Freitag: Annäherungen an den Nerd
von markus um 13:06 am Montag, 7. Juli 2008
Die Wochenzeitung Freitag versucht eine intellektuelle Annäherung an die Nerds, mit Bill Gates als “Inbegriff einer diffusen Spezies”: Bill Gates geht und bleibt doch.
Es hat also immer schon in der Menschheitsgeschichte Nerds gegeben, so wie es Dandys und Yuppies zu anderen Zeiten gegeben hat. Aber erst mit der explosionsartigen Verbreitung von Computertechnik passt dieser Typ Mensch zu den gesellschaftlichen Umständen, wird von ihnen sichtbar gemacht, macht umgekehrt sie sichtbar und darüber hinaus anderen Menschen deutlich, dass sie an einer ganz bestimmten Kultur teilhaben. Das geht inzwischen so weit, dass sich viele Menschen als Nerds fühlen und geben, die eigentlich keine Nerds sind, und Nerdiges in das unspielerische System von Moden und Populärkultur einführen. Irgendwie sind wir alle ein bisschen Nerd, weil wir in einer Kultur leben, die von Nerds geprägt wird. Und so boomt zur Zeit etwas, was man als “Nerdchic” bezeichnen kann: die Oberfläche von Nerds und ihren Betätigungen wird als Gestaltungsmaterial popularisiert. MC Frontalot macht erfolgreich “Nerdcore-Rap” und Weird Al Yankovic vermählt in einigen Songs und Videos Nerds und Hiphop. 8bit-Computerspielgrafik ist der state of the art für Kleidung, Design und Gegenwartskunst und sogar in der Literatur tauchen Erzählungen wie Wir waren Space Invaders, Player One oder zuletzt Extraleben auf, die von der Generation berichten, die mit dem Computer groß geworden ist.
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Kommentare
Kommentar zu “Freitag: Annäherungen an den Nerd”
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Jul 7th, 2008 @ 15:55
Genau!
Und wir haben alle Space Taxi, California Games, Boulder Dash und Paperboy gespielt!!!… Und was ist aus geworden?!?
Coooooool People!!!! :-) Yeah! :-)
Viele Grüße,
André