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	<title>Kommentare zu: Das Problem Internetgrundrecht</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft.</description>
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		<title>Von: Wochenrückblick 06.06. &#8211; 14.06.2009 &#171; Sikks Weblog</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-314020</link>
		<dc:creator>Wochenrückblick 06.06. &#8211; 14.06.2009 &#171; Sikks Weblog</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 19:22:30 +0000</pubDate>
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		<description>[...] http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/ [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] <a href="http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/" rel="nofollow">http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/</a> [...]</p>
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		<title>Von: Simon</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-313006</link>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 21:24:39 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Internetgrundrecht ist in der aktuellen Verfassungsdogmatik dringend nötig. Die Besonderheiten des Internets lassen sich weder mit der Rundfunk-, noch mit der Pressefreiheit richtig fassen. Hinzu kommt, dass zu diesen beiden Grundrechten schon eine so ausgefeilte Dogmatik entstanden ist, dass sich die gefundenen Ergebnisse kaum auf die &quot;Internetfreiheit&quot; anwenden lassen.

&lt;i&gt;Gegen&lt;/i&gt; die Einführung eines eigenen Grundrechts für das Internet spricht, dass auch das Internet nur ein Zwischenstadium ist auf dem Weg zu einer ganz neuen, ganz anderen Medienwelt (bzw. zu einem ganz neuen Kommunikationsraum, in dem &quot;Medien&quot; in der bisher bekannten Form wahrscheinlich gar nicht mehr existieren werden). In einer Medienwelt, in der der Konvergenzprozess beendet ist, ist auch eine &quot;Internetfreiheit&quot; nicht mehr zeitgemäß.

Die praktischen Gründe, die gegen eine Änderung sprechen, hat Thomas Worm oben schon gut zusammengefasst. Davon abgesehen sind das in der aktuellen politischen Lage ohnehin alles nur Gedankenspiele - eine verfassungsändernde Mehrheit für diesen Punkt sehe ich weder aktuell noch in der nächsten Legislaturperiode.

Ein paar ältere Gedanken von mir zum Thema:

http://www.telemedicus.info/article/520-Was-sollte-das-sein,-die-Internetfreiheit.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Internetgrundrecht ist in der aktuellen Verfassungsdogmatik dringend nötig. Die Besonderheiten des Internets lassen sich weder mit der Rundfunk-, noch mit der Pressefreiheit richtig fassen. Hinzu kommt, dass zu diesen beiden Grundrechten schon eine so ausgefeilte Dogmatik entstanden ist, dass sich die gefundenen Ergebnisse kaum auf die &#8220;Internetfreiheit&#8221; anwenden lassen.</p>
<p><i>Gegen</i> die Einführung eines eigenen Grundrechts für das Internet spricht, dass auch das Internet nur ein Zwischenstadium ist auf dem Weg zu einer ganz neuen, ganz anderen Medienwelt (bzw. zu einem ganz neuen Kommunikationsraum, in dem &#8220;Medien&#8221; in der bisher bekannten Form wahrscheinlich gar nicht mehr existieren werden). In einer Medienwelt, in der der Konvergenzprozess beendet ist, ist auch eine &#8220;Internetfreiheit&#8221; nicht mehr zeitgemäß.</p>
<p>Die praktischen Gründe, die gegen eine Änderung sprechen, hat Thomas Worm oben schon gut zusammengefasst. Davon abgesehen sind das in der aktuellen politischen Lage ohnehin alles nur Gedankenspiele &#8211; eine verfassungsändernde Mehrheit für diesen Punkt sehe ich weder aktuell noch in der nächsten Legislaturperiode.</p>
<p>Ein paar ältere Gedanken von mir zum Thema:</p>
<p><a href="http://www.telemedicus.info/article/520-Was-sollte-das-sein,-die-Internetfreiheit.html" rel="nofollow">http://www.telemedicus.info/article/520-Was-sollte-das-sein,-die-Internetfreiheit.html</a></p>
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	<item>
		<title>Von: mez</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312985</link>
		<dc:creator>mez</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 18:55:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=7646#comment-312985</guid>
		<description>Wenn SPD und CDU ein &quot;Internetgrundrecht&quot; einführen dann eher um Rechte zu beschränken und nicht um diese zu garantieren.

Da setze ich mein Vertrauen lieber ins Bundesverfassungsgericht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn SPD und CDU ein &#8220;Internetgrundrecht&#8221; einführen dann eher um Rechte zu beschränken und nicht um diese zu garantieren.</p>
<p>Da setze ich mein Vertrauen lieber ins Bundesverfassungsgericht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Thomas Worm</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312975</link>
		<dc:creator>Thomas Worm</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 18:01:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=7646#comment-312975</guid>
		<description>Ich würde es vorziehen, auf ein spezielles Internetrecht zu verzichten und die Interpretation bzgl. Meinungsfreiheit etc. dem Bundesverfassungsgericht zu überlassen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Parteien nicht über die nötige Reife verfügen, dass man ihnen Änderungen am Grundgesetz anvertrauen darf. Ich bekomme jedesmal, wenn ein Politiker von Grundgesetzänderung faselt einen gehörigen Schreck.

Wenn man bedenkt, dass das Grundgesetz 1949 abgefasst wurde, also zu einer Zeit, als sehr viele Bürger des Landes Ex-NSDAP-Mitglieder waren, trauten die Verfasser diesen und kommenden Bürgern sehr viel Freiheit zu und hatten darüber hinaus die Vorstellung, dass spätere Generationen diese Freiheitsrechte noch ausweiten. Und man kann davon ausgehen, dass angesichts der persönlichen Erfahrungen, die die Verfasser selbst gemacht haben, dass sie wohl keine naiven und weltfremden Spinner waren.

Wenn ich mir im Vergleich dazu anschaue, welche Tendenz die bisherigen Änderungen am Grundgesetz haben, dann laufen die in die entgegengesetzte Richtung als die Verfasser erwartet hatten. Und wenn man sich die gesellschaftliche Situation anschaut, in der die Änderungen vorgenommen wurden, dann waren die immer deutlich besser als 1949 und die Bedrohungen, denen Deutschland ausgesetzt war, immer deutlich geringer als 1949.

Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass man das Grundgesetz nicht ändern darf. Gerade plebiszitäre Elemente fehlen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass sich in unserem Parlament keine 2/3-Mehrheit finden lässt, der man vertrauensvoll diese Aufgabe antragen kann, ohne dass sie die Gelegenheit nutzt, diese gegen uns Bürger zu nutzen.

Thomas Volkmar Worm</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde es vorziehen, auf ein spezielles Internetrecht zu verzichten und die Interpretation bzgl. Meinungsfreiheit etc. dem Bundesverfassungsgericht zu überlassen.</p>
<p>Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Parteien nicht über die nötige Reife verfügen, dass man ihnen Änderungen am Grundgesetz anvertrauen darf. Ich bekomme jedesmal, wenn ein Politiker von Grundgesetzänderung faselt einen gehörigen Schreck.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass das Grundgesetz 1949 abgefasst wurde, also zu einer Zeit, als sehr viele Bürger des Landes Ex-NSDAP-Mitglieder waren, trauten die Verfasser diesen und kommenden Bürgern sehr viel Freiheit zu und hatten darüber hinaus die Vorstellung, dass spätere Generationen diese Freiheitsrechte noch ausweiten. Und man kann davon ausgehen, dass angesichts der persönlichen Erfahrungen, die die Verfasser selbst gemacht haben, dass sie wohl keine naiven und weltfremden Spinner waren.</p>
<p>Wenn ich mir im Vergleich dazu anschaue, welche Tendenz die bisherigen Änderungen am Grundgesetz haben, dann laufen die in die entgegengesetzte Richtung als die Verfasser erwartet hatten. Und wenn man sich die gesellschaftliche Situation anschaut, in der die Änderungen vorgenommen wurden, dann waren die immer deutlich besser als 1949 und die Bedrohungen, denen Deutschland ausgesetzt war, immer deutlich geringer als 1949.</p>
<p>Ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass man das Grundgesetz nicht ändern darf. Gerade plebiszitäre Elemente fehlen. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass sich in unserem Parlament keine 2/3-Mehrheit finden lässt, der man vertrauensvoll diese Aufgabe antragen kann, ohne dass sie die Gelegenheit nutzt, diese gegen uns Bürger zu nutzen.</p>
<p>Thomas Volkmar Worm</p>
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	<item>
		<title>Von: Jörg</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312919</link>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 11:58:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hätte auch eher Sorge vor einer Grundrechtsänderung, über die sich die Herren Schäuble und Wiefelspütz unter tätiger Mithilfe von Frau Zypries einigen. Die Mehrheit dazu haben sie - und ich fürchte, die werden sie auch nach der Bundestagswahl haben!
Dass die SPD mal Rückgrat zeigt, glauben wir doch selber nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte auch eher Sorge vor einer Grundrechtsänderung, über die sich die Herren Schäuble und Wiefelspütz unter tätiger Mithilfe von Frau Zypries einigen. Die Mehrheit dazu haben sie &#8211; und ich fürchte, die werden sie auch nach der Bundestagswahl haben!<br />
Dass die SPD mal Rückgrat zeigt, glauben wir doch selber nicht.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: domingos</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312913</link>
		<dc:creator>domingos</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 10:24:34 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke, eine geräte- und formatunabhängige Grundlage wäre besser. Die Technik entwickelt sich schneller, als die Politik überhaupt handeln kann. Ich prophezeie mal, dass es in vier bis fünf Jahren keinen Supermarkt ohne RFID-Chips in den Produkten geben wird. Die Technik bietet ganz allgemein gute wie schlechte Möglichkeiten und niemand kann absehen, in welche Richtung sich Innovationen entwickeln.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke, eine geräte- und formatunabhängige Grundlage wäre besser. Die Technik entwickelt sich schneller, als die Politik überhaupt handeln kann. Ich prophezeie mal, dass es in vier bis fünf Jahren keinen Supermarkt ohne RFID-Chips in den Produkten geben wird. Die Technik bietet ganz allgemein gute wie schlechte Möglichkeiten und niemand kann absehen, in welche Richtung sich Innovationen entwickeln.</p>
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		<title>Von: Dooorie</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312909</link>
		<dc:creator>Dooorie</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 09:44:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/?p=7646#comment-312909</guid>
		<description>Ich halte das für ein Ablenkungsmanöver. Wichtiger als jetzt die Verfassung zu ändern ist es, den Einstieg in die netzseitige Filterung von Inhalten zu verhindern. Und da spielt die SPD die Schlüsselrolle. Entweder sie versagt, wie schon bei der Vorratsdatenspeicherung, oder sie hat endlich mal &quot;Arsch in der Hose&quot;, wie man so sagt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich halte das für ein Ablenkungsmanöver. Wichtiger als jetzt die Verfassung zu ändern ist es, den Einstieg in die netzseitige Filterung von Inhalten zu verhindern. Und da spielt die SPD die Schlüsselrolle. Entweder sie versagt, wie schon bei der Vorratsdatenspeicherung, oder sie hat endlich mal &#8220;Arsch in der Hose&#8221;, wie man so sagt.</p>
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		<title>Von: Interessantes woanders (2009.06.08) › Immersion I/O</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312899</link>
		<dc:creator>Interessantes woanders (2009.06.08) › Immersion I/O</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 07:17:15 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Das Problem Internetgrundrecht [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Das Problem Internetgrundrecht [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: chris</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312874</link>
		<dc:creator>chris</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 00:27:27 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hätte die Hoffnungen auf die EU gesetzt, aber dort ist ja auch wieder die CDU am längeren Hebel.

Ich denke, wir müssen uns vorerst mit der Übergangslösung gerichtlicher Entscheide zufrieden geben. Erst allmählich gewöhnt sich die Gesellschaft an solche Themen und beginnt sie zu diskutieren -- dies gilt auch für die Politiker. 

Ich setze darauf, dass wir innerhalb von ein paar Jahren mehr Netz-Politiker, so wie Jan Albrecht, bzw. Menschen mit mehr Internet-Erfahrung  an der Spitze haben werden, die nicht in Hysterie und Panik ausbrechen sobald öffentlich wird, dass terroristische Planungen über das Internet organisiert wurden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hätte die Hoffnungen auf die EU gesetzt, aber dort ist ja auch wieder die CDU am längeren Hebel.</p>
<p>Ich denke, wir müssen uns vorerst mit der Übergangslösung gerichtlicher Entscheide zufrieden geben. Erst allmählich gewöhnt sich die Gesellschaft an solche Themen und beginnt sie zu diskutieren &#8212; dies gilt auch für die Politiker. </p>
<p>Ich setze darauf, dass wir innerhalb von ein paar Jahren mehr Netz-Politiker, so wie Jan Albrecht, bzw. Menschen mit mehr Internet-Erfahrung  an der Spitze haben werden, die nicht in Hysterie und Panik ausbrechen sobald öffentlich wird, dass terroristische Planungen über das Internet organisiert wurden.</p>
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	<item>
		<title>Von: piercyha</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2009/das-problem-internetgrundrecht/#comment-312846</link>
		<dc:creator>piercyha</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 20:07:31 +0000</pubDate>
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		<description>Auf ein Grundrecht, das der Feder von Schäuble und Wiefelspütz entspringt, kann ich gerne verzichten. 
Dann soll lieber das BVerfG neue Grundrechte formulieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf ein Grundrecht, das der Feder von Schäuble und Wiefelspütz entspringt, kann ich gerne verzichten.<br />
Dann soll lieber das BVerfG neue Grundrechte formulieren.</p>
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