Deutschlandfunk: Schutz für den Kopierschutz

Die Sendung “Computer und Kommunikation” im Deutschlandfunk hat am Samstag über “Schutz für den Kopierschutz – EU-Kommission will Digitales Rechtemanagement gesetzlich verankern” berichtet

Die Musikbranche, aber auch Fachverlage und vor allem Filmproduzenten würden sich am liebsten gegen jede digitale Kopie wehren – auch gegen den Willen der Verbraucher – wenn das denn möglich wäre. Denn bislang konnte kein DRM-System Hackern lange widerstehen. Jetzt sollen Gesetze die Technik stützen.

Ich wurde dafür zu den Entwicklungen in Frankreich und auf EU-Ebene interviewt. Hier ist die MP3 dazu.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Digital Rights, EU, Podcast, Urheberrecht und getagged . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

4 Kommentare

  1. Hadron
    Erstellt am 28. Januar 2008 um 13:25 | Permanent-Link

    Im Beitrag hält der Verbraucherschützer die Kulturflatrate für “durchaus problematisch, weil ja dann alle Verbraucher belastet wären, egal in welchem Umfang sie Inhalte nutzen würden.”

    Irgendwie fiel mir da spontan die GEZ-Gebühr gesetzliche Rundfunkgebühr ein. Sobald Verbraucher einen internetfähigen Computer besitzen, müssen sie diese Gebühr entrichten, selbst wenn sie überhaupt keine entsprechenden Inhalte abrufen. Da geht’s doch, obwohl es auch da ziemlich problematisch ist.

    Wenn man wirklich will, dann kann man sicherlich auch schlüssige Kulturflatrate-Konzepte entwerfen und durchsetzen. In meinen Augen sind Konzepte dieser Art langfristig die einzige Möglichkeit, einen endlosen und für alle Beteiligten unbefriedigenden Krieg zwischen Rechteinhabern, Gesetzgeber und Verbrauchern zu verhindern.

  2. Sky
    Erstellt am 29. Januar 2008 um 09:09 | Permanent-Link

    Moment, was lese ich da:
    “Ihre Alternative zu DRM ist eine Kulturflatrate. Das wäre eine Abgabe, die Internet-Provider eintreiben müssten und die an Urheber umverteilt werden würde.”
    (Beckedahl)

    Da ist mir der Kopierschutz deutlich lieber als eine neue “GEZ-Gebühr” oder “GEMA-Gebühr”.

    Ich glaube es hackt.

  3. Hadron
    Erstellt am 30. Januar 2008 um 13:11 | Permanent-Link

    Mir nicht, ich hätte mit einer Abgabe weniger Probleme. ;)

    Nur um’s klarzustellen: Das Argument “Abgaben in Form einer Kulturflaterate gehen nicht, weil ja dann alle zahlen müssen” halte ich für schwach, da so etwas durchaus geht, siehe Rundfunkgebühr.

  4. chilltribe
    Erstellt am 31. Januar 2008 um 06:28 | Permanent-Link

    Deuschtland ist ein Staat voller Gesetze, sinnloser Bürokratie und unverhältsnimäßiger Überwachung.

    Kulturgebühren einzuführen und der Klassengesellschaft dadurch die Stange zu halten finde ich unproduktiv. Der Vergleich mit der Gema ist vieleicht garnicht schlecht. Ein Techno-Club muss diese Gebühren zwar abführen, allerdings wandert ein Grossteil der Einnahmen in die Taschen von Herren wie Dieter Boheln und Heino. Das ist Schwachsinn und dieser Schwachsinn sollte im Internet nich fortgeführt werden.

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