Bratwurst essen ist kein Mehrwert

Die ARD-Sendung Netzrauschen hat mich zu Politik im Netz, Twitter & Co interviewt. Das gibt es schon als MP4, im Angebot von Tagesschau.de online und auf Youtube: “Bratwurst essen ist kein Mehrwert”.

Die Politiker sollten nicht nur Medienkomeptenz für andere fordern, sondern selbst den Umgang mit neuen Medien lernen, fordert Netzaktivist Markus Beckedahl in Netzrauschen. Denn Twittereinträge über Bratwurststände oder den nächsten Urlaub haben nach seiner Ansicht mit Politik und Politikvermittlung nicht das Geringste zu tun.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Campaigning, Deutschland, Digitalkultur und getagged , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

15 Kommentare

  1. mounty76
    Erstellt am 7. September 2009 um 14:01 | Permanent-Link

    Wieso haben solche Tweets nicht auch was mit Politik zu tun? Politik ist alles, auch das normale Alltagsleben. Und Wahlkampfstände-Berichte. Nur weil ein Herr Beckedahl das als belanglos ansieht ist es nicht falsch, darüber zu twittern. Für mich sind Politiker, die auch mal privat werden authentischer als die ewigen PM-Verbreiter oder Nörgler oder Hetzer gegen Politgegner.

  2. Torsten
    Erstellt am 7. September 2009 um 14:09 | Permanent-Link

    Es muss ja nicht immer Twitter sein. Einer der Authenzitäts-Meister ist Oskar Lafontaine, aber ganz offline. Er hat bei seinen Wahlkampfauftritten immer eine Polaroid-Kamera samt Fotografin dabei. Wer will – oder wer nicht wegläuft – kann sich mit dem Parteivorsitzenden fotografieren lassen und bekommt das Bild gleich mit.

    Eine geniale Idee: schnell, persönlich und mit hohem Identifikationscharakter. Im Gegensatz zu Twitpic und Co der fotografierte hat gleichzeitig volle Kontrolle über sein Bild.

  3. Torsten
    Erstellt am 7. September 2009 um 14:30 | Permanent-Link

    soll heißen:

    “Im Gegensatz zu Twitpic und Co hat der Fotografierte gleichzeitig volle Kontrolle über sein Bild.”

  4. Gunnar
    Erstellt am 7. September 2009 um 14:38 | Permanent-Link

    Meine Güte ist das am Anfang verwackelt. Muss das so?

  5. Scuba
    Erstellt am 7. September 2009 um 14:44 | Permanent-Link

    “Die CDU hat Narrenfreiheit…kein intelligenter Netzbewohner würde CDU wählen…”

    Göttlich. Einfach nur göttlich.

  6. Gast
    Erstellt am 7. September 2009 um 14:55 | Permanent-Link

    @1 die politiker sollen keine details aus ihrem persönlichen, sondern ihrem politischen alltag schreiben

  7. Erstellt am 7. September 2009 um 15:11 | Permanent-Link

    Bratwurst essen ist ein Mehrwert.

    • markus
      Erstellt am 7. September 2009 um 15:13 | Permanent-Link

      @Christian S.: Das mag man in der SPD so sehen. Meine Meinung hab ich in dem Video erklärt.

  8. Erstellt am 7. September 2009 um 15:35 | Permanent-Link

    Nö, Du hast eine Meinung geäußert. Das ist ok, kann man machen. Mehr ist’s aber nicht. :)

  9. Erstellt am 7. September 2009 um 18:54 | Permanent-Link

    Wegen solchen “Ich ess jetzt ne Bratwurst” und “boar, hab ich gerade nen guten schiss gehabt” Tweets hat Twitter bei vielen immer noch nen schlechten Ruf.

    Das interessiert doch schon bei Leuten die man kennt keine Sau. Was juckt es mich wenn Angela Merkel sich gerade ne Currywurst reinpfeift? Auch CDUlern unterstelle ich mal menschliche bedürfnisse wie Nahrungsaufnahme.

  10. Jan(TM)
    Erstellt am 7. September 2009 um 21:08 | Permanent-Link

    “Ich geh jetzt kacken” würde Politikern schon was menschliches geben.

  11. Erstellt am 7. September 2009 um 21:42 | Permanent-Link

    Na ich weiss nicht… da sind sie mir unmenschlich doch lieber. ;)
    Oder möchtdest du dir vorstellen wie unsere Bundes-Angie gerade… äh… wechlsen wir bitte das Thema. ;)

  12. andi
    Erstellt am 8. September 2009 um 05:52 | Permanent-Link

    Hat die ARD aber ziemlich furchtbar zusammen geschnitten. Markus Antworten wurden oft schon nach einem Satz abgeschnitten. Diese ausufernden Fragen dieses “Journalisten” werden aber in voller Länge gezeigt.
    War da Thomas Gottschalk journalistisches Vorbild?

  13. Twisty
    Erstellt am 8. September 2009 um 15:36 | Permanent-Link

    Eigentlich fehlte bei der Medienkompetenz die Info zu Franz Müntefering und seiner Reiseschreibmaschine.
    Und als Fazit sicherlich:\Die Volksparteien haben Narrenfreiheit…kein intelligenter Netzbewohner würde die wählen…\

  14. Erstellt am 11. September 2009 um 23:08 | Permanent-Link

    Ich find’ Tauss ist eigentlich ‘n schöner Fall für ordentliche Tweets, ist durchaus informativ, was er von sich gibt (zB über gewisse inhaftierte Blogger). Da darf dann auch man was Alltäglicheres drinstehen, aber wenn ein Politiker sich bei Twitter einsetzt, erwarte ich von ihm halt Politik – und ich hoffe doch, diese Auffassung wird geteilt.

2 Trackbacks

  1. [...] Markus kann nicht nur wachsweiche Manifeste unterschreiben, sondern im Interview auch durchaus etwas Sinnvolles sagen (u.a. Medienkompetenz für Politiker fordern). [netzpolitik.org] [...]

  2. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 14:58

    [...] Bratwurst essen ist kein Mehrwert. [...]

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