Tatort enthüllt: Pädophile nutzen Linux-Chats

Am vergangenen Sonntag enthüllte der Tatort auf ARD eine entsetzliche Nachricht: Pädophile nutzen den Kanotix-Support-Chat im IRC-Netzwerk, um sich auszutauschen. Dies suggerierte zumindest der Film, der den Chat in mindestens einer Szene einblendete. Auf der Webseite sidux-gamers gibts dazu einen Bericht und einen Screenshot:

tatort1kl4.png

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Freie Software. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

7 Kommentare

  1. Balzac2m
    Erstellt am 18. September 2007 um 15:37 | Permanent-Link

    Glücklicherweise sind wohl auch nur Menschen die IRC kennen, interessiert genug daran, die Sache so genau zu betrachten, dass sie das in einem Standbild nachlesen.
    Ich habe den Tatort live gesehen (also ohne die Möglichkeit, nochmal zurückzuspulen und anzuhalten) und die Zeit mag ausgereicht haben, zu erkennen, dass das ein IRC ist, aber ich habe nicht erkannt, dass es Kanotix/freenode ist, obwohl ich mir echt Mühe gegeben habe.
    Ich freue mich eher, dass eine Linuxdistribution jetzt mal in einem Tatort aufgetaucht ist, da die Sache nur für Eingeweihte ersichtlich war. Es sei denn, man glaubt daran, dass Tatortzuschauer jetzt unterbewusst Kanotix mit Pädophilie verbinden ;).

  2. Thomas
    Erstellt am 18. September 2007 um 15:46 | Permanent-Link

    Naja, mit Linux kann man’s ja machen.
    Stellt Euch mal vor das wäre z. B. NetMeeting oder MSN gewesen. Microsoft hätte die Ausstrahlung wahrscheinlich sofort verbieten lassen…

  3. ninjaturkey
    Erstellt am 18. September 2007 um 16:09 | Permanent-Link

    Hehe – das erinnert mich an den ersten JurassicPark-Film. Einer der Techniker spricht über ein im Mac-Monitor eingeblendetes Videofenster mit einem Mitarbeiter draußen im Park. Unten am Fenster lief fröhlich die Quicktime-Fiilmleiste mit, der Schauspieler unterhielt sich mit einem Film ;-)

  4. Erstellt am 18. September 2007 um 17:18 | Permanent-Link

    Ich nehme mal an, dass die ohne viel Aufwand einen Channel auf irgendeinem Server haben wollten, auf dem ein wenig was los ist. Hätten die im freenode #pädophil aufgemacht wäre da wohl kaum was losgewesen. So siehts halt ein wenig voller aus. Trotzdem hätte man sich ein wenig mehr Mühe damit geben sollen, wie z.B. nicht den vollen Bildschirmausschnitt zu zeigen, sondern nur kurz den Text auf den es ankommt. Oder swish pans zwischen den wichtigen Textzeilen, was auch immer. Aber vom Tatort bin ich persönlich eh nicht viel gewohnt.

  5. blubbs
    Erstellt am 18. September 2007 um 20:05 | Permanent-Link

    Mit den Informationen, die man da erkennen kann, koennte man ja sogar Personen dieses ‘Paedo-Chats’ ausfindig machen. Und das wuerde mich dann schon stoeren, wenn ich meinen Nickname & IP etc da sehen wuerde und irgendjemand mich dann als paedophil erklaeren wuerde.

  6. kobalt
    Erstellt am 19. September 2007 um 13:56 | Permanent-Link

    Ich hatte der ARD eine E-Mail geschrieben. Die Antwort kam wenige Stunden später und lautet:

    “(anrede, name) vielen Dank für Ihre Mail und das Interesse an unserem Programm.
    Bitte haben Sie ein wenig Geduld – eine offizielle Stellungnahme wird vorbereitet.
    MfG
    Sabine Kirjakov
    ZuschauerpostNDR-Fernsehfilm”

  7. Rob
    Erstellt am 19. September 2007 um 18:03 | Permanent-Link

    ich fand diesen Tatort gar nicht soo schlecht, aber diese Scene absolut an den Harren herbei gezogen:
    Ein 50 (?) Jähriger Kripo Beamter, sieht den Screen 0.5ms, um dann 4ms später folgerichtig “Aha IRC = Pädochat” zu schliessen. Von dem er auch aus der Hüfte einen Screenshot mit dem Handy vom Kollegen anfertig, während die Hütte abfackelt.
    WOW *lächerlich

Ein Trackback

  1. [...] 16 20:10 summary.vdrdrwxr-xr-x 3 vdr vdr 4096 Sep 16 20:10 ..Aber der Story haben sich schon andere angenommen.Ist es überhaupt eine Story? Nunja, augenscheinlich hat man einen realen Chat – #kano, wohl [...]

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