Interview mit Franz Müntefering

Franz Müntefering twittert. Oder so. Auf jeden Fall kann man diese Information heute wieder in vielen Medien lesen. Das hab ich zum Anlaß genommen, um einfach mal ein Interview mit Franz Müntefering über seine Twitter-Aktivitäten zu führen. Was auch schnell klappte.

netzpolitik.org: Seit dem 8. September twitterst Du als Alter-Ego von Franz Müntefering unter @muentefering. Wie kamst Du dazu?

@muentefering: Das war die Zeit als ich, also Franz Müntefering, gerade zum Vorsitzenden der SPD gewählt wurde. Twitter ist ein wichtiges Instrument und ich rede ja so, wie man bei Twitter schreibt. Da passte eins zum anderen.

netzpolitik.org: Was ist Deine Motivation?

@muentefering: Wähler erreichen und die SPD in schwierigen Zeiten zusammenhalten. Auch digital.

netzpolitik.org: Am Anfang löste das twittern etwas Verwirrung aus: Ist @muentefering nun echt oder nicht. Was kamen bei Dir für Reaktionen an?

@muentefering: Ich bin ich, das weiß jeder in der SPD. Habe viele gute Reaktionen bekommen. Die Leute wollen diese Nähe, sie wünschen sich Interaktion mit uns Politikern.

netzpolitik.org: Hat die SPD schon versucht, mit Dir Kontakt aufzunehmen?

@muentefering: Diese Frage verstehe ich nicht.

netzpolitik.org: Twitternde Alter-Egos von Politikern sind mittlerweile etwas in Mode, echte Politiker dagegen noch sehr rar. Was empfiehlst Du anderen Bürgern, die auch einen Politiker bei Twitter adoptieren wollen?

@muentefering: Anmelden – und den Menschen aus dem Herzen twittern.

netzpolitik.org: Wie gehts weiter mit @muentefering? Wird er die Bundestagswahl begleiten?

@muentefering: Was denn sonst?

netzpolitik.org: Danke für das Gespräch:

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digitalkultur, e-Democracy und getagged , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

14 Kommentare

  1. Erstellt am 11. Februar 2009 um 16:47 | Permanent-Link

    Also deine Interviews waren irgendwie mal investigativer ;-)

  2. Erstellt am 11. Februar 2009 um 17:11 | Permanent-Link

    Etwas dürftig. Naja ein Versuch wars Wert. Mich hätte noch interessiert welche anderen Social Seiten er noch nutzt und warum / bzw. warum nicht.

  3. Darillian
    Erstellt am 11. Februar 2009 um 18:50 | Permanent-Link

    Mein Favorit:
    [blockcite]Das war die Zeit als ich, also Franz Müntefering, (…)[/blockcite]
    Jaa, damit wir alle auch ganz genau wissen, dass er wirklich Franz Müntefering ist xD

  4. Erstellt am 11. Februar 2009 um 19:17 | Permanent-Link

    Genial! Chapeau!! Sowohl @muentefering als auch besonders #qualitätsjournalismus!! Werde netzpolitik.org sofort zu meiner Blogroll hinzufügen!!! (Eingeständnis meiner bisherigen Ignoranz;-))

  5. ninjaturkey
    Erstellt am 11. Februar 2009 um 20:34 | Permanent-Link

    Ich enttäusche Dich nur ungern, Markus, aber das war nicht Franze Müntefering, sondern Helmut Kohl, ders auf seine alten Tage noch mal wissen will und in dieser Form undercover die SPD zersetzt.

  6. Sven
    Erstellt am 11. Februar 2009 um 20:44 | Permanent-Link

    Wie außerordentlich nichtssagend.
    Die meisten meiner IM Gespräche, die ich einzig und allein starte wenn ich gerade langeweile habe, sind gehaltvoller. ^_^
    Ich hoffe du hast nicht extra einen Termin für dieses “Interview” vereinbart.

  7. markus
    Erstellt am 11. Februar 2009 um 21:03 | Permanent-Link

    @Sven: Oh, das war gar nicht so einfach. Ich musste mich erstmal durch die Vorzimmer telefonieren, bis ich dann den Interviewtermin am Telefon bekam.

  8. Erstellt am 11. Februar 2009 um 21:20 | Permanent-Link

    Super! Volltreffer!

  9. wetter
    Erstellt am 11. Februar 2009 um 22:05 | Permanent-Link

    Danke.

  10. Erstellt am 11. Februar 2009 um 23:31 | Permanent-Link

    Was ist hier los? Sowas Unernsthaftes, Kreatives? Fast eine Performance!

  11. Erstellt am 12. Februar 2009 um 11:03 | Permanent-Link

    @ninjaturkey: Der Helmut Kohl, für den “Daten”-Autobahnen Ländersache sind, also nichts für die Bundesregierung? Dann hat er ja doch noch dazugelernt. Altersweisheit?

  12. ninjaturkey
    Erstellt am 12. Februar 2009 um 14:25 | Permanent-Link

    »..Altersweisheit?…“

    @Beobachter: Nö – eher geistiger neue Zielsetzung durch Altersstarrsinn. ;-)

  13. Jakob Maria Mierscheid
    Erstellt am 17. Februar 2009 um 10:00 | Permanent-Link

    und mich (@jakobmierscheid) erwähnt mal wieder keiner. Selbst mein Vorsitzender @muentefering lässt mich im stich.

  14. Erstellt am 17. Februar 2009 um 14:45 | Permanent-Link

    @Jakob Maria Mierscheid! Ja so ist das, wer sich um die Zucht der Steinlaus, soverdient gemacht hat wie Du: Für den ist, das Twitter, was aus der anderen Welt! Sorry!

    @Markus: Münte ist für seine klare, knappe Sprache bestens bekannt.Darum ist das Twiiter, wie für ihn erfunden! Soweit dazu!

    Grüße aus Potsdam!

6 Trackbacks

  1. [...] Auf netzpolitik.org wird ein Interview geführt mit dem twitter-account von Franz Müntefering, dem angeblichen. Dies [...]

  2. [...] finde ich weitaus phänomenaler als das Calli mich gefollowed hat. Auf netzpolitik.org habe ich ein Interview mit Franz Müntefering übers Twittern entdeckt. Das ist zwar recht kurz, aber dennoch gefällt mir [...]

  3. [...] Politiker auf Twitter sei, auch dpa berichtete darüber und einige andere Medien. Anfang Februar hatten wir etwas Spaß, indem wir das erste Interview mit @muentefering in diesem Blog präsentierten. abgelegt in: [...]

  4. Von @Münte « Roberts Blog am 29. September 2009 um 23:00

    [...] Politiker auf Twitter sei, auch dpa berichtete darüber und einige andere Medien. Schon Anfang Februar hatten die Blogger von netzpolitik.org  etwas Spaß, indem sie das erste Interview mit @muentefering in ihrem Blog präsentierten. Darauf weisen sie [...]

  5. [...] Februar 2009: Netzpolitik.org bringt ein satirisches Interview mit dem falschen [...]

  6. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 15:59

    [...] Wir interviewen den twitternden @muentefering. [...]

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