Google schränkt “First Click Free” ein

Google geht auf die Anbieter von Paid Content zu und ermöglicht es Teilnehmern an seinem “First Click Free”-Programm in Zukunft, den Service auf fünf Zugriffe pro Tag zu beschränken.

Die Angebote von Verlagen, die sich an “First Click Free” beteiligen, werden auch dann von Google durchsucht, wenn sie hinter einer Paywall versteckt sind. Bedingung ist allerdings, dass der mit der Suche gefundene Artikel dann auch kostenlos angesehen werden kann: Der “erste Klick” auf die kostenpflichtige Seite ist gratis.

Google begründet das damit, dass man kein “Cloaking” erlauben wolle: Dem Nutzer dürfe kein anderer Inhalt angezeigt werden als der Suchmaschine. In der Praxis hieß das bisher allerdings, dass man beliebig viele Inhalte einer kostenpflichtigen Seite für lau lesen konnte, wenn man sie über Google fand.

Diesem Schlupfloch wird mit der neuen Regelung ein Riegel vorgeschoben: Verlage können sich dafür entscheiden, die “First Click Free”-Regelung so einzuschränken, dass nur noch fünf Aufrufe pro Tag kostenlos sind. Danach wird dem Nutzer die übliche Aufforderung angezeigt, sich zu registrieren oder ein Abo abzuschließen.

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8 Kommentare

  1. Oliver
    Erstellt am 2. Dezember 2009 um 17:51 | Permanent-Link

    Ja, supi. Endlich darf man für Umformulierungen und Abschriften von dpa Meldungen zahlen. Hoffentlich kann man als Nutzer solche Angebote bei der Suche ausschliessen. Braucht nämlich kein Mensch.

  2. seba
    Erstellt am 2. Dezember 2009 um 18:45 | Permanent-Link

    Die Überschrift ist etwas irreführend. Nicht “google schränkt ein” sondern “google bietet verlagen die möglichkeit, auf 5 zugriffe/user pro tag einzuschränken”.

    “Previously, each click from a user would be treated as free. Now, we’ve updated the program so that publishers can limit users to no more than five pages per day without registering or subscribing.”

    Kleiner, aber feiner Unterschied.

  3. Simon
    Erstellt am 2. Dezember 2009 um 18:48 | Permanent-Link

    Und wie soll das gehen?

    Auf IP-Basis? Neue IP und neue 5 Zugriffe?

    Das wäre zu einfach. Wobei… Was war nochmal ein Brauser?

  4. Mario
    Erstellt am 2. Dezember 2009 um 20:25 | Permanent-Link

    @Simon,

    soweit ich das sehe ist die einzige praktikable Lösung eine Cookie-basierte.

    Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie viel sich google für so etwas zahlen läßt.

  5. Simon
    Erstellt am 2. Dezember 2009 um 20:54 | Permanent-Link

    Cookies, ja. Die blocke ich eh aus Prinzip, genau wie Google-Analytics und Co durch Adblock und Co geblockt werden.

    Das einzig Wirkungsvolle wäre ne Zwangsanmeldung für User, aber das würde viele wohl vergraulen, weil zu aufwendig.

    Ich bin auch mal gespannt was Google sich zahlen lässt und wie sich das alles entwickelt.

  6. Erstellt am 2. Dezember 2009 um 21:22 | Permanent-Link

    Naja, dann haben wir doch gleich noch neue Interessensvertreter, die IPv6 fördern und fordern werden…

  7. Reiner
    Erstellt am 3. Dezember 2009 um 08:02 | Permanent-Link

    Ein wenig Off-topic aber passend:

    Seit wann sind Online-Artikel der FAZ.NET eigentlich kostenpflichtig? Ich bin gerade über ein kostenpflichtiges Angebot dort gestolpert. Es geht um ein Interview mit dem Vorsitzenden der Landesmedienanstalten. Für sowas soll man 2 Euro bezahlen?

    http://www.faz.net/IN/INtemplates/faznet/default.asp?tpl=common/zwischenseite.asp&dx1={46CBEDB4-5FE3-37EF-1E22-C029739FE8DC}&rub={31A3F8B5-C424-4291-B909-EE26A53C190E}

  8. piercyha
    Erstellt am 3. Dezember 2009 um 14:07 | Permanent-Link

    Google News changes are a bad way to cure a misdiagnosed problem

    http://www.guardian.co.uk/technology/blog/2009/dec/02/google-news-changes

    via @csommer

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