Beim Internet Summit des Verbands der österreichischen Internet-Anbieter (ISPA) wurde heute in Wien über die Möglichkeiten der Erneuerung des Urheberrechts im digitalen Zeitalter diskutiert. Die Futurezone berichtet darüber: „Viele Möglichkeiten, Urheberrecht zu verletzen“.
Der Richter Schmidbauer fasste das breite Panoroma der Reibungspunkte mit dem Urheberrecht in einem Forderungskatalog zusammen. Er sprach sich für eine „radikale Entschärfung“ des Urheberrechts im nichtkommerziellen Bereich und einen einfachen und leistbaren Zugang zu Lizenzen aus. Auch die Dauer der Schutzfrist sollte nicht „ad infinitum“ hinausgeschoben, sondern eher nach unten begrenzt und damit den Bedürfnissen der Nutzer angepasst werden. Schmidbauer wandte sich auch gegen eine weitere Einschränkung der Privatkopie: „Sonst führt es dazu, dass man etwa Musik nur mehr auf eine bestimmte Art und auf bestimmten Geräten hören darf.“