Verbraucherschützer mahnen erfolgreich Social Networks ab

Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat erfolgreich diverse Social Networks abgemahnt und so bessere Datenschutz- und Vertragsregeln durchgesetzt. Xing, MySpace, Facebook, Lokalisten, Wer-kennt-Wen und StudiVZ, als die gesamte erste Riege entsprechender Anbieter in Deutschland, haben entsprechende Unterlassungserklärungen abgeben. Sie dürfen eine Reihe von Geschäftsbedingungen und Datenschutzbestimmungen in Zukunft nicht mehr verwenden.

Dabei ging es vor allem um die Weitergabe von Nutzerdaten an Dritte sowie um die Rechte an von den Nutzern eingestellten Inhalten wie Bildern, die laut dem VZBV zum Teil auch ohne Zustimmung in einem anderen Kontext weiterverwendet werden durften. In Zukunft dürfte in diesen Fällen jeweils eine ausdrückliche Zustimmung der betroffenen Personen zu diesen Nutzungen nötig sein.

Die Betreiber der Social Networks haben nun bis Januar Zeit, die zugesagten Änderungen umzusetzen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Datenschutz, Deutschland, Urheberrecht und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Simon Columbus, Netzpolitik.org.

8 Kommentare

  1. Simon
    Erstellt am 12. November 2009 um 16:46 | Permanent-Link

    Hoffentlich halten die das auch ein. ;)

    Eine illegale, heimliche Weitergabe ist ja teils leider auch sehr lukrativ.

    Aber wir haben ja nix zu verbergen und immerhin sind unsere Daten bei genannten Firmen in besten Händen, da müssen wir ja alle nix befürchten.

    Ich werde mich da trotzdem nicht anmelden, sicher ist sicher.

  2. Erstellt am 12. November 2009 um 16:58 | Permanent-Link

    Als oder links ist irgendwie ein hässliches HTML-Fragment, aber ansonsten: Hurra! Ein Sieg für das höhere Wohl. Hoch die Verbraucherschützer!

  3. Erstellt am 12. November 2009 um 17:14 | Permanent-Link

    Gute Entscheidung, hoffe das wird auch so schnell wie möglich durchgesetzt. Klar ist jeder selbst für seine Daten verantwortlich, aber der Handel mit solchen Daten sollte trotzdem aufs schärfste verboten werden.

  4. Michael
    Erstellt am 12. November 2009 um 19:41 | Permanent-Link

    Find ich super, vor allem StudiVZ drückt sich ja immer mal wieder von der Verpflichtung ;)

  5. Erstellt am 12. November 2009 um 23:54 | Permanent-Link

    Hallo,
    also ich denke nicht, dass das eingehalten wird. Vor allem wie schon gesagt : Studivz.de ist eine wirklich Verbraucherfeindliche Seite.
    Ich habe einen Freund in einem großen Unternethmen, der in der Personalabteilung arbeitet und bei denen ist Studivz als einzige Community freigeschaltet und zugänglich und zwar, weil das Unternehmen einen kostenpflichtigen Unternehmensaccount bei Studivz haben über den sie Informationen über alle User der Community bekommen können und zwar nicht nur Informationen, die heute vorhanden sind, sondern auch Fotos und Infos über jeden User von vor einem Jahr. Stellt euch das Mal vor

  6. markus
    Erstellt am 13. November 2009 um 00:02 | Permanent-Link

    @Anatoli: Davon höre ich gerade zum ersten Mal. Hast Du da genauere Informationen?

  7. Erstellt am 13. November 2009 um 13:36 | Permanent-Link

    @Anatoli: Gehört habe ich auch nicht davon. Würde aber zum Verhalten von social networks passen. Mejr infos,eidesstattliche Erklärung wären gut.

  8. Tilo
    Erstellt am 14. November 2009 um 19:23 | Permanent-Link

    @Anatoli Sorry, aber das ist Quatsch, was du sagst.

3 Trackbacks

  1. Von emerge life am 12. November 2009 um 16:10

    Consumer advice centre sues social netzworks for more user rights…

    The German consumer advice center vbvz successfully sued the six biggest social networks in Germany, Xing, Myspace, Facebook, Lokalisten, Wer-kennt-Wen and the VZ-Group, to change their general terms of use and privacy conditions into a more user frien…

  2. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 15:41

    [...] Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat erfolgreich diverse Social Networks abgemahnt und so besse… [...]

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