2009 um 19:10 | Permanent-Link

    Wikileaks ist ne nette Idee, aber die Ordnung der Dokumente ist saumäßig schlecht. Eine klare sprachliche Trennung wäre wünschenswert. Eine englische Beschreibung für deutsche Dokumente ist verschwendete Zeit. Dann doch bitte eine deutsche Oberfläche und deutsche Benutzerführung für deutsche Dokumente.

    Die meisten Dokumente schaue ich mir nur an, wenn sie von Netzpolitik.org direkt verlinkt wurden. In dem Ordnungssystem von Wikileaks würde ich sie eh nicht finden.

  10. Ben
    Erstellt am 30. November 2009 um 04:17 | Permanent-Link

    “Eine englische Beschreibung für deutsche Dokumente ist verschwendete Zeit.” – Warum?

    Besonders übersichtlich ist WL leider nicht, das stimmt und die Suche nach Dokumenten ist teilweise wirklich mühsam (liegt zum Teil aber auch daran, dass man manchmal gar nicht weiß, was man da eigentlich suchet). Trotzdem ist WL so wie es ist schon ganz in Ordnung. Das die Macher von WL ihre Seite natürlich als demokratisch anpreisen ist klar und damit habens sie es ja auch geschafft sich ein bisschen ins Gespräch zu bringen.

  11. kkaddi
    Erstellt am 30. November 2009 um 09:09 | Permanent-Link

    Danke für den Artikel. Wikileaks kann im Grunde nicht genug Aufmerksamkeit kriegen (: …was natürlich auch einiges aussagt über den gewärtigen Zustand in unserer Gesellschaft.

  12. Heiko Nock
    Erstellt am 30. November 2009 um 13:47 | Permanent-Link

    ‘Demokratie’ bedeutet ‘Herrschaft des Volkes’.

    Was soll das mit Wikileaks zu tun haben?

    Und seit wann ist Wikileaks ein eigenständiges Medium?

  13. TomD
    Erstellt am 1. Dezember 2009 um 06:02 | Permanent-Link

    Ich denke, “anarchistisch” trifft wikileaks besser, aber das Wort ist halt in der allgemeinen Bevölkerung so negativ besetzt.

4 Trackbacks

  1. Von Geschichte und so Zeugs » Links für KW 48 am 29. November 2009 um 13:55

    [...] Wikileaks – das demokratischste Medium des Internets? [...]

  2. [...] 29 2009 by arebentisch Der Markus Beckedahl spricht in seinem Blog begeisternd und kritisch über den Dienst Wikileaks, das “demokratischte Medium des [...]

  3. Von Links 29.11.2009 at NetReaper – Adrenalinrausch am 30. November 2009 um 12:09

    [...] Wikileaks – das demokratischste Medium des Internet? (netzpolitik.org) * Guardians wichtigster Song der 00ers: Mashup „A Stroke of Genius“ [...]

  4. Von Was ist Wikileaks? | Oliver Hallmann am 1. Dezember 2009 um 12:54

    [...] wo kürzlich 2/3 der geheimen Toll-Collect-Verträge veröffentlicht wurden, berichtet. Ein Mitschnitt als MP3-Datei mit Player findet sich u.a. auf Netzpolitik.org. [...]

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