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Freitag, 18. Juli 2008

Netzpolitik-Podcast 061: Abgeordnetenwatch.de

Der Netzpolitik-Podcast Folge 061 ist ein Interview mit Gregor Hackmack, einem der beiden Gründer von Abgeordnetenwatch.de. Die Plattform ist mit das beste, was es bisher rund um das Thema e-Demokratie in Deutschland gibt. Die Idee ist einfach: Bürger finden auf der Plattform ihre Abgeordneten und können Fragen stellen. Im Gegensatz zu eMails und Briefen, sind diese Fragen offen zugänglich und die Kommunikation ist damit transparent für alle nachvollziehbar. In der Regel antworten die Abgeordneten mittlerweile auch. Zumindest 93% der Bundestagsabgeordneten nutzen mehr oder weniger freiwillig die Plattform zum Bürgerdialog.

In dem Interview geht es um die Geschichte der Plattform, wie sie funktioniert und wie sie von den Politikern angenommen wird. Gleichzeitig sprechen wir über die Schwierigkeiten, eine solche unabhängige Plattform nachhaltig zu finanzieren. Dazu wurde ein Förderverein gegründet und dort kann man Fördermitglied werden. Aber auch Einzelspenden sind möglich. Ein kleinen Ausblick in die Zukunft gibt es auch noch. Ich hätte ja gerne noch einige Features, wie z.B. ein Widget, was ich unter bestimmte Artikel setzen kann, und wo man direkt unter dem Artikel dann seine Abgeordneten über die Plattform kontaktieren kann. Für solche Ideen werden auch noch Programmierer gesucht, die Lust und Zeit haben, kleine Features zu entwickeln.

Kurz gesagt geht es in diesem Podcast um (fast) alles, was man immer schon über Abgeordnetenwatch.de wissen wollte. Das Interview ist ca. 25 Minuten lang und liegt als MP3 und OGG vor.

7 Kommentare

  1. Jan am 18.07.2008 um 12:33 (Antworten)

    AbgeordnetenWatch hat mir ein eben ein kleines Fenster(Iframe?) in die Mitte der Seite gesetzt, in dem ich mich für einen Newsletter anmelden sollte. Dabei wollten sie nicht nur die E-Mail-Adresse, sondern gleich noch Name und Vorname als Pflichtangaben. In ihrere Sidebar geht es auch ohne Name und Vorname. Wenn ich nicht wüsste, dass die Seite seriös ist…

  2. Sven am 18.07.2008 um 19:45 (Antworten)

    danke! sehr informativ.

    aber tony blair ist kein premierminister mehr^^

  3. Gregor (abgeordnetenwatch.de) am 20.07.2008 um 18:44 (Antworten)

    @ Jan - Name und Vorname sind beim abgeordnetenwatch.de Newsletter keine Pflichtangaben. Versuche es einfach mal ohne und Du wirst sehen, dass es funktioniert.

    @ Sven - Stimmt, Tony Blair ist kein Premierminister mehr. Ich hatte Gordon Brown gedanklich einfach noch nicht auf dem Zettel - wohl auch weil sich die Politik der beiden so wenig unterscheidet…

    @ Markus - Noch einmal danke für das Interview und die Möglichkeit, ein paar Hintergründe zu abgeordnetenwatch.de zu erklären.

    Gruß
    Gregor

  4. Dirk Deimeke am 21.07.2008 um 09:55 (Antworten)

    Danke für den informativen Podcast.

    Mir ist gleich die Frage gekommen, wer denn mein Direktkandidat ist. Ich lebe seit Anfang des Jahres in der Schweiz.

  5. quatsch » Politik und Vernetzung am 23.07.2008 um 20:37

    [...] Dem kann ich zustimmen. Eine einfache Idee kann schrittweise ausgebaut werden (ein Beispiel dazu: AbgeordnetenWatch.de). Doch ein Bedenken muss ich anbringen: Will man Wege im Gehen entstehen lassen, kommt man sehr [...]

  6. Norbert Grohe am 24.08.2008 um 12:18 (Antworten)

    bin leider aufgrund eigner Erfahrung der Meinung das bei abgeordneten watch zu schnell zensiert wird.
    Meinungsfreiheit muss kritische Fragen zulassen ohne zu gängeln!

  7. Herbert Huber am 28.08.2008 um 10:34 (Antworten)

    Stimme Herr Grohe zu:
    bei abgeordneten watch wird zu schnell zensiert. So verkommt eine gute Idee zu einem weiteren “Showroom”, einem Präsentierpodium für Abgeordnete (er = sie im Folgenden).
    Es geht so: Bürger stellt Frage.
    Abgeordneter lobt den Bürger für eine gute Frage und nun zieht er eine von mehreren Option:
    a) er schreibt zu einem anderen thema
    b) er lobt seine Arbeit
    c) er kopiert Module aus dem parteiprogramm
    d) er geht zwar auf die Frage ein, nicht aber auf vorgebrachte Argumente und schreibt dann Unsinn.
    Leider erhält der Bürger (oder andere) keine Chance beim Abgeordneten nachzuhaken oder seinen Unsinn zu entlarven.
    Fazit:
    Viele erhalten den Eindruck
    - hier erfolgt ein Beitrag zur e-Demokratie
    - die Abgeordneten pflegen den Dialog mit dem Bürger.
    Beide Folgerungen sind verkehrt.
    Beste Grüße
    Herbert Huber

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