No, three strikes and you’re out

David Weinberger hat Cory Doctorow zur “3 Thrikes and you’re out”- Internetsperrungen-Phantasien interviewt. Und das ist so unterhaltsam, wie man es sich denken kann: No, three strikes and you’re out.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digital Rights, Urheberrecht und getagged , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

18 Kommentare

  1. MadLetter
    Erstellt am 19. November 2009 um 03:13 | Permanent-Link

    Schlauer Kerl. Und ich denke er hat ziehmlich weitgehend Recht mit dem was er da so sagt…

  2. Erstellt am 19. November 2009 um 06:09 | Permanent-Link

    Ich schließe mich dem vollumfänglich an. Jeder ist auf irgendeine Weise “Pirat”. Der Vergleich ist sehr gut: man stelle sich vor, man kopiert etwas aus einem Buch und die Staatsgewalt käme daraufhin an und nähme einem als Bestrafung dafür alles weg, was sich in irgendeiner Weise lesen ließe. Er hat also absolut Recht, wenn er sagt, das stünde in keinem Verhältnis.

  3. Torsten
    Erstellt am 19. November 2009 um 09:12 | Permanent-Link

    Ja, Internetausschluss ist schmerzhaft. Aber die meisten Aussagen treffen auch für ein Fahrverbot zu: viele Leute brauchen ihr Auto für einen Job, Kinder müssen in die Schule, etc…

    • Erstellt am 19. November 2009 um 11:32 | Permanent-Link

      Torsten (#3), da ist noch ein kleiner aber feiner Unterschied: Einem Fahrverbot geht meines Wissens immer ein Gerichtsverfahren voraus in dem Deine Schuld bewiesen werden muss. Dies soll bei der Three Strikes Regelung nicht notwendigerweise passieren, zumindest wenn es nach der Rechteindustrie geht.

  4. Erstellt am 19. November 2009 um 09:27 | Permanent-Link

    Looks like Mr. Doctorow is a fan of One Day Without Google

  5. Erstellt am 19. November 2009 um 10:13 | Permanent-Link

    In 1:19min ff. baut der Mann m.E. aber eine ziemlich unseriöse Kausalität auf.

    “Wer Internetzugang hat, ernährt sich auch gesünder, hat mehr Einkommen, weniger Kosten und sieht außerdem besser (mind. genauso gut wie Cory) aus.”

    Genau.

  6. boRp
    Erstellt am 19. November 2009 um 10:20 | Permanent-Link

    Hallo Torsten (3),

    Ja, ein Fahrverbot tut auch und wahrscheinlich mehr weh. Hier ist der Unterschied zwischen Autos und Internet: Autos töten täglich Menschen. Deswegen wird unverantwortungsvoller umgang mit dem Auto so bestraft. Übrigens braucht man auch da mehr als three strikes…

  7. Thomasdk
    Erstellt am 19. November 2009 um 10:37 | Permanent-Link

    Ja, wunderbare Idee. Alle Konzerne werden in die “3 Thrikes”-Regelung eingeschlossen. Ein Monat vergeht, und wir haben ein ganz neues Meinungsbild in allen westlichen Ländern.

  8. Name (pflicht)
    Erstellt am 19. November 2009 um 11:14 | Permanent-Link

    Auf jeden Fall. ^^
    Einfach so ne 1000 Mann Firma mal ein Jahr vom Netz nehmen lassen. Mal gucken was passiert. Türlich gehen solche Gesetze dann nur wieder auf den kleinen Mann / die kleine Frau, der/die i.d.R. nicht die Mittel hat um sich gegen die Halsabschneiderei zu wehren.

  9. Torsten
    Erstellt am 19. November 2009 um 11:51 | Permanent-Link

    boRp: Es gibt auch Tempokontrollen, die nicht nach Gesichtspunkten der Verkehrssicherheit platziert werden – sondern nach dem höchsten Bußgeld-Ertrag.

    Armin: Dann kommt der Musikverband Musikindustrie und gibt ein wenig beim Richtervorbehalt nach – und schon fällt die Gegenargumentation in sich zusammen.

  10. Stefan
    Erstellt am 19. November 2009 um 13:19 | Permanent-Link

    Ich kenne auch schon die Gegenargumentation:
    “Früher ging es doch auch ohne Internet!”

    Leute, die so gegenargumentieren möchte ich doch gerne mal ein Jahr den Strom abstellen und sagen:
    “Früher ging es doch auch ohne Strom!”

  11. Thaniell
    Erstellt am 19. November 2009 um 13:38 | Permanent-Link

    @Torsten: Schon mal wegen Tempoüberschreitung ein Fahrverbot erhalten? Wenn ja, egal wo der Blitzkasten stand, wenn du so weit drüber warst, dann hast du nach Auffassung dieser Gesellschaft andere Leben riskiert durch deine Fahrweise.
    (jaja, es gibt Ausnahmen von wegen Lautstärkedämmung, wobei die nun wirklich das sind – Ausnahmen) und selbst dann steht dir da immer noch ein Gegenprozedere offen.

    Tut sie nicht, denn es geht nicht um eine polizeiliche Maßnahme wie Hausdurchsuchung -> ergo Einspruchsrecht, Beweislast usw. letztenendes womöglich Verhandlung, so mit Anwälten. Jaha und dann möcht ich doch mal den Aufschrei ob der Verwaltungsausgaben für solchen Blödsinn sehen.

  12. nb
    Erstellt am 19. November 2009 um 13:50 | Permanent-Link

    Wesentlich ausführlicher hat sich Cory Doctorow zu dem Themen EBooks, DRM & Copyright in seinem Vortrag dem Q2C Festival in diesem Jahr ausgelassen. Hier ist der Mitschnitt, sehr empfehlenswert:

    “Copyright versus Universal Access to All Human Knowledge and Groups
    Without Cost: the state of play in the global copyfight”

    http://www.q2cfestival.com/play.php?lecture_id=7748

  13. Torsten
    Erstellt am 19. November 2009 um 18:02 | Permanent-Link

    Thaniell: Ich hab nur mal 5 Euro wegen falsch parken müssen – mich muss man auch nicht überzeugen, dass 3 strikes Blödsinn sind. :-)

    Es fehlen die Argumente für die Nicht-Netizens.

  14. Humanity3.0
    Erstellt am 19. November 2009 um 18:11 | Permanent-Link

    Die Marktwirtschaft hat sich dem Gemeinwohl zu verpflichten. Sollte der Markt jedoch versuchen durch Restriktion und Pressuren gegen Staatliche und Demokratische Institutionen sich künstlich aufrecht zu erhalten, statt sich dem Konsumenteninteresse neuanzupassen, so verliert er seine Existenzberechtigung und jeder Konsument ist berechtigt sich gegen Gefährdung der Sozialdemokratie durch nicht akzeptables Verhalten des Marktes, sich zu wehren. Der ideale Freie Markt sollte nun mal funktionieren wie die Evolution. Und ich bin der Meinung, dass die Zeit der Dinosaurier vorbei ist.

  15. Thaniell
    Erstellt am 19. November 2009 um 18:55 | Permanent-Link

    @Torsten: Argumente für die Nicht-Netizens? Es schickt dir (ich spreche jetzt mal mit dem Nicht-Netizen Nachbar) wer einen Brief. Drin steht “Onkel Vader ist ein Arsch”. Onkel V. wohnt aber dummerweise um die Ecke und schaut dir mit dem Fernglas zu wie du den Brief aufmachst. Das findet er nicht so toll, er schimpft ganz doll mit dir und sagt deinem Postboten du hättest dir ihn beleidigende Briefe schicken lassen. First Strike. Dann bekommt er noch mit dass du dir das Gestöhne seiner Frau am Telefon anhörst, das darf sie aber eigentlich nur ihm abliefern. Second Strike. Und schließlich sieht ein Blockwart, dass du dein Kaugummi auf den Rasen deines Kegelvereins spuckst. Third Strike.
    Weil du so ein böser Junge warst, wird dir jetzt das Telefon abgestellt, du darfst keine Post mehr verschicken oder empfangen und kegeln darfst du auch nicht mehr gehen. Zum Glück hast du ja aber noch deinen Internetzugang, so dass du da EMails verschicken, via Skype telefonieren und die Zeit mit deiner WOW Gilde totschlagen kannst.

    Achja, den Fernseher könnte man auch noch einbauen und um etwas näher am Urheberrecht zu bleiben per Brief kopierte Gedichte und verliehene/kopierte Videokassetten.

  16. picodream
    Erstellt am 19. November 2009 um 20:33 | Permanent-Link

    Ich finde den Vergleich einem Unternehmen das Internet abzudrehen sehr passend.
    Schließlich ist die Three-Strikes-Regelung genau das: Sippenhaft.
    Warum sollte man dann nicht auch ein Unternehmen als Sippe haften lassen?

    Aber wie immer gilt wohl: Der mit der teureren Lobby gewinnt in der Politik und der mit den teureren Anwälten vor Gericht und dem mit den teureren Anzügen glaubt die Polizei eher. (Nur um mal es mal auf alle Gewalten auszudehnen)

    @Thomas nochmals zum Fahrverbot: Auch hier gibt es keine Sippenhaft. Das wäre so, wenn der 18 jährige Sohn seinen Führerschein in der Probezeit abgenommen bekommt und dann die gesamte Familie nicht mehr fahren darf.

  17. neolith
    Erstellt am 20. November 2009 um 23:21 | Permanent-Link

    Ich würde mir das Video ja gerne anschauen, aber leider ist der Ton dort so unglaublich leise, dass ich selbst dann nichts verstehe, wenn alle Regler, die dieser Rechner hergibt, ganz aufgedreht sind… :(

4 Trackbacks

  1. Von davitenio's tumblelog am 19. November 2009 um 09:22

    No, three strikes and you’re out : netzpolitik.org…

    No, three strikes and you’re out : netzpolitik.org…

  2. [...] hyperorg via netzpolitik) Lesezeichen gefällig? Bedien' [...]

  3. [...] http://www.netzpolitik.org/2009/no-three-strikes-and-youre-out/ a few seconds ago from IdentiFox [...]

  4. Von links for 2009-11-19 | Nerdcore am 20. November 2009 um 07:09

    [...] No, three strikes and you’re out : netzpolitik.org David Weinberger hat Cory Doctorow zur “3 Thrikes and you’re out”- Internetsperrungen-Phantasien interviewt. (tags: ThreeStrikes Interview CoryDoctorow Copyright) [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.