Süd-Korea: Rechteindustrie fordert Copyright-Filter

Die Urheberrechtsgesetze von Süd-Korea dienen mit als Vorlage und Spielfeld für die ACTA-Verhandlungen. Dort gab es auch vor Frankreich schon Gesetzesinitiativen für Internetsperrungen bei Urheberrechtsvergehen. Das reicht der Rechteindustrie noch nicht. Sie fordern sofort mehr. P2P-Sites sollen verpflichtet werden, Filtermassnahmen einzubauen. Eine alte Forderung der Rechteindustrie, die bisher nicht umgesetzt wurde. Dies wurde auch schon im Rahmen des Telekom-Paketes gefordert und taucht auch bei der ACTA-Diskussion auf.

Zeropaid hat die ganze Geschichte aus Süd-Korea: South Korean Copyright Groups Demand P2P Site Filters “Or Else”.

Apparently unhappy with that power alone, the the Korean Film Producers Association and the Digital Content Network Association held a joint press conference recently demanding that all P2P sites install a digital content filtering system that will prevent users from uploading copyrighted material to the Internet by the end of the year or face “severe measures.” “From now on, the failure to install the software will be taken as an offense against consumers and copyright holders,” they said in a press release. “We will seek stern legal measures.”

Die Geschichte zeigt auch, dass sich die Rechteindustrie im Copywar niemals mit irgendwas zufrieden geben wird und nach jedem erreichten Schritt sofort die nächsten Forderungen aufstellen wird.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digital Rights, Urheberrecht, Zensur und getagged , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

3 Kommentare

  1. Simon
    Erstellt am 18. November 2009 um 01:43 | Permanent-Link

    Die Kommentare sind köstlich.

    Entweder ihr installiert das, oder wir verklagen euch, da ihr mutwillig Raubkopierer unterstützt! (Klingt fast so als würde die Musikindustrie in Südkorea die Gesetze machen.)

    Bin mal gespannt obs was wird, die ganzen Internetnutzer davon abhalten kopierrechtliches Material ins Internet hochzuladen.

    Hat nicht jemand Lust ein Bild zu malen und hochzuladen? Immerhin liegt ja das Copyright dann beim Maler. Ob der Maler dann auch verklagt wird? Immerhin lud er ganz böse geschützes Material hoch. ;)

    Einige Manager leben schon in einer Traumwelt, herrlich was die teilweise für Wünsche und Vorstellungen haben.

  2. Manziel
    Erstellt am 18. November 2009 um 09:12 | Permanent-Link

    >>>taken as an offense against consumers and copyright holders<<<

    Diesen Satz finde ich persönlich viel schlimmer. Die Interessen der Verbraucher werden ungefragt mit denen der Industrie gleichgesetzt…

  3. Erstellt am 18. November 2009 um 09:45 | Permanent-Link

    Na klar, warum auch nicht? Sind wir was anderes als das, was die Industrie aus uns macht?

2 Trackbacks

  1. Von Links #2 - CJuergens.de am 18. November 2009 um 23:58

    [...] Netzpolitik blickt in die Zukunft … : Süd-Korea – Rechteindustrie fordert Copyright-Filter [...]

  2. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 16:12

    [...] Süd-Korea: Rechteindustrie fordert Copyright-Filter. [...]

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