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Wir können die Kreativität unserer Kinder nicht abtöten, wir können sie nur kriminalisieren

von markus um 11:47 am Montag, 26. Februar 2007

Die FAZ berichtet irgendwie über eine Tagung zum Thema Bücherdigitalisierung und Urheberrecht. Irgendwie kann ich auch nur schreiben, weil die schlappe zwei Euro wollen, um den Text online zu lesen. Da ist die komplette Printausgabe billiger. Deshalb verlinke ich mal auf SpOn, wo ein interessantes Zitat von Lawrence Lessig in der Feuilleton-Zusammenfassung zu finden ist:

“Creative Commons”-Verfechter Lawrence Lessig hielt ein flammendes Plädoyer fürs Draufloskopieren: “Wo heute Anwälte für die Musik- und Bildrechte ihrer Klienten streiten und Websites schließen lassen, sieht Lessig die zukünftige digitale Sonne aufgehen. ‘Wir können die Kreativität unserer Kinder nicht abtöten, wir können sie nur kriminalisieren’, beschwor er die Versammlung, und die von Youtube heruntergeladenen Clips mit Anime-Verschnitten und neu vertonten George-Bush-Fernsehbildern, mit denen er seinen Vortrag unterlegte, lieferten dazu das klingende und leuchtende Anschauungsmaterial.”

Falls hier jemand FAZ-Abonennt ist, ich würde mich über eine digitale Kopie des Textes freuen. [Danke an Daniel]

update: Der Artikel ist mittlerweile ohne Gebühr online: Die Ruhe der Riesenschildkröte.

Kommentare

3 Kommentare zu “Wir können die Kreativität unserer Kinder nicht abtöten, wir können sie nur kriminalisieren”

  1. stralau
    Feb 26th, 2007 @ 12:02

    Kommt per Mail.

  2. ninjaturkey
    Feb 26th, 2007 @ 15:13

    Nur mal so aus als Gedankenspiel: die Digitalisierung unserer Kulturgüter (Bücher, Musik, Filme, etc.) soll mehrere Milliarden Euro kosten und Jahrzehnte dauern - falls sie überhaupt realisierbar ist. Ließe man die Internetnutzer fröhlich Bücher und Musik kopieren und würde als Gegenleistung lediglich einen Kopie-Upload in eine zentrale Datenbank verlangen, wäre das Ganze in einem Bruchteil der Zeit zu erledigen, stets auf dem neuesten Stand, und einen Teil des gesparten Geldes könnte man den Verwertungsgesellschaften in den Hals stecken. Die genauen Modalitäten sollten sich schnell ausarbeiten lassen. Wie gesagt - nur mal ein Gedankenspiel.

  3. markus
    Feb 26th, 2007 @ 16:17

    @ ninjaturkey: von mir aus sofort. sicherheitshalber bräuchte man schon noch etwas redaktionsartiges zum koordinieren. und sicherlich gibt es auch genug kulturgütern, die hinter verschlossenen türen in museen hängen udn nicht frei zugänglich sind. und es gibt wohl auch genug, wo sich niemand findet, diese zu digitalisieren, weil sie langweilig und öde sind. aber ansonsten: warum nicht?

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