Hotspots der Kultur

Das Ö1-Netzkulturmagazin “matrix” berichtet heute Abend um 22:30h über freie Softwarekultur in Brasilien und insbesondere das “Pontos de Cultura”-Programm: Republik der Hacker. Per Stream kann man die Sendung auch in Deutschland live hören.

Im Rahmen seiner Tätigkeit als Kulturminister rief Gil das Projekt Pontos de Cultura ins Leben, frei übersetzbar als Hotspots der Kultur. Kleine Kulturinitiativen und Nichtregierungsorganisationen werden mit Computern und Multimediaausrüstungen ausgestattet und erhalten darüber hinaus Geld und Training. Dieses Konzept wurde von Gils Berater Claudio Prado gemeinsam mit politisch aktiven Hackerkollektiven in Brasilien entwickelt. Die Regierung setzt ethischen Prinzipien, die in der Kultur der offenen Hacklabs wirksam sind, in einem großangelegten Programm zur digitalen Inklusion landesweit umgesetzt. Über 600 solcher Kulturhotspots, die ausschließlich mit FLOSS arbeiten, soll es bereits geben. Einzigartig ist dabei nicht, dass sich die Regierung für FLOSS engagiert – das tun inzwischen auch andere – sondern dass FLOSS als Kultur und nicht nur als Technik aufgefasst wird.

Siehe auch: Gilberto Gil: Neue Ideen mit freier Software. Über einen MItschnitt würde ich mich freuen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digitalkultur, Freie Software und getagged , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

2 Kommentare

  1. niemand
    Erstellt am 24. März 2008 um 09:58 | Permanent-Link

    Auch ohne ein Wort Portugiesisch zu kennen dürfte klar sein, dass die deutsche Übersetzung von “Pontos de Cultura” wohl kaum “HOTSPOTS der Kutur” sein dürfte. Pontos heißt zunächst nichts anderes als Punkte. Und was spricht gegen “(Start-, Ausgangs-) Punkte (Kerne, Zentren) der Kultur”?

  2. Gunter Bauer
    Erstellt am 9. April 2008 um 17:05 | Permanent-Link

    hallo markus,

    diese radiosendung habe ich gehört, aber leider nicht mitgeschnitten. die matrix-sendung ist aber eine zusammenfassung einer längeren reportage von armin medosch, die im radiokolleg in ö1 gelaufen ist. von diesen sendungen habe ich mitschnitte. ich habe sie als *m4a-Dateien, die man aber in mp3 wandeln kann. das werde ich versuchen und schätze, dass die einzelnen dateien 20-30 mb gross werden …

    cu,

    gunter

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.