China zahlt Prämien für die Meldung von Pornoseiten

Eine chinesische Behörde versucht sich am Crowdsourcen einer Zensurdatenbank. Als Anreiz für die Meldung von pornographischen Webseiten zahlt das China Internet Illegal Information Reporting Center dem ersten Hinweisgeber zwischen 1.000 und 10.000 Yuan (99 bis 987 Euro).

Die Nachrichtenagentur Xinhua vermeldete am Sonntag bereits erste Erfolge. Nachdem die Belohnung für Internet-Blockwarte am Freitag ausgelobt wurde, verzehnfachten sich die Hinweise. Bis Samstag Nachmittag gingen mehr als 13.000 Meldungen über ein Webformular und über 500 Telefonanrufe ein.

Das Zentrum wurde 2004 gegründet und hat seitdem mehrere Kampagnen gegen Pornographie im Internet gefahren, die letzte seit Anfang diesen Jahres. Im November erweiterte die Behörde ihren Fokus auch auf mobile WAP-Seiten.

(via)

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Zensur und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Simon Columbus, Netzpolitik.org.

8 Kommentare

  1. Martin
    Erstellt am 7. Dezember 2009 um 12:37 | Permanent-Link

    Bin mir nicht sicher, aber würde sich das wort “zahlt” nicht besser machen in der überschrift?

  2. Erstellt am 7. Dezember 2009 um 12:53 | Permanent-Link

    @Martin danke, fixed.

  3. Erstellt am 7. Dezember 2009 um 13:28 | Permanent-Link

    Cool, wenn ich Chinese wäre, würde ich ne Pornoseite aufsetzen, Domain registrieren – melden. Nächste Domain registrieren – melden. And so on…

    Liest jemand aus China mit, der mich am Gewinn meiner … tollen (gleich mal patentieren ;) ) … Idee beteiligen möchte? :>

  4. Kai2
    Erstellt am 7. Dezember 2009 um 13:38 | Permanent-Link

    Sorry, aber die Zahlen kommen mir Unverhältnismäßig hoch vor. Selbst für Europa ist das viel Geld für jede (erste) Meldung.

  5. kobalt
    Erstellt am 7. Dezember 2009 um 13:40 | Permanent-Link

    Sowas müßte man in D.land machen, aber für Politikerlügen (und ohne Belohung natürlich).

  6. Erstellt am 7. Dezember 2009 um 17:29 | Permanent-Link

    Manschmal haben die Chinesen ja doch gute Ideeen, aber diese werden dann wiederrum NICHT in Deutschland übernommen, sehr schade!

  7. Arne
    Erstellt am 7. Dezember 2009 um 17:34 | Permanent-Link

    Und das in einem Land, in dem die Prostitution enorm verbreitet ist und eigentlich jeder Mann im Alter von ca. 20-25 Jahren des öfteren bei denen vorbeischaut.

  8. Tharben
    Erstellt am 7. Dezember 2009 um 23:24 | Permanent-Link

    In China ist Porno illegale Information? Hat das mit der Geburtenregulierung zu tun, oder haben die da auch so durchgeknallte fundamental-religiöse Freaks wie uns Ursel an der Macht?

Ein Trackback

  1. [...] Neues Geschäftsmodel mit Pornoseiten Ein bischen Geld verdienen, wer will das nicht? Auf netzpolitik bin ich auf einen interessanten Artikel gestoßen, die ein neues Geschäftsmodel beinhaltet. China [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.