Twitter

Seit einiger Zeit nutze ich nebenbei noch Twitter als Service (hier mein Account). Während sich mir am Anfang die Anwendung des Mikro-Bloggens nicht wirklich erschloss, finde ich sie mittlerweile recht praktisch. Allerdings bin ich etwas neidisch auf die schönen Twitter-Clients, die Apple- und Windows-Nutzer zur Verfügung haben. Unter LInux sieht es noch sehr bescheiden aus.

Für Firefox gibt es Twitbin als Plugin. Leider funktioniert das noch nicht einmal zufriedenstellend. Also eigentlich gar nicht. Die lustigste Fehlermeldung bisher war “Unfortunatly you’ve exceeded Twitters maximum jourly requests”. Nach zwei Mal aktualisieren. Das kann’s also nicht sein.

Notgedrungen nutze ich also wahlweise den Browser mit regelmässigen aktualisieren oder gTwitter. Der Linux-Client hat aber mehr Nachteile als Vorteile: Sieht hässlich aus, hat kaum Features und macht keinen Spass. Meinen Jabber-Client möchte ich nicht auch noch mit Twitter belasten, obwohl das durchaus geht. Die Vielzahl an verfügbaren Konsolen-Clients für jeden obskurren Editor interessieren mich null.

Daher die Frage: Gibt es einen vernünftigen und funktionalen Twitter-Client unter Linux, den ich bisher noch nicht gefunden habe und der schöner aussieht und funktioniert als gTwitter (Das bisher kleinste Übel)?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Aus der Reihe, Digitalkultur, Freie Software. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

28 Kommentare

  1. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:15 | Permanent-Link

    Schonmal den Browser flock (www.flock.com) probiert? Ist vielleicht nicht so schoen wie ein kleiner Client, aber evtl. doch nach etwas wonach Du suchst.

  2. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:15 | Permanent-Link

    wenn adobe air erstmal für linux erschienen ist, sieht die client-situation da auch anders aus. :)

  3. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:20 | Permanent-Link

    Guck mal hier: http://twitter.pbwiki.com/Apps

    Und ich habe gehoert, es gaebe einen Twitter-Client fuer Plasma unter KDE4 aber ich kann da keine Details zu liefern. Muss wohl eine Art Applet sein, do not now.

  4. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:23 | Permanent-Link

    Igor: Da hab ich die ganzen obskurren Kommandozeilen-CLients gefunden. :-)

    Roman: Flock hatte ich früher ausprobiert. Sollte ich vielleicht nochmal eine Chance geben. Beim letzten Versuch war irgendwann schief gegangen. Also next try.

  5. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:23 | Permanent-Link

    Ich habe meine zwei Twitter-Accounts meinem kopete Client über zwei verschiedene Jabber-Accounts (Gmail, KDE) hinzugefügt. Da bekomme ich allerdings nur alle Messages, von Leuten für die ich Notifications angestellt habe, angezeigt. Das reicht mir aber.

    Ich hatte letztens noch ein anderes Plugin für Firefox installiert. Das tat an sich ganz gut, hat sich aber leider das Passwort nicht gemerkt. Das war in K.O.-Kriterium. Name ist mir entfallen.

  6. marcus
    Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:31 | Permanent-Link

    Funktioniert das TwitterFox Plugin für Firefox nicht auch unter Linux? Mir ist selbst unter Windows noch nichts besseres untergekommen, ich benutze TwitterFox im Büro und zuhause unter Vista das Opera Widget & das Windows Sidebar Plugin, die kommen aber beide um Längen nicht an Twitteriffic unter OS X ran.

  7. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:38 | Permanent-Link

    Die nutzung von Twitter über Jabber, funktioniert vorzüglich, zum reinen adden, sind auch noch die Twittbar und TwittyTunes zu empfehlen… gute Übersichttools für den eigenen Twitter gibt es für Linux (ausser einigen Beta-Projekten bei Google und Freshmeat) bisher nicht, aber Firefox mit FavIconizeTab und TabMixPlus eingefrorenem Tab funktioniert auch recht gut, vielleicht ist noch infoRSS (auch für Firefox) mit dem eigenem Twitter-Feed zu empfehlen.

  8. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:49 | Permanent-Link

    Da ich vermute, dass Du ubuntu resp. Gnome nutzt: Hast Du Dir schon mal angesehen?

  9. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:53 | Permanent-Link

    Aargh…sorry :-)

    Da ich vermute, dass Du ubuntu resp. Gnome nutzt: Hast Du Dir schon mal Twitux angesehen?

  10. Erstellt am 16. Januar 2008 um 16:54 | Permanent-Link

    Twitterfox hab ich mal installiert. Sieht ganz brauchbar aus, funktioniert aber nicht. Kommt nur Fehlermeldung “Servers overloaded”.

    andl611: Nutze KDE. Aber was hab ich mir mal angesehen?

    Kanalisation: Jabber nutze ich gerne zum schreiben. Aber ansonsten möchte ich mir diesen schon stark frequentierten Kommunikationskanal für andere Dinge freihalten. Aber danke für die anderen Hinweise. Probiere ich mal aus.

  11. Erstellt am 16. Januar 2008 um 17:22 | Permanent-Link

    Ich habe Twitux noch nicht ausprobiert, aber von all den Linux-Clients sieht er noch am annehmbarsten aus.

  12. Erstellt am 16. Januar 2008 um 18:01 | Permanent-Link

    “server overloaded” ist noch ein post-macworld-phänomen, unter dem alle clients heute zu leiden haben (vgl hier vom autor von twhirl, trifft aber auch auf andere tools zu, die über die API gehen). hoffe auch, daß sich das bald wieder bessert.

  13. erlehmann
    Erstellt am 16. Januar 2008 um 18:15 | Permanent-Link

    Ich benutze Twitter nicht weil kein Bedarf, habe aber eine technische Frage: Wie verhält sich Twitter zu Jabber Publish-Subscribe ?

  14. Peritus
    Erstellt am 16. Januar 2008 um 19:46 | Permanent-Link

    @erlehmann:

    Ist im Grunde ähnlich, allerdings sendet twitter nicht im Sinne des PubSub-Protokolls (kein Pubsub-Namespace, Subscriptions nicht über XMPP managebar).. allerdings wird in jeder die da kommt ein kompletter Atom- zusätzlich zum gesendet, was ich schon mal sehr löblich finde.

  15. Peritus
    Erstellt am 16. Januar 2008 um 19:52 | Permanent-Link

    @erlehmann:

    Ist im Grunde ähnlich, allerdings sendet twitter nicht im Sinne des PubSub-Protokolls (kein Pubsub-Namespace, Subscriptions nicht über XMPP managebar).. allerdings wird in jeder <message> die da kommt ein kompletter Atom-<entry/> zusätzlich zum <body/> gesendet, was ich schon mal sehr löblich finde

    (Bete mal, das das komische WordPress diesmal nicht meine Tags frisst.)

  16. erlehmann
    Erstellt am 16. Januar 2008 um 19:54 | Permanent-Link

    @14: der satz sieht aus, als fehlen da wörter ‽

  17. Peritus
    Erstellt am 16. Januar 2008 um 20:00 | Permanent-Link

    @erlehmann: darum @15 ;)

  18. Erstellt am 16. Januar 2008 um 20:44 | Permanent-Link

    die fehlermeldungen in den clients und plugins sind genauso zu verstehen, wie sie es sagen. die api requests sind zur zeit sehr eingeschränkt due to stevenote. liegt also nicht an linux (diesmal :P) mehr auf http://blog.twhirl.org/2008/01/16/twitter-and-macworld/

  19. Erstellt am 16. Januar 2008 um 20:51 | Permanent-Link

    bzw. bei getsatisfaction http://getsatisfaction.com/twitter/topics/macworld_twitter_slowness_downtime (finde ich übrigens eine ziemlich feine helpdesksupportdings2.0 sache)

  20. Erstellt am 17. Januar 2008 um 12:47 | Permanent-Link

    Wer Twitter oder ähnliche Dienste benutzt – oder per ICQ/Jabber/… ständig online ist, und sich gleichzeitig über den “Überwachungsstaat” beschwert, ist meiner Meinung nach ein Heuchler.

    In mir stärkt sich immer mehr der Eindruck, dass diejenigen, die in den 80ern gegen die Volkszählung protestiert haben und jetzt laut gegen den “Überwachungsstaat” aufmarschieren, gleichzeitig detaillierte XING- oder Myspace- oder StudiVZ-Profile pflegen, Dauer-Online-IM-Zugänge mit akkuraten Statusmeldungen (“bin essen”, “bin bei XYZ”, “bin auf Klo”, “höre gerade C:\Raubkopien\Charts\foo.mp3″) besitzen, und öffentlich preisgegebene Mail-Adressen der Art “vorname.nachname@domain.de” bei GMail oder GMX o.ä. besitzen.

    Wer eine Privatsphäre will, sollte sie auch pflegen.

  21. erlehmann
    Erstellt am 17. Januar 2008 um 13:40 | Permanent-Link

    @20: informationelle selbstbestimmung schließt ein, dass jemand informationen über sich publiziert. und gerade mit z.b. jabber ist es möglich, ziemlich genau einzugrenzen, wer diese infos bekommt – ein bekannter von mir hat sich sogar einen eigenen server aufgesetzt, womit die geamtheit aller infos bei ihm lagert.

    merke: selber informationen rausgeben ist okay; überwacht werden ist nicht okay.

  22. Erstellt am 18. Januar 2008 um 15:26 | Permanent-Link

    Fürs Protokoll: Ich nutze jetzt TwitterFox. Ist recht brauchbar im Firefox integriert und funktioniert.

  23. Torsten
    Erstellt am 18. Januar 2008 um 16:27 | Permanent-Link

    Laborsklave: Beim letzten Satz stimme ich Dir voll zu: Wer eine Privatsphäre will, sollte sie auch pflegen.

    Das ist aber kein Verbot zur Nutzung von Kommunikationsdiensten. Man muss es nur selbstverantwortlich tun.

  24. Erstellt am 25. Dezember 2008 um 23:16 | Permanent-Link

    Schon mal twhirl mit Adobe Air unter Ubuntu ausprobiert? Seit ein paar Tagen liegt Air im Update für Linux vor, seitdem klappt’s auch prima mit Twhirl.

  25. markus
    Erstellt am 25. Dezember 2008 um 23:28 | Permanent-Link

    Danke, Twhirl und Air hab ich ausprobiert. Machte leider STress. Hätte auch gerne eine richtig freie Alternative unter KDE.

  26. Erstellt am 30. Januar 2009 um 18:20 | Permanent-Link

    Der Strang hier ist schon etwas erkaltet, ich spring trotzdem nochmal rein.

    Zum Schreiben habe ich lange Ubiquity verwendet, ein FF-Plugin was auch auf viele andere Dienste einen nützlichen Schnellzugriff ermöglicht.

    Das Lesen (mit Pipes gepimpter Feed in Thunderbird) wird mir langsam zu unsexy, vor allem das Antworten über die Website. Ich probiere jetzt mal gtwitter und Twitux aus.

  27. Erstellt am 20. März 2009 um 10:41 | Permanent-Link

    mittlerweile ist choqok sehr brauchbar und auch das twitter widget in kde4, nur mal als info, wo ich gerade über diesen artikel gesolpert bin :)

  28. N20
    Erstellt am 15. Juli 2009 um 10:35 | Permanent-Link

    Ich habe eine Liste mit Twitter Clients gebloggt die unter Ubuntu bzw. Adobe Air lauffähig sind. Wenn es jemanden interessiert: http://www.n20.cc/twitter-clients-fuer-ubuntu/

4 Trackbacks

  1. Von ein-uwe.de » Alles Twitter, oder was? am 22. April 2008 um 16:00

    [...] Netzpolitik und der twitter client. [...]

  2. Von trends am 8. Mai 2008 um 20:20

    Twitter, wird der Trend zum Hype…

    Auch Internet-Trends sind Inhalt dieses Blogs. Interessante Entwicklungen können sich im Netz schneller ausbreiten und zum Hype werden. In den letzten paar Tagen sind in einigen Blogs Beiträge zu Twitter veröffentlicht worden. Ob der Zei…

  3. Von Jahresrückblick 2008 : netzpolitik.org am 25. Dezember 2008 um 22:25

    [...] suche einen praktischen Twitter-Client unter Linux. Und werde bis Ende des Jahres leider nicht [...]

  4. Von Ein schrecklicher WeBlog am 18. Juli 2009 um 20:30

    Choqok – bester twitter client…

    Nachdem ich nun seit neuestem auch Twitter für mich entdeckt habe – und kurze Zeit später auch die OpenSource Alternative identi.ca – habe ich mich nach einem brauchbaren Client umgeschaut. Die Menge der Twitter- bzw. micro-blogging-Clien…

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