Journalisten sind oft nicht besser als Web-Surfer

Ein Soziologe hatte nach dem Tod einer leicht prominenten Person den Wikipedia Eintrag des Verstorbenen verändert und durch ein falsches Zitat ergänzt. Der Fake wurde von vielen klassischen Journalisten in große klassische Medien übernommen. Netter Artikel dazu auf arstechnica.

In Deutschland wird ja auch der Ruf nach Bestandschutz von journalistischen Verlagen laut – dafür sollte es dann aber auch eine Qualitätsgrundlage geben. Es ist ja kein Geheimnis, dass nur wenige Prozent (vielleicht auch nur eines oder weniger) der Gesamtkosten für Investigatives ausgegeben werden. Dann sollten wenigstens die “Fakten, Fakten, Fakten ;)” stimmen.

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4 Kommentare

  1. Klugscheißer
    Erstellt am 8. Mai 2009 um 05:56 | Permanent-Link

    Zumindest beherrschen die meisten Journalisten die deutsche Rechtschreibung – auch morgens um Viertel nach fünf ;)

  2. thomson
    Erstellt am 8. Mai 2009 um 08:31 | Permanent-Link

    Oh weh oh weh…. schaut euch bitte nochmal den ersten Satz an

  3. Vinny
    Erstellt am 8. Mai 2009 um 11:06 | Permanent-Link

    Achtung! Bald kommen die ersten von der Arbeit zurück und durch das nicht-existente Wort \Tot\ werden die Kommentare hier überquellen.

  4. Flo
    Erstellt am 12. Mai 2009 um 17:12 | Permanent-Link

    “Journalisten sind oft nicht besser als Web-Server”

    Kann ich so unterschreiben.

2 Trackbacks

  1. [...] Journalismus werden deutlich, wenn man sieht, wie einige Journalisten recherchieren, nämlich nicht besser als Otto-Normal-Surfer. Das erinnert an die Affäre von und zu Guttenberg, der zur Amtseinführung einen weiteren Vornamen [...]

  2. [...] 5. Journalisten und die Wikipedia (netzpolitik.org, Andreas Pohl) Ein irischer Soziologie-Student ändert einen Wikipedia-Eintrag im Rahmen seiner Forschungen zur Globalisierung. Sein Fake-Beitrag wird von Journalisten übernommen und geistert selbst nach einer Korrektur noch wochenlang durch die Presse. [...]

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