Suchwerkzeuge für private Daten, die nicht veröffentlicht sein wollen

Im Wall Street Journal erschien bereits vergangene Woche ein Artikel, der Prinzipien des nützlichen Vergessens und einer zugangsmäßig erleichterten Mißtrauenskultur illustriert: New Sites Make It Easier To Spy on Your Friends. Vauhini Vara berichtet darin recht niedrigschwellig: “If you are still relying on Google to snoop on your friends, you are behind the curve.” und weiter:

Armed with new and established Web sites, people are uncovering surprising details about colleagues, lovers and strangers that often don’t turn up in a simple Internet search. Though none of these sites can reveal anything that isn’t already available publicly, they can make it much easier to find. And most of them are free. [...]

The bad news, for those who find themselves targeted by snoops: There is no foolproof way to protect yourself from embarrassing personal-data leaks. But you can avoid many mishaps by going to the root of the leak — that is, by keeping individual pieces of personal data from being made public in the first place. If you don’t want people to find your address online, for example, don’t list it in local phone books, which often provide data to online address-search services. If you don’t want others to see your Amazon wish list or the photos you’ve stored on Flickr, visit those sites’ privacy pages and adjust your settings accordingly.

Am Ende des Artikels, der einen deutlich us-amerikanischen Fokus hat, gibt es eine kleine Aufstellung, wie man in den genannten Social Networking-Seiten potentiell heikle Informationen zumindest vor der breiten Öffentlichkeit verstecken kann. Für Deutschland bzw. für hier beliebte Social Networking-Seiten habe ich noch keine übersichtliche Darstellung dieser Art gefunden. Hat da jemand was zur Hand? Für die Zielgruppe der Bitkom-Studie vom Februar wäre das sicherlich relevant und übersichtlicher als die jeweiligen AGBs, die ja im Regelfall nur durchgeklickt werden.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Datenschutz, Digital Rights, Informationstechnologie und getagged , , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Carsten Raddatz, Netzpolitik.org.

6 Kommentare

  1. erlehmann
    Erstellt am 19. Mai 2008 um 12:41 | Permanent-Link

    in den genannten Social Networking-Seiten potentiell heikle Informationen zumindest vor der breiten Öffentlichkeit verstecken

    Was, das geht tatsächlich ?

  2. Erstellt am 19. Mai 2008 um 13:27 | Permanent-Link

    @erlehmann: ja, das klingt uns allen noch in den Ohren… zumal… ;-)

    (Aber ich halte das durchaus für zulässig, nicht in jedem Beitrag die grundsätzliche Hackbarkeit von Datenbanken und Servern betonen zu müssen.)

  3. Erstellt am 19. Mai 2008 um 13:37 | Permanent-Link

    Ging mal. Soweit ich weiss, geht das nicht mehr.

    Es würde ja schon mal reichen, wenn jeder seine Cookies löscht, wenn er seinen Browser schließt. Oder Cookies gar nicht erst zulässt.

  4. Erstellt am 19. Mai 2008 um 14:00 | Permanent-Link

    Wenn das Betreibermodell einen “Single Point of Failure” nicht zuließe, sähe das wohl anders aus. Außerdem: Datensparsamkeit – welche Infos muss veröffentlichen ?

    Myspace, StudiVZ etc. haben kein sonderlich großes Interesse am Datenschutz – bei Jabber oder meinem eigenen Blog sieht das schon anders aus.

  5. Erstellt am 19. Mai 2008 um 15:20 | Permanent-Link

    Zufällig hat wohl auch der Themendienst bei gmx.de heute das Thema aufgegriffen, wohl aber vergessen uns zu verlinken. ;-)

    Falsche Zusammenfassung dort: man soll Anonymisierungstools benutzen, um die eigene Identität zu verschleiern. Naja.

  6. kobalt
    Erstellt am 20. Mai 2008 um 11:12 | Permanent-Link

    “If you don’t want others to see your Amazon wish list or the photos you’ve stored on Flickr,…”

    …dann stell das Zeuch einfach nicht online, oder?

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