Zum morgigen Datengipfel
von markus um 17:07 am Mittwoch, 3. September 2008
Die TAZ hat ein Interview mit Johann Bizer, dem Mitherausgeber der Zeitschrift “Datenschutz und Datensicherheit” und bis Februar war er stellvertretender Datenschutz-Beauftragter in Schleswig Holstein, zum morgigen Datenschutz-Gipfel: “Adresshandel seit Jahren bekannt”.
taz: Herr Bizer, am Donnerstag lädt Innenminister Schäuble (CDU) zum Datenschutzgipfel nach Berlin. Endlich finden alle, dass Datenschutz wichtig ist. Freuen Sie sich?
Johann Bizer: Nur begrenzt. Die Politik muss sich fragen lassen, warum sie sich erst jetzt um die Missstände beim Adressen- und Datenhandel kümmert. Dass der Adresshandel in dubiosen Grauzonen agiert, ist doch schon seit Jahren bekannt.
Wer hat darauf hingewiesen?
Die Datenschutzbeauftragten. Jahr für Jahr stand das in ihren Tätigkeitsberichten. Aber die Politik hat das einfach ignoriert. Da musste sich erst ein Insider an die öffentlichkeit wenden und auf illegal gehandelte Bankdaten in seinem Callcenter hinweisen, damit die Politik von einem Skandal spricht. Aus meiner Sicht ist der eigentliche Skandal, dass die Politik so lange untätig war.
getaggt mit: datengipfel > Datenschutz > Deutschland > Digital Rights
Trackback URL | Incoming links
bookmarken bei | del.icio.us
| Digg it
| Furl
| StumbleUpon
| Mister Wong
| yigg it
Kommentare
Kommentar zu “Zum morgigen Datengipfel”
Schreibe einen Kommentar
Beachte bitte: Wir behalten uns eine Moderation der Kommentare vor und filtern zusätzlich nach Spam. Halte Dich bitte an die üblichen Benimmregeln!





- 


Sep 3rd, 2008 @ 17:22
Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft bangt um die “berechtigten Interessen der Wirtschaft” und “empfiehlt Augenmaß“.
Peter Schaar dagt der FTD: “Es muss etwas geschehen, es darf nicht nur geredet werden. [...] Daten sollen für Werbezwecke nur noch verwendet werden, wenn der Betroffene zuvor ausdrücklich in diese andere Verwendung eingewilligt hat.”