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	<title>Kommentare zu: Netzpolitik-Podcast 075: Die Kulturflatrate</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft.</description>
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	<item>
		<title>Von: Sharing Licence Library &#171; vgrass.de</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-426853</link>
		<dc:creator>Sharing Licence Library &#171; vgrass.de</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 15:15:19 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Grassmuck, Volker (DE 2009): Netzpolitik Podcast 075, Interview by Markus Beckedahl, 27.2.2009 (online). [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Grassmuck, Volker (DE 2009): Netzpolitik Podcast 075, Interview by Markus Beckedahl, 27.2.2009 (online). [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Konferenz: Kulturfinanzierung im digitalen Zeitalter (Update) : netzpolitik.org</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-385851</link>
		<dc:creator>Konferenz: Kulturfinanzierung im digitalen Zeitalter (Update) : netzpolitik.org</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 10:48:59 +0000</pubDate>
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		<description>[...] fairer verg&#252;tet werden k&#246;nnen. Dabei wurde die Kulturflatrate (h&#246;re hierzu auch den Netzpolitik-Podcast Nr. 75), Mikrobezahlsysteme wie z.B. Flattr, die Idee des „digital rights fair trade“ (siehe hierzu [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] fairer verg&#252;tet werden k&#246;nnen. Dabei wurde die Kulturflatrate (h&#246;re hierzu auch den Netzpolitik-Podcast Nr. 75), Mikrobezahlsysteme wie z.B. Flattr, die Idee des „digital rights fair trade“ (siehe hierzu [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: vasistas?</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-385775</link>
		<dc:creator>vasistas?</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 13:44:47 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Konferenz: Kulturfinanzierung im digitalen&#160;Zeitalter...&lt;/strong&gt;

Heute fand in Brüssel eine Konferenz der Grünen/EFA zum Thema Kulturfinanzierung im digitalen Zeitalter statt. Ziel der Konferenz war es, verschiedene Ansätze zu diskutieren, um eine faire Vergütung der Urheber und Schöpfer zu garantieren, ohne jedoch ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Konferenz: Kulturfinanzierung im digitalen&nbsp;Zeitalter&#8230;</strong></p>
<p>Heute fand in Brüssel eine Konferenz der Grünen/EFA zum Thema Kulturfinanzierung im digitalen Zeitalter statt. Ziel der Konferenz war es, verschiedene Ansätze zu diskutieren, um eine faire Vergütung der Urheber und Schöpfer zu garantieren, ohne jedoch &#8230;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ein Wort zur Kulturflatrate &#171; codethief&#8217;s cookie box</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-347704</link>
		<dc:creator>Ein Wort zur Kulturflatrate &#171; codethief&#8217;s cookie box</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 13:53:33 +0000</pubDate>
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		<description>[...] den Kommentaren bin ich auch auf einen Podcast gestoßen. Den werde ich mir mal [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] den Kommentaren bin ich auch auf einen Podcast gestoßen. Den werde ich mir mal [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: micha</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-324846</link>
		<dc:creator>micha</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 19:34:34 +0000</pubDate>
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		<description>Schade, die Audioqualität der Podcasts lässt ein Hören nicht zu. Ist ja grauenhaft, dabei tolles Thema.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schade, die Audioqualität der Podcasts lässt ein Hören nicht zu. Ist ja grauenhaft, dabei tolles Thema.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Eriks Blog &#187; Der Angriff auf das Internet</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-324730</link>
		<dc:creator>Eriks Blog &#187; Der Angriff auf das Internet</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2009 11:11:58 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Artikel zum Thema: netzpolitik.org . Podcast 075 &#8211; Die Kulturflatrate netzpolitik.org &#8211; Brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Internetanstalt? netzwertig.com [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Artikel zum Thema: netzpolitik.org . Podcast 075 &#8211; Die Kulturflatrate netzpolitik.org &#8211; Brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Internetanstalt? netzwertig.com [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Fireball&#8217;s Weblog &#8211; (enjoying the postapocalypse) &#187; Blog Archive &#187; Die große Kopiermaschine</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-314638</link>
		<dc:creator>Fireball&#8217;s Weblog &#8211; (enjoying the postapocalypse) &#187; Blog Archive &#187; Die große Kopiermaschine</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 11:58:59 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Nein, werter Herr Infalt, unsere Gesellschaft muss nicht &#8220;im Kampf gegen diesen großen Klau sehr schnell Strategien entwickeln&#8221;, sondern die Rechtslage muss sich der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung anpassen. Es gibt auch schon Ansätze. Zum Beispiel Creative Commons. Künstlerinnen und Autoren können ihre Werke unter eine spezielle Lizenz stellen, unter der ihre Werke verbreitet werden dürfen, ihre Name aber immer genannt werden muss und wahlweise Bearbeitung und kommerzielle Nutzung erlaubt oder verboten werden kann. Dann gibt es schon etwas länger die Idee der Kulturflatrate. Man bezahlt, genau wie bei CD-Rohlingen, Kopiermaschinen, leeren Blättern und sonstigen Leermedien eine Gebühr auf seinen (Breitband-)Internetzugang. Dieses Geld wird dann unter den Künstlern und Autorinnen verteilt und File-Sharing und die Privatkopie von Musik, Filmen, etc. wird legalisiert. Sogar die sonst so internetferne SPD prüft momentan die Möglichkeit der Einführung einer Kulturflatrate. Auf Politikercheck.lu haben sich mehere luxemburgische Politiker positiv zu der Idee geäußert. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie, werter Herr Infalt, in diesem zweistündigen Podcast der Seite Netzpolitik.org. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Nein, werter Herr Infalt, unsere Gesellschaft muss nicht &#8220;im Kampf gegen diesen großen Klau sehr schnell Strategien entwickeln&#8221;, sondern die Rechtslage muss sich der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklung anpassen. Es gibt auch schon Ansätze. Zum Beispiel Creative Commons. Künstlerinnen und Autoren können ihre Werke unter eine spezielle Lizenz stellen, unter der ihre Werke verbreitet werden dürfen, ihre Name aber immer genannt werden muss und wahlweise Bearbeitung und kommerzielle Nutzung erlaubt oder verboten werden kann. Dann gibt es schon etwas länger die Idee der Kulturflatrate. Man bezahlt, genau wie bei CD-Rohlingen, Kopiermaschinen, leeren Blättern und sonstigen Leermedien eine Gebühr auf seinen (Breitband-)Internetzugang. Dieses Geld wird dann unter den Künstlern und Autorinnen verteilt und File-Sharing und die Privatkopie von Musik, Filmen, etc. wird legalisiert. Sogar die sonst so internetferne SPD prüft momentan die Möglichkeit der Einführung einer Kulturflatrate. Auf Politikercheck.lu haben sich mehere luxemburgische Politiker positiv zu der Idee geäußert. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie, werter Herr Infalt, in diesem zweistündigen Podcast der Seite Netzpolitik.org. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Flexible Flatrate: Mehr Angebote bringen mehr Geld für Kultur und Medien &#8211; georg.leyrer.priv.at</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-307127</link>
		<dc:creator>Flexible Flatrate: Mehr Angebote bringen mehr Geld für Kultur und Medien &#8211; georg.leyrer.priv.at</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 10:33:16 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Update: Eine Sammlung spannender Ideen udn Ansätze zum Thema Flarate gibt es hier. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Update: Eine Sammlung spannender Ideen udn Ansätze zum Thema Flarate gibt es hier. [...]</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-306013</link>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 12:57:42 +0000</pubDate>
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		<description>In den letzten Jahren wurde von einschlägiger Stelle immer wieder die Gefahr einer Zerstörung des Allzweckcomputers durch DRM an die Wand gemalt und damit die Forderung nach einer Kulturflatrate als Alternative begründet. In den Jahren um 2005 hatte das ja noch eine gewisse Berechtigung. Wer dieses Argument aber heute noch vertritt, wie Volker Grassmuck in diesem Podcast, macht sich doch nur noch lächerlich. In allen legalen Downloadangeboten wie iTunes wurde DRM nicht verschärft, sondern abgeschafft. Der TPM ist entgegen den Befürchtungen nur in wenigen Mainboards vertreten. Microsofts Palladium (bzw. NGSCB, HASE etc.) wurde nicht verwirklicht. Von einer Gefahr für den Allzweckcomputer kann keine Rede mehr sein. 

Die neue Strategie der Musikindustrie scheint ein Verzicht auf DRM zu sein, kombiniert mit harter exemplarischer Bestrafung derjenigen, die es dennoch nicht lassen können, illegal Musik online anzubieten. Das ist aber aus Sicht der überwältigenden Mehrheit derjenigen, die diese illegalen Angebote nicht nutzen, noch lange kein Grund, dafür zu bezahlen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Jahren wurde von einschlägiger Stelle immer wieder die Gefahr einer Zerstörung des Allzweckcomputers durch DRM an die Wand gemalt und damit die Forderung nach einer Kulturflatrate als Alternative begründet. In den Jahren um 2005 hatte das ja noch eine gewisse Berechtigung. Wer dieses Argument aber heute noch vertritt, wie Volker Grassmuck in diesem Podcast, macht sich doch nur noch lächerlich. In allen legalen Downloadangeboten wie iTunes wurde DRM nicht verschärft, sondern abgeschafft. Der TPM ist entgegen den Befürchtungen nur in wenigen Mainboards vertreten. Microsofts Palladium (bzw. NGSCB, HASE etc.) wurde nicht verwirklicht. Von einer Gefahr für den Allzweckcomputer kann keine Rede mehr sein. </p>
<p>Die neue Strategie der Musikindustrie scheint ein Verzicht auf DRM zu sein, kombiniert mit harter exemplarischer Bestrafung derjenigen, die es dennoch nicht lassen können, illegal Musik online anzubieten. Das ist aber aus Sicht der überwältigenden Mehrheit derjenigen, die diese illegalen Angebote nicht nutzen, noch lange kein Grund, dafür zu bezahlen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: DieterK</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-305820</link>
		<dc:creator>DieterK</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2009 10:20:07 +0000</pubDate>
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		<description>@vgrass:

Danke für die Antworten.

Nein, ich bin kein GEMA-Mitglied. Als stolzer (Mit-)Inhaber diverser musikalischer Urheber- und Leistungsschutzrechte bin ich – in realistischer Einschätzung des Marktes - bislang davon ausgegangen, dass eine GEMA-/GVL-/SoundExhange-Mitgliedschaft wenig Sinn macht. Und ich fürchte, daran würde sich auch nach der Einführung einer „Kulturflatrate“ nichts ändern.


„Leermedienabgabe ist die direkte Vorlage für die Kulturflatrate (...) Die [Nicht-Mitglieder einer Verwertungsgesellschaft] gehen, wie bei der Ausschüttung der Privatkopiepauschalen, leer aus.“

Erklären Sie das mal den Verfechtern des Modells bzw. der diversen Modelle „Kulturflatrate“. Soweit ich die Diskussionen verfolgt habe, gehen die meisten KF-Fans davon aus, dass über die „Kulturflatrate“ umverteilt (in Richtung des „long tails“) bzw. ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ für „Kreative“ (alle selbsternannten „Künstler“) finanziert werden kann/soll.
Ein Ende der Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern wäre zwar begrüßenswert, aber insgesamt würde sich durch die Einführung Ihrer Version der „Kulturflatrate“ nur wenig (in Richtung „neuer Sozialvertrag“) ändern. Jedenfalls viel weniger als sowohl Befürworter als auch Kritiker meinen.

Im Podcast (oder im ORF-Interview) haben Sie die „Kulturflatrate“ als Alternative zu DRM dargestellt. Wie das Beispiel der Leermedienabgabe (Versuch der Abschaffung der Möglichkeit, private Kopien zu erstellen durch DRM und entsprechende Gesetze) zeigt, würde auch die Einführung einer „Kulturflatrate“ nicht den Fortbestand der Tauschbörsen sichern: Auch wenn DRM zur Zeit kein Thema mehr ist, in dem Moment, in dem es technisch / juristisch möglich ist, Tauschbörsen zu schliessen, wird die Musik-/Medienindustrie dies auch tun. 


„Natürlich muss ein Film anders vergütet werden als ein Song.“

Kann es eine auch nur halbwegs „gerechte“ Formel geben, nach der die Einnahmen aus der „Kulturflaterate“ auf die verschiedenen Branchen der Kulturindustrie verteilt werden? Die Verteilungskämpfe zwischen den Verwertungsgesellschaften könnten diese gegenüber der Medienindustrie schwächen.


„Die Leermedienabgabe ist verpflichtend, die Rundfunkgebühr auch.“

Hier bringen Sie zwei Sachverhalte zusammen, die nicht zusammen gehören. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlicher Rundfunks hat nichts mit der Entschädigung der Inhaber von Urheber- und Leistungsrechten über eine Pauschalabgabe zu tun.


Zu den Umfragen / Studien:
Als Soziologe wissen Sie, dass die Ergebnisse von Studien (auch) vom Auftraggeber / der Fragestellung abhängen. Außerdem ist ein eine „Abogebühr für Tauschbörsennutzung“ etwas anderes als Ihre (oder sonst eine) „Kulturflatrate“.


Lindhoff / (Zwangs-)Lizenzierung für digitale Übertragungen:

Sicher hat dieser Ansatz auch seine Probleme, aber von einer „Enteignung“ (wie die GEMA in Bezug auf die Zwangslizenzierung von Kompositionen noch in den 1960er Jahren argumentierte), kann keine Rede sein. Tatsächlich war die Zwangslizenz (für Kompositionen) die Grundlage des Erfolgs der Phonoindustrie (und damit auch der Musikverlage und Urheber). Eine Zwangslizenz für Tonaufnahmen (beim digitalen Vertrieb) wäre also kein Tabubruch, sondern – ökonomisch und juristisch – eine realistische Möglichkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@vgrass:</p>
<p>Danke für die Antworten.</p>
<p>Nein, ich bin kein GEMA-Mitglied. Als stolzer (Mit-)Inhaber diverser musikalischer Urheber- und Leistungsschutzrechte bin ich – in realistischer Einschätzung des Marktes &#8211; bislang davon ausgegangen, dass eine GEMA-/GVL-/SoundExhange-Mitgliedschaft wenig Sinn macht. Und ich fürchte, daran würde sich auch nach der Einführung einer „Kulturflatrate“ nichts ändern.</p>
<p>„Leermedienabgabe ist die direkte Vorlage für die Kulturflatrate (&#8230;) Die [Nicht-Mitglieder einer Verwertungsgesellschaft] gehen, wie bei der Ausschüttung der Privatkopiepauschalen, leer aus.“</p>
<p>Erklären Sie das mal den Verfechtern des Modells bzw. der diversen Modelle „Kulturflatrate“. Soweit ich die Diskussionen verfolgt habe, gehen die meisten KF-Fans davon aus, dass über die „Kulturflatrate“ umverteilt (in Richtung des „long tails“) bzw. ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ für „Kreative“ (alle selbsternannten „Künstler“) finanziert werden kann/soll.<br />
Ein Ende der Kriminalisierung von Tauschbörsennutzern wäre zwar begrüßenswert, aber insgesamt würde sich durch die Einführung Ihrer Version der „Kulturflatrate“ nur wenig (in Richtung „neuer Sozialvertrag“) ändern. Jedenfalls viel weniger als sowohl Befürworter als auch Kritiker meinen.</p>
<p>Im Podcast (oder im ORF-Interview) haben Sie die „Kulturflatrate“ als Alternative zu DRM dargestellt. Wie das Beispiel der Leermedienabgabe (Versuch der Abschaffung der Möglichkeit, private Kopien zu erstellen durch DRM und entsprechende Gesetze) zeigt, würde auch die Einführung einer „Kulturflatrate“ nicht den Fortbestand der Tauschbörsen sichern: Auch wenn DRM zur Zeit kein Thema mehr ist, in dem Moment, in dem es technisch / juristisch möglich ist, Tauschbörsen zu schliessen, wird die Musik-/Medienindustrie dies auch tun. </p>
<p>„Natürlich muss ein Film anders vergütet werden als ein Song.“</p>
<p>Kann es eine auch nur halbwegs „gerechte“ Formel geben, nach der die Einnahmen aus der „Kulturflaterate“ auf die verschiedenen Branchen der Kulturindustrie verteilt werden? Die Verteilungskämpfe zwischen den Verwertungsgesellschaften könnten diese gegenüber der Medienindustrie schwächen.</p>
<p>„Die Leermedienabgabe ist verpflichtend, die Rundfunkgebühr auch.“</p>
<p>Hier bringen Sie zwei Sachverhalte zusammen, die nicht zusammen gehören. Die Finanzierung des öffentlich-rechtlicher Rundfunks hat nichts mit der Entschädigung der Inhaber von Urheber- und Leistungsrechten über eine Pauschalabgabe zu tun.</p>
<p>Zu den Umfragen / Studien:<br />
Als Soziologe wissen Sie, dass die Ergebnisse von Studien (auch) vom Auftraggeber / der Fragestellung abhängen. Außerdem ist ein eine „Abogebühr für Tauschbörsennutzung“ etwas anderes als Ihre (oder sonst eine) „Kulturflatrate“.</p>
<p>Lindhoff / (Zwangs-)Lizenzierung für digitale Übertragungen:</p>
<p>Sicher hat dieser Ansatz auch seine Probleme, aber von einer „Enteignung“ (wie die GEMA in Bezug auf die Zwangslizenzierung von Kompositionen noch in den 1960er Jahren argumentierte), kann keine Rede sein. Tatsächlich war die Zwangslizenz (für Kompositionen) die Grundlage des Erfolgs der Phonoindustrie (und damit auch der Musikverlage und Urheber). Eine Zwangslizenz für Tonaufnahmen (beim digitalen Vertrieb) wäre also kein Tabubruch, sondern – ökonomisch und juristisch – eine realistische Möglichkeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: KoopTech &#187; Titelgeschichte &#187; Schweden, Großbritannien, Polen: Auf dem Weg zur Kulturflatrate?</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-304524</link>
		<dc:creator>KoopTech &#187; Titelgeschichte &#187; Schweden, Großbritannien, Polen: Auf dem Weg zur Kulturflatrate?</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 17:43:19 +0000</pubDate>
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		<description>[...] diesem Zusammenhang sei auch auf den zweist&#252;ndigen Podcast von Marcus Beckedahl mit Volker Grassmuck hingewiesen, der sich seit Jahren f&#252;r eine &#8220;informationelle Nachhaltigkeit&#8221; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] diesem Zusammenhang sei auch auf den zweist&#252;ndigen Podcast von Marcus Beckedahl mit Volker Grassmuck hingewiesen, der sich seit Jahren f&#252;r eine &#8220;informationelle Nachhaltigkeit&#8221; [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: vgrass</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-304331</link>
		<dc:creator>vgrass</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 23:32:58 +0000</pubDate>
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		<description>Eine kurze und leider schon wieder viel zu späte Antwort @DieterK:

1. Aber dann ist die Leermedienabgabe auch eine „Kulturflatrate“.

Genau, sie ist die direkte Vorlage für die KF. 


4. Aber ist der schlecht Ruf auch gerechtfertigt? ... Die totale Unkenntnis (viel zu) vieler GEMA-Mitglieder ist erschreckend.

Diese Diskrepanz scheint mir zumindest eines klar zu machen: mit der Transparenz, der Vermittlung und dem demokratischen Meinungsaustausch in dieser Mitgliederorganisation steht es nicht zum besten. Wenn Sie recht haben, dass Unkenntnis ein wichtiger Grund für den schlechten Ruf der GEMA ist, dann wäre die Lösunge eine offene, breite Diskussion, z.B. ein Blog, in dem die Vorwürfe ausgesprochen, ggf. Unkenntnisse korrigiert und sich zu neuen Sachverhalten wie CC und KF Meinungsbilder bilden können -- GEMA 2.0. Ich unterstelle den GEMA-Oberen keine Böswilligkeit, ehrlich. Aber mir scheint dass die Kanalisierung des Unmuts in Einzelgespräche und Mitgliederversammlungen verhindert, ihn wirksam werden zu lassen. Dann bleiben Leute nur zähneknirschend Mitglieder oder treten aus oder lassen sich von vermeintlichen Alternativen zur GEMA locken (http://www.heise.de/newsticker/Jamendo-positioniert-sich-als-Alternative-zur-GEMA--/meldung/135470). 

Von der GEMA ist ein solches offenes Forum wohl nicht zu erwarten. Schließe ich aus Ihren Äußerungen richtig, dass Sie GEMA-Mitglied sind? Möchten Sie nicht die Inititiative ergreifen? Ich bin sicher, Sie hätten eine Menge Mitstreiter. 


5. Ich hoffe, in Ihrem System ist ein Faktor vorgesehen, der die VEs je nach der Werkkategorie (und diversen zusätlichen Kriterien)gewichtet

Natürlich muss ein Film anders vergütet werden als ein Song.


5. Selbst wenn durch totale Überwachung der nicht-kommerziellen P2P

Eine totale Überwachung ist weder wünschenswert noch notwendig. Für die Erhebung der Downloads hat Philippe Aigrain in Internet &amp; Creation (http://paigrain.debatpublic.net/?page_id=171, Kapitel 9) ein Modell entwickelt und empirisch überprüft, wonach für die Bevölkerung von Frankreich ein Panel von 100.000 Freiwilligen, die Plug-Ins installieren, die anonymisierte Daten übertragen, ausreicht, um mit guter Präzision die Vielfalt der genutzten Werke zu erfassen, selbst wenn zur Betrugsverhinderung nur ein geringer Anteil davon ausgewertet wird. 

Griffin arbeitet bei Chorus an einer Reihe von Techniken zur Erhebung, die ebenfalls Datenschutz gewährleisten und weit entfernt von einer totalen Überwachung gute Ergebnisse versprechen. 


5. würden die Kosten ... alle eventuellen positiven Effekte zunichten machen.

Es würde Geld für Tauschbörsennutzung fließen, die heute völlig unvergütet ist. 

Dagegen die sozialisierten Kosten für HADOPI (die neue Behörde, die in Frankreich für die Three Strikes eingerichtet werden soll): offizieller Haushalt 6,7 M€/Jahr plus Kosten für den Umbau der Infrastuktur der ISPs, um die Inhaber von IP-Adressen identifizieren zu können: 70 M€ (nach Schätzung des „Superior Council for IT“ des französischen Wirtschaftsminsiteriums) plus geschätzte jährliche Betriebskosten für die ISPs: 10-20 M€ plus die Verschickung von zehntausenden von Warnbriefen pro Tag, die das französische Kulturministerium schätzt, plus Ausbau der Kapazitäten des Justizapparats, die die Einsprüche von tausenden von abgeschalteten Internnutzern bearbeiten müssen. Also erhebliche Summen, die die Steurzahler und die Internetnutzer bezahlen müssen. Alles in der unbewiesenen Annahme, dass sich dadurch die Absatzchancen für Urheberprodukte verbessern lassen und letztlich die Urheber mehr Geld bekommen. 

Wo ist dieses Geld besser investiert: in einer Infrastruktur für die Vergütung von Urhebern oder in einer für die Unterdrückung von Tauschbörsennutzung?


5. Und was ist eigentlich mit den Urhebern/Rechteinhabern, die weder einer Verwertungsgesellschaft angehören ...?

Die gehen, wie bei der Ausschüttung der Privatkopiepauschalen, leer aus. Wer das Geld, das ihm zusteht, nicht in Anspruch nimmt, den kann man kaum dazu zwingen.


6. Peter Jenner ... Tax or no tax?

Zunächst vorsicht: „tax“ ist nicht „Steuer“, sondern allgemein eine verpflichtende Abgabe oder Gebühr, wie Jenners Busgebühr zeigt. Und in der Frage, ob die KF freiwillig sein soll oder für alle Internetzugänge verpflichtend, bin ich, wie Jenner, noch nicht vollständig entschieden.

Die Leermedienabgabe ist verpflichtend, die Rundfunkgebühr auch, beides unabhänig von der tatsächlichen Nutzung, begründet aus der Möglichkeit einer Nutzung. Bei der KF wollen wir ja gerade keine Nutzer erfassen, aber wir wissen, dass heute etwa die Hälfte der Internet-Nutzer Tauschbörsen benutzen (Für die Niederlande s. die Studie „Ups and Downs“ (Paul Keller hat sie hier gepostet: http://netzpolitik.org/2009/ups-and-downs-file-sharing-ist-gut-fr-die-oekonomie/): 44% (N = 1.500, S. 63). Kann man die anderen 56% zwangsverpflichten? Kann man davon ausgehen, dass sie Tauschbörsen deshalb nicht nutzen, weil sie illegal sind und es tun würden, wenn das nicht mehr der Fall ist? Die Anfang März vorgestellte STIM-Umfrage (N=1.123, die anonym einen Fragebogen im Internet ausgefüllt haben) ergab, dass 86,2% interessiert sind, eine optionale Abo-Gebühr für Tauschbörsennutzung zu bezahlen. (http://translate.google.com/translate?hl=de&amp;langpair=sv&#124;en&amp;u=http://sydsvenskan.se/kultur-och-nojen/article418349/Stim-vantar-pa-natoperatorerna.html&amp;prev=/translate_s%3Fhl%3Dde%26q%3Dsurvey%2Bstim%2B86,2%26sl%3Den%26tl%3Dsv). 

Wären der Nachweis des Nettowohlfahrtsgewinns durch P2P (Ups and Downs) plus die erklärte Bereitschaft von 86%, zu zahlen (STIM), hinreichend, um die KF verpflichtend zu machen?


6. Was die Phonoindustrie unter dem Deckmantel einer „Kulturflate“ will, geht in Richtung Choruss (Jim Griffin, WMG). Und diese Modell hat Lindoff gerade als Mogelpackung enttarnt:

Griffin mit der Phonoindustrie gleichzusetzen, ist ein bisschen übertrieben. Er setzt sich seit der Jahrtausendwende für eine Version der KF ein und hat dafür eine Menge Prügel von der Phonoindustrie bezogen. Wie Jenner (und mir hier), wird ihm vorgeworfen, dass er unklare Aussagen macht. Aber das kann bei einem solchen explorativen Unterfangen auch gar nicht anders sein. Er spielt Varianten durch, redet mit allen Parteien und entwickelt diverse Technologien. Ich sehe Choruss als ein Testbed, ein Proof of Concept in der Inselsituation von Unis/Colleges, aus dem nützliche Erfahrungen für die nächsten Schritte hervorgehen werden. 

Lincoffs Kritik richtete sich auf ein juristisches Detail. Griffin denkt daran – auch das ist noch nicht entschieden –, dass die Studierenden für ihre monatliche Zahlung keine Lizenz erhalten sondern eine „Zusicherung, nicht zu klagen“. Die Schwächen dieses Ansatzes hat Lincoff in seiner Kritik aufgezeigt. Aber nicht, weil er Griffins Arbeit für eine „Mogelpackung“ hält, sondern weil er sich für einen anderen Ansatz einsetzt. Sein „Digital Transmission Right“ soll „a Combination of Direct 
Licenses and Voluntary Collective Rights Management“ sein, was m.E. ebenfalls problematische Aspekte beinhaltet. (Bennett Lincoff, Common Sense, Accommodation and Sound Policy for the Digital Music Marketplace, in: Journal of International Media and Entertainment, Winter 2008, http://www.bennettlincoff.com/CommonSense.pdf)

Wir werden morgen auf der re:publica über die KF sprechen: http://programm.re-publica.de/2009/events/361.de.html

Würde mich freuen, wenn wir die Diskussion dort fortsetzen könnten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine kurze und leider schon wieder viel zu späte Antwort @DieterK:</p>
<p>1. Aber dann ist die Leermedienabgabe auch eine „Kulturflatrate“.</p>
<p>Genau, sie ist die direkte Vorlage für die KF. </p>
<p>4. Aber ist der schlecht Ruf auch gerechtfertigt? &#8230; Die totale Unkenntnis (viel zu) vieler GEMA-Mitglieder ist erschreckend.</p>
<p>Diese Diskrepanz scheint mir zumindest eines klar zu machen: mit der Transparenz, der Vermittlung und dem demokratischen Meinungsaustausch in dieser Mitgliederorganisation steht es nicht zum besten. Wenn Sie recht haben, dass Unkenntnis ein wichtiger Grund für den schlechten Ruf der GEMA ist, dann wäre die Lösunge eine offene, breite Diskussion, z.B. ein Blog, in dem die Vorwürfe ausgesprochen, ggf. Unkenntnisse korrigiert und sich zu neuen Sachverhalten wie CC und KF Meinungsbilder bilden können &#8212; GEMA 2.0. Ich unterstelle den GEMA-Oberen keine Böswilligkeit, ehrlich. Aber mir scheint dass die Kanalisierung des Unmuts in Einzelgespräche und Mitgliederversammlungen verhindert, ihn wirksam werden zu lassen. Dann bleiben Leute nur zähneknirschend Mitglieder oder treten aus oder lassen sich von vermeintlichen Alternativen zur GEMA locken (<a href="http://www.heise.de/newsticker/Jamendo-positioniert-sich-als-Alternative-zur-GEMA--/meldung/135470" rel="nofollow">http://www.heise.de/newsticker/Jamendo-positioniert-sich-als-Alternative-zur-GEMA&#8211;/meldung/135470</a>). </p>
<p>Von der GEMA ist ein solches offenes Forum wohl nicht zu erwarten. Schließe ich aus Ihren Äußerungen richtig, dass Sie GEMA-Mitglied sind? Möchten Sie nicht die Inititiative ergreifen? Ich bin sicher, Sie hätten eine Menge Mitstreiter. </p>
<p>5. Ich hoffe, in Ihrem System ist ein Faktor vorgesehen, der die VEs je nach der Werkkategorie (und diversen zusätlichen Kriterien)gewichtet</p>
<p>Natürlich muss ein Film anders vergütet werden als ein Song.</p>
<p>5. Selbst wenn durch totale Überwachung der nicht-kommerziellen P2P</p>
<p>Eine totale Überwachung ist weder wünschenswert noch notwendig. Für die Erhebung der Downloads hat Philippe Aigrain in Internet &amp; Creation (<a href="http://paigrain.debatpublic.net/?page_id=171" rel="nofollow">http://paigrain.debatpublic.net/?page_id=171</a>, Kapitel 9) ein Modell entwickelt und empirisch überprüft, wonach für die Bevölkerung von Frankreich ein Panel von 100.000 Freiwilligen, die Plug-Ins installieren, die anonymisierte Daten übertragen, ausreicht, um mit guter Präzision die Vielfalt der genutzten Werke zu erfassen, selbst wenn zur Betrugsverhinderung nur ein geringer Anteil davon ausgewertet wird. </p>
<p>Griffin arbeitet bei Chorus an einer Reihe von Techniken zur Erhebung, die ebenfalls Datenschutz gewährleisten und weit entfernt von einer totalen Überwachung gute Ergebnisse versprechen. </p>
<p>5. würden die Kosten &#8230; alle eventuellen positiven Effekte zunichten machen.</p>
<p>Es würde Geld für Tauschbörsennutzung fließen, die heute völlig unvergütet ist. </p>
<p>Dagegen die sozialisierten Kosten für HADOPI (die neue Behörde, die in Frankreich für die Three Strikes eingerichtet werden soll): offizieller Haushalt 6,7 M€/Jahr plus Kosten für den Umbau der Infrastuktur der ISPs, um die Inhaber von IP-Adressen identifizieren zu können: 70 M€ (nach Schätzung des „Superior Council for IT“ des französischen Wirtschaftsminsiteriums) plus geschätzte jährliche Betriebskosten für die ISPs: 10-20 M€ plus die Verschickung von zehntausenden von Warnbriefen pro Tag, die das französische Kulturministerium schätzt, plus Ausbau der Kapazitäten des Justizapparats, die die Einsprüche von tausenden von abgeschalteten Internnutzern bearbeiten müssen. Also erhebliche Summen, die die Steurzahler und die Internetnutzer bezahlen müssen. Alles in der unbewiesenen Annahme, dass sich dadurch die Absatzchancen für Urheberprodukte verbessern lassen und letztlich die Urheber mehr Geld bekommen. </p>
<p>Wo ist dieses Geld besser investiert: in einer Infrastruktur für die Vergütung von Urhebern oder in einer für die Unterdrückung von Tauschbörsennutzung?</p>
<p>5. Und was ist eigentlich mit den Urhebern/Rechteinhabern, die weder einer Verwertungsgesellschaft angehören &#8230;?</p>
<p>Die gehen, wie bei der Ausschüttung der Privatkopiepauschalen, leer aus. Wer das Geld, das ihm zusteht, nicht in Anspruch nimmt, den kann man kaum dazu zwingen.</p>
<p>6. Peter Jenner &#8230; Tax or no tax?</p>
<p>Zunächst vorsicht: „tax“ ist nicht „Steuer“, sondern allgemein eine verpflichtende Abgabe oder Gebühr, wie Jenners Busgebühr zeigt. Und in der Frage, ob die KF freiwillig sein soll oder für alle Internetzugänge verpflichtend, bin ich, wie Jenner, noch nicht vollständig entschieden.</p>
<p>Die Leermedienabgabe ist verpflichtend, die Rundfunkgebühr auch, beides unabhänig von der tatsächlichen Nutzung, begründet aus der Möglichkeit einer Nutzung. Bei der KF wollen wir ja gerade keine Nutzer erfassen, aber wir wissen, dass heute etwa die Hälfte der Internet-Nutzer Tauschbörsen benutzen (Für die Niederlande s. die Studie „Ups and Downs“ (Paul Keller hat sie hier gepostet: <a href="http://netzpolitik.org/2009/ups-and-downs-file-sharing-ist-gut-fr-die-oekonomie/" rel="nofollow">http://netzpolitik.org/2009/ups-and-downs-file-sharing-ist-gut-fr-die-oekonomie/</a>): 44% (N = 1.500, S. 63). Kann man die anderen 56% zwangsverpflichten? Kann man davon ausgehen, dass sie Tauschbörsen deshalb nicht nutzen, weil sie illegal sind und es tun würden, wenn das nicht mehr der Fall ist? Die Anfang März vorgestellte STIM-Umfrage (N=1.123, die anonym einen Fragebogen im Internet ausgefüllt haben) ergab, dass 86,2% interessiert sind, eine optionale Abo-Gebühr für Tauschbörsennutzung zu bezahlen. (<a href="http://translate.google.com/translate?hl=de&#038;langpair=sv" rel="nofollow">http://translate.google.com/translate?hl=de&#038;langpair=sv</a>|en&amp;u=http://sydsvenskan.se/kultur-och-nojen/article418349/Stim-vantar-pa-natoperatorerna.html&amp;prev=/translate_s%3Fhl%3Dde%26q%3Dsurvey%2Bstim%2B86,2%26sl%3Den%26tl%3Dsv). </p>
<p>Wären der Nachweis des Nettowohlfahrtsgewinns durch P2P (Ups and Downs) plus die erklärte Bereitschaft von 86%, zu zahlen (STIM), hinreichend, um die KF verpflichtend zu machen?</p>
<p>6. Was die Phonoindustrie unter dem Deckmantel einer „Kulturflate“ will, geht in Richtung Choruss (Jim Griffin, WMG). Und diese Modell hat Lindoff gerade als Mogelpackung enttarnt:</p>
<p>Griffin mit der Phonoindustrie gleichzusetzen, ist ein bisschen übertrieben. Er setzt sich seit der Jahrtausendwende für eine Version der KF ein und hat dafür eine Menge Prügel von der Phonoindustrie bezogen. Wie Jenner (und mir hier), wird ihm vorgeworfen, dass er unklare Aussagen macht. Aber das kann bei einem solchen explorativen Unterfangen auch gar nicht anders sein. Er spielt Varianten durch, redet mit allen Parteien und entwickelt diverse Technologien. Ich sehe Choruss als ein Testbed, ein Proof of Concept in der Inselsituation von Unis/Colleges, aus dem nützliche Erfahrungen für die nächsten Schritte hervorgehen werden. </p>
<p>Lincoffs Kritik richtete sich auf ein juristisches Detail. Griffin denkt daran – auch das ist noch nicht entschieden –, dass die Studierenden für ihre monatliche Zahlung keine Lizenz erhalten sondern eine „Zusicherung, nicht zu klagen“. Die Schwächen dieses Ansatzes hat Lincoff in seiner Kritik aufgezeigt. Aber nicht, weil er Griffins Arbeit für eine „Mogelpackung“ hält, sondern weil er sich für einen anderen Ansatz einsetzt. Sein „Digital Transmission Right“ soll „a Combination of Direct<br />
Licenses and Voluntary Collective Rights Management“ sein, was m.E. ebenfalls problematische Aspekte beinhaltet. (Bennett Lincoff, Common Sense, Accommodation and Sound Policy for the Digital Music Marketplace, in: Journal of International Media and Entertainment, Winter 2008, <a href="http://www.bennettlincoff.com/CommonSense.pdf" rel="nofollow">http://www.bennettlincoff.com/CommonSense.pdf</a>)</p>
<p>Wir werden morgen auf der re:publica über die KF sprechen: <a href="http://programm.re-publica.de/2009/events/361.de.html" rel="nofollow">http://programm.re-publica.de/2009/events/361.de.html</a></p>
<p>Würde mich freuen, wenn wir die Diskussion dort fortsetzen könnten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stammhörer</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-304200</link>
		<dc:creator>stammhörer</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 09:22:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-304200</guid>
		<description>danke!

markus ist aber mal wieder zu viel leise und die qualität des gesamten audio-files ist zimelich mies. bitte darauf achten, sonst macht das hoeren keinen spass.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>danke!</p>
<p>markus ist aber mal wieder zu viel leise und die qualität des gesamten audio-files ist zimelich mies. bitte darauf achten, sonst macht das hoeren keinen spass.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: DieterK</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-303182</link>
		<dc:creator>DieterK</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 16:39:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-303182</guid>
		<description>@vgrass

1. „Ich verstehe nicht ganz, wo die Idee einer Umverteilung zulasten der Urheber herkommt.“

Im Podcast begründen sie die Einführung einer „Kulturflatrate“ nicht nur mit der Entschädigung/Vergütung der Urheber, sondern auch mit der „Kulturförderung“. Das habe ich so verstanden, dass mit den eingenommenen Geldern nicht nur die Rechteinhaber entschädigt, sondern auch Kultur gefördert werden soll. Wenn sie die Entschädigung der Rechteinhaber als Kulturförderung verstehen, dann erledigt sich meine Kritik. Aber dann ist die Leermedienabgabe auch eine „Kulturflatrate“.

2. Eingliederung gewerblicher Schutzrechte als verwandte Schutzrechte in das Urheberrecht.

Dies war ein Fehler, weil dadurch zum Beispiel die Inhaber von Leistungschutzrechten von den für Urheber geltenden speziellen Bedingungen profitieren (extreme lange Schutzfristen im Vergleich zu anderen gewerblichen Rechten, Patenten usw.).  Da Sie die „historische Fehlentscheidung“ der gemeinsamen Mitgliedschaft von Verwertern und Urhebern in den Verwertungsgesellschaften beklagen, gehe ich davon aus, dass Ihre Frage rhetorisch gemeint war und Ihnen die Problematik bekannt ist.

3. „Man könnte sich zwei (Musik-)VGs denken: in der einen sind Urheber Mitglieder, in der anderen die Verlage.“

Also ich könnte mir mindestens vier (Musik-)VGs denken: Interpreten und Labels haben schließlich auch berechtigte Interessen.

4. „Die Gema hat unter ihren Mitgliedern, denen sie ja eigentlich dienen sollte, einen phänomenal schlechten Ruf, insbesondere was den Einstieg ins Digitalzeitalter betrifft.“

Das stimmt. Aber ist der schlecht Ruf auch gerechtfertigt? Hat die GEMA die Online-Verwertung von Musik verhindert/verzögert oder waren das die Labels? Scheitert die Lizenzierung von Samples an der GEMA oder an den Labels? 

Die totale Unkenntnis (viel zu) vieler GEMA-Mitglieder ist erschreckend. Da gibt es sogar so genante E-Musik-Komponisten (das sind Komponisten, die laut GEMA-Statuten aus den Einnahmen von Dieter Bohlen &amp; Co subventioniert werden), die nicht einmal wissen, dass die GEMA für Melodien und nicht für Soundschnipsel im Millisekundenbereich zuständig ist. Und solche Leute profilieren sich – unterstützt von ahnungslosen Journalisten/Bloggern – als GEMA-Kritiker.

5. „Das Grundprinzip der KF sollte m.E., wie gesagt, sein: eine runtergeladene nutzbare Kopie = eine Vergütungseinheit.“

Ein „runtergeladener nutzbarer“ Song ist eine Vergütungseinheit (VE) wert, ein „runtergelandenes nutzbare“ Album ist eine VE wert, ein „runtergeladenes nutzbares“ Buch ist eine VE wert, ein„runtergeladener nutzbarer“ Film (Hollywood) ist eine VE wert, ein „runtergeladener nutzbarer“ Blogbeitrag ist eine VE wert?

Ich hoffe, in Ihrem System ist ein Faktor vorgesehen, der die VEs je nach der Werkkategorie (und diversen zusätlichen Kriterien)gewichtet, aus der die „runtergeladene nutzbare Kopie“ stammt. 

Selbst wenn durch totale Überwachung der nicht-kommerziellen P2P-Systeme, die Herausfilterung der nicht relevanten Tauschvorgänge, der Entwicklung komplizierter Bewertungskriterien usw. in Verbindung mit der Gründung Duzender neuer Verwertungsgesellschaften eine höhere Verteilungsgerechtigkeit erreicht werden sollte (was ich bezweifle), würden die Kosten – die Beträge, die die 10 bis 15 Prozent der Rechteinhaber am langen Ende des „long tail“ erhalten würden, wären so gering, dass eine Auszahlung viel zu teuer käme – alle eventuellen positiven Effekte zunichten machen.

Ganz zu schweigen davon, dass Sie offenbar den Kreis der Bezugsberechtigten (durch Beteiligung der CC-Lizenzgeber an den Einnnahmen aus der „Kulturflatrate“) vervielfachen (um welchen Faktor? Haben Sie davon eine ungefähre Vorstellung?) wollen. Und was ist eigentlich mit den Urhebern/Rechteinhabern, die weder einer Verwertungsgesellschaft angehören, noch ihre Werke unter NC-CC-Lizenzen stellen? 


6. „Peter Jenner ist Emeritus-Chef der UK Musikmanager-Vereinigung und spricht sich kenntnisreich über eine KF in meinem Sinne aus.“

Jetzt verstehe ich, warum ich Ihre „Kulturflatrate“ nicht verstehe :) 
Den Überlegungen von Peter Jenner konnte ich auch schon immer schwer folgen. Peter Jenner, 13.11.2006:

“But if you say that if mobile phones and ISPs want to distribute music in a non-commercial fashion, then they should pay for that right. And if you swear that you&#039;re not going to listen to any music, you&#039;re not going to pay. It&#039;s going to be very hard for you not to pay, and the network is keeping an eye on you to see you don&#039;t download any music. And if you do without a license, we&#039;ll sue the hell out of you - because you&#039;ve been offered a cheap deal like the TV license.” http://www.theregister.co.uk/2006/11/03/peter_jenner/:

Telfongesellschaften und ISPs sollen Lizenzgebühren dafür zahlen, dass sie Musik „in a non-commercial fashion“ verteilen. Wer keine Musik hört, zahlt nichts. Das klingt für mich ganz und gar nicht nach einer Pauschalabgabe im Sinne Ihrer „Kulturflatrate“.

Später hat Jenner dann in Richtung Steuer auf Internet-Anschlüsse gedacht. Aber eine Steuer soll Ihre “Kulturflatrate” ja gerade nicht sein.

Peter Jenner (im Gespräch mit Andrew Orlowski) 29.7.2008:

„&quot;It&#039;s a tax in the same sense that when you get on a bus, you pay a fare. If you don&#039;t, then tough shit, you get thrown off the bus.&quot;

That sounds like a tax - and compulsory. Is that fair if people don&#039;t want music, or want to acquire it by some other means?

&quot;My taxes pay for the war in Iraq, I don&#039;t agree with that, but I pay my taxes.&quot;

I [Andrew Orlowski] couldn&#039;t find anyone apart from Pete Jenner to speak up for a blanket. And at various points, even Pete sounded like he didn&#039;t want a tax, either (…) Tax or no tax? I felt as if Heiseinberg&#039;s uncertainty principle was at work. A tax was raised, but as soon as it was examined, it changed form - morphing, rhetorically, into a &quot;voluntary&quot; arrangement. Round, and round, and round we went. http://www.theregister.co.uk/2008/07/29/who_wants_a_music_tax/

Was die Phonoindustrie unter dem Deckmantel einer „Kulturflate“ will, geht in Richtung Choruss (Jim Griffin, WMG). Und diese Modell hat Lindoff gerade als Mogelpackung enttarnt: 
http://www.ip-watch.org/weblog/2009/03/17/chorusss-covenant-the-promised-land-maybe-for-record-labels-a-lesser-destination-for-everyone-else/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@vgrass</p>
<p>1. „Ich verstehe nicht ganz, wo die Idee einer Umverteilung zulasten der Urheber herkommt.“</p>
<p>Im Podcast begründen sie die Einführung einer „Kulturflatrate“ nicht nur mit der Entschädigung/Vergütung der Urheber, sondern auch mit der „Kulturförderung“. Das habe ich so verstanden, dass mit den eingenommenen Geldern nicht nur die Rechteinhaber entschädigt, sondern auch Kultur gefördert werden soll. Wenn sie die Entschädigung der Rechteinhaber als Kulturförderung verstehen, dann erledigt sich meine Kritik. Aber dann ist die Leermedienabgabe auch eine „Kulturflatrate“.</p>
<p>2. Eingliederung gewerblicher Schutzrechte als verwandte Schutzrechte in das Urheberrecht.</p>
<p>Dies war ein Fehler, weil dadurch zum Beispiel die Inhaber von Leistungschutzrechten von den für Urheber geltenden speziellen Bedingungen profitieren (extreme lange Schutzfristen im Vergleich zu anderen gewerblichen Rechten, Patenten usw.).  Da Sie die „historische Fehlentscheidung“ der gemeinsamen Mitgliedschaft von Verwertern und Urhebern in den Verwertungsgesellschaften beklagen, gehe ich davon aus, dass Ihre Frage rhetorisch gemeint war und Ihnen die Problematik bekannt ist.</p>
<p>3. „Man könnte sich zwei (Musik-)VGs denken: in der einen sind Urheber Mitglieder, in der anderen die Verlage.“</p>
<p>Also ich könnte mir mindestens vier (Musik-)VGs denken: Interpreten und Labels haben schließlich auch berechtigte Interessen.</p>
<p>4. „Die Gema hat unter ihren Mitgliedern, denen sie ja eigentlich dienen sollte, einen phänomenal schlechten Ruf, insbesondere was den Einstieg ins Digitalzeitalter betrifft.“</p>
<p>Das stimmt. Aber ist der schlecht Ruf auch gerechtfertigt? Hat die GEMA die Online-Verwertung von Musik verhindert/verzögert oder waren das die Labels? Scheitert die Lizenzierung von Samples an der GEMA oder an den Labels? </p>
<p>Die totale Unkenntnis (viel zu) vieler GEMA-Mitglieder ist erschreckend. Da gibt es sogar so genante E-Musik-Komponisten (das sind Komponisten, die laut GEMA-Statuten aus den Einnahmen von Dieter Bohlen &amp; Co subventioniert werden), die nicht einmal wissen, dass die GEMA für Melodien und nicht für Soundschnipsel im Millisekundenbereich zuständig ist. Und solche Leute profilieren sich – unterstützt von ahnungslosen Journalisten/Bloggern – als GEMA-Kritiker.</p>
<p>5. „Das Grundprinzip der KF sollte m.E., wie gesagt, sein: eine runtergeladene nutzbare Kopie = eine Vergütungseinheit.“</p>
<p>Ein „runtergeladener nutzbarer“ Song ist eine Vergütungseinheit (VE) wert, ein „runtergelandenes nutzbare“ Album ist eine VE wert, ein „runtergeladenes nutzbares“ Buch ist eine VE wert, ein„runtergeladener nutzbarer“ Film (Hollywood) ist eine VE wert, ein „runtergeladener nutzbarer“ Blogbeitrag ist eine VE wert?</p>
<p>Ich hoffe, in Ihrem System ist ein Faktor vorgesehen, der die VEs je nach der Werkkategorie (und diversen zusätlichen Kriterien)gewichtet, aus der die „runtergeladene nutzbare Kopie“ stammt. </p>
<p>Selbst wenn durch totale Überwachung der nicht-kommerziellen P2P-Systeme, die Herausfilterung der nicht relevanten Tauschvorgänge, der Entwicklung komplizierter Bewertungskriterien usw. in Verbindung mit der Gründung Duzender neuer Verwertungsgesellschaften eine höhere Verteilungsgerechtigkeit erreicht werden sollte (was ich bezweifle), würden die Kosten – die Beträge, die die 10 bis 15 Prozent der Rechteinhaber am langen Ende des „long tail“ erhalten würden, wären so gering, dass eine Auszahlung viel zu teuer käme – alle eventuellen positiven Effekte zunichten machen.</p>
<p>Ganz zu schweigen davon, dass Sie offenbar den Kreis der Bezugsberechtigten (durch Beteiligung der CC-Lizenzgeber an den Einnnahmen aus der „Kulturflatrate“) vervielfachen (um welchen Faktor? Haben Sie davon eine ungefähre Vorstellung?) wollen. Und was ist eigentlich mit den Urhebern/Rechteinhabern, die weder einer Verwertungsgesellschaft angehören, noch ihre Werke unter NC-CC-Lizenzen stellen? </p>
<p>6. „Peter Jenner ist Emeritus-Chef der UK Musikmanager-Vereinigung und spricht sich kenntnisreich über eine KF in meinem Sinne aus.“</p>
<p>Jetzt verstehe ich, warum ich Ihre „Kulturflatrate“ nicht verstehe :)<br />
Den Überlegungen von Peter Jenner konnte ich auch schon immer schwer folgen. Peter Jenner, 13.11.2006:</p>
<p>“But if you say that if mobile phones and ISPs want to distribute music in a non-commercial fashion, then they should pay for that right. And if you swear that you&#8217;re not going to listen to any music, you&#8217;re not going to pay. It&#8217;s going to be very hard for you not to pay, and the network is keeping an eye on you to see you don&#8217;t download any music. And if you do without a license, we&#8217;ll sue the hell out of you &#8211; because you&#8217;ve been offered a cheap deal like the TV license.” <a href="http://www.theregister.co.uk/2006/11/03/peter_jenner/" rel="nofollow">http://www.theregister.co.uk/2006/11/03/peter_jenner/</a>:</p>
<p>Telfongesellschaften und ISPs sollen Lizenzgebühren dafür zahlen, dass sie Musik „in a non-commercial fashion“ verteilen. Wer keine Musik hört, zahlt nichts. Das klingt für mich ganz und gar nicht nach einer Pauschalabgabe im Sinne Ihrer „Kulturflatrate“.</p>
<p>Später hat Jenner dann in Richtung Steuer auf Internet-Anschlüsse gedacht. Aber eine Steuer soll Ihre “Kulturflatrate” ja gerade nicht sein.</p>
<p>Peter Jenner (im Gespräch mit Andrew Orlowski) 29.7.2008:</p>
<p>„&#8221;It&#8217;s a tax in the same sense that when you get on a bus, you pay a fare. If you don&#8217;t, then tough shit, you get thrown off the bus.&#8221;</p>
<p>That sounds like a tax &#8211; and compulsory. Is that fair if people don&#8217;t want music, or want to acquire it by some other means?</p>
<p>&#8220;My taxes pay for the war in Iraq, I don&#8217;t agree with that, but I pay my taxes.&#8221;</p>
<p>I [Andrew Orlowski] couldn&#8217;t find anyone apart from Pete Jenner to speak up for a blanket. And at various points, even Pete sounded like he didn&#8217;t want a tax, either (…) Tax or no tax? I felt as if Heiseinberg&#8217;s uncertainty principle was at work. A tax was raised, but as soon as it was examined, it changed form &#8211; morphing, rhetorically, into a &#8220;voluntary&#8221; arrangement. Round, and round, and round we went. <a href="http://www.theregister.co.uk/2008/07/29/who_wants_a_music_tax/" rel="nofollow">http://www.theregister.co.uk/2008/07/29/who_wants_a_music_tax/</a></p>
<p>Was die Phonoindustrie unter dem Deckmantel einer „Kulturflate“ will, geht in Richtung Choruss (Jim Griffin, WMG). Und diese Modell hat Lindoff gerade als Mogelpackung enttarnt:<br />
<a href="http://www.ip-watch.org/weblog/2009/03/17/chorusss-covenant-the-promised-land-maybe-for-record-labels-a-lesser-destination-for-everyone-else/" rel="nofollow">http://www.ip-watch.org/weblog/2009/03/17/chorusss-covenant-the-promised-land-maybe-for-record-labels-a-lesser-destination-for-everyone-else/</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Oliver Gassner</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-302542</link>
		<dc:creator>Oliver Gassner</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 09:03:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/2009/netzpolitik-podcast-075-die-kulturflatrate/#comment-302542</guid>
		<description>&lt;strong&gt;links for 2009-03-11...&lt;/strong&gt;


                caipi » Identität durch Abgrenzung und Spiegelbilder - life is fresh, so get used to it!
                
                (tags: icommented literatur romane)
            
                Netzpolitik-Podcast 075: Die Kulturflatrate : ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>links for 2009-03-11&#8230;</strong></p>
<p>                caipi » Identität durch Abgrenzung und Spiegelbilder &#8211; life is fresh, so get used to it!</p>
<p>                (tags: icommented literatur romane)</p>
<p>                Netzpolitik-Podcast 075: Die Kulturflatrate : &#8230;</p>
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