Verdienen Künstler mehr in einer Tauschbörsen-Welt?

In Grossbritanien gibt es eine große Debatte rund um die geplanten Internetsperrungen bei Urheberrechtsverstössen. Dabei wird gerne argumentiert, dass die Künstler weniger verdienen würden und das Internet Schuld sei. Aber stimmt das auch? Die Times hat mal verschiedene Zahlen zusammen gerechnet und dabei sind interessante Graphen wie dieser rausgekommen.

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Kurzfassung: Die Einnahmen aus CD-Verkäufen sind gesunken. Die Gesamt-Einnahmen sind aber gegenüber 2004 gestiegen. Interessante Gedanken und Berechnungen. Die Times kommentiert das auch nur mit den Worten: This is the graph the record industry doesn’t want you to see.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digitalkultur, Musik im Netz, Urheberrecht und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

10 Kommentare

  1. Stefan
    Erstellt am 14. November 2009 um 14:56 | Permanent-Link

    Wobei man es sich bei Erklärungsversuchen (wie immer eigentlich) nicht zu leicht machen darf. Unter dem Times-Artikel stehen ein paar Kommentare, die sehr lesenswert sind.

  2. Gast
    Erstellt am 14. November 2009 um 19:15 | Permanent-Link

    ist ja kein gehemnis, dass die branche insgesamt gewachsen ist, das ist auch in deutschland so. die anteile haben sich aber halt vom tonträger-verkauf zum live-bereich verschoben.

    ich denke, da werden große acts wie rolling stones, u2, beyonce, usw… mit gepfefferten dreistelligen eintrittspreisen und großveranstalter wie zB lieberberg mit großen festivals die statistik doch ein wenig verfälschen.

    mich würden die statistik für acts bis ca. tausend zuschauer interessieren.
    die, die darüber spielen, verdienen sowieso genug.

  3. Erstellt am 14. November 2009 um 20:15 | Permanent-Link

    Auch wenn es schon fast eine Binsenweisheit ist:

    In jeder Krise steckt auch eine Chance!

    Wenn sich die Zeiten bzw. die Umweltbedinungen ändern, dann kann man sich entweder an die neuen Bedingungen anpassen… oder mit allen Mitteln versuchen so weiterzumachen wie bisher… und aussterben…

    Bisher war es meisstens so, daß der Vertrieb die fetten Gewinnen eingefahren hat… und der Künstler die Brohsamen, die übrig blieben.
    (Die wenigen berühmten Künstler mal ausgenommen).

    Das ging aber nur, weil der Vertriebszweig über die Mittel zur Veröffentlichung verfügte… der Künstler dagegen nicht.

    Die klassische Situation des Monopolisten, der die Bedingungen bzw. Preise diktieren kann…

    Mit dem Internet ist dieses Monopol weggefallen.

    Schlecht für den Vertrieb, gut für die Künstler!

    Die Künstler, die darüber jammern, daß ihnen Geld entgeht… die sind wirklich selber schuld!

    Wer zu dumm ist, die neuen Möglichkeiten zu sehen, die ihm durch das Internet eröffnen, dem kann man nicht helfen…

    Ich bin bisher nicht beruflich kreativ tätig, obwohl ich ungemein kreativ bin.

    Warum…?

    Wegen dem bisherigen Monopol des Vertriebs

    Dank Internet sehe ich da inzwischen durchaus so einige Möglichkeiten in Zukunft auch Geld mit meiner Kreativität zu verdienen… ohne auf irgendwelche Verlage angewisen zu sein und denen dafür den Großteil des Gewinns abtreten zu müssen…

    Also ihr Kreativen der Welt, nicht jammern, sondern die neuen Möglichkeiten kreativ für euch nutzen!

  4. Erstellt am 14. November 2009 um 22:40 | Permanent-Link

    Hm, Statistiken sind immer so eine Sache. Ich denke, dass vor allem junge Bands durch illegale Downloads zugrunde gerichtet werden. Zumindest, wenn sie auf Kommerz aus sind

  5. nr
    Erstellt am 15. November 2009 um 00:02 | Permanent-Link

    >> Zumindest, wenn sie auf Kommerz aus sind <<
    danach klingt dann aber auch die Musik. Also ist die Band nicht "förderungswürdig". Also ist wieder alles im Lot. Gibt genug Beispiele von Bands (Arctic Monkeys), die gerade Dank der Verteilung im Internet berühmt geworden sind. Zur Grafik: Warum wird sowas nicht in den großen Medien veröffentlicht? Wir alle wissen bereits seit Jahren, dass es so ist, nun muss es auch die breite Öffentlichkeit erfahren. Es nutzt nichts, wenn solche Erkenntnisse alle Jahre wieder im Netz auftauchen und dann ungesehen verschwinden. Wenn ich zu diesem Thema manchmal die Kommentare gestandener Fernsehmoderatoren höre, läuft es mir kalt den Rücken runter, ob der verschobenen Wahrnehmung.

  6. Erstellt am 15. November 2009 um 09:03 | Permanent-Link

    Hey, nr. Aber nicht jede Band die Kommerz geht, klingt auch unbedingt schlecht oder gewollt. Es gibt genug Kommerz Bands die mir gefallen.
    Aber sonst gebe ich dir Recht. Man sollte, ob glaubwürdig oder nicht, an die Öffentlichkeit bringen. Zumindest würde dann fast verrottete Gehirne vielleicht wieder anspringen.

  7. chrisbe
    Erstellt am 15. November 2009 um 10:59 | Permanent-Link

    >> This is the graph the record industry doesn’t want you to see. <<

    Naja, ich weiss nicht. Die Labels selbst haben eigentlich schon vor geraumer Zeit sehr klar formuliert, dass eine Umsatzverschiebung stattfindet. Daraus entstand die 360-Grad-Debatte, für die sie dann ebenfalls wieder was aufs Dach gekriegt haben (z.T. auch nicht unberechtigt). Trotzdem eine interessante Statistik…

  8. Erstellt am 15. November 2009 um 14:48 | Permanent-Link

    @killergeneration
    Hallo,
    ich wollte was zu deinem ersten Kommentar sagen. Ich kenne genug solcher Bands, die mittelmäßige Musik machen und das Internet für alles verantwortlich machen, was sie eigentlich selbst falsch tun. Ständig wird gesagt, dass durch die Downloads im Internet niemand ihre CDs kauft. Also ehrlich gesagt wären genau diese Bands gar nicht erst einigermaßen bekannt geworden, wenn es diese Downloads nicht gäbe.

  9. Gast
    Erstellt am 15. November 2009 um 15:30 | Permanent-Link

    …andererseits ist aber auch so, dass auch eine kleinere mittelmäßige band vor 15 jahren keine probleme hatte, schnell mal mehrere tausend cds zu verkaufen. damit ist man heute mehrere wochen top ten…

    • Gast
      Erstellt am 15. November 2009 um 15:35 | Permanent-Link

      …andererseits ist es aber auch so, dass vor 15 jahren eine kleinere mittelmäßige band schnell mal ein paar tausend cds verkaufen konnte. damit ist man heutzutage mehrere wochen top ten…

      ich würde generell davon abraten, irgendwelche unterschiede zwischen kommerzieller, indie, etc. musik zu machen. über kunst, qualität und geschmack kann man bekanntlich streiten. wir wollen ja keine musik-polizei.

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