“Die Freiheit ist das Opfer”

Der Philosoph Peter Sloterdijk im aktuellen ZEIT Magazin über das, was für ihn das vergangene Jahrzehnt charakterisiert:

ZEITmagazin: Herr Sloterdijk, wer sind die Helden dieses ersten Jahrzehnts des dritten Jahrtausends?

Peter Sloterdjik: Für mich persönlich ist die Antwort evident: die Menschen, die bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen ausgerastet sind. Im Spiegel stand neulich eine hübsche Aufzählung. Ein Passagier hat seine Rasierwasserflasche gegen eine Scheibe geworfen, ein anderer hat eine Kontrolleurin geohrfeigt. Das sind meine Helden, einsame Kämpfer gegen den Sicherheitswahn.

ZEIT Magazin: “Die Freiheit ist das Opfer”

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Datenschutz, Deutschland, Menschenrechte, Überwachung und getagged , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Philip Steffan, Netzpolitik.org.

3 Kommentare

  1. Erstellt am 12. Dezember 2008 um 13:54 | Permanent-Link

    Generell stimme ich der Aussage zu. Die Aktion mit der Ohrfeige fande ich jedoch – ja, Wortspiel – feige. Die Frau macht doch auch nur ihren Job. Den Frust an ihr auszulassen finde ich falsch.

    • Erstellt am 12. Dezember 2008 um 14:11 | Permanent-Link

      Finde dazu das hier auch recht spannend zu lesen: http://www.zeit.de/2006/42/Flugsoldaten

    • Nym
      Erstellt am 12. Dezember 2008 um 16:27 | Permanent-Link

      “Die Frau macht doch auch nur ihren Job.”

      Genau. Glückwunsch. Damit entledigt sie sich jeglicher Verantwortung.

      Wenn all die ausführenden Büttel aufstünden und sagten: “Dieses Flüssigkeitsverbot ist für jeden Dreijährigen als vollkommen sinnlos erkennbar und wir werden ab sofort keine einzige Weinflasche mehr in einen Container werfen”, dann wäre das etwas, das Respekt verlangt.
      Das stupide roboterhafte Ausführen von Befehlen ohne deren Sinnhaftigkeit zu hinterfragen und ggf. auch einmal aufzubegehren verdient Verachtung – und vielleicht auch einmal eine Ohrfeige, damit derjenige möglicherweise zu Besinnung kommt.

2 Trackbacks

  1. Von Die Freiheit ist das Opfer « Szenenzauber am 12. Dezember 2008 um 20:22

    [...] [erneut via netzpolitik.org] [...]

  2. Von Helden der Freiheit | Blog Fürst am 14. Dezember 2008 um 17:29

    [...] (via) [...]

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