Wenn der Staat in Deinen Körper eindringt

Die TAZ hat ein schönes Interview mit dem Informatiker Andreas Pfitzmann: “Der Staat könnte in Körper eindringen“.

Mag sein. Aber welches Interesse sollten staatliche Behörden haben, in einen Herzschrittmacher einzudringen?

Das mag heute noch etwas fantastisch klingen. Aber es ging mir darum, dass die Karlsruher Richter bei ihrer Entscheidung die künftigen Entwicklungen berücksichtigen. Und ein Teil dieser Zukunft werden eben auch mehr Computer in unseren Körpern sein. In einer alternden Gesellschaft gibt es das Interesse und den Markt für medizinische Implantate. Nicht nur Herzschrittmacher, auch Geräte, die selbsttätig Medikamente abgeben oder Hörgeräte.

Das macht sie noch nicht zu Zielen staatlicher Spionage.

Je nachdem, welche zusätzlichen Funktionen diese Geräte haben oder welche Daten auf Ihnen gespeichert sind, könnten staatliche Behörden aber auch die organisierte Kriminalität ein Interesse haben, in diese Körpercomputer einzudringen. Leider versuchen Menschen so viele Funktionen wie möglich in einem Gerät unterzubringen. Sie wollen gern die Universalmaschine – und darin liegt die Gefahr.

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2 Kommentare

  1. Erstellt am 28. Mai 2008 um 13:10 | Permanent-Link

    Nochmal eine kleine Werbung (sorry):

    Prof. Pfitzmann kann man auch am Samstag, den 7. Juni, um 10:15 Uhr in einem sehr interessanten Vortrag zum Thema “Techniken der Online-Durchsuchung, ihr Gebrauchs- und Missbrauchspotential sowie resultierende Empfehlungen” auf den Datenspuren in Dresden erleben.

  2. Erstellt am 28. Mai 2008 um 15:23 | Permanent-Link

    habe das interview auch gelesen. beobachte diese ganze situation schon sehr lange, herr pfitzmann weiß wovon er spricht.
    hoffe, dass die ganze situation nicht bald aus dem ruder gerät.

Ein Trackback

  1. Von Jahresrückblick 2008 : netzpolitik.org am 24. Dezember 2008 um 20:14

    [...] Die TAZ hat ein schönes Interview mit dem Informatiker Andreas Pfitzmann: “Der Staat könnte in Körper eindringen”. [...]

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