USA: FBI-Überwachung wegen OpenGovernment Projekt

Der 22-jährige US-Programmierer Aaron Swartz wurde vom FBI überwacht, wie er mehr oder weniger zufällig durch eine Anfrage über den Freedom of Information Act herausfand. Die Vorgeschichte war, dass Swartz einem OpenGovernment Projekt geholfen hat, US-Gerichtsdokumente zugänglich zu machen. Diese sollten eigentlich unter der Public Domain stehen, aber für den Zugang zur Datenbank wird Geld verlangt. Swartz hat eine Datenbank ausgelesen und zugänglich gemacht. Dafür wurde er dann umfangreich vom FBI überwacht, wie aus der Antwort der FOI-Anfrage ersichtlich wird, die er in seinem Blog gepostet hat.

Das Wired-Blog Threatlevel hat mehr dazu: FBI Investigated Coder for Liberating Paywalled Court Records.

The FBI ran Swartz through a full range of government databases starting in February, and drove by his home, after the U.S. court system told the feds he’d pilfered approximately 18 million pages of documents worth $1.5 million dollars. That’s how much the public records would have cost through the federal judiciary’s pay-walled PACER record system, which charges eight cents a page for most legal filings. “I think its pretty silly they go after people who use the library to try to get access to public court documents,” Swartz said. “It is pretty silly that instead of calling me up, they sent an FBI agent to my house.”

Die Geschichte ist ganz lustig. Ihm wird vorgeworfen, mit einem Passwort auf die Datenbank zugegriffen zu haben, was ihm nicht gehöre. Er sagt, dass er kein Passwort benötigt habe und aus einer Bibliothek heraus mit einem Script die Datenbank kopiert hat, indem er ein Authentifizierungs-Cookie genutzt habe. Die 19,856,160 kopierten Seiten mit Gerichtsakten hat er dann dem OpenGovernment Projekt public.resource.org geschenkt.

[Danke an mathias]

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4 Kommentare

  1. Stefan Schneider
    Erstellt am 7. Oktober 2009 um 01:13 | Permanent-Link

    Wolfgang Schäuble ist zurückgetreten?? Wegen den paar Wochen noch -_-

    http://www.cdu-gengenbach.de/

  2. Gotan
    Erstellt am 7. Oktober 2009 um 01:55 | Permanent-Link

    Zum Schäuble-Rücktritt: Das ist ja mal eine positive Selbstreflexion. Wenigstens einer, der es sich traut, Fehler einzugestehen. Wenn auch mit reichlich Verspätung.

  3. Erstellt am 7. Oktober 2009 um 02:28 | Permanent-Link

    Das ist doch offensichtlich ein Fake. Mal sehen, wie lange sich die Meldung hält.

  4. Name (pflicht)
    Erstellt am 7. Oktober 2009 um 02:32 | Permanent-Link

    Sieht nach einem Fake aus. :)

    Davon mal abgesehen ist es natürlich illusorisch zu glauben mit Schäuble verschwände auch automatisch der Überwachungswahn. Ich würde sagen im Gegenteil. ;)

Ein Trackback

  1. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 16:08

    [...] USA: FBI-Überwachung wegen OpenGovernment Projekt. [...]

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