Stallman in der Taz

Drei Wochen nach seinem Besuch in Berlin findet sich in der Taz ein Interview mit Richard Stallman: “Freie Software ist kein Freibier“.

Die Trägheit Ihrer eigenen Community scheint Sie jedenfalls sehr zu stören. Sie sind rund vier Monate im Jahr in der ganzen Welt unterwegs, um Menschen den Unterschied zwischen “Freier Software” und “Open Source” klarzumachen. Was ist das Problem?

Das Problem ist, dass ganz viele Leute zwar freie Software benutzen, sich aber null für ihre Freiheit interessieren. Es wird ja immer nur von “Open Source” gesprochen, die Leute denken, das sei das gleiche wie freie Software. Ist es aber nicht. “Open Source” ist eine Entwicklungsmethode, die auf einem frei zugänglichen Quellcode beruht. Freie Software hingegen ist eine politische Philosophie, in der die Freiheit an erster Stelle steht.

Mal schauen, woe lange der falsche Untertitel noch in der Online-Ausgabe zu finden sein wird: “Linux-Wegbereiter Stallman über Freeware”.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digitalkultur, Freie Software. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

7 Kommentare

  1. Erstellt am 17. März 2008 um 16:00 | Permanent-Link

    Schon der Untertitel wird RMS zum Kotzen bringen Linux und Freeware, wuhaha.

  2. Erstellt am 17. März 2008 um 16:26 | Permanent-Link

    Der Untertitel ist so großartig. Das kann eigentlich nur Absicht sein ;-)

  3. Erstellt am 17. März 2008 um 16:39 | Permanent-Link

    Oh, Mann, die taz wieder … ;)

  4. Andreas
    Erstellt am 17. März 2008 um 17:17 | Permanent-Link

    Naja, Wegbereiter ist doch richtig; ohne die GNU-Werkzeuge gäb’s Linux wohl nicht.

  5. Erstellt am 17. März 2008 um 19:30 | Permanent-Link

    Irgendwie kam mir auch die Interviewführung etwas komisch vor. Solche provozierenden Fragen wie das „Wie bitte?“ nach der Kritik am „perversen Begriff“ geistiges Eigentum, haben ja durchaus etwas für sich, aber ich hatte den Eindruck, dass die Interviewerin das tatsächlich so meint.

    Wenn es sich nicht um eine zufällige Namensgleichheit handelt, war sie auch an einer auf der Microsoft-Website veröffentlichten Studie über „Digitale Mentalität“ beteiligt, die sich offensichtlich mit der Frage beschäftigt, wie die Software-Industrie „in
    der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für diesen Schaden durch das Phänomen Raubkopieren“ schaffen kann. An dieser Fragestellung stört mich schon, dass „Raubkopieren“ nicht in Anführungszeichen steht.

  6. Erstellt am 17. März 2008 um 22:46 | Permanent-Link

    @4

    Naja, Linux gab es schon, bevor RMS in Linus Leben kam und er sich mit der Philosophie von ihm befasste. Also, er hat das entwickelt, und sich dann später über GNU und die weitere Zukunft entschieden.
    Ohne GNU wäre Linux aber nicht das, was es jetzt ist.

  7. derdon
    Erstellt am 18. März 2008 um 16:41 | Permanent-Link

    Aber wenigstens berichtet die Taz darüber. Im Gegensatz zu anderen überregionalen Zeitungen -.-

Ein Trackback

  1. [...] Quelle: Netzpolitik.org [...]

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