Datensammler in der Online-Stellenbörse der Agentur für Arbeit

Eine Berliner Firma hat mehr als 2500 Stellenanzeigen in der Online-Börse der Bundesagentur für Arbeit geschaltet und so Daten von Bewerbern gesammelt. Das berichtet die Frankfurter Rundschau.

Die Angebote deckten ein breites Feld unterschiedlicher Berufe ab und richteten sich laut der FR “auch an Akademiker” – es geht um vermeintliche Stellen für Fachärzte, Pädagogen, Ingenieure, sogar Managerposten. “Das ist eindeutig Missbrauch”, sagt Anja Huth, Sprecherin der Bundesagentur. “Das verstößt gegen die Nutzungsbedingungen.”

Man habe vergeblich versucht, die Firma “Econsulting24″ aus Berlin zu kontaktieren. Jetzt seien Techniker der BA damit beschäftigt, den Account der Firma zu löschen. Weil es so viele Einträge seien “braucht das System einige Tage, um die falschen Stellenangebote zu löschen”, so die Sprecherin.

Huth sagt: “Das ist ein sehr ungewöhnlicher Fall.” Einen Missbrauch in diesem Ausmaß habe die BA noch nicht erlebt. Dabei kommt der Fall nur Tage, nachdem der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar eben dieses Problem kritisiert hatte.

Schaar wies daraufhin, dass nicht überprüft werde, ob hinter den Angeboten tatsächlich existierende Firmen stehen und forderte die Behörde auf, “dieses Einfalltor für Datenmissbrauch unverzüglich zu schließen”.

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5 Kommentare

  1. Erstellt am 10. November 2009 um 15:16 | Permanent-Link

    “Einen Missbrauch in diesem Ausmaß habe die BA noch nicht erlebt”

    oder noch nie BEMERKT…

  2. Michael
    Erstellt am 10. November 2009 um 15:37 | Permanent-Link

    “Weil nicht sein kann, was nicht sein darf!”

    Nutzungsbedingungen sind natürlich dafür da, beachtet zu werden!
    Sonst könnte man sich die Nutzungsbedingungen ja sparen!
    Wo kämen wir hin, hielte sich niemand an die Nutzungsbedingungen!

    Naiv und weltfremd, das!

  3. Erstellt am 10. November 2009 um 16:09 | Permanent-Link

    main-frame-denken wie vor 20 jahren. toll.

  4. Simon
    Erstellt am 10. November 2009 um 19:24 | Permanent-Link

    Nen neues System wäre mal praktisch…

    Haben die nicht für nen paar Millionen erst aufgrerüstet?

    Und dann braucht das System “TAGE” für das Löschen von 2.500 Einträgen von einem Anbieter?

    Was für Datenbanken und was für veraltete Technik benutzen die da bitte teilweise?

  5. kkaddi
    Erstellt am 11. November 2009 um 21:40 | Permanent-Link

    Es wäre doch mal gut zu überlegen,ob es nicht angebracht wäre mal neues System das wäre echt praktisch…

    Haben die nicht für nen paar Millionen erst aufgrerüstet?

    Und dann braucht das System “TAGE” für das Löschen von 2.500 Einträgen von einem Anbieter?

    Was für Datenbanken und was für veraltete Technik benutzen die da bitte teilweise?

    Es ist schockierent was um uns herum passihren tut .

2 Trackbacks

  1. Von đª]V[ªX » Links 2009-11-10 am 13. November 2009 um 16:11

    [...] Auch in der Bundesagentur für Arbeit werden munter Daten abgezogen. [...]

  2. [...] Bundesagentur für Arbeit, zuletzt mehrfach durch schwere Datenschutzverstöße aufgefallen, verteidigt das weitgehende [...]

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