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Freitag, 9. Mai 2008

Trailer von Iron Sky

Die finnischen Macher von Star Wreck haben einen ersten Trailer ihres Nachfolge-Projektes veröffentlicht: “Iron Sky“. Die Geschichte spielt in der nahen Zukunft. Im Jahre 1945 sind die Nazis auf den Mond ausgewandert und im Jahre 2018 kommen sie zurück auf die Erde. Wie bei der Star Treck-Parodie “Star Wreck” erwartet einen sicherlich wieder lustiger finnischer Humor, gute Animationen und eine kollaborative Entwicklung. Der Trailer und das letztendliche Ergebnis stehen selbstverständlich unter einer Creative Commons Lizenz.

Im Gegensatz zu Star Wreck wird Iron Sky direkt in englisch verfilmt. Geplant wird mit einem Budget von fünf Millionen, was von finnischen Produzenten bereitgestellt wird. Immerhin war Star Wreck der erfolgreichste finnische Film. Dies lässt gleich viel mehr Produktion zu als ein Studio im WG-Wohnzimmer wie beim Erstlingswerk. Dabei wird man die gesammelten Erfahrung in der Online-Kollaboration ausbauen und viel mehr Beteiligung zulassen. Das Drehbuch hat Johanna Sinisalo geschrieben, die wohl die bekannteste Drehbuchautorin Finnlands ist.

Ich bin gespannt auf das Endergebnis. Das scheint das bisher grösste Open-Movie Projekt zu werden.

10 Comments so far

1. sdfsdfs schrieb am 9. Mai 2008 um 12:26

Ein kleiner Fehler: Star Wreck ist keine Star Wars Parodie, sondern eine Star Trek und Babylon 5 Parodie.

2. markus schrieb am 9. Mai 2008 um 12:30

Hast Recht. Danke, habs korrigiert.

3. Yoram schrieb am 9. Mai 2008 um 12:32

Star Wreck Star Wars Parodie. Es ist eine Star Trek (Raumschiff Enterprise) Parodie.

Ansonsten schaut Iron Sky schon recht inreressant aus — solange sie es mit dem Nazizeug nicht übertreiben …

4. Yoram schrieb am 9. Mai 2008 um 12:33

da war jemand schneller.

5. Wiefel schrieb am 9. Mai 2008 um 13:06

Eigentlich eine sehr interessante Idee, solange sie nicht zu sehr in Parodie und Persiflage driftet. Hat auch eine nette Optik und erinnert mich ein wenig (optisch) an Sky Captain and the World of Tomorrow, der ja auch nicht wenig Humor hatte. Hoffentlich nehmen Sie das Thema ernst und bauen nicht Hot Shots mit Nazis… Das könnte ein wunderbarer Film mit einer Mischung aus Steampunk, deutschem Größenwahn, Menschen erschlagender Germania-Architektur werden - und einer Welt, die evt. ohne Nazi-Erbschuld ausgekommen ist und somit eher unvorbereitet auf die Rückkehr reagiert. Interessant ist natürlich auch, dass beide Gesellschaften (normale Welt, Nazi-Welt) parallel weiter existiert haben, ohne sich zu beeinflussen, sie sich aber gegenseitig beobachten können (Abhör, Satelliten etc.). Durch das zeitliche Auseinanderdriften werden sie immer weniger voneinander verstehen und die Dinge, die sie in die andere Seite interpretieren, mit der Zeit immer mehr von der Realität abweichen. Das Aufeinandertreffen könnte alleine deshalb absurd werden, weil die gegenseitigen Erwartungshaltungen einfach nicht stimmen.

6. Wiefel schrieb am 9. Mai 2008 um 13:07

Es gibt hier keine eMail-Benachrichtigung bei neuen Kommentaren? :(

7. erlehmann schrieb am 9. Mai 2008 um 15:19

Es wundert mich, dass gerade Vertreter freier Kultur sich massivst geschlossener Technologien bedienen - mit Ausnahme von gewissen Projekten wie Wikipedia, Blender und Creative Commons, die konsequent auch Nicht-Flash-Inhalte (z.B. Theora-Videos) zur Verfügung stellen. MAKE hingegen zeigt Videos des Open-Source-Microcontroller-Kits (!) Arduino erstmal nur als Flash-Version, ähnlich wie hier Energia.

Das ist jetzt keine verklausulierte Verurteilung - ich wüsste nur gerne, woher diese Projekte ihre Scheuklappen haben; vllt. weiß das ja einer der weniger Software-affinen Kommentatoren.

8. markus schrieb am 9. Mai 2008 um 18:02

Flash ist einfach, weil es die Embedd-Funktion gibt. Ich brauche wenige Klicks, um ein Flash-Video irgendwo einzubinden. Sowas brauchen wir in frei!

9. erlehmann schrieb am 9. Mai 2008 um 20:15

Das das einfach ist, ist mir klar. Aber weder Energia noch MAKE (oder CRAFT) stellen überhaupt alternative Formate zur Verfügung. Und auch in diversen Blogs (z.B. Spreeblick) kann man ohne Flash einen Teil der Inhalte gar nicht mehr wahrnehmen.

Falls jemand Lust hat, das “in frei” zu realisieren (z.B. als Wordpress-Plugin); hier mal ein Schnipsel aus Yolanda (freies Video-CMS, leider noch unfertig):

function hide_movie()
{
document.getElementById('video').style.display = 'none';
document.getElementById('preview').style.display = 'block';
}
function show_movie()
{
document.getElementById('video').style.display = 'inline';
document.getElementById('preview').style.display = 'none';
}

Das Element mit der ID “video” (vermutlich vom Typ <object />) wird beim Laden der Seite versteckt (mit <body onload=”hide_movie()”> ) und der Klick auf einen Button o.Ä. löst dann die Funktion “show_movie()” aus. Das Objekt mit der ID “preview” ist das Vorschaubild.

Haben die Leute kein Javascript, wird auch nix versteckt, d.h. das Video spielt sofort ab, wenn man auf die Seite kommt - blöd, aber immer noch besser als “Aktivieren sie Javascript, um dieses Video zu sehen.”.

Alles weitere (Vorspulen, Pause, Vollbild etc.) macht üblicherweise der Mediaplayer, also bei mir z.B. das Mplayer-Plugin für Firefox. Hab mir aber sagen lassen, dass z.B. das neue Ubuntu standardmäßig einen Mediaplayer für den Webbrowser dabei hat.

10. Nazis on the moon « Stefon’s Blog schrieb am 14. Mai 2008 um 16:14

[...] Source: netzpolitik.org [...]

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