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	<title>Kommentare zu: Jako vs. Baade: Ende gut, alles gut?</title>
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	<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/</link>
	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 10:15:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Die nächsten Abmahnungen: Jack Wolfskin &#124; Martin Gude</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-349180</link>
		<dc:creator>Die nächsten Abmahnungen: Jack Wolfskin &#124; Martin Gude</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 22:14:57 +0000</pubDate>
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		<description>[...] mal als Heuschrecken bezeichnet hat &#8211; geh&#246;rende Konzern &#228;hnlich wie Jako zur&#252;ckrudert oder das wie mit der taz vor Gericht [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] mal als Heuschrecken bezeichnet hat &#8211; geh&#246;rende Konzern &#228;hnlich wie Jako zur&#252;ckrudert oder das wie mit der taz vor Gericht [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: ker0zene</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340441</link>
		<dc:creator>ker0zene</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 19:07:27 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke, mit einer weiteren Eskalation und einer zunehmenden Verhärtung der Fronten ist niemandem gedient. Der Firma JAKO nicht, Trainer Baade nicht und der Weböffentlichkeit/Blogosphäre (&lt;em&gt;wie auch immer man das nennen mag, werde nicht so ganz warm mit dem Begriff&lt;/em&gt;) am wenigsten. Es geht nicht darum, die Sau bis zum Herzschlag durchs Dorf zu treiben (&lt;em&gt;und genau das ist der Vorwurf, der &quot;uns&quot; hieraus in &quot;netzfernen Bevölkerungsschichten&quot; entsteht&lt;/em&gt;). 

Natürlich ist die Sache nicht ausgestanden. Aber JAKO hat sich einen kleinen Schritt in die richtige Richtung bewegt und weitere angekündigt. Das gilt es nun wachsam zu beobachten. Wenn am Ende eine einvernehmliche Lösung entsteht und dabei noch was gelernt wird - um so besser (ich habe da Teils noch arge Zweifel, aber man wird sehen).

Schade ist eben, das JAKO es sich selbst so schwierig gemacht hat, den richtigen Weg zu gehen. Man kann ja nur vermuten, wie es abgelaufen ist. Offenbar waren ja bis Mittwoch/Donnerstag noch Vertreter der Anwaltskanzlei im Boot, die einen Deal mit dem Trainer nach Art von &quot;Kostenerlass gegen Kuschelposting&quot; aushandeln wollten, bis dann doch irgendwo jemand das Heft in die Hand genommen hat und die Pressemitteilung kam. Wenn ich die letzten Tage Revue passieren lasse und sehe, wie man offensichtlich überfordert war, eine Entscheidung oder wenigstens Entscheidungsträger zusammen zu bekommen und es nicht schaffte, Presseanfragen etc. zu beantworten, dann komme ich fast zu dem Schluss - die können es noch nicht besser.

Schade, hätte man sich imho alles viel einfacher machen können, wenn man einen Tag früher einfach nur Entschuldigung gesagt und die Abmahnungen zerrissen hätte. Ein paar offene Worte (und entsprechende Handlungen) ohne den starren Überbau der Standard-Pressemeldung, wäre möglicherweise eine Gewinnsituation für alle gewesen. JAKO hätte die Kuh vom Eis, das Gesicht gewahrt und vielleicht sogar Anerkennung für das Eingeständnis und die Korrektur eines Fehlers erfahren, Trainer Baade könnte wieder ruhig schlafen, die ganze Aktion hätte gezeigt, das Weböffentlichkeit was bewirken kann, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen. Das wäre eben auch ein gutes Signal für zukünftige ähnlich gelagerte Fälle - welche kommen werden.

Wie gesagt, hätte alles einfacher sein können.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, mit einer weiteren Eskalation und einer zunehmenden Verhärtung der Fronten ist niemandem gedient. Der Firma JAKO nicht, Trainer Baade nicht und der Weböffentlichkeit/Blogosphäre (<em>wie auch immer man das nennen mag, werde nicht so ganz warm mit dem Begriff</em>) am wenigsten. Es geht nicht darum, die Sau bis zum Herzschlag durchs Dorf zu treiben (<em>und genau das ist der Vorwurf, der &#8220;uns&#8221; hieraus in &#8220;netzfernen Bevölkerungsschichten&#8221; entsteht</em>). </p>
<p>Natürlich ist die Sache nicht ausgestanden. Aber JAKO hat sich einen kleinen Schritt in die richtige Richtung bewegt und weitere angekündigt. Das gilt es nun wachsam zu beobachten. Wenn am Ende eine einvernehmliche Lösung entsteht und dabei noch was gelernt wird &#8211; um so besser (ich habe da Teils noch arge Zweifel, aber man wird sehen).</p>
<p>Schade ist eben, das JAKO es sich selbst so schwierig gemacht hat, den richtigen Weg zu gehen. Man kann ja nur vermuten, wie es abgelaufen ist. Offenbar waren ja bis Mittwoch/Donnerstag noch Vertreter der Anwaltskanzlei im Boot, die einen Deal mit dem Trainer nach Art von &#8220;Kostenerlass gegen Kuschelposting&#8221; aushandeln wollten, bis dann doch irgendwo jemand das Heft in die Hand genommen hat und die Pressemitteilung kam. Wenn ich die letzten Tage Revue passieren lasse und sehe, wie man offensichtlich überfordert war, eine Entscheidung oder wenigstens Entscheidungsträger zusammen zu bekommen und es nicht schaffte, Presseanfragen etc. zu beantworten, dann komme ich fast zu dem Schluss &#8211; die können es noch nicht besser.</p>
<p>Schade, hätte man sich imho alles viel einfacher machen können, wenn man einen Tag früher einfach nur Entschuldigung gesagt und die Abmahnungen zerrissen hätte. Ein paar offene Worte (und entsprechende Handlungen) ohne den starren Überbau der Standard-Pressemeldung, wäre möglicherweise eine Gewinnsituation für alle gewesen. JAKO hätte die Kuh vom Eis, das Gesicht gewahrt und vielleicht sogar Anerkennung für das Eingeständnis und die Korrektur eines Fehlers erfahren, Trainer Baade könnte wieder ruhig schlafen, die ganze Aktion hätte gezeigt, das Weböffentlichkeit was bewirken kann, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen. Das wäre eben auch ein gutes Signal für zukünftige ähnlich gelagerte Fälle &#8211; welche kommen werden.</p>
<p>Wie gesagt, hätte alles einfacher sein können.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: jmat17</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340438</link>
		<dc:creator>jmat17</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 18:35:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340438</guid>
		<description>@Jörg-Olaf Schäfers
\Angstbeissen\ ist wirklich der passende Begriff. Jedoch gilt diese Metapher eher für Jako. Wenn es richtig ist, was ich in einem anderen Blog gelesen habe, will Jako keine gütliche Einigung, sondern versucht es mit Erpressung.
\Der Fußballtrainer sagte jedoch, die Anwälte hätten ihn zu einer für Jako günstigen Meinungsäußerung überreden und ihm im Gegenzug die zweite Forderung über 5100 Euro erlassen wollen.\
Wenn das nicht den Terminus \Erpressung\ zuläßt, weiss ich nicht, wie das sonst genannt werden kann. Eigentlich erübrigt sich dadurch auch die Frage nach der \Moral\. Und das \Brüllen\ müßte eigentlich noch lauter werden, denn dann wird dieser Protest erst wirklich gehört und vielleicht überdenken Jako und Frau Sanguinette ihre Handlungsweise.
Jürgen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jörg-Olaf Schäfers<br />
\Angstbeissen\ ist wirklich der passende Begriff. Jedoch gilt diese Metapher eher für Jako. Wenn es richtig ist, was ich in einem anderen Blog gelesen habe, will Jako keine gütliche Einigung, sondern versucht es mit Erpressung.<br />
\Der Fußballtrainer sagte jedoch, die Anwälte hätten ihn zu einer für Jako günstigen Meinungsäußerung überreden und ihm im Gegenzug die zweite Forderung über 5100 Euro erlassen wollen.\<br />
Wenn das nicht den Terminus \Erpressung\ zuläßt, weiss ich nicht, wie das sonst genannt werden kann. Eigentlich erübrigt sich dadurch auch die Frage nach der \Moral\. Und das \Brüllen\ müßte eigentlich noch lauter werden, denn dann wird dieser Protest erst wirklich gehört und vielleicht überdenken Jako und Frau Sanguinette ihre Handlungsweise.<br />
Jürgen</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: steuerpirat</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340435</link>
		<dc:creator>steuerpirat</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 18:26:22 +0000</pubDate>
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		<description>@ 34 + 38

Lieber Jörg-Olaf Schäfers, Respekt wie sie uns vordergründig beschwichtigend, hintergründig als okkulter Advocatus diaboli zu pointierten Posts provozieren. Dafür ist eine solche Seite da und deshalb kommen Sie mir auch nicht unter dem Label „beide Seiten haben etwas gelernt“ davon:

Ja, es wäre schön, wenn man den Ball immer flach und den Ton in wohl moderierten Lagen halten könnte. Aber im realen Leben geht das nicht - es menschelt. Und weil das so ist, werden ebendort auch bei grundsätzlich sachlichen Auseinandersetzungen ab und zu Dinge gesag, die man besser nicht hätte sagen sollen. Dann sucht man das Gespräch, enschuldigt sich, erklärt, lächelt, reicht sich die Hand etc. pp. 

Unser Rechtssystem dient nicht dazu diese, das menschliche Miteinader erträglich machenden, Mechanismen zu ersetzen, sondern es ist sozusagen ein Notnagel für die Situationen, in denen kommunikativ keine Lösung gefunden werden konnte. Unter diesem Aspekt ist der überwiegende Teil des Abmahnwesens eine misbräuchliche Instrumentalisierung des Rechtssystems, die (da sind wir uns sicherlich einig) auf mehrern Ebenen Schaden anrichtet.

Eine davon ist die damit im Laufe der Zeit sich konditionierende Selbstzensur: Solche Vorfälle sind in ihren Auswirkungen nicht banal und (...) für die Freiheit des Wortes ebenso gefährlich wie Vorratsdatenspeicherung und Zenursulas tapferer Kampf gegen den „rechtsfreien Raum“. Sie wirken auf uns einfache Bürger wie eine Schere im Kopf, sozusagen als Zensur direkt an der Quelle. - Ja, ich hab das nochmal bei mir selbst abgeschrieben (zählen sie es als die Privatkopie, die mir zusteht). 

Genau deshalb geht es nicht eine Nummer kleiner. Genau deshalb geht es dabei um das freie Wort. Und genau deshalb ist auch gar nichts schechtes daran, dass JAKO sozusagen stellvertretend für die anderen hier Gesicht und Reputation verliert.

Im übrigen teile ich die Meinung nicht, dass man, wenn man von Meinungsfreiheit spricht, im nächsten Satz gleich ihre Einschränkungen erwähnt werden müssten. Die Alltagserfahrung des Bürgers ist dem Juristen diesbezüglich weit voraus. Menschliches Miteinanander verträgt eine Menge Belastungen, sofern man im Nachhinein die Möglichkeiten des Erklärens und Entschuldigens nutzt. Das zeigt im übrigen auch der im Vergleich zur Bananenrepublik Deutschland selbstbewusste Umgang mit der Meinungsfreiheit anderer Staaten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ 34 + 38</p>
<p>Lieber Jörg-Olaf Schäfers, Respekt wie sie uns vordergründig beschwichtigend, hintergründig als okkulter Advocatus diaboli zu pointierten Posts provozieren. Dafür ist eine solche Seite da und deshalb kommen Sie mir auch nicht unter dem Label „beide Seiten haben etwas gelernt“ davon:</p>
<p>Ja, es wäre schön, wenn man den Ball immer flach und den Ton in wohl moderierten Lagen halten könnte. Aber im realen Leben geht das nicht &#8211; es menschelt. Und weil das so ist, werden ebendort auch bei grundsätzlich sachlichen Auseinandersetzungen ab und zu Dinge gesag, die man besser nicht hätte sagen sollen. Dann sucht man das Gespräch, enschuldigt sich, erklärt, lächelt, reicht sich die Hand etc. pp. </p>
<p>Unser Rechtssystem dient nicht dazu diese, das menschliche Miteinader erträglich machenden, Mechanismen zu ersetzen, sondern es ist sozusagen ein Notnagel für die Situationen, in denen kommunikativ keine Lösung gefunden werden konnte. Unter diesem Aspekt ist der überwiegende Teil des Abmahnwesens eine misbräuchliche Instrumentalisierung des Rechtssystems, die (da sind wir uns sicherlich einig) auf mehrern Ebenen Schaden anrichtet.</p>
<p>Eine davon ist die damit im Laufe der Zeit sich konditionierende Selbstzensur: Solche Vorfälle sind in ihren Auswirkungen nicht banal und (&#8230;) für die Freiheit des Wortes ebenso gefährlich wie Vorratsdatenspeicherung und Zenursulas tapferer Kampf gegen den „rechtsfreien Raum“. Sie wirken auf uns einfache Bürger wie eine Schere im Kopf, sozusagen als Zensur direkt an der Quelle. &#8211; Ja, ich hab das nochmal bei mir selbst abgeschrieben (zählen sie es als die Privatkopie, die mir zusteht). </p>
<p>Genau deshalb geht es nicht eine Nummer kleiner. Genau deshalb geht es dabei um das freie Wort. Und genau deshalb ist auch gar nichts schechtes daran, dass JAKO sozusagen stellvertretend für die anderen hier Gesicht und Reputation verliert.</p>
<p>Im übrigen teile ich die Meinung nicht, dass man, wenn man von Meinungsfreiheit spricht, im nächsten Satz gleich ihre Einschränkungen erwähnt werden müssten. Die Alltagserfahrung des Bürgers ist dem Juristen diesbezüglich weit voraus. Menschliches Miteinanander verträgt eine Menge Belastungen, sofern man im Nachhinein die Möglichkeiten des Erklärens und Entschuldigens nutzt. Das zeigt im übrigen auch der im Vergleich zur Bananenrepublik Deutschland selbstbewusste Umgang mit der Meinungsfreiheit anderer Staaten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg-Olaf Schäfers</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340419</link>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 16:24:47 +0000</pubDate>
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		<description>@jmat17: 

&lt;blockquote&gt;Jako und Frau Sanguinette haben die zwischenmenschliche Ebene überhaupt nicht betreten, sondern direkt mit (vielleicht für Sie nicht) im ersten Fall harten und im zweiten Fall existenziell bedrohlichen Geldforderungen agiert.&lt;/blockquote&gt;

Das ist ja unbestritten. Die Frage ist, welche Lehren man aus der Geschichten ziehen sollte.

Bleibt die zwischenmenschliche Ebene gesperrt, sobald Juristen beteiligt sind/waren? Ist es hilfreich, weböffentlich weiter zu eskalieren (Juristen nennen sowas &quot;Geschäftsführung ohne Auftrag&quot;), wenn die Gegenseite ein Signal des Einlenkens gegeben hat? Was ist überhaupt das Ziel? Soll Jako zu Kreuze kriechen und um Vergebung betteln? Oder reicht eine offene Entschuldigung, wie sie ker0zene sich gewünscht hat? 

Mir scheint, dass die Verhärtung der Fronten auf Bloggerseite vor allem auf eine Art Ohnmachtsgefühl zurückzuführen ist  (Hundepsychologen würden wahrscheinlich von Angstbeissern sprechen ...). Mag sein, dass das eine Reaktion ist (was bleibt einem auch sonst?). Hilfreich ist es nicht, das Konflikte auf Brüllwettbewerbe reduziert.

Aber: Danke für das Kompliment. In der Realität bin ich allerdings der denkbar schlechteste Mediensprecher. Egal für wen.

@Christoph Salzig: Ja. Die PM ist Aussenkommunikation. Eine echte Entschuldigung wäre wünschenswert. Die kann imo aber nicht das Netz, sondern allenfalls der Betroffene bloggern einfordern. Das kann dann auch eine Sache sein, die ausschließlich unter den beiden Streitparteien abläuft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jmat17: </p>
<blockquote><p>Jako und Frau Sanguinette haben die zwischenmenschliche Ebene überhaupt nicht betreten, sondern direkt mit (vielleicht für Sie nicht) im ersten Fall harten und im zweiten Fall existenziell bedrohlichen Geldforderungen agiert.</p></blockquote>
<p>Das ist ja unbestritten. Die Frage ist, welche Lehren man aus der Geschichten ziehen sollte.</p>
<p>Bleibt die zwischenmenschliche Ebene gesperrt, sobald Juristen beteiligt sind/waren? Ist es hilfreich, weböffentlich weiter zu eskalieren (Juristen nennen sowas &#8220;Geschäftsführung ohne Auftrag&#8221;), wenn die Gegenseite ein Signal des Einlenkens gegeben hat? Was ist überhaupt das Ziel? Soll Jako zu Kreuze kriechen und um Vergebung betteln? Oder reicht eine offene Entschuldigung, wie sie ker0zene sich gewünscht hat? </p>
<p>Mir scheint, dass die Verhärtung der Fronten auf Bloggerseite vor allem auf eine Art Ohnmachtsgefühl zurückzuführen ist  (Hundepsychologen würden wahrscheinlich von Angstbeissern sprechen &#8230;). Mag sein, dass das eine Reaktion ist (was bleibt einem auch sonst?). Hilfreich ist es nicht, das Konflikte auf Brüllwettbewerbe reduziert.</p>
<p>Aber: Danke für das Kompliment. In der Realität bin ich allerdings der denkbar schlechteste Mediensprecher. Egal für wen.</p>
<p>@Christoph Salzig: Ja. Die PM ist Aussenkommunikation. Eine echte Entschuldigung wäre wünschenswert. Die kann imo aber nicht das Netz, sondern allenfalls der Betroffene bloggern einfordern. Das kann dann auch eine Sache sein, die ausschließlich unter den beiden Streitparteien abläuft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Christoph Salzig</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340418</link>
		<dc:creator>Christoph Salzig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 16:11:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340418</guid>
		<description>Die &quot;Entschuldigung&quot; in Pressemitteilungsform, die ja eigentlich eher eine ungeeignete Rechtfertigung ist, zeugt in der Tat nicht davon, dass die Verantwortlichen wirkliche Lehren aus diesem Vorfall gezogen haben. Ein derart unentspannter Umgang mit Bloggern gepaart mit scheinbarem Großmut zeugt nicht davon, dass JAKO bereit ist, mit Kritikern (und damit letztlich mit potentiellen Kunden) auf Augenhöhe zu kommunizieren. Siehe auch http://trg.li/fc

Gleichzeitig belegt die Pressemitteilung das mangelnde Verständnis für die Funktionsweise der neuen Medienwirklichkeit noch einmal eindrucksvoll. Denn hier ist kein Anwalt in vorauseilendem Gehorsam vorausgeprescht, sondern wurde expressis verbis beauftragt, ohne dass den beteiligten klar war, was sie damit auslösen. Überdies hat sich nicht erst später herausgestellt, dass das nochmalige Auffinden des Blogposts nicht das Verschulden des Herrn Baade gewesen ist (Zitat der PM: &quot;Erst hinterher stellte sich heraus, dass der tschechische Nachrichtenaggregator„Newstin“ den inzwischen von Baade gelöschten Text kopiert hatte und weiterhin verbreitete.&quot;). Das muss mir mal jemand erklären, wie sich das &quot;erst hinterher&quot; herausgestellt haben soll. Ehrliche Einsichten werden anders formuliert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Entschuldigung&#8221; in Pressemitteilungsform, die ja eigentlich eher eine ungeeignete Rechtfertigung ist, zeugt in der Tat nicht davon, dass die Verantwortlichen wirkliche Lehren aus diesem Vorfall gezogen haben. Ein derart unentspannter Umgang mit Bloggern gepaart mit scheinbarem Großmut zeugt nicht davon, dass JAKO bereit ist, mit Kritikern (und damit letztlich mit potentiellen Kunden) auf Augenhöhe zu kommunizieren. Siehe auch <a href="http://trg.li/fc" rel="nofollow">http://trg.li/fc</a></p>
<p>Gleichzeitig belegt die Pressemitteilung das mangelnde Verständnis für die Funktionsweise der neuen Medienwirklichkeit noch einmal eindrucksvoll. Denn hier ist kein Anwalt in vorauseilendem Gehorsam vorausgeprescht, sondern wurde expressis verbis beauftragt, ohne dass den beteiligten klar war, was sie damit auslösen. Überdies hat sich nicht erst später herausgestellt, dass das nochmalige Auffinden des Blogposts nicht das Verschulden des Herrn Baade gewesen ist (Zitat der PM: &#8220;Erst hinterher stellte sich heraus, dass der tschechische Nachrichtenaggregator„Newstin“ den inzwischen von Baade gelöschten Text kopiert hatte und weiterhin verbreitete.&#8221;). Das muss mir mal jemand erklären, wie sich das &#8220;erst hinterher&#8221; herausgestellt haben soll. Ehrliche Einsichten werden anders formuliert.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: jmat17</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340414</link>
		<dc:creator>jmat17</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 15:55:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340414</guid>
		<description>@Jörg-Olaf Schäfers
Beschwichtigung und Toleranz sind ganz tolle Sachen. Jedoch erscheinen mir Ihre Beschwichtigungsversuche an der falschen Stelle zu sein. Jako und Frau Sanguinette haben die zwischenmenschliche Ebene überhaupt nicht betreten, sondern direkt mit (vielleicht für Sie nicht) im ersten Fall harten und im zweiten Fall existenziell bedrohlichen Geldforderungen agiert. Wenn Sie die rechtliche Seite betrachten, bleibt das \Menschliche\ automatisch aussen vor. Also haben die beiden, Jako und Anwältin natürlich \unmenschlich\ gehandelt. Dabei dann noch verbindlich und tolerant zu bleiben, ist schon ziemlich schwierig. Eine kleine Gemeinheit zum Schluss. Sie wären für Jako sicher der geeignete Mediensprecher ;-)  
Jürgen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Jörg-Olaf Schäfers<br />
Beschwichtigung und Toleranz sind ganz tolle Sachen. Jedoch erscheinen mir Ihre Beschwichtigungsversuche an der falschen Stelle zu sein. Jako und Frau Sanguinette haben die zwischenmenschliche Ebene überhaupt nicht betreten, sondern direkt mit (vielleicht für Sie nicht) im ersten Fall harten und im zweiten Fall existenziell bedrohlichen Geldforderungen agiert. Wenn Sie die rechtliche Seite betrachten, bleibt das \Menschliche\ automatisch aussen vor. Also haben die beiden, Jako und Anwältin natürlich \unmenschlich\ gehandelt. Dabei dann noch verbindlich und tolerant zu bleiben, ist schon ziemlich schwierig. Eine kleine Gemeinheit zum Schluss. Sie wären für Jako sicher der geeignete Mediensprecher ;-)<br />
Jürgen</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: vera</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340403</link>
		<dc:creator>vera</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 14:51:33 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340403</guid>
		<description>@jörg-olaf
&lt;i&gt;SÜDTRIBÜNE??&lt;/i&gt; &lt;b&gt;das&lt;/b&gt; kannst du nie, nie, nie wieder gut machen...
aber ich lese ja nicht fussball im internet, sondern seh es auf dem platz oder im fernsehen. oder höre es ganz altmodisch im radio (&lt;i&gt;ohne&lt;/i&gt; samstags mein auto dabei zu waschen). oder spiele es mit den nachbarskindern.
aktive-fans.de ist sehr gut und wichtig, macht aber auch eine klare, übergeordnete politische ansage. ich bleibe dabei: die überwiegende mehrzahl der fans interessiert das spiel und alles, was dranhängt, vernetzung hin oder her. und dafür war jako/baade ein glücksfall.

@steuerpirat, jörg-olaf
leider wird sich über kurz oder lang der gesetzgeber mit dem thema beschäftigen &lt;i&gt;müssen&lt;/i&gt;, hinsichtlich der meinungsfreiheit bzw. deren grenzen und der tatsache, dass in einem rechtsstreit nur der erfolgsaussichten hat, der ihn bezahlen kann. erfahrungen aus den letzten gesetzgebungsverfahren mit bezug auf das www lassen jedoch befürchten, dass die veränderten kommunikationsmöglichkeiten nicht mit der nötigen sachkenntnis, ergo dem notwendigen weitblick berücksichtigt werden. man kann sich aber auch nicht darauf verlassen, dass jede abmahnungssache so eindeutig ist, oder dass auch künftig so klare aktionen zustande kommen. es wird wohl nur bleiben, nach dem motto &#039;steter tropfen höhlt den stein&#039; zu verfahren und zu hoffen, dass &#039;die politik&#039; zunehmend bereit sein wird, sachverstand hinzuzuziehen. on verra...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jörg-olaf<br />
<i>SÜDTRIBÜNE??</i> <b>das</b> kannst du nie, nie, nie wieder gut machen&#8230;<br />
aber ich lese ja nicht fussball im internet, sondern seh es auf dem platz oder im fernsehen. oder höre es ganz altmodisch im radio (<i>ohne</i> samstags mein auto dabei zu waschen). oder spiele es mit den nachbarskindern.<br />
aktive-fans.de ist sehr gut und wichtig, macht aber auch eine klare, übergeordnete politische ansage. ich bleibe dabei: die überwiegende mehrzahl der fans interessiert das spiel und alles, was dranhängt, vernetzung hin oder her. und dafür war jako/baade ein glücksfall.</p>
<p>@steuerpirat, jörg-olaf<br />
leider wird sich über kurz oder lang der gesetzgeber mit dem thema beschäftigen <i>müssen</i>, hinsichtlich der meinungsfreiheit bzw. deren grenzen und der tatsache, dass in einem rechtsstreit nur der erfolgsaussichten hat, der ihn bezahlen kann. erfahrungen aus den letzten gesetzgebungsverfahren mit bezug auf das www lassen jedoch befürchten, dass die veränderten kommunikationsmöglichkeiten nicht mit der nötigen sachkenntnis, ergo dem notwendigen weitblick berücksichtigt werden. man kann sich aber auch nicht darauf verlassen, dass jede abmahnungssache so eindeutig ist, oder dass auch künftig so klare aktionen zustande kommen. es wird wohl nur bleiben, nach dem motto &#8216;steter tropfen höhlt den stein&#8217; zu verfahren und zu hoffen, dass &#8216;die politik&#8217; zunehmend bereit sein wird, sachverstand hinzuzuziehen. on verra&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg-Olaf Schäfers</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340391</link>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 14:01:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340391</guid>
		<description>@steuerpirat: &lt;blockquote&gt;Wenn ein Unternehmen wie in diesem Fall seine Anwältin auf einen Privatmann loslässt und ihn das auch noch selbst bezahlen lässt, ohne zuvor das klärende Gespräch gesucht zu haben, dann ist allein das schon ein Stich mitten ins Herz der freien Meinungsäusserung &lt;/blockquote&gt;

Herrje, geht&#039;s evtl. ne Nummer kleiner? Die großen Kanonen brauchen wir später noch ,) Ok, auch auf die Gefahr, dass ich missverstanden werden: Der Meinungsfreiheit sind Grenzen gesetzt, wo die Rechte Dritter berührt werden. Das ist, hoffe ich, soweit Konsens.

Und das gilt zum Glück auch für Politiker und Firmen. In beiden Fällen ist die Schwelle, was zu dulden ist, ja bereits deutlich höher, als wenn wir hier Zärtlichkeiten untereinander austauschen. Grenzenlos kann und sollte das Recht auf Meinungs(äusserungs)freiheit aber nicht sein. Nicht jeder Verbalausraster (nochmal: Das ist keine Kritik am ursprünglichen Blogbeitrag von Trainer Baade, ich würde das viel lieber allgemein diskutieren) kann von der Meinungsfreiheit gedeckt sein. Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, wo der gewinnt, der am lautesten brüllt. 

Ebenso wenig möchte ich natürlich in einer Gesellschaft leben, wo Menschen mundtot gemacht werden, weil sie sich keine gerichtlich Klärung eines Streits leisten können. Und ja, natürlich wäre es im konkreten Fall besser gewesen, nicht gleich mit einer Kostennote zu wedeln (Und erst recht nicht die Geschichte derart eskalieren zu lassen). Da sind wir uns ja einig. 

&lt;blockquote&gt;Hinterher, wenn die Salbe wieder in die Tube muss, so zu tun, als hätte man eigentlich keinen Fehler gemacht („Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen“)&lt;/blockquote&gt;

Jako kann und will sein Gesicht nicht verlieren. Die PM ist bemühtes Krisenmanagement und halt nicht als erster Linie als Entschuldigung an die Blogwelt gedacht (Hätte es die geben sollen? Vielleicht. Hätte es die gegenüber Trainer Baade geben müssen? Ich hoffe, dass das noch passieren wird oder bereits passiert ist). 
Aber, wie gesagt, Mittwoch hätte ich nicht einmal mit dieser Reaktion gerechnet. 

Wie auch immer: Wenn die Lektion aus dieser Nummer nur ist, dass man sich bei überzogenen Angriffen ggf. öffentlichem Druck beugen muss, ist tatsächlich etwas falsch gelaufen. Es wäre schön, wenn Firmen lernen, dass es auch anders geht. Klar, das mag utopisch sein. Für die Diskussion aber ganz sicher nicht förderlich ist nun eine weitere Verhärtung der Fronten. 

&lt;blockquote&gt;Denn sie wirken auf uns einfache Bürger wie eine Schere im Kopf, sozusagen als Zensur direkt an der Quelle.&lt;/blockquote&gt;

Mag sein, ist mir aber zu einseitig gedacht. Oder, mal euphemistisch formuliert: Wenn man sich in der Öffentlichkeit äussert, sollte man mögliche Konsequenzen bedenken. Das ist jetzt ja keine Erkenntnis, die neu mit dem Internet gekommen ist. Neu ist vielleicht allenfalls, das im Internet jederman mit einfachsten Mitteln &quot;veröffentlichen&quot; kann.* Dass dabei einige unter die Räder kommen, ist wohl unvermeidlich.
 
Ok, was wäre die Alternative? Ein Freibrief für Äusserungen aller Art, auf dem &quot;Meinungsfreiheit&quot; steht? Wohl auch nicht. Aber das schreibst du ja oben auch selber. Bleibt Einsicht. Auf beiden Seiten.

&lt;em&gt;*Da gibt dann noch das Paradoxon &quot;Das Internet vergisst nicht&quot; vs. &quot;Mein Blog lesen nur meine 3 Erbtanten, das ist nicht öffentlich&quot;. Beides geht nicht ,)&lt;/em&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@steuerpirat:<br />
<blockquote>Wenn ein Unternehmen wie in diesem Fall seine Anwältin auf einen Privatmann loslässt und ihn das auch noch selbst bezahlen lässt, ohne zuvor das klärende Gespräch gesucht zu haben, dann ist allein das schon ein Stich mitten ins Herz der freien Meinungsäusserung </p></blockquote>
<p>Herrje, geht&#8217;s evtl. ne Nummer kleiner? Die großen Kanonen brauchen wir später noch ,) Ok, auch auf die Gefahr, dass ich missverstanden werden: Der Meinungsfreiheit sind Grenzen gesetzt, wo die Rechte Dritter berührt werden. Das ist, hoffe ich, soweit Konsens.</p>
<p>Und das gilt zum Glück auch für Politiker und Firmen. In beiden Fällen ist die Schwelle, was zu dulden ist, ja bereits deutlich höher, als wenn wir hier Zärtlichkeiten untereinander austauschen. Grenzenlos kann und sollte das Recht auf Meinungs(äusserungs)freiheit aber nicht sein. Nicht jeder Verbalausraster (nochmal: Das ist keine Kritik am ursprünglichen Blogbeitrag von Trainer Baade, ich würde das viel lieber allgemein diskutieren) kann von der Meinungsfreiheit gedeckt sein. Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, wo der gewinnt, der am lautesten brüllt. </p>
<p>Ebenso wenig möchte ich natürlich in einer Gesellschaft leben, wo Menschen mundtot gemacht werden, weil sie sich keine gerichtlich Klärung eines Streits leisten können. Und ja, natürlich wäre es im konkreten Fall besser gewesen, nicht gleich mit einer Kostennote zu wedeln (Und erst recht nicht die Geschichte derart eskalieren zu lassen). Da sind wir uns ja einig. </p>
<blockquote><p>Hinterher, wenn die Salbe wieder in die Tube muss, so zu tun, als hätte man eigentlich keinen Fehler gemacht („Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen“)</p></blockquote>
<p>Jako kann und will sein Gesicht nicht verlieren. Die PM ist bemühtes Krisenmanagement und halt nicht als erster Linie als Entschuldigung an die Blogwelt gedacht (Hätte es die geben sollen? Vielleicht. Hätte es die gegenüber Trainer Baade geben müssen? Ich hoffe, dass das noch passieren wird oder bereits passiert ist).<br />
Aber, wie gesagt, Mittwoch hätte ich nicht einmal mit dieser Reaktion gerechnet. </p>
<p>Wie auch immer: Wenn die Lektion aus dieser Nummer nur ist, dass man sich bei überzogenen Angriffen ggf. öffentlichem Druck beugen muss, ist tatsächlich etwas falsch gelaufen. Es wäre schön, wenn Firmen lernen, dass es auch anders geht. Klar, das mag utopisch sein. Für die Diskussion aber ganz sicher nicht förderlich ist nun eine weitere Verhärtung der Fronten. </p>
<blockquote><p>Denn sie wirken auf uns einfache Bürger wie eine Schere im Kopf, sozusagen als Zensur direkt an der Quelle.</p></blockquote>
<p>Mag sein, ist mir aber zu einseitig gedacht. Oder, mal euphemistisch formuliert: Wenn man sich in der Öffentlichkeit äussert, sollte man mögliche Konsequenzen bedenken. Das ist jetzt ja keine Erkenntnis, die neu mit dem Internet gekommen ist. Neu ist vielleicht allenfalls, das im Internet jederman mit einfachsten Mitteln &#8220;veröffentlichen&#8221; kann.* Dass dabei einige unter die Räder kommen, ist wohl unvermeidlich.</p>
<p>Ok, was wäre die Alternative? Ein Freibrief für Äusserungen aller Art, auf dem &#8220;Meinungsfreiheit&#8221; steht? Wohl auch nicht. Aber das schreibst du ja oben auch selber. Bleibt Einsicht. Auf beiden Seiten.</p>
<p><em>*Da gibt dann noch das Paradoxon &#8220;Das Internet vergisst nicht&#8221; vs. &#8220;Mein Blog lesen nur meine 3 Erbtanten, das ist nicht öffentlich&#8221;. Beides geht nicht ,)</em></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: steuerpirat</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340366</link>
		<dc:creator>steuerpirat</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 13:20:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340366</guid>
		<description>@20 Jörg-Olaf Schäfers: Dem Vorschlag für dieses Post den Titel des \Euphemismus des Jahres\ zu verleihen (vgl. 25) schliesse ich mich uneingeschränkt und nachdrücklich an.

Mich erinnert das ein bisschen an die gern gemachte Übung, beim Zitieren von, \Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden\, zu vergessen, dass dazu ein wichtiger Nachsatz gehört, nämlich, \Es gibt keine Toleranz der Intoleranz\.

Wenn ein Unternehmen wie in diesem Fall seine Anwältin auf einen Privatmann loslässt und ihn das auch noch selbst bezahlen lässt, ohne zuvor das klärende Gespräch gesucht zu haben, dann ist allein das schon ein Stich mitten ins Herz der freien Meinungsäusserung und zeugt meiner Meinung nach davon, dass man eigene Interessen und das das Recht auf Beleidigtsein weit über die unabdingbaren Normen unserer Gesellschaft stellt (hier das Recht der freien Meinungsäusserung). 

Auch wenn man es selbst nicht nachvollziehen mag, muss man einem Unternehmen, wie jedem anderen, der sich zu Unrecht kritisiert oder beleidigt fühlt, zugestehen, dass es entsprechend dagegen vorgeht, klar. Aber diese konkrete Vorgehensweise war ohne jegliches Augenmass und ob sie juristisch tragfähig wäre, ist zumindest nicht so klar wie JAKO tut (und auch gar nicht der Punkt).

Hinterher, wenn die Salbe wieder in die Tube muss, so zu tun, als hätte man eigentlich keinen Fehler gemacht („Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen“) und würde jetzt allein wegen der \Überreaktion\ der anderen die Wogen glätten müssen (\... „Auseinandersetzung unnötigerweise so aufgeschaukelt hat”) ist einfach nur peinlich. Und das man sich gnädigst \einsetzen\ will, dass dem Betroffenen „keine finanziellen Nachteile erwachsen“, setzt dem ganzen noch die Krone auf.

Aus meiner Sicht kann es für die Art und Weise, wie JAKO mit dem Blogpost umgegangen ist ebensowenig Verständnis geben, wie für die gestrige Erklärung dazu. Diese Sache scheint noch lang nicht ausgestanden. Man kann Trainer-Baade und jedem, dem das Recht auf freie Meinungsäusserung wichtig ist, nur wünschen, dass das öffentliche Interesse weiter anhält - bis JAKO ernsthaft Bereitschaft zu einer fairen Lösung zeigt.

Solche Vorfälle sind in ihren Auswirkungen nicht banal und aus meiner Sicht für die Freiheit des Wortes ebenso gefährlich wie Vorratsdatenspeicherung und Zenursulas tapferer Kampf gegen den \rechtsfreien Raum\. Denn sie wirken auf uns einfache Bürger wie eine Schere im Kopf, sozusagen als Zensur direkt an der Quelle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@20 Jörg-Olaf Schäfers: Dem Vorschlag für dieses Post den Titel des \Euphemismus des Jahres\ zu verleihen (vgl. 25) schliesse ich mich uneingeschränkt und nachdrücklich an.</p>
<p>Mich erinnert das ein bisschen an die gern gemachte Übung, beim Zitieren von, \Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden\, zu vergessen, dass dazu ein wichtiger Nachsatz gehört, nämlich, \Es gibt keine Toleranz der Intoleranz\.</p>
<p>Wenn ein Unternehmen wie in diesem Fall seine Anwältin auf einen Privatmann loslässt und ihn das auch noch selbst bezahlen lässt, ohne zuvor das klärende Gespräch gesucht zu haben, dann ist allein das schon ein Stich mitten ins Herz der freien Meinungsäusserung und zeugt meiner Meinung nach davon, dass man eigene Interessen und das das Recht auf Beleidigtsein weit über die unabdingbaren Normen unserer Gesellschaft stellt (hier das Recht der freien Meinungsäusserung). </p>
<p>Auch wenn man es selbst nicht nachvollziehen mag, muss man einem Unternehmen, wie jedem anderen, der sich zu Unrecht kritisiert oder beleidigt fühlt, zugestehen, dass es entsprechend dagegen vorgeht, klar. Aber diese konkrete Vorgehensweise war ohne jegliches Augenmass und ob sie juristisch tragfähig wäre, ist zumindest nicht so klar wie JAKO tut (und auch gar nicht der Punkt).</p>
<p>Hinterher, wenn die Salbe wieder in die Tube muss, so zu tun, als hätte man eigentlich keinen Fehler gemacht („Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen“) und würde jetzt allein wegen der \Überreaktion\ der anderen die Wogen glätten müssen (\&#8230; „Auseinandersetzung unnötigerweise so aufgeschaukelt hat”) ist einfach nur peinlich. Und das man sich gnädigst \einsetzen\ will, dass dem Betroffenen „keine finanziellen Nachteile erwachsen“, setzt dem ganzen noch die Krone auf.</p>
<p>Aus meiner Sicht kann es für die Art und Weise, wie JAKO mit dem Blogpost umgegangen ist ebensowenig Verständnis geben, wie für die gestrige Erklärung dazu. Diese Sache scheint noch lang nicht ausgestanden. Man kann Trainer-Baade und jedem, dem das Recht auf freie Meinungsäusserung wichtig ist, nur wünschen, dass das öffentliche Interesse weiter anhält &#8211; bis JAKO ernsthaft Bereitschaft zu einer fairen Lösung zeigt.</p>
<p>Solche Vorfälle sind in ihren Auswirkungen nicht banal und aus meiner Sicht für die Freiheit des Wortes ebenso gefährlich wie Vorratsdatenspeicherung und Zenursulas tapferer Kampf gegen den \rechtsfreien Raum\. Denn sie wirken auf uns einfache Bürger wie eine Schere im Kopf, sozusagen als Zensur direkt an der Quelle.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg-Olaf Schäfers</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340347</link>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 12:51:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340347</guid>
		<description>@vera: Klar, aber da (also &quot;Fanseiten&quot;) gibt es ja auch einiges. Wenn du Gladbachfan bist, wirst du sicher die &lt;a href=&quot;http://suedtribuene.twoday.net/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Südtribüne vom FC&lt;/a&gt; kennen ,) Schau dir da mal die Blogroll an. Oder gleich politische aktive Fannetzwerke wie http://www.aktive-fans.de/

Das hört sich angesichts der Meta-Diskussionen (auch hier) jetzt vielleicht etwas albern an, aber: Die machen einfach und nutzen das Netz. Klingt banal, finde ich aber geil. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@vera: Klar, aber da (also &#8220;Fanseiten&#8221;) gibt es ja auch einiges. Wenn du Gladbachfan bist, wirst du sicher die <a href="http://suedtribuene.twoday.net/" rel="nofollow">Südtribüne vom FC</a> kennen ,) Schau dir da mal die Blogroll an. Oder gleich politische aktive Fannetzwerke wie <a href="http://www.aktive-fans.de/" rel="nofollow">http://www.aktive-fans.de/</a></p>
<p>Das hört sich angesichts der Meta-Diskussionen (auch hier) jetzt vielleicht etwas albern an, aber: Die machen einfach und nutzen das Netz. Klingt banal, finde ich aber geil.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: vera</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340340</link>
		<dc:creator>vera</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 12:38:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340340</guid>
		<description>@jörg-olaf: isjagut, sagen wir, mehr fussballfans als bisher sind politisiert worden. besser?

bin seit gefühlten 100 jahren fan von borussia mönchengladbach, aber das ist eine andere geschichte. kai pahl und jens weinreich machen tolle seiten. im allgemeinen stehen aber bei den fans eher das verhalten der akteure (... spieler, trainer, reporter, verbände, sponsoren, etc. ...), der eigene verein, das spielgeschehen, die berichterstattung darüber im vordergrund. und da hat sich was geändert, glaube ich, es ist etwas dazu gekommen. und &lt;i&gt;das&lt;/i&gt; freut mich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@jörg-olaf: isjagut, sagen wir, mehr fussballfans als bisher sind politisiert worden. besser?</p>
<p>bin seit gefühlten 100 jahren fan von borussia mönchengladbach, aber das ist eine andere geschichte. kai pahl und jens weinreich machen tolle seiten. im allgemeinen stehen aber bei den fans eher das verhalten der akteure (&#8230; spieler, trainer, reporter, verbände, sponsoren, etc. &#8230;), der eigene verein, das spielgeschehen, die berichterstattung darüber im vordergrund. und da hat sich was geändert, glaube ich, es ist etwas dazu gekommen. und <i>das</i> freut mich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Update zum Fall ‘Trainer Baade’ » mBlog</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340313</link>
		<dc:creator>Update zum Fall ‘Trainer Baade’ » mBlog</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:53:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340313</guid>
		<description>[...] den neuesten Berichten auf netzpolitik.org und in der Jako-Presseerklärung klingt das doch nach einem halbwegs &#8220;versöhnlichen&#8221; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] den neuesten Berichten auf netzpolitik.org und in der Jako-Presseerklärung klingt das doch nach einem halbwegs &#8220;versöhnlichen&#8221; [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Jörg-Olaf Schäfers</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340301</link>
		<dc:creator>Jörg-Olaf Schäfers</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:43:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340301</guid>
		<description>@Arno Nymous: Ich meine es so. Natürlich kann man sich aus Bloggersicht nun fragen, was das soll (So wie es ker0zene und dogfood völlig zur Recht tun. Siehe oben). 

Mich (und vermutlich auch die meisten Trainer) interessiert zunächst vor allem das Ergebnis. Von einem schönen Spiel wird niemand satt (Und, um noch eine schlechte Analogie zu bringen: Im konkreten Fall droht der existenzbedrohende Abstieg). Und das schaut im Moment doch recht viel versprechend aus. Da haben sich seit Mittwoch ganze Kontinente bewegt ,)

@Vera: Nö. Das hat vor allem so gut funktioniert, weil die Fußballer schon gut vernetzt sind. &quot;Allesaussersport&quot; ist für mich eines der vielleicht 5 deutschsprachigen Vorzeigeblogs. Das funktioniert, genau wie das Blog von Jens Weinreich, auf einer sehr interessanten Kommunikationsebene.

@supernorbert: Er hat sich durch die Aussage committed (bzw. steht nun in der Pflicht). Die rhetorische Floskel sei ihm gestattet. Und ja, natürlich hätte man andere Worte finden können. Schaun&#039; mer mal, wie es weitergeht. Frank Baade wollte sich melden, sobald er mehr weiß.

@Peter: Vielleicht hat die Anwältin auch schlicht hoch gepokert (Dass das unfein war, brauchen wir, hoffe ich, nicht zu diskutieren. Fairness ist aber allenfalls im Sport ein Kriterium, nicht in juristischen Auseinandersetzungen).

Du übersiehst auch, dass man ein Urteil erst erstreiten muss. Das ist teuer. Und wie man &lt;a href=&quot;http://www.stefan-niggemeier.de/blog/haften-fuer-eigene-zitate-an-fremder-stelle/&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;bei Stefan Niggemeier nachlesen kann&lt;/a&gt;, gibt es auch im konkreten Fall durchaus ein Restrisiko:

&lt;blockquote&gt;Aber damit war die Sache nicht erledigt.

Wenig später beschwerte sich der Anwalt der Gegenseite, dass mein (bei mir längst gelöschter) Text immer noch zu lesen sei: in einem anonym geführten Blog auf wordpress.com, wo ein mir Unbekannter mehr oder weniger wahllos fremde Texte kopiert hatte. Ich sei, schrieb der Anwalt der Gegenseite, aufgrund der einstweiligen Verfügung und des Vergleichs verpflichtet, alles in meiner Macht stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die untersagte Rechtsverletzung sich nicht wiederholt oder fortdauert. Sprich: Ich müsse dafür sorgen, dass der Eintrag bei wordpress.com und die Hinweise darauf bei Google gelöscht werde.

Mein Anwalt fand das juristisch zwar nicht ganz überzeugend, konnte aber nicht ausschließen, dass die Gegenseite damit vor Gericht durchkommen würde. Möglich sei auch, dass die Gegenseite jemanden damit beauftragen werde, alle Spuren meines Eintrages auf anderen Seiten zu beseitigen, und von mir dann entsprechenden Schadensersatz zu fordern — vielleicht sogar mit Erfolg.

Ich habe also, um das Risiko erheblicher Kosten zu meiden [...]&lt;/blockquote&gt;

So, und nun gehen wir mal vom worst case aus: Einer Niederlage in der ersten Instanz aus. Genau.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Arno Nymous: Ich meine es so. Natürlich kann man sich aus Bloggersicht nun fragen, was das soll (So wie es ker0zene und dogfood völlig zur Recht tun. Siehe oben). </p>
<p>Mich (und vermutlich auch die meisten Trainer) interessiert zunächst vor allem das Ergebnis. Von einem schönen Spiel wird niemand satt (Und, um noch eine schlechte Analogie zu bringen: Im konkreten Fall droht der existenzbedrohende Abstieg). Und das schaut im Moment doch recht viel versprechend aus. Da haben sich seit Mittwoch ganze Kontinente bewegt ,)</p>
<p>@Vera: Nö. Das hat vor allem so gut funktioniert, weil die Fußballer schon gut vernetzt sind. &#8220;Allesaussersport&#8221; ist für mich eines der vielleicht 5 deutschsprachigen Vorzeigeblogs. Das funktioniert, genau wie das Blog von Jens Weinreich, auf einer sehr interessanten Kommunikationsebene.</p>
<p>@supernorbert: Er hat sich durch die Aussage committed (bzw. steht nun in der Pflicht). Die rhetorische Floskel sei ihm gestattet. Und ja, natürlich hätte man andere Worte finden können. Schaun&#8217; mer mal, wie es weitergeht. Frank Baade wollte sich melden, sobald er mehr weiß.</p>
<p>@Peter: Vielleicht hat die Anwältin auch schlicht hoch gepokert (Dass das unfein war, brauchen wir, hoffe ich, nicht zu diskutieren. Fairness ist aber allenfalls im Sport ein Kriterium, nicht in juristischen Auseinandersetzungen).</p>
<p>Du übersiehst auch, dass man ein Urteil erst erstreiten muss. Das ist teuer. Und wie man <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/haften-fuer-eigene-zitate-an-fremder-stelle/" rel="nofollow">bei Stefan Niggemeier nachlesen kann</a>, gibt es auch im konkreten Fall durchaus ein Restrisiko:</p>
<blockquote><p>Aber damit war die Sache nicht erledigt.</p>
<p>Wenig später beschwerte sich der Anwalt der Gegenseite, dass mein (bei mir längst gelöschter) Text immer noch zu lesen sei: in einem anonym geführten Blog auf wordpress.com, wo ein mir Unbekannter mehr oder weniger wahllos fremde Texte kopiert hatte. Ich sei, schrieb der Anwalt der Gegenseite, aufgrund der einstweiligen Verfügung und des Vergleichs verpflichtet, alles in meiner Macht stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die untersagte Rechtsverletzung sich nicht wiederholt oder fortdauert. Sprich: Ich müsse dafür sorgen, dass der Eintrag bei wordpress.com und die Hinweise darauf bei Google gelöscht werde.</p>
<p>Mein Anwalt fand das juristisch zwar nicht ganz überzeugend, konnte aber nicht ausschließen, dass die Gegenseite damit vor Gericht durchkommen würde. Möglich sei auch, dass die Gegenseite jemanden damit beauftragen werde, alle Spuren meines Eintrages auf anderen Seiten zu beseitigen, und von mir dann entsprechenden Schadensersatz zu fordern — vielleicht sogar mit Erfolg.</p>
<p>Ich habe also, um das Risiko erheblicher Kosten zu meiden [...]</p></blockquote>
<p>So, und nun gehen wir mal vom worst case aus: Einer Niederlage in der ersten Instanz aus. Genau.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Peter</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/jako-vs-baade-ende-gut-alles-gut/#comment-340282</link>
		<dc:creator>Peter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 11:22:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=8261#comment-340282</guid>
		<description>&quot;Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen&quot;

Ach nein?!?

Die Ansicht jedenfalls, dass ein Websitebetreiber für die Übernahme seiner Inhalte durch eine tschechische Blog-Suchmaschine haftbar sein könnte, ist ziemlich absurd. Es gibt inzwischen einige Urteile, die klar gegen eine solche Haftung sprechen. Da hat die tolle Anwältin imho arg daneben gelegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir haben uns rein rechtlich überhaupt nichts vorzuwerfen&#8221;</p>
<p>Ach nein?!?</p>
<p>Die Ansicht jedenfalls, dass ein Websitebetreiber für die Übernahme seiner Inhalte durch eine tschechische Blog-Suchmaschine haftbar sein könnte, ist ziemlich absurd. Es gibt inzwischen einige Urteile, die klar gegen eine solche Haftung sprechen. Da hat die tolle Anwältin imho arg daneben gelegen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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