Brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Internetanstalt?

Ich war gestern im Deutschlandradio Kultur zum Thema “Brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Internetanstalt?” zu hören. Das gesendete Gespräch war ein Zusammenschnitt eines aufgezeichneten Gespräches vom Vortag. Zu hören ist es in der Sendung Breitband, die komplett als MP3 im Netz zu finden ist (Ab Minute 5 geht es los):

Urheberrecht neu denken. Einen Solidarvertrag zwischen Kreativen und Gesellschaft einrichten. Das Konzept öffentlich-rechtlicher Medien ins digitale Zeitalter überführen. Remixing als Kulturtechnik etablieren. Den Autorenbegriff neu verhandeln. Große Thesen, doch bislang nur kleine Schritte zur Realisierung. In der letzte Woche sprachen wir mit Volker Grassmuck über ein mögliches Finanzierungsmodell – die Kulturflatrate. In der kommenden Sendung fragen wir nach der Notwendigkeit öffentlich-rechtlicher Strukturen für digitale Inhalte. Markus Beckedahl stellte 2008 in der de:bug zehn Forderungen für eine zeitgemäße Netzpolitik auf, darunter jene nach einer öffentlich-rechtlichen Förderung digitaler communities, die ein öffentliches Interesse wahrnehmen. Wie kann man dieses öffentliche Interesse im Internet definieren? Welche Inhalte, welche Medien sollten unter eine öffentlich-rechtliche Förderung fallen?

Die Einleitung ist meiner Meinung nach etwas komisch gewesen. Weder fordere ich ein verstaatlichtes Internet, noch eine öffentlich-rechtliche Internetanstalt. Und gleichzeitig geht es nicht unbedingt um Geistiges Eigentum. Zwischendurch springt das Interview mal und eine Antwort kommt rein, die mir zur Kulturflatrate gestellt wurde, was aber nicht Teil des gesendeten Interviews ist.

Das Thema ist etwas komplexer als es in wenigen Minuten diskutiert werden kann. Aber trotzdem hoffe ich, dass es etwas dazu beitragen können, Medienförderung im digitalen Zeitalter neu zu denken.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digitalkultur, Podcast und getagged , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

6 Kommentare

  1. Gunnar
    Erstellt am 1. März 2009 um 17:42 | Permanent-Link

    Ich kann mich mit diesem Remixen noch nicht recht anfreuden? Wird dadurch nicht die ursprüngliche Aussage eines Mediums verfälscht?

  2. markus
    Erstellt am 1. März 2009 um 17:47 | Permanent-Link

    Worum gehts?

  3. Gunnar
    Erstellt am 1. März 2009 um 18:38 | Permanent-Link

    Hmmm. Nur so ein Gedanke von mir.

  4. Gunnar
    Erstellt am 1. März 2009 um 18:47 | Permanent-Link

    Ich bitte um Löschung meiner beiden Kommentare. Ich habe nicht nachgedacht. Danke

    Gruss
    Gunnar

  5. Erstellt am 1. März 2009 um 19:18 | Permanent-Link

    Bitte nicht noch eine Anstalt für Überprüfungen… da haben wir doch schon mehr als genug von…

  6. Erstellt am 2. März 2009 um 03:32 | Permanent-Link

    @Dsquared: Das wird mit der Einführung einer europäischen Anstalt zur Überprüfung der Notwengigkeit von Anstalten für Überprüfungen besser werden.

Ein Trackback

  1. Von Eriks Blog » Der Angriff auf das Internet am 17. Juli 2009 um 15:43

    [...] Artikel zum Thema: netzpolitik.org . Podcast 075 – Die Kulturflatrate netzpolitik.org – Brauchen wir eine öffentlich-rechtliche Internetanstalt? netzwertig.com – Kulturflatrate: Eine schlechte Idee, die sich hartnäckig hält [...]

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