Online-Durchsuchung ist Chefinnen-Sache

Unsere Bundeskanzlerin hat in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin” die Online-Durchsuchung zur Chefinnen-Sache erklärt. Das komplette Interview findet sich auf tagesschau.de als Flash (Embedded-Funktion wäre ja auch noch toll). Der Punkt mit der Online-Durchsuchung kommt ab ca. 10:30 Min. Konkret hat sie nur die Online-Durchsuchung als Werkzeug angesprochen. Dies soll im Herbst mit der SPD sehr intensiv beraten werden. Das BKA brauche “die richtigen Möglichkeiten auf einer gesetzlichen Grundlage”. Das einzige mehrfach erwähnte Instrument blieb dabei die Online-Durchsuchung.

Zitatbeispiel (ca.12:30):

“Ansonsten ist es wichtig, dass wir nicht überrascht werden von Bedrohungen, von denen wir uns wünschen dass es sie nicht gibt, sondern den Bedohungen einfach ins Auge sehen und uns vorbereiten. Deshalb auch die rechtlichen Grundlagen, z.B. bei der Online-Durchsuchung.”

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3 Kommentare

  1. Erstellt am 23. Juli 2007 um 01:12 | Permanent-Link

    Alles was recht ist, aber es war nicht ungeschickt zuerst Sicherheitstools verbieten zu lassen. Salamitaktik in Perfektion.

  2. Erstellt am 23. Juli 2007 um 10:50 | Permanent-Link

    Vertraulicher BKA-Bericht: Internetüberwachung ist sinnlos:

    Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Print-Ausgabe über einen BKA-Bericht mit der Einstufung “Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch”, in dem die Polizei ein mehr als desolates Bild vom Sinn der Internet-Ermittung und -Überwachung zeichnet. Völlig weltfremd scheinen Politiker besonders im Bezug auf die Größe des Internets und der für eine Überwachung nötigen Zahl an Beamten zu sein.

  3. Erstellt am 26. Juli 2007 um 23:01 | Permanent-Link

    Mir fiel noch ein “Nachtrag” ein, zu der Analogie, mit dem Internet verbundene Rechner könnten nicht als Teil der Privatsphäre betrachtet werden — auch hier zu bewundern: http://www.juraforum.de/forum/showpost.php?p=296836&postcount=11 — eben weil sie ja Teil der großen weiten Welt und unmittelbar mit ihr verbunden sind.

    Mit der gleichen^W^W derselben Brgründung könnte man auch jeden x-beliebigen PKW durchsuchen, schließlich ist auch er Teil des (fast) weltweiten Straßennetzes und damit in der Öffentlichkeit.

    Oder ziehe ich diese Analogie schlicht falsch? — Und dabei wäre die heimliche PKW-Durchsuchung vermutlich um Längen einfacher zu realisieren….

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